• Kucki 232

07.08.21


Das Wetter lädt heute hervorragend zum Nichtstun ein.

Doch den Hühnerlis stört das wenig. Wenn sie Hunger haben, haben sie Hunger. Und der kleine Kollege, der gestern geschlüpft ist, wurde von Tammy übrigens Pelle getauft.

Am Frühstückstisch bemerkt Jeremy, dass seine Freundin sehr bedrückt ist. Da nun aber leider keine Zeit bleibt, möchte sie nach der Schule mit ihm in Ruhe reden. Jeremy macht sich nun natürlich gleich seine Gedanken: Möchte sie sich trennen und wieder nach Glimmerbrook ziehen? Das würde dann ja ganz nahe liegen.

Aber auf dem Weg zur Schule lächelt sie ihren Freund an. Also kann es das wohl nicht sein. Also heißt es warten.

Bevor Kim zur Arbeit muss, möchte das Ehepaar noch einmal über den Markt. Gibt immerhin tolle Sachen hier. Wenn sie irgendwann die Zeit mal haben, bleiben sie etwas länger hier. Es gibt eine gemütliche Bar, die nur zum Verweilen einlädt.

Marcel lernt Kim Goldblume kennen. Sie liefert im Ort die Waren an die Haushalte. Frischer geht es nicht.

Ach herrje. Wieder diese Verrückte von gestern. Sie macht direkt ihren Laden zu und stürmt auf Marcel zu. Gleich bekommt er was zu hören. In Deckung Marcel.

Doch diese geht nicht zu ihm sondern empfängt Kim mit einer .... Umarmung?!! Kennen sie sich? Und stimmt, die andere hatte keine dunkle Haut. Scheint wohl ihre Schwester, Cousine oder was auch immer zu sein.

Sie ist sehr freundlich und stellt sich als Agatha Knautschgesicht vor. Die andere ist ihre Cousine Agnes, die es richtig in sich hat. "Kommt ihr besser nicht zu nah. Ich weiß nicht, wie viele neue Handtaschen sie schon neu kaufen musste."

"Äh, ja, gut zu wissen."

Kim ist ganz angetan von der Freundlichkeit der Frau und schaut einmal, was sie so Schönes hat. "Ihr müsst die Neuen oben sein, oder? Die Duvans. Sowas spricht sich schnell rum im Ort.", fragt sie neugierig nach. "Ja, sind wir. Ich bin Kimberly und das ist mein Mann Marcel. Mein Schwiegervater hat uns dieses Grundstück gekauft." "Ah, wie nett. Ja, das ist schon schön dort. Schade, dass Maggy Watson gestorben ist. Das Landhotel lief sehr gut. Macht ihr aus dem Haus denn nun auch ein Hotel?" "Ich denke eher nicht!"

"Schade. Würde mich sehr freuen, wenn ihr öfter auf dem Markt vorbeischauen würdet. Ihr seid immer Willkommen." "Danke."

Nette Dame. Doch nun geht es auf zu Michael Bell. Er hat nämlich erzählt, dass er gerne Aufträge verteilt, die man für ihn machen kann. Schöne Belohnungen sollen winken. Auch andere Dorfbewohner fragen gerne nach, ob man auch sie unterstützen kann.

Michael fragt, ob man für ihn Früchte sammeln könnte, da er die Tage nicht wirklich dazu kommt. Seinen Hof bewirtschaftet er alleine und die Arbeit nimmt kein Ende hier. Ein süßes Häuschen hat er allemal.

"Ich werde die Früchte für dich sammeln. Kein Problem.", meint Kim. Michael freut sich sehr darüber.

Sie muss nun gleich zur Arbeit. Bald bleiben sie bestimmt mal länger bei ihm. Es gibt soviel zu entdecken, aber man sieht ja, was die Duvans noch zu tun haben. Nebenbei auch noch zur Arbeit oder zur Schule. Volles Programm.


Marcel genießt nun eine Weile sein sturmfrei und schaut sich in der Umgebung um. Er findet einen alten Baumstamm, wo es sich Vögel drin bequem gemacht haben. Nachdem er anfängt, den Vögelchen einen vorzupfeifen, hat ihm einer der Vögel auf den Kopf geschissen. Also bei seinen Kindern kam das Pfeifen immer sehr gut an. Aber klar, die Piepmätze können das doch viel besser.

Dann wird sich halt umgezogen, Haare gewaschen und weiter geht´s. Die eigenen Tiere wollen versorgt werden. Fernsehen wäre ihm nun lieber, an seinem freien Tag.

Weitere Tausammler wurden bestellt und direkt aufgestellt. Die Duvans möchten alles selbst produzieren. Spart Kosten und macht mehr Spaß.

Derweil ruft ihn Sara an und möchte ihn ganz dringend sprechen. Er bekommt schon richtig Panik und denkt, dass irgendwas mit Sam ist oder sie Zoff haben. Aber nö:

Wenn sie halt noch ein viertes Kind haben wollen, dann sollen sie doch. Sam scheint wohl in die Fußstapfen seines Bruders treten zu wollen und möchte sich mit ihm nun gleichstellen, haha.


Fridolin juckt das reichlich wenig.

Die Schule ist zu Ende und Freunde der Kids trudeln mit ein. Elenor möchte keine Minute ohne Alex sein. Das Leben ist eben zu kurz.

Und, hier ist sie nun. Lange habt ihr sie nicht mehr gesehen und eigentlich auch nur als Kind in Erinnerung: Rebecca. Total kokett kommt sie ins Haus. Die Perle schlechthin. Vielleicht ist Jeremy ja mit Nadja schon wieder auseinander und sie hat nun endlich die Chance. Auf dem Schulhof sieht sie die beiden nämlich nie. Ob das einen anderen Grund hat?^^

Das Pärchen hat nun auch eine Sache noch zu klären. Es muss raus, sonst platzt Nadja bald. Jeremy hat schon total Schiss. Heute hat sich das Mädchen, zum Nachdenken, in den Pausen zurückgezogen.

"Okay, hör zu. Ich fass mich kurz. Ne Stop, so wie du mich anschaust, denkst du nun das Schlimmste: Nein, keine Angst. Ich lieb dich und das ist es ja. Ich mach mir nur eben Gedanken um meine Zukunft. Weißt du? Es gibt da zwar eine Sache, für die ich keinen Platz habe, aber das bist nicht du."

"Öhm, aha. Und was dann?"

"Ich hab so keinen Bock mehr darauf, eine Magierin zu sein. Ich hatte, ehrlich gesagt, nie Bock drauf. Ich will das nicht mehr. Seitdem wir hier sind fühle ich mich fast frei. Diese Tiere, dieser Hof. Das hat es mir angetan. Es macht mir Spaß hier. Diese dämliche Magie ist eher ein Zwang, als das ich Spaß dran hätte."

"Darrel wird dich killen. Und geht das überhaupt, dass man einfach so ins Reich geht und sagt ´Ich will das nun nicht mehr und mach das weg?´"

"Ehrlich gesagt, keine Ahnung. Aber das ist mir egal. Dann nutz ich diesen Mist einfach nicht mehr. Kann Elenor doch weiter brav den Quatsch machen. Geht diese dämliche Blutline doch weiter."

Jeremy muss schmunzeln, da er sie noch nie so hat reden hören. Dieses freundliche Mädchen hat nun mehr "dämlich" und "Mist" in einen Satz gepackt, als in ihrem ganzen Leben in all ihren Sätzen.

"Mir ist es egal, was du machst, solange du glücklich bist. Wenn du das nicht mehr machen willst, dann sag ich nicht Nein. Nur rede erstmal mit deinem Vater."

"Danke. Du bist der Beste!"

Während die beiden so am quatschen sind, kommt Kim mit dazu. Irgendjemand fehlte nämlich im Haus und sie wollte mal nachschauen, wo sie sind.

"Alles gut bei euch?"

"Ja, Mam. Alles gut.

"Ich erzähl´s deiner Mutter. Vielleicht kennt sie sich damit ja besser aus."

Sie geht zu Kim und beichtet ihr Anliegen.

"Kim, ich möchte keine Magierin mehr sein. Das engt mich so ein. Ich möchte normal leben und hier mit euch auf dem Land bleiben und helfen. Das war schon immer mein Traum. Ich habe keine Zeit und keine Lust ins Reich zu gehen, um dämliche Zauber zu lernen. Geht auch ohne."

"Ok. Hast du mit deinem Vater mal darüber geredet?"

"Nein, das ist mir im Moment egal. Mein Vater kann nicht ewig über mich hinwegentscheiden. Es ist mein Leben."

"Dir scheint es so zu gehen wie mir."

"Hm?", schaut Nadja erstaunt und selbst Jeremy wird aufmerksam bei dem Satz.

"Seit wir hier sind, habe ich keinen Gedanken mit der Magie verschwendet und ich merke im Nachhinein, dass er mir sogar gut tut. Seitdem ich hier im Garten rumbuddel und die Tiere pflege, fühlt es sich so richtig an. Auch mir kam es letztens in den Sinn, das Magierleben an den Nagel zu hängen. Doch, das Problem ist, dass es unsere Bestimmung ist. Da wohl rauszukommen, ist nicht so einfach. Ich sehne mich immer mehr danach, normal zu sein. Marcel würde sich sehr darüber freuen und wir haben selbst schon lange miteinander gesprochen. Immer habe ich ihm solche Angst beim Zaubern gemacht. Muss das wirklich sein?"

Bevor das Gespräch weitergeht, beschließen Nadja und Jeremy erstmal mit den anderen Hausaufgaben zu machen.

"Sag mal, Schwesterherz. Findest du es eigentlich cool, Magierin zu sein?"

"Hä? Was ist dass denn nun für eine Frage?", fragt Fenya.

"Mein ja nur."

"Hab bislang keine Zeit gehabt richtig zu üben. Keine Ahnung, ob es mir Spaß macht oder nicht."

"Und du Alex? Oh, was ist denn mit dir los? Irgendwas kaputt?"

"Hm, nö."

Jeremy erfährt, dass Micha ihn heute Nacht angerufen hat und er nicht schlafen konnte. Wenn Micha traurig ist, dann ist Alex es auch.

Rebecca sichtet Jeremy und belagert ihn. "Schön, dich mal wiederzusehen. Du siehst richtig gut aus."

Jeremy zieht nur eine Augenbraue hoch und grinst.

Fabian kommt zu Besuch. Mit ihm möchte Fenya nämlich auch nun mal in Ruhe reden. Immer mehr geht er ihr aus dem Weg. Schade irgendwo, denn das Mädchen ist wirklich traurig deswegen. Mal ist er da und mal nicht. Möchte sie mit ihm ein bisschen alleine sein, haut er ab. Das Spielchen kennen wir ja schon. Am liebsten würde sie ihn irgendwo festtackern, dass er nicht immer abhauen kann.

Nach den Hausaufgaben fragt sie vorsichtig mal nach: "Hey, na. Alles klar."

Rebecca hat ihn gesichtet gehabt und labert ihm nun eine Kante ans Bein. Sieht er Fenya überhaupt? Warum kommt er dann vorbei, wenn er sie eh ignoriert?

Kim macht den Vorschlag ins Reich der Magie zu gehen, um mit Morgyn zu reden. Er weiß doch immer auf alles eine Antwort und fragen kostet ja nichts. Nadja möchte auch mit. Der Weise weiß schon, was kommt.

"Hi, Morgyn. Na, wie geht´s?", fragt Kim unsicher.

"Liebes? Ich weiß bereits was ihr vorhabt und du brauchst nun nicht drumherum reden. Eure Gedanken enttäuschen mich sogar, zumal die Magie eine gute Sache ist, wenn man sie denn richtig anwendet."

"Ups. Ich. Naja, wir spielen nur mit dem Gedanken und wollten erstmal nachfragen, ob sowas überhaupt möglich ist. Miko konnte es ja auch auf Eis legen lassen."

"Hm. Nein, ich bin enttäuscht. Mit den Karlsons ist es immer wieder dasselbe. Erst ja, dann nein. Nene, so nicht. Es wurde euch mit in die Wiege gelegt und dann solltet ihr auch mit leben können."

"Ich kann aber nicht damit leben, Morgyn.", kommt Nadja dazwischen.

Nach einer Weile spricht Morgyn erst weiter: "Ich kann euch aber auch nicht so traurig sehen, da ich dich und deine Familie sehr gern habe. Nur bei Nadja ist eine andere Sache. Das muss sie erstmal mit ihrem Vater abklären. Ich glaube nicht, dass er dem so einfach zustimmen würde."

Wieder versinkt er in seinen Gedanken. Die Traurigkeit von Nadja bleibt nicht unbemerkt.

"Nun denn. Ich könnte dir, liebe Kim, erlauben, keine Magierin mehr zu sein - unter einer Bedingung."

"Die da wäre?"

"Da es bei euch schon mal der Fall war, dass ihr der Magie widersprochen habt, würde ich der Karlson-Blutline komplett die Magie entziehen und euch aus den magischen Büchern streichen. Es deutet an, dass eure Familie nicht bereit für diese Aufgabe ist. Das würde euch aber auch den Status als "Torwächter" nehmen und ihr dürftet nie wieder ins Reich der Magie kommen dürfen."

"Morgyn. Ich wollte dich nun nicht so wütend machen. Es tut mir leid. Das wäre ein hartes Stück.", meint Kim.

"Das ist nicht mein Problem. Entweder du nimmst das Angebot an oder du findest dich nun damit ab und machst mit deiner Familie weiter. Weil das Spielchen ist langweilig. Wir brauchen wahre Magier bei uns und nicht solche Sprunghaften."

Kim sieht nun selbst die Freundschaft zwischen den beiden bröckeln. Sie schaut die anderen traurig an und hofft auf eine Antwort.

"Na, was ist? Ich habe nicht den ganzen Tag Zeit." Morgyn ist sehr gekränkt.

"Alex? Fenya? Könntet ihr damit leben? Kommt schon. Wenn ihr nein sagt, dann vergessen wir das Gespräch und machen normal weiter."

Morgyn wird ungeduldig und schließlich nicken die Kinder. Fenya sagt: "Ich hab da eh keine Zeit zu. Mir ist es recht." Alex seufzt wiederum , den ihm macht es schon sehr viel Spaß. Doch es steht gerade 3 zu 1, also willigt er ein. Mit Nadja muss man schauen, da sie ja nicht die Ehre ihrer Familie besudeln möchte.

Daraufhin verliert Kim ihre magischen Kräfte. Morgyn sieht man an, dass es ihm sehr schwer fällt.

Als nächstes ist Alex dran.

Jeremy.

Und schließlich Fenya.

Kim setzt sich betrübt zu Nadja. Sie sieht, wie fertig das Mädchen ist. Die Teenagerin hat Angst, dass ihr Vater nun dazwischensteht und Nein sagt.

Schließlich fasst Nadja aber all ihren Mut zusammen und geht zu Morgyn.

"Morgyn. Ich bin alt genug, um eigene Entscheidungen treffen zu können. Es ist mein Leben und ich baue es mir so auf, wie ich möchte. Wenn der, den ich liebe, nun kein Magier mehr ist, dann möchte ich auch keine mehr sein. Ich liebe Jeremy und möchte mir eine Zukunft mit ihm aufbauen. Ohne die Magie. Einfach nur leben."

Jeremy steht da gerade nur wie angegossen rum.

"Bitte nimm es mir auch runter. Ich werde es mit Dad klären und ich trage dafür die Verantwortung. Doch bitte nimm mir das runter."

"Okay. Du musst nur wissen, dass die Familie Charm den Posten als Torwächter übernehmen wird. Überleg es dir gut."

"Und? Elenor und Marco sind doch auch noch da! Sollen sie das machen."

Okay, sie wird man nun nicht wirklich überzeugen können und Morgyn fängt an, ihr die Magie zu entziehen. Doch danach nimmt er sich vor, mit den anderen Weisen zu reden. Dieses Hin und Her darf nicht nochmal passieren und es müssen strengere Regeln her. Bestimmung ist Bestimmung. Auch wenn die neue Generation das locker sieht. Zu locker dürfen sie es auch nicht sehen.


Enttäuscht nimmt Morgyn Kim noch einmal in den Arm. So berührt war er noch nie in seiner ganzen Zeit als Magier.

"Nun geht mir aus den Augen."

Zuhause fühlt sich Nadja trotzdem noch nicht so richtig frei. Ihr Mal ist auch noch da und scheint wohl etwas später zu verschwinden. Doch sie möchte es hinter sich bringen und ihren Dad herholen. Das Mädchen hatte schon immer ihren eigenen Kopf - wenn ihr irgendwas nicht passt, dann haut sie es frei raus. Also ran an den Speck.

"Kannst du bitte vorbeikommen?"

Eigentlich wollte Fenya, dass Fabian kurz wartet, während sie im Reich ist. Doch er ist gegangen. Elenor ist auch nicht mehr da. Und Rebecca möchte natürlich solange hierbleiben, bis Jeremy wieder da ist. Als er durch die Tür kommt, fängt ihr Herz richtig laut an zu schlagen. Ob sie es irgendwann mal versteht, dass Jeremy nichts von ihr will außer Freundschaft?


Fenya ruft Fabian an und möchte ihn sehen. Sie meint, dass es wichtig ist und sie nun reden muss. Das kann man nicht aufschieben.

Okay, er war nie wirklich weg, sondern ist hinten zum Fischteich und musste nachdenken. Er umarmt sie schon mal. Das ist doch ein gutes Zeichen.

Auch Darrel kommt dazu. Was seine Tochter wohl so dringendes hat?

Erstmal wird sich begrüßt, bevor es ans Eingemachte geht. "Danke, Paps. Ich muss es einfach nun loswerden und es freut mich, dass du sofort kommen konntest. Du wirst mich zwar töten, aber da muss ich nun durch!"

"Du bist aber nicht schwanger, oder?"

"Nein, Paps. Wie kommst du da denn nun drauf?! Ich, ich. Ach manno. Okay, was soll´s? Ich bin keine Magierin mehr, weil ich nie eine Magierin sein wollte." Sie schließt die Augen, denn den Blick von ihrem Vater könnte sie nun nicht ertragen.

Weiterhin mit geschlossenen Augen, fährt sie fort: "Dad, ich weiß du bist nun sauer und wirst mich nun hassen. Aber ich wollte immer normal sein. Das weißt du. Es ist so, als wenn dir nun jemand sagt, dass ich nun Sängerin werden soll, weil man das von mir verlangt. Oder irgendwas anderes, was ich nicht will. Ich möchte hier sein, bei Jeremy auf dem Hof. Es ist toll. Selbst der Schmutz ist mir egal und ich möchte studieren und Lehrerin werden. Einfach normal sein. verstehst du? Da habe ich keine Zeit für den ganzen Plunder namens Magie."

"Studieren sagst du? Meine Tochter möchte studieren?"

"Japps. Ich möchte ungebunden sein und einfach mein Ding machen. Verstehst du? Wenn ich studiere, habe ich einfach keine Zeit für die Magie. Irgendwann möchte ich auch eine Familie gründen und für diese da sein. Und wenn ich Lehrerin bin, dann habe ich auch schon genug zu tun. Erstklässler sind bestimmt anstrengend, hihi!"

Also Gedanken hat sich Nadja definitiv schon um ihre Zukunft gemacht. Ihr Vater schaut sie eine Weile an und muss dann doch darüber schmunzeln: "Studieren? In unserer Familie hat noch niemand studiert. Hm. Naja, wann denn auch? Hm. Du hast dich echt für ein normales Leben entschieden und ich denke, ich kann dir das nun nicht ausschlagen und wie ich sehe, ist es eh schon zu spät."

"Ja, Paps. Ich werde zwar die Ehre der Charms nicht fortführen können, aber ich könnte dich als Studentin stolz machen. Du weißt, ich liebe Kinder und ich werde eine gute Lehrerin."

"Du bist immer für was Neues offen. Nadja, Nadja, Nadja. Aber wenn ich mir das so überlege: Meine Tochter möchte studieren. Wow. Das gab es bei den Charms noch nie und ist bestimmt genauso toll wie eine Magiermeisterin. Bist du sicher, dass du das willst?"

"Ja, Paps. Selbst die Karlson-Blutlinie hat sich aufgelöst. Sie haben sich ebenfalls für ein normales Leben entschieden."

"Äh!", darüber muss Darrel erstmal nachdenken.

Nadja geht rein und möchte etwas essen. Sie sieht, dass Alex immer noch niedergeschlagen ist. Erst der Anruf von Micha und nun ist er auch kein Magier mehr. Er hat sich darauf eingestellt und hätte damit leben können. Das war nun doch ein richtiger Schlag für ihn.

Die Teenagerin versucht ihn aufzumuntern. "Vielleicht kann doch Elenor mit dir in das alte Haus ziehen und sie kann das Tor bewachen. So bist du zwar kein Magier mehr, aber kannst in Glimmerbrook bleiben. Wäre das denn keine Idee? Ihr beiden seid doch bald 18. Du hast doch letztens eh schon gesagt, dass du planst, mit meiner Schwester zusammenzuwohnen. Hey, das wäre doch ein kleiner Lichtblick." "Meinst du?", fragt Alex und schaut sie an.

"Klar, warum nicht? Elenor würde sich freuen, mit dir mehr Zeit verbringen zu können. Und nun habt ihr die Chance." Nadja? Du bist echt Gold wert. Alex kommt nun ins Grübeln. Da muss er mit Elenor mal drüber sprechen. Sie weiß ja noch gar nicht, was passiert ist.


Währenddessen versucht Marcel bei Darrel herauszufinden, ob er die Entscheidung verkraften konnte. Kims Mann ist auf jeden Fall sehr erleichtert, dass seine Familie keine Magier mehr sind. Zu viele Gefahren lauerten hinter jeder Ecke. Das konnte er sich schon lange nicht mehr antun.

Darrel musste noch etwas draußen nachdenken, doch der Gedanke mit dem Studieren, lässt es ihn positiv sehen. Früher war er so streng zu seinen Kindern, doch konnte er es bei Nadja auch nie ertragen, wie unglücklich sie eigentlich ist. Deswegen hat er sie machen lassen und viel beobachtet. So wie Nadja nun lacht, hat er es nie bei ihr erlebt.

Rebecca hat Fabian gesichtet und sieht eine neue Chance, doch noch einen Freund zu bekommen: "Moment mal. Bist du echt Fabian? Hab noch nie richtig mit dir geredet. Müssen wir mal ändern."

"Du siehst total süß aus. Wollen wir nicht mal zusammen was machen?"

"Äh, danke für das Kompliment.", kommt von ihm nur.

Tammy stellt sich währenddessen bei Darrel vor. Die Kleine hat nun zwar die Sorgen mit der Magie nicht mehr, doch Magier sind trotzdem cool, findet sie. Also darf man ja bestimmt trotzdem welche kennen.

Fenya bekommt mit, was Rebecca da vor hat und beobachtet die Situation.

"Du hast total die süßen Augen und naja."

Fabian reagiert sehr angespannt auf die Situation.

"Stop, stop, stop, liebe Rebecca. Nun konntest du bei meinem Bruder nicht landen und nun ist Fabian dran? Du weißt schon, dass er mein Freund ist?", kommt Fenya schließlich dazwischen. "Du hättest es wenigstens mal sagen können, Fabian. Sie raspelt da Süßholz und du sagst nichts. Bin ich im falschen Film?"

"Dein Freund? Du und Fabian? Schlechter Witz.", meint Rebecca, doch dann lässt sie schließlich von ihm ab, als sie sieht, dass Fenya das ernst meint.

"Nein, du kommst nun mit mein Lieber, wir klären das nun. Geht gar nicht." Fenya packt ihren Freund am Arm und geht mit ihm ins Esszimmer. Ups.

"Was wird das da eigentlich? Es reicht langsam. Weißt du eigentlich, wie traurig mich das macht? Was bin ich für dich? Ich dachte, wir hätten das geklärt? Immer höre ich nur Ausreden und du weichst aus. Es nervt."

Fabian sitzt nur da und schweigt. Trotzdem scheint er recht gelassen zu sein und ist alles andere, als auf einen Streit hinaus.

"Also? Entweder du gehst da nun zu Rebecca raus und vereinbarst mit ihr ein Treffen, oder du sagst mir jetzt, dass ich mir unnötig Sorgen mache und du aufhörst, mir aus dem Weg zu gehen."

Fenyas Eltern haben in der Küche von dem Drama Wind bekommen und setzen sich mit dazu, falls Hilfe benötigt wird. Doch Fabian ist nun derjenige, der da durch muss.

"Ich höre?! Sonst geh ich."

"Fenya, ich."

"Ja?"

"Ich habe absolut nicht vor zu Rebecca oder sonst wen zu gehen, okay? Aber wie ich schon am Telefon sagte gestern: Irgendwann wird es mehr und dann enttäusch ich dich, oder so. Nachher lachst du mich aus, weil ich eine Niete bin."

"Du willst mich echt verarschen, oder? Vielleicht bin ich dann ja eine Niete und du bist hier der König des Techtelmechtelns. Meinst du, darum mach ich mir jetzt schon Gedanken? Äh."

"Nicht? Kein Techtelmechtel?"

Fenya muss lachen: "Kein Techtelmechtel. In der Schule mag sowas zwar immer ein Wettbewerb sein, aber weißt du wie ich darauf scheiße?"

"Okay. Dann bin ich beruhigt."

Kim und Marcel wurden nicht einmal bemerkt. Die beiden schütteln schmunzelnd den Kopf.

"Und nun hör auf dir Sorgen zu machen. Mensch, komm her. Versprich mir nun aber endgültig, dass du mit diesem Schwachsinn aufhörst. Vielleicht bist du ja nun der, der mich nicht mehr liebt, weil ich keine Magierin mehr bin."

"Hä, wie kommst du da denn nun drauf?"

"Siehst du? Also Schwamm drüber und weitermachen."

Sie steht auf und deutet Fabian an, dass er herkommen soll. Schließlich küsst sie ihn.

Selbst Nadja hatte schon in der Vergangenheit Angst vor dem Techtelmechtel. Total unbegründet.

Nach diesem total dramatischen Gespräch zwischen ihrer Tochter und Fabian, schaut Kim einmal ins Wohnzimmer, was mit Darrel und Alex los ist. Die beiden unterhalten sich sehr gelassen. Der Magier scheint den Jungen wohl etwas aufgemuntert zu haben. Oder Nadja.

Jeremy hat sich ins Zimmer verkrümelt und denkt über seine Zukunft nach. Nadja ist im Bad und möchte ihr Magier-Dasein nun auch offiziell mit anderen Klamotten ablegen. Sie überrascht schließlich Jeremy damit.

"Was sagst du? Sieht das normal aus?"

"Also, als Magierin hast du definitiv richtig sexy ausgesehen in den Magierklamotten. Aber daran könnte ich mich nun auch gewöhnen.", grinst er. Und wie gehabt kleidet sie sich immer noch schwarz.

Marcel möchte sich bettfertig machen, bis plötzlich Darrel ins Badezimmer kommt und ihn anquatscht: "Marcel, mir fällt ein. Wenn meine Tochter nun unter die Normalsterblichen gegangen ist, dann könnte ich das ja auch mal ausprobieren. Also nicht so richtig. Aber wie wär´s mal, wenn wir uns auf ein Bierchen in der Kneipe treffen?"

"Klar, warum nicht?" Marcel muss schmunzeln. Darrel und Bier. Man kann es ja mal ausprobieren.

Darrel und Rebecca gehen nach Hause, bevor es wieder richtig anfängt zu gewittern. Es regnet zwar nun schon aus Eimern, aber das Gewitter bleibt aus. Fabian möchte eigentlich nach Hause, doch dann fängt es noch an zu gewittern. Ein guter Grund, um über Nacht bei den Duvans zu bleiben, auch wenn morgen Schule ist. Er ruft seinen Vater an uns sagt Bescheid. Schließlich geht er ins Bett und wartet auf Fenya. Tammy legt sich ebenfalls gerade hin.

"Du trägst dein Haar wieder offen. Das sieht gut aus.", bemerkt Marcel. Kims Mal ist nun auch weg. Bei den Kids ist es ebenfalls weg.

"Tja, ich möchte halt nicht mehr wie eine Magierin aussehen."

"Ich freue mich sehr, über diese Entscheidung. Du hast gesehen, wie betrübt ich immer war. Immer Angst zu haben, euch könnte was passieren, wäre auf Dauer nicht gutgegangen. Das neue alte Leben macht viel mehr Spaß. Also wollen wir es angehen?!"

Kim steht auf und bittet ihren Mann zu sich. Nach einem Kuss flüstert sie ihm ins Ohr: "Packen wir es an!"

Fenya geht ins Bett, wo sie bemerkt, dass Fabian noch wach ist. Er schaut sie die ganze Zeit an und auch sie tut es ebenfalls. Irgendwann nimmt er ihre Hand und flüstert: "Ich lieb dich. Süße."

Mit einem: "Ich dich auch.", antwortet sie. Von oben kommt nur von Tammy: "Haltet die Klappe da unten, ich will schlafen."






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