• Kucki 232

01.08.21


"Wohin des Weges?", sagt Jeremy, als er sieht, dass Nadja im Flur rumschleicht. Sanft küsst er sie.

"Oh, ich dachte, du würdest heute noch Zuhause bleiben!"

"Nö, warum? Ich kann dich ja nicht ständig alleine in der Schule lassen.", grinst er.

"Cool. Na, dann. Freut mich, dass es dir besser geht."

"In deiner Nähe immer!"

Jeremy sieht heute wirklich wieder viel besser aus. Er will nach vorne schauen. Seine Großeltern kommen durch die ganze Trauer ja auch nicht wieder zurück. Die Schule ist zwar saulangweilig, aber irgendeinen Blödsinn wird der junge Magier schon machen können. Oder auch einfach nur mal lieb sein.

Während sie sich die Zähne putzen, beobachtet er seine Süße auch ganz genau. Dieses Mädel ist einfach himmlisch, denkt er sich.

Nadja ist überhaupt nicht verlegen.

Nun aber genug geflirtet. Umgezogen und auf in die Schule. Marcel schaut nur sehr sparsam hinterher. Tja, sein Junge wird langsam erwachsen.

Und mit Alex ist heute immer noch nichts los. Mit seinen Schwestern meldet er sich in der Schule ab. Immer noch wechselt er kein Wort mit den anderen. Warum eigentlich?

Marcel versucht erneut sein Glück, doch stößt er abermals auf taube Ohren.

"Lass mich einfach in Ruhe, okay?", meint sein Sohn nur.

Dann gibt sein Vater doch erstmal auf und verkrümelt sich in den Keller für seine Handwerksarbeiten. Es nimmt ihn sehr mit. Immerhin ist Marcel selbst noch nicht wirklich gut drauf und trägt durch Alex seine Laune nun die doppelte Last.

Er verkauft sein neustes Werk und will ein wenig Pause vor dem Fernseher machen.

Sein Sohnemann fällt ihm in die Arme und sagt: "Paps, es tut mir leid. Es ist nur alles so Scheiße im Moment. Morgen ist Weihnachten und Oma und Opa sind nicht mehr da. Wir wollten doch alle zusammen sein!"

"Ich weiß. Glaub mir. Mir geht es auch nicht besser. Sie fehlen mir so!". Marcel muss weinen.

"Wir könnten morgen doch trotzdem eine Party schmeißen, oder nicht?", schlägt der Teenager vor.

"Nein, ich denke nicht. Es wäre zu kurzfristig und Elias hatte doch alles geplant gehabt. Keine Ahnung, was er da alles vorhatte."

Nun muss Marcel aber erstmal noch was anderes erledigen. Er möchte für seine Tochter den Geburtstagskuchen backen und der Geruch aus der Küche lässt sich nicht lange vermeiden. Fenya wird neugierig.

"Paps? Ich möchte nicht bis heute Nachmittag warten. Ich möchte jetzt schon die Kerzen auspusten. Darf ich? Darf ich? Vielleicht bin ich ja auch Magierin. Ich möchte das nun wissen!", sagt Fenya ganz aufgeregt.

"Nene, komm. Die paar Stunden kannst du nun noch aushalten."

"Och bitteeeeee!"

Ihr Vater sieht aber auch, wie geknickt sie noch vom Tod ist. Wie gerne hätte sie nun ihre Großeltern mit dabei. Sie hätten ja auch noch ein paar Tage warten können und im neuen Jahr sterben können. Aber nö. Es muss ja unbedingt vor Weihnachten sein und vor Fenyas Geburtstag. Wie fies! Marcel zeigt dann doch schließlich Gnade. Vielleicht muntert es seine Tochter auf.

"Also gut, dann komm her."

"Juhuuuu!"

Kräftig wird gepustet. Gleich werden wir auch ganz gut sehen, nach wem Fenya nun wirklich kommt. Lange war es ein Rätsel :)

Und nun bleibt noch die Frage offen, ob sie auch eine Magierin ist. Auch ihr Handgelenk fängt an zu jucken. Fenya ist total aufgeregt und knuddelt ihren Vater.

"Schau mal Paps. Ich bin auch eine Magierin. Herrje. Mam hat nie gesagt, dass das so übel juckt. Ich möchte gleich los. Ich muss ins Reich und das den Anderen sagen. Dann habe ich auch dieses tolle Mal und....!"

"Bevor du hier irgendwas machst: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!"

"Danke, Paps."

Alex möchte sie auch direkt in den Arm nehmen und ihm die Stelle mit dem Jucken zeigen. Doch dieser blockt sie eiskalt ab. Eben ging es doch auch wieder. So kennt man ihn absolut nicht. Nicht das er doch wieder Ärger mit Celina hat und möchte es nicht sagen. Irgendwas scheint ihn sehr zu bedrücken. Es kann doch nicht alleine nur die Trauer sein. Er ist seit Tagen so eiskalt zu seiner Familie.

Doch ihre Schwester ist für einen ordentlichen Knuddler zu haben.

"Nun möchte ich aber auch Magierin werden!", meint die Kleine.

Nun kann Fenya es aber wirklich kaum erwarten. Alex weigert sich nur, sie mit ins Reich zu nehmen. Muss sie eben laufen. Ist ja sonst keiner da, der sie hinbringen könnte. Kim ist ja arbeiten. Also geht´s auf zum Portal. Die Teenagerin fällt im Schnee gar nicht auf.

Marcel und Tammy schließen sich an und laufen ihr hinterher. Sie sind neugierig.

Mulmig ist ihr trotzdem zumute. Außerdem hätte sie sich gefreut, wenn sie das Mal stolz Elias und Lisa zeigen könnte. Es ist unfair.

"Hey, hey. Lass den Kopf nicht hängen. Du hast dich doch auf diesen Tag gefreut und schau mal, dein Mal ist nun zu sehen. Nun muss ich mir zwar auch um meine Tochter Sorgen machen, dass du dich mit irgendwas wegzaubern könntest, aber mittlerweile gewöhne ich mich ja doch dran. Der Nichtmagier mit den ganzen Magiern um sich. Ein gefährliches Leben!"

"Danke Paps. Nein, ich werde mich nicht in die Luft sprengen. Ich kann ja mit Fabian üben. Er darf ja nun auch zaubern. Wäre doch klasse."

Fenya meldet sich bei ihrem großen Vorbild Mandor. Ihn hat sie zum Trainieren auserkoren. Vielleicht deswegen ja auch die weißen Klamotten. Er sieht aus wie ein Engel, sagt Fenya immer.

Tammy und Marcel ziehen sich zurück und lassen die junge Magierin machen.

"Und du möchtest, dass ich dich ab sofort unterrichte?", fragt Mandor.

"Klar. Es wäre mir eine Ehre."

"Zeig mal. Wie weit ist dein Mal? Juckt es noch?"

Es hat aufgehört, doch vom Kratzen ist es noch ein wenig blutig. Boah, das ist ja mal voll ätzend."

"Dann willkommen im Reich der Magie. Sprich mich an, wenn ich mit dir trainieren soll. Fühl dich geehrt, denn du bist meine erste Schülerin."

Ein neuer Lehrling betritt ebenfalls den großen Saal. In letzter Zeit sind viele Neue dazugekommen. Die Welt der Magier wächst.

Es ist natürlich unser kleiner Sunnyboy von der Collette-Blutlinie :) Fenya sichtet ihn und düst sofort zu ihm hin.

Fabian hat sie wiederum noch nicht bemerkt und probiert schon die ersten Gehversuche in Sachen Magie.

"Hey, du Verrückter. Du auch hier. Wie schön."

Fabian erschreckt sich voll.

"Hey, Fenya. Ich. Wow. Wie. Du. Du siehst ja toll aus." Er mustert sie von oben bis unten.

Schließlich fällt sie ihm in die Arme. Sie gratulieren sich gegenseitig zum Geburtstag. Der Teenager ist nur einen Tag älter als Fenya.

Tammy hat sich derweil zu Mandor geschlichen und labert ihn voll.

"Na dann bin ich doch bestimmt auch eine Magierin. Was meinst du? Das wäre doch unfair wenn nicht, oder? Die anderen dürfen ja nun auch Magier sein."

Marcel sucht sich bei Morgyn etwas Ablenkung. Dieser erkundigt sich auch sofort, wie es der Familie denn nun geht. Man vermisst sie schon richtig im Reich und selbst er ist sehr traurig über den Tod der beiden, auch wenn er sie nicht richtig kannte. Die Duvans sind ihm sehr ans Herz gewachsen und sie nun so, in Trauer versunken, zu sehen, ist auch für Morgyn sehr schwer und tut weh.

Bei Darrel wird er wohl im Moment weniger Ablenkung bekommen. Er hat heute richtig miese Laune. Elenor und er haben sich gestritten. Die junge Magierin war kurz davor ihre Sachen zu packen und zu den Duvans zu gehen. Das ist doch auch keine Lösung. Elenor kann doch trotzdem jederzeit rüberkommen. Es ist doch eh nicht weit.

Und Morgyn begutachtet die beiden Turteltäubchen. Gibt es nun etwa bald einen Collette-Duvan-Mix? Morgyn kennt die Collette-Familie sehr gut. Unvorstellbar, dass Fabians Mutter die reinste Furie ist. Ihr Sohn wiederum ist ein recht ruhiger und schüchterner Typ. Doch wehe Tomax spricht mit anderen Frauen - dann reißt sie ihm immer fast die Haare vom Kopf. Wie hält Tomax das nur aus? Und geschweige denn deren Sohn?

Schließlich gesellt er sich zu Marcel und Darrel, wo einer ganz und gar nicht zu überhören ist.

"Wenn Nadja aber weiter so schlechte Noten schreibt, dann kommt sie sofort wieder nach Hause. Sie hat mir versprochen, sich darum zu kümmern. Und was ist? Hat sie keine Zeit mehr dafür, oder wie? Nur Augen für deinen Sohn, was?"

"Lieber Darrel. Wie schön, dass du gerade das ganze Reich unterhältst, aber meinst du nicht, dass es noch einen Ticken leiser geht?", versucht Morgyn sich einzubringen.

Von Motzen und Meckern ist wiederum bei den beiden hier absolut keine Spur.

"Bald machen wir mal ein Turnier und dann hau ich dich aus den Latschen, mein Lieber!"

"Was du mir gerade für Mut machst, haha. Was ist, wenn ich dich aus den Latschen haue? Warte ab."

Oh, Morgyns Worte scheinen gewirkt zu haben und Marcel hat auch sein Wort gegeben, dass er dafür sorgt, dass Nadja ihre Hausaufgaben macht. Jeremy hat ihr nun auch schon gesagt, dass er ihr helfen möchte. Doch Darrel möchte Taten sehen. Jedoch versteht er nun auch, dass die Duvans einen sehr großen Verlust erleiden mussten. Das hat er ganz vergessen und entschuldigt sich auch.

"Egal, ob du mich besiegst oder ich dich. Ich mag dich, Fabian!", sagt Fenya und verpasst ihm einen Kuss auf die Wange.

Huch?! Hat sie was falsch gemacht? Er haut nämlich sofort danach ab.

Alex hat sich ein Herz gefasst und noch einmal über die aktuelle Situation nachgedacht. Fenya hat sich immerhin gefreut, nun auch Magierin zu sein und er blockt sie total ab. Natürlich freut er sich für seine Schwester, doch die Freude wird von Trauer geblockt, die er nicht zeigen möchte. Er möchte alleine sein und damit fertigwerden. Er kommt still und heimlich ins Reich und fängt an zu trainieren. Seine Schwester lächelt und beobachtet ihn.

Sie versucht seine Bewegungen nachzumachen.

Aber nein. Sie möchte das nun mit Fabian klären und wissen wollen, was das eben war. Zusammen sind sie nicht. Keiner hat sich bislang getraut oder Fabian ist sich eigentlich schon eine Weile nicht mehr sicher, ob Fenya überhaupt was von ihm will. Manchmal macht sie immer Andeutungen und im nächsten Moment kommt wieder so ein anderer Knackhintern vorbei.


Die Teenagerin trifft ihn am Kessel an und auch Mandor ist dort. Ohje, sie muss doch einmal einen Blick erhaschen. Er sieht eben aus wie ein Engel. Und diese Tattoos. Der Wahnsinn. Aber er ist eh viel zu alt. Und bei Fabian bleibt die Szene gerade nicht unbemerkt.

"Hey, was ist los mir dir? Du bist zwar recht ruhig aber im Moment bist du mir ein bisschen zu ruhig. Hab ich dir was getan?", fragt sie vorsichtig nach.

Seine Antwort ist dann doch recht überraschend: "Fenya. Auf dem Schulhof schaust du Jedem hinterher, der einen knackigen Hintern hat und das selbe tun auch die Jungs bei dir. Dann gibst du mir einen Kuss auf die Wange. Was soll ich da nun bitte von halten? Sag´s mir."

"Ich. Das ist nicht meine Absicht. Ich. Nein."

"Ich weiß. Ich bin ein langweiliger Schnösel, der gut zuhört und der sich die ganzen Szenen immer gut angucken kann. Als hätte ich eine Chance bei dir. Wohl eher nicht.", bringt Fabian ganz trocken raus. Auch wenn er ein sehr ruhiger Typ ist, ist er auch sehr ehrlich und verschließt sich nicht. Das mag Fenya sehr an ihm.

"Ähm."

"Vergiss es, Fenya."

Das Mädchen beißt sich auf die Lippe und muss überlegen. Fabian ist dabei zu gehen.

"Nein, Moment. Warte. Nicht gehen. Bitte."

Jetzt oder nie.

Ganz überrascht gibt sie ihm einen Kuss direkt auf die Lippen. Damit hat der Junge nun absolut nicht gerechnet. Doch ist das nur Show? Fenya hat ihn nie so angeschaut, wie sie es bei den anderen Jungs getan hat. Das tat ihm immer sehr weh. Und dann kommt sie mit dem Kuss um die Ecke. Wie beruhigend.

Nach der Schule ziehen sich Nadja und Jeremy um und kommen ebenfalls ins Reich. Nadja hat ihren Freund heute ein wenig dazu ermutigt. Ab und an hat er schon wieder etwas bessere Laune, doch sobald er an seine Großeltern denkt, ist wieder vorbei.

In einer anderen Ecke wird weiter heiß diskutiert.

"Stop mal kurz. Was sollte das denn nun werden? Fenya. Ich mag dich sehr und nunja. Meine Güte - du bist ....du bist...herrje du bist halt....!"

"Was bin ich?"

"Na. Boah. Schau dich an. Irgendwie wirst du von Tag zu Tag hübscher."

"Ach, ja?!"

"Ja."

"Und was willst du mir damit nun sagen?"

"Hey, ich glaub, dein Bruder und Nadja wollen ein Duell machen. Lass uns zuschauen!", sagt Fabian und sieht das gerade als total gute Ablenkung.

Alex hat sich bei Mandor verkrümelt und ihn gefragt, ob er ein bisschen mit ihm trainieren könnte. Es reicht Alex. Er muss nun einfach mal was anderes machen. Vielleicht wird sein Kopf dadurch nun klarer.

Das süße Paar hat nun sogar wirklich vor, ein Duell zu starten. Nadja hat viel geübt und nun will sie mal ihren Freund auf dem Boden liegen sehen.

Die Magierin haut alles raus, was sie schon kann.

"Hahaaaaaa, diesmal krieg ich dich!"

"Boah, das sieht ja brutal aus, was die da machen. Tut das nicht weh?", meint Fabian. Ihm vergeht gerade total die Lust auf sowas. Dann verkrümelt er sich lieber in einer Bibliothek und liest. Aber das da? Nie nimmer nicht. Fenya wiederum findet den Kampf sehr spannend und versucht sich schon einige Tricks zu merken.

"Nö. Ich lass mich doch nicht von meiner Freundin besiegen. Kannste vergessen. Nur weil du mir schöne Augen machst, heißt es nicht, dass ich dich verschone.", mit einem fiesen Lachen knallt er sie trotzdem recht behutsam auf den Boden.

Nach dem Kampf geht Jeremy zu seiner Schwester und umarmt sie.

"Konntest nicht warten, was? Aber scheinst ja nun auch eine von uns sein. Aber nö. Auch dich werde ich nicht verschonen. Aber erstmal komm her und alles gute zum Geburtstag." Wie nett seine Worte doch sind. Das ist eben Jeremy. Langsam wird er wieder der Alte. Hofft man zumindest.

Die Geschwister gehen schließlich nach Hause. Marcel und Fenya sind schon vor einer Weile abgehauen. Sollen die Kids sich im Reich austoben.

Bevor sie aufbrechen, fragt die Teenagerin Fabian noch, ob er noch mitkommen möchte. Aber er lehnt ab. Hm, na gut.

Bevor sie das Haus erreichen, kommt ihnen Elenor entgegen. Sie wollte sogar selbst gerade zu den Duvans. Als sie Alex sieht, fällt sie ihm sofort um den Hals.

Und die beiden haben sich hier auch noch lieb, auch wenn Nadja nun einen blauen Fleck am Arm hat. Sie weiß ja, von wem er kommt, haha.

Doch dann hat sie die Faxen dicke. Nachdem sich Alex im Bad umgezogen hat und irgendwie wieder nur rumgemeckert hat, will sie nun einmal mit ihm reden. Da sie als Neutrale dazwischensteht, wird er ihr bestimmt zuhören.

"Alex, mal ganz ehrlich. Ist es nicht ein bisschen mies, dass du deiner Familie aus dem Weg gehst? Trauern schön und gut, aber was können sie denn nun dazu? Sie möchten mit dir trauern und für dich da sein und ich sehe nur, dass du alle eiskalt abblitzen lässt. Bisschen Scheiße, oder nicht? Hör auf mit dem Mist. Komm. Reiß dich zusammen. Du bist doch sonst immer so gut gelaunt. Komm, dann lach wenigstens mal für mich. Kooomm schon!"

"Äh, echt jetzt?"

Schließlich geht sie zu ihm hin und redet ihm leise zu: "Ja, lass das mal bitte. Du bist nicht der Typ, der Menschen verletzt. Dir hat niemand was getan. Ja, deine Großeltern kommen nie wieder und das ist sehr traurig. Selbst für mich. Aber meinst du nicht, dass du trotzdem mal nach vorne schauen solltest? Komm schon. Lass gut sein!"

"Du hast recht.", seufzt Alex schließlich. "Es muss weitergehen." Als hätte Nadja nun heilige Worte gesprochen, was ihm sofort den Ballast abwirft. "Danke, Nadja."

"Ach und übrigens. Ich habe mit meinem Vater gesprochen. Elenor wird nun zwar nicht hier die ganze Zeit bleiben können, da. Nunja. Ich bin mal ganz ehrlich. Meine Mutter hat von Geburt an ein kleines Problem mit ihrer Hüfte. Wenn sie eine falsche Bewegung macht, dann tut das sehr weh und Elenor hilft ihr nun eben. Mam macht nur kein Drama draus, doch sie schafft es eben nicht alleine. Und ich möchte Jeremy helfen. Und euch. Deswegen darf ich hier bleiben. Ja, ist doof für meine Schwester, doch Paps hat nach unserem Gespräch erlaubt, dass sie öfter hier sein kann. Nur im Haushalt hilft sie dann. Den Rest macht Paps dann mit Emilia zusammen, wenn er nicht gerade im Reich ist!"

Da muss Alex dann doch mal schmunzeln und ist sehr happy über diese Antwort. Er nimmt Nadja in den Arm. "Mehr kann ich aber nicht tun.", entschuldigt sie sich schließlich.

Er lässt sie auch direkt im Bad stehen und geht zu den anderen in die Küche. Kim hat bereits Feierabend und ist aber ein wenig enttäuscht darüber, dass Fenya nicht gewartet hat, mit dem Auspusten. Alex setzt sich neben seine Schwester und entschuldigt sich dafür, dass er sie ignoriert hat. "Tschuldigung, ich wollte das nicht. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, kleine Schwester."

Kim geht noch etwas raus und möchte nach Post und Pflanzen schauen. Da sieht sie ihre Schwester Melina vor der Tür. "Was stehst du denn da rum? Wolltest du zu uns? Komm doch rein."

Sara kommt etwas später ebenfalls vorbei und möchte ihrer Nichte persönlich zum Geburtstag gratulieren und auch noch einmal ihr Beileid aussprechen. Sie hat mittlerweile das Erwachsenenalter erreicht. Dann auch dir Glückwunsch Sara :)

Und nun möchte es Alex wirklich wissen. Er sieht ein, dass die letzten Tage reine Verschwendung waren. Elenor war doch die ganze Zeit da. Doch wenn sich der Junge immer verkrümelt, dann fühlt es sich eben so an, als wäre sie nicht da. Er stürmt ins Wohnzimmer und küsst sie so leidenschaftlich, dass selbst sie sich wundert.

"Holla, was ist denn mit dir los?"

Luna kommt aber auch sehr oft vorbei in letzter Zeit. Wie immer gut gelaunt und bei ........ Jeremy^^. Solange es keinen Konflikt gibt, ist alles gut. Luna beneidet Nadja richtig, dass sie so einen Fang abbekommen hat. Aber gerne stellt sie sich auch mal vor, wie es wäre, mit ihm zusammen zu sein. Zusammen Arm in Arm in Sulani mit einem Kokosnuss-Drink sind so ihre Vorstellungen. Und dann ist da ja noch Rebecca. Oder meint ihr, dass sie nichts mehr empfindet? Sie hält sich nur lieber von ihm fern. Besser ist das. Auch wenn man sie gerne mal wiedersehen möchte. Wird eh mal Zeit, dass sich die Clique wieder trifft. Viel hat sich getan seitdem. Es ist ja bald Frühling. Dann kann der Park wieder unsicher gemacht werden.

Die ganze Zeit hat Sara versucht stark zu bleiben, doch dann fängt sie an zu heulen. Elias fehlt ihr sehr. Soviel Blödsinn hat er immer gemacht - dass wird sie nie vergessen.

Wo ist eigentlich Alex? Elenor schaut mal nach. Mit einmal war er weg. Im Bad wird sie fündig. Er hat sich seine Wohlfühlklamotten angezogen und öhm ...bewundert sich im Spiegel? Was ist da denn los?

"Geht´s dir gut, Alex? Alles sitzt noch richtig, hihi!", grinst Elenor.

Der Junge ist wie ausgewechselt und wird total romantisch. Er zieht seine Freundin vor den Spiegel und stellt sich direkt hinter sie. "Und du siehst auch wieder total süß aus. Wie immer.", flüstert er ihr ins Ohr. Elenor wird verlegen.

"Hab genug Zeit vergeudet. Das hier macht mehr Spaß!", grinst er und küsst sie voller Leidenschaft. Elenor ist sich erst noch etwas unsicher, doch dann lässt sie es zu und kann einfach nicht widerstehen, bis sie sich gegenseitig ausziehen und ....

.... in der Dusche verschwinden :)


Mal gut, dass es im Haus noch zwei Badezimmer gibt, da die beiden das Bad ganze zwei Stunden blockieren. Danach wird sich ganz unauffällig wieder angezogen und unter die Meute gemischt. Nichts ist passiert. Man darf ja noch zusammen duschen, oder nicht? Oder, war da doch etwas mehr als nur gemeinsam duschen? Die beiden sind mittlerweile 17. Da darf man das doch mal^^

Auf jeden Fall ist Elenor danach so perplex, dass sie sich erstmal an den Kamin setzen muss und noch nicht registriert hat, was da gerade passiert ist. Selbst wenn man sie anspricht, kommen nicht wirklich ganze Sätze bei raus.

Fabian hat schlechtes Gewissen und ist doch noch vorbeigekommen. Er hat sich nun vorgenommen, mit Fenya zu reden. Auch wenn es eine Hürde darstellen wird, möchte er mit ihr reden. Solange wie er schon in sie verliebt ist, muss er nun doch endlich mal die Karten auf den Tisch legen. Also, der Empfang passt auf jeden Fall schon mal.

Luna bekommt natürlich als Erste mit, dass Alex und Elenor anscheinend ein paar Schmuddelsachen gemacht haben, so wie die beiden gerade drauf sind.

"Ey, ihr habt doch echt grad nicht ..... Ich glaub´s nicht, haha! Ihr Glücklichen!"

Nö, die beiden sind ganz unschuldig, jawoll.


Eigentlich will ja Fabian wirklich mit Fenya reden, doch irgendwie kommt da nichts. Gut. Scheint dann wohl doch nicht so leicht zu sein. Der arme Kerl. Und im Hintergrund gucken die anderen das Kinderprogramm. Hauptprogramme bei den Duvans: Kochsendungen und das Kinderprogramm. Irgendwas läuft hier falsch.

Und nach oben haben sich diese beiden Turteltäubchen verkrümelt. Tja, die Kids sind nun mal alle langsam zum Teenager herangewachsen. Soviele Verliebte zu spielen, ist eine lustige Sache :) Jeremy hat sich für Nadja auch extra wieder die Haare gekämmt. Ist er eigentlich zu faul zu und sieht ja auch ganz cool aus. Die Mütze muss trotzdem noch drauf. Ist auch zu seinem Symbol geworden.

Elenor bleibt über Nacht und sie kann nicht von ihrem Freund lassen. Welch schöne Erfahrung das heute doch für sie war. Nun will sie erst recht bleiben.

Fabian versucht mit Fenya zu reden, doch außer Smalltalk kommt nicht wirklich was.

Diese beiden hier schauen sich dann noch lieber den ganzen Abend an. Hat auch so seine Reize.

Der Rest der Duvans ist schon im Bett, doch die beiden reden immer noch. Es ist mittlerweile 23 Uhr. Aber so wirklich ist Fabian noch nicht mit seinem Anliegen rausgekommen. Er hat sich eigentlich darauf vorbereitet. Viele Zettel landeten im Papierkorb, oder daneben. Immer war der Text blöd. Und nun kommt gar nichts raus. Na toll.

Fenya hat sich auch bereits bettfertig gemacht und muss den Jungen leider nun rausschmeißen. Wie sie ihn anschaut - ob es das nun leichter macht? Aber, morgen ist ja auch noch ein Tag. Ober übermorgen. Oder irgendwann.

"Gute Nacht, Fenya."

"Nacht und schlaf schön."



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