• Kucki 232

14.06.21(1)


Der Grund, warum es nämlich gestern nicht zum Fernsehabend kam war der, dass Kim ihrem Sohn die Haare geschnitten hat. Alex möchte ein bisschen cooler aussehen und nicht mehr wie ein Streber.

"Oh, cool, Paps hat Pfannkuchen gemacht. Immer her damit!" Die Kids stürmen sich regelrecht drauf.

Dann geht´s gestärkt in die Schule.

Kim kommt auch nicht drum herum die Vogelscheuche wieder anzuquatschen. Die Kinder haben ihr Kuscheltier zum ausheulen und die Erwachsenen eben eine Vogelscheuche.

Von ihrer Arbeit aus, hat Kim heute den Auftrag bekommen, ein Gartenbuch zu lesen, was nun neu rausgekommen ist. Mal gut, dass sie sich das Buch vor ein paar Tagen schon im Internet bestellt hatte. Vorbesteller zu sein, ist eben ein Vorteil. Sie studiert nebenbei so auch die ganzen Kräuter ein, die sie zum Brauen braucht.

In ihrem Keller fängt sie nun auch an, Gemüse und Co anzubauen, weil oben einfach kein Platz dafür ist. Immer mehr Gemüse-und Obstsorten kommen auf den Tisch. Kimberly macht es riesen Spaß und wenn sie könnte, würde sie sogar auf einem eigenen Bauernhof leben.

Aber eine Magierin beim Kühe melken, wäre doch etwas arg komisch.

Marcel macht derweil den Staubsauger für den Keller startklar.

Und Opa erzählt der kleinen Tammy wieder die unglaublichsten Geschichten: "Als ich klein war, da habe ich einmal einen magischen Apfel gegessen. Der war so magisch, dass ich in ein Zauberland gebeamt wurde, wo es viele Elfen und Feen gab und ....!" Ähm, Elias?

Marcel schaut heute auch das erste Mal seiner Frau beim Brauen zu. Ihn fasziniert die magische Welt mittlerweile sehr, doch hat er auch immer Angst, wenn irgendwas passiert. So ist er stets in sicherer Nähe und ist gleich zur Stelle, wenn was ist.

"Schatz? Kannst du vielleicht die Blümchen eben gießen?" "Ähm, du weißt, dass ich das hasse." "Ja, aber wenn du schon mal hier bist, dann kannst du mir doch auch helfen." Mit murren und knurren fängt er an die Blumen zu gießen, doch bricht dann ab: "Ach, mir fällt ein, dass ich doch den Staubsauger weiter upgraden wollte. Ich geh dann mal."

Elias will gerade joggen und traut seinen Augen nicht recht, als er die Vogelscheuche da sieht. "Lisaaaaa? Ich glaub, ich brauch ne neue Brille. Oder ich muss mal zum Arzt oder so. Ich fühl mich so krank!" meint er nur. "Hey du, was oder wer du auch immer bist: Lass meine Familie in Ruhe und verschwinde und komm nie wieder und...ach geh einfach, okay? Du bist gruselig."

Die Vogelscheuche, die sich selbst Patchy nennt, hat sich doch glatt selbstständig gemacht. Sie schaut Elias nur an und erkundet das Haus. Patchy scheint sich hier auszukennen.

"Ähm, Elias? Täusch ich mich, oder sitzt da eine Vogelscheuche im Schaukelstuhl?"

"Haaa, du siehst sie auch. Ich dachte schon, ich bin hier Banane im Kopf. Oder Lisa? Vielleicht sind wir beide ja auch krank, oder so."

Lisa versucht mit dem Ding zu sprechen und es kommen sogar Antworten. "Wow, du sprichst ja unsere Sprache. Woher kommst du und wer bist du? Und warum läufst du hier rum wie eine Vogelscheuche?" Patchy erzählt, dass er von Margit früher verzaubert wurde, als sie einen Zauber ausprobieren wollte. Die Magierin fand Patchy irgendwie hässlich und wollte ihre Vogelscheuche ein bisschen aufpeppen. Das ging aber in die Hose und er wurde lebendig. Margit freundete sich mit Patchy an und erzählte ihm all ihre Geheimnisse. Sie wurden beste Freunde. Bis dann schließlich der Keller brannte und sie ums Leben kam. Patchy war so betrübt über ihren Tod, dass er sich auf den Dachboden legte und für ewig schlummern wollte. Bis dann die Familie Duvan kam.

Auch Püppi Tamara wird auf ihn aufmerksam. Sie versteht noch nicht so richtig, was hier gerade passiert und fängt an, Patchy liebzuhaben.

Und im Keller spielen sich währenddessen dramatische Szenen ab. Die Duvans hören nur einen lauten Knall. Mal gut, dass Marcel in der Nähe ist und sofort nachschauen kann.

Kim liegt regungslos auf dem Boden und der ganze Raum qualmt. Marcel hat sofort Panik, da er denkt, dass ihr nun das selbe wie mit Margit passiert ist. Hilflos steht er da.

Er bemerkt, dass Kim noch lebt und eilt ihr zur Hilfe.

"Alles gut, Süßer. Alles gut. Alles noch dran. Meine Ohren fiepen nur!"

"Was sollte das? Ich habe einen Schock bekommen. Lass bitte den Mist. Du weißt, das ich Angst habe."

"Ich bin doch schon immer vorsichtig."

"Ja, das sehe ich. Man!"

Hier ist ja heute richtig was los. Da haben die beiden sich noch nicht mal von dem Schock im Keller erholt, schon kommt der nächste Schock: Eine lebendige Vogelscheuche.

"Kim, ich glaub, ich habe da unten auch ein bisschen was abbekommen. Ich sehe lebendige Vogelscheuchen. Geht dir das auch so?"

"Ähm, jupp."

Auch sie erfahren von Patchys Geschichte. Kim ist sehr fasziniert davon, dass er Margit kannte. Patchy wiederum findet es interessant, dass Kim ihre Urenkelin ist.

Und den ganzen Spaß bekommen die Kinder auch gleich mit. Ich glaube, Jeremy wird mit der Vogelscheuche nicht so wirklich klarkommen.

Und Besuch aus der Schule ist auch direkt im Schlepptau. Rebecca Lobo ist mit dabei, weil sie schauen möchte, wie es Jeremy geht, da sie ihn in der Schule vermisst. Es gibt anscheinend doch ein paar, die ihn vermissen. Das war ihm wohl nicht bewusst, oder er hat es einfach ausgeblendet. Man weiß es nicht.

Jeremy verpieselt sich ins Bad, nachdem er Patchy gesehen hat. Er ist sichtlich sauer. Marcel stürmt hinterher und will ihn beruhigen.

"Ich will dieses blöde Ding da nicht im Wohnzimmer. Was soll der Blödsinn?"

Auch wenn er sich noch nicht wirklich beruhigt hat, möchte er erstmal mit seinen Geschwistern Hausaufgaben machen.

"Und danach möchte ich dieses hässliche Ding nicht mehr sehen. Der macht mir Angst." Gut, es laufen ja auch nicht tagtäglich irgendwo irgendwelche lebendigen Vogelscheuchen rum.

Kimberly setzt sich auch zu Patchy und versucht ihm zu erklären, dass Jeremy Angst vor ihm hat. Natürlich kann er das verstehen. Auch wenn sie ihn sehr interessant findet, wird er wohl das Haus verlassen müssen. Kimberly versucht in den Zauberbüchern ihrer Uroma noch einen Zauber zu finden, so dass der Zauber vielleicht wieder rückgängig gemacht werden kann und er trotzdem weiterhin als normale Vogelscheuche in der Familie bleiben kann, doch sie findet leider nichts. Patchy ist trotzdem sehr traurig. Wo soll denn nun bitte eine Vogelscheuche hin? Die Leute würden sich eher nun vor ihn gruseln.

Doch Püppi Tammy mag ihn total und spielt gerne mit ihm. Sie möchte ihn behalten.

"Das geht leider nicht, Süße. Er muss zurück nach Hause. In den Wald."

Na klar, versteht sich Fenya direkt mit Rebecca. Mit ihr versteht sich irgendwie jeder. Mittlerweile hat sie zumindest schon mal mit der halben Schule gesprochen. Immer hat sie was neues zu erzählen und sie weiß auch ganz genau, dass sie nicht zu viel erzählen darf.

Nachdem Jeremy erfahren hat, dass Patchy den Haushalt verlassen wird, ist er schon gleich ganz anders drauf. Er macht ihm halt Angst. Der Junge stellt sich vor, wie er da brav am schlafen ist und mit einmal sitzt der grinsende Kürbiskopf an seiner Bettkante. Das wäre wie im Horrorfilm.

Nur Fenya ist mit dieser Entscheidung absolut nicht einverstanden. Würde sie den Grund erfahren, warum Patchy gehen muss, dann würde sie ihren Bruder wohl auf ewig hassen.

Rebecca sieht nun auch, dass es Jeremy gut geht. Sie muss immer einen Blick erhaschen, doch lässt den jungen Rotschopf das kalt. Nur Fenya weiß, dass sie ihn süß findet, aber sie rät ihr ab, sich mit ihm zu unterhalten. Sie sagt ihm, dass er ein ganz Lieber ist, der jedoch mit Vorsicht zu genießen ist. Sie soll es später irgendwann mal versuchen. Wenn es ihm besser geht.

Oh, und wer ist das denn? Sie sieht aus, als könnte sie die Schwester von Elenor sein und - sie IST die Schwester von Elenor. Ihr Name ist Nadja und auch sie möchte sich erkundigen, wie es Jeremy geht. Sie hat zwar noch nicht wirklich mit ihm gesprochen gehabt - auch nicht in der Schule - doch soviel wie ihre Schwester immer erzählt, weiß sie mehr über die Duvans als nun die Duvans sie kennen. Nadja lebt recht zurückhaltend, da auch sie gerne mal Phasen hat und einfach nur losheulen könnte. Kurz: Sie ist ebenfalls unberechenbar. (Süß hier, dass ich nicht mal von ihr wusste und sie wirklich durch Zufall auf der Matte stand)

Und Rebecca schaut immer noch nebenbei zu Jeremy. Hört sie Fenya überhaupt zu? Nadja gesellt sich dazu. Sie schaut gerne etwas grimmig drein, doch auch ihr muss man einfach bestimmt nur mal zuhören. In der Schule kommt sie nicht so gut mit und schreibt oft schlechte Noten. Immer hofft sie, besser zu werden.

Marcel und Kim erzählen ihr die Geschichte mit Jeremy und was er nun macht. Etwas irritiert ist sie doch, da sie die Scherze von dem Jungen immer genial fand und sich nicht mehr eingekriegt hat vor lachen. Sie hätte nie gedacht, dass die Lage so ernst ist.

Im Wohnzimmer schafft sie es schon mal mit ihm zu reden. Das ist sogar eine richtige Ehre, wenn er mit jemandem redet, den oder die er nicht so wirklich kennt.

"Du bist lustig und ich mochte deine Scherze. Schade, dass du weg bist." sagt Nadja.

"Wirklich? Ich dachte immer, ich bin Gift für die anderen und keiner würde mich mögen."

Tja, so kann man sich täuschen.

"Gleich wieder da." meint der Grundschüler.

Da Jeremy doch noch etwas aufgewühlt von Patchys Anwesenheit ist, lässt er im Flur Dampf ab, damit er es nicht an Nadja auslässt.

Alex sieht seine Sorgen und zieht seinen Bruder in den Hobbyraum, wo er diesen etwas ablenken möchte. "Ich hätte nie gedacht, dass du so ein Mädchenschwarm bist, kleiner Bruder!" scherzt Alex.

"Erzähl keinen Mist."

Und Patchy verlässt derweil das Haus. Er findet es sehr traurig, dass Jeremy so negativ auf ihn reagiert, doch kann er es auch verstehen. Patchy versucht im Wald einen kleinen Unterschlupf zu finden und möchte in der Nähe des Hauses bleiben, da er über die Familie wachen möchte.

Nadja ist selbst noch bei den Duvans, wo es schon dunkel ist. Sie findet Jeremy total witzig und würde gerne öfter mal vorbeischauen. Mit Elenor versteht er sich ja auch gut. Also warum dann nicht auch mit ihrer kleinen Schwester?

Jeremy versucht auch mit ihr ein bisschen rumzublödeln, um zu schauen wie sie reagiert. Sie findet das total lustig.

Liegt vielleicht auch daran, dass Kim ein gutes Wort bei Nadja eingelegt hat und ihr auch nahe gelegt hat, dass Jeremy nicht so schlimm ist, wie die anderen immer gesagt haben. Doch das störte sie von je her schon nicht.

Die beiden möchten sich nun gerne öfter treffen :)









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