• Kucki 232

18.07.21


Kim bekam am frühen Morgen die Nachricht, dass Simeon und L. verstorben wären. Besonders den Brüdern wird die Nachricht nahegehen.

Alex hat es schon erfahren und ist sehr traurig. Gerne hat er mit Simeon zusammen trainiert. Das soll nun einfach so vorbei sein?

Als Jeremy jedoch die Nachricht erfährt, wird es sogar ein wenig laut am Tisch. Der Arme.

Also ab in seine Bankräuber-Klamotten, wo keiner sieht, wie fertig er ist. Er läuft Alex heulend in die Arme. "Er war so ein Netter." "Ich weiß!"

Alex bleibt in der Schule heute, so gut es geht, an Jeremys Seite. Seine Eltern meinten auch, dass er nach Hause kommen soll, wenn es nicht mehr geht. Die Schule weiß Bescheid. Nadja möchte auch mit aufpassen.

Die Schwestern kannten ihn nun ja nicht so. Doch wie ihr Bruder darauf reagiert, bewegt sie sehr.

Morgyn hat Kimberly angerufen und gefragt, ob sie vorbeikommen möchte. Die neuen Weisen sind eingetrudelt. Vielleicht möchte sie sie ja schon mal kennenlernen. Marcel ist natürlich auch schon total neugierig und lädt sich einfach mal mit ein.

"Hi, Liebes." Die beiden nehmen sich in die Arme. Selbst Kim ist sehr über den Tod geschockt, doch ihre Reaktion hält sich noch in Grenzen.

"Die beiden neuen Weisen sind unten in der Bibliothek. Geh ruhig hin. Sie schauen sich gerade nur alles an."

(Ich habe mir nun auch erspart, ein Vorher-Nachher-Bild zu machen, da beide einfach so in die Welt geklatscht wurden, ohne einen Hinweis darauf, dass sie was Besonderes sind. Der neue Funktionelle Weise hätte nur noch 32 Tage gelebt und hieß Takashi Hayamoto, oder sowas und trug ein Hawaiihemd. Sehr nett. Aber schaut, was ich draus gemacht habe :) )


Marcel bleibt noch eine Weile bei Morgyn und redet mit ihm. Der Weise hat noch viele Fragen über Jeremy. Kim geht in die erste Etage und schaut ganz vorsichtig um die Ecke. Sie stellt sich nun total die strengen und alten Knacker vor - doch dem ist nicht so.

Ein blonder, weiß gekleideter Mann begrüßt sie ganz freundlich.

"Hallo. Mein Name ist Mandor Sturmwind und ich bin der neue Weise für die Funktionelle Magie. Mit wem habe ich die Ehre?". Mandor ist ein sehr freundlicher junger Mann. Hätte sie nun absolut nicht gedacht.

"Kimberly Duvan. Ich stamme aus der Blutlinie Karlson."

"Oh, wie schön. Ich freue mich schon sehr darüber, deine Familie mal kennenzulernen."

Marcel ist dann doch zu neugierig und kann es kaum erwarten, die beiden mal kennenzulernen. Also trabt er die Treppe runter.

"Tja, Mandor. Den ersten lernst du sogar schon gerade kennen. Das ist mein Mann Marcel."

"Hi!"

Dahinter ist die andere neue Weise ganz in ihren Gedanken.

"Hallo. Ich bin Violet Nachtwind. Ich bin die Weise für Schelmische Magie. Nett dich kennenzulernen." Auch sie empfängt Kim richtig freundlich.

Und schon hat Marcel einen neuen Elitetrupp, mit dem er sich ausgiebig über die neusten Kochrezepte unterhalten kann. Wie schön, haha.

Während Kim eine Runde dreht, um zu schauen, ob sich noch Lehrlinge im Gebäude befinden, denen sie helfen kann, gesellt sich Marcel zu einem Smalltalk.

"Oh, Nadja. Du hier?"

"Jeremy konnte nicht mehr und wollte nach Hause. Da ihr aber im Reich seid, sind wir auch hierher. Wollte ihn nicht alleine lassen. Er ist noch auf dem Friedhof."

"Danke, Nadja. Ich hoffe, dass war in Ordnung für die Schule."

"Klar. Wir haben Zusatzaufgaben bekommen und dann ist gut. Die Blätter für den Unterricht holen wir dann auch noch nach."

"Der neue Weise sieht ja sehr freundlich aus.", bemerkt Nadja.

"Japp. Ist doch auch toll. Er wird euch viel beibringen können!"

Unten schaut sich Jeremy auf dem kleinen Friedhof um, der hier platziert ist. Bald werden auch L. und Simeon mit dabei sein. Der Gedanke macht ihn traurig.

Kim nutzt ihre Zeit und übt mit Nadja.

"Du wirst langsam immer besser. Sonst warst du immer so verkrampft. Sehr schön. Stäbchen immer locker halten."

Schweigend setzt sich Jeremy mit in die Nähe und macht seine Hausaufgaben. Er trottet recht leer durch die Gänge. Die Hausaufgaben werden bestimmt gut ablenken.

Und Smalltalk auf der Terrasse. Fehlt nur noch das Tässchen Tee.

Morgyn spürt aber, wie mies drauf sein kleiner Schützling ist. Er will einmal nachschauen und ihm bei den Hausaufgaben helfen. Vielleicht hilft das ja.

"Ich brauche keine Hilfe. Kann den Mist eh schon!"

"Oh, ich vergaß. Jeremy Schlaukopf kann das ja schon.", versucht er die Situation ein wenig zu lockern.

Als der Junge gerade mit den Aufgaben fertig ist, rennt er plötzlich nach oben und fragt, ob sie eine Staffelei irgendwo haben. Diese Gedanken sind wieder da. Eine kurze Zeit kann das den jungen Magier sogar wirklich mal ablenken.

"Und wenn ich das gleich an die Wand male, mir egal."

Im Keller ist eine alte Staffelei verstaut, die Morgyn oben aufbaut. Nun ist er gespannt.

Jeremy fängt wie in Trance an zu zeichnen.

Er hofft auch, dass dieser Spuk hiernach ein Ende hat. Sein Vater wird ebenfalls neugierig.

"Kannst du schon was erkennen, was das werden soll, Morgyn?"

"Hm, nein. Aber es ist tatsächlich eine magische Formel. Wow. Die Punkte deuten darauf hin. Das sind die Punkte, die einen Weisen kennzeichnet. Je nachdem in welche Richtung sie gehen, entwickelt sie eben eine Formel. Mal schauen."

Jeremy ist fertig mit zeichnen. Kimberly kommt dazu.

Der Junge setzt sich hin. Diese Verbindung mit Margit schlaucht ganz schön.

"Wie fühlst du dich, mein Lieber?"

"Außer dass ein guter Freund gestorben ist, den Umständen entsprechend."

"Nein, ich meine. Ist Margit noch da, oder so?"

"Woher soll ich das wissen?"

Ne, Morgyn. Auch du wirst heute keine Chance haben, an den Jungen ranzukommen.

Die Magier schauen sich das Bild genauer an.

"Bitte sag mir, dass du aus diesem Kindergezeichne irgendwas erkennst und ich endlich meine Ruhe hab!", meckert Jeremy. "Kreise und Striche kann ich auch malen!"

"Dann lass mal schauen!"

"Hm. Der große Kreis stellt die Welt dar. Die kleinen Striche und Punkte sind eben die Weisen. Weise, die die Welt verlassen. Sterben. Auf dem anderen Symbol ist es anders herum. Da kommen die Punkte und Striche zurück."

"Geh mal kurz zur Seite, Jeremy. Du bist zwar ein toller Junge, doch sehen tu ich trotzdem gerade nichts."

Das ist doch ein Schmunzler wert und Jeremy setzt sich hin. Morgyn schaut sich das Bild weiter an.

"Hier unten ist eine Schrift. Ein magischer Text. Übersetzt heißt das: Wir Magier werden zurückkommen. Uns verbinden mit der sterblichen Welt. Wir werden unser Wissen weitertragen. Niemals verborgen im Grabe."

Morgyn ist richtig in seinem Element. Man sollte ihn nun nicht stören.

"Alles klar. Die liebe Margit, hat herausgefunden, wie man die magischen Geister wieder in die Welt der Sterblichen zurückholen kann. Bei Magiern ist es nämlich nicht möglich, da sie eine andere Geisterwelt haben. Sie leben als Ahnen im Universum weiter und leiten unsere Entscheidungen. Die neuen Weisen wurden auch von ihnen geschickt.

" Nach einer kurzen Pause fährt er fort: "Was ich damit sagen will: Wenn ich diesen Zauber ausspreche, kann ich Margit so wieder erwecken. Als Geist versteht sich. Sie müsste nun eh aus deinem Kopf sein. Hm. Mal schauen. Ich sag das mal." Morgyn murmelt den Text vor sich hin.

Und er behält recht. Plötzlich erscheint vor Jeremy ein wütender Geist. Er erschreckt sich total und springt auf.

"Was zum Geier, soll der Scheiß?" Jeremy ist gerade ein wenig durcheinander.

"In deinem Kopf zu sein, ist ja grausig, Junge. Ich bin fast geplatzt."

"Bleib mal locker. Was kann ich dazu?"

Morgyn fällt auf, dass der Geist noch recht verzerrt ist. Margits Geist wurde sehr geschwächt von dem Ganzen.

"Na, dann. Du wirst wohl Margit sein. Hallo.", stellt sich der Weise vor.

"Ich weiß, was für ein Doofkopf du bist, du brauchst dich nicht vorstellen."

Puh, zicken kann sie ganz schön.

"Familie Ember. Amateure. Pfff!"

Die Gruppe beschließt nach unten zu gehen und sich in Ruhe zu unterhalten. Insofern das mit der aufgebrachten Margit denn möglich ist. Manchmal würde man sie gerne zurück in Jeremys Kopf stecken, aber das wäre für den Jungen nun auch nicht so prall. Die Magierin lebt noch sehr mit der strengen Zeit, wo die Magier noch eher Konkurrenten waren.

"Und was bist du für eine Faltschachtel? Muss ich deine Familie kennen? Welche Blutlinie, hmm?!" Normal ist Margit auch wieder nicht soo schlimm drauf. Nur die ganze Zeit bei jemandem im Kopf zu sein, dem sie seit Wochen versucht, eine Botschaft zu übermitteln, macht einen dann doch recht fertig. Sie war nun mal eingesperrt.

Jeremy verpieselt sich erstmal zu seiner Freundin, die das vom anderen Raum aus mitbekommt. Nadja ist sehr erleichtert darüber, dass der Magier nun keine Ausreden mehr haben kann, dass er ja nun besessen ist, oder so. Da muss ihm nun was besseres einfallen, haha.

Margit verschwindet auf dem Klo und redet mit ihrem Spiegelbild. "Selbst als Geist sehe ich noch gut aus, wow!"

Kim möchte etwas ausprobieren und ihr das Übergangsritual anbieten. Vielleicht hilft es ja und sie wird dadurch gestärkt. Eine schwere Last liegt noch auf diesem Geist und das darf nicht sein.

Es funktioniert. Margits Geist wird gestärkt und ihre Laune wird gleich viel besser.

Na, dann. Willkommen in der Welt der Sterblichen. Außerdem war das Rumgezicke richtig nervig.

"Wie geht es dir, Jeremy? Hast du Kopfschmerzen oder so? Weißt du noch, wer ich bin?", fragt Nadja vorsichtig nach.

"Nö, ich kenn dich nicht. Aber bist du öfter hier?"

Er nimmt Nadja in den Arm und küsst sie. Keine Ausreden mehr.

Kim ist ganz begeistert von ihrer Ururoma. Was sie alles für Wissen haben muss, ist schon Wahnsinn. Das sie eine Formel gefunden hat, wie man die Geister der Magier in das Reich zurückrufen kann, ist doch super. Generationen vereint. Das Wissen geteilt.

Jeremy fragt auch nach, ob man denn nun Simeon auch als Geist wieder zurückholen könnte? Als von Margit ein "Ja" kommt, wird seine Laune direkt besser. Er kann nun weiter mit ihm trainieren, nur eben ein wenig anders. Wie toll. Vielleicht kann der Teenager nun endlich mal etwas zur Ruhe kommen.

"Und ganz ehrlich, lieber Jeremy. Du bist ein Sturkopf. Ich hätte das Mädchen schon lange geküsst. Also wenn ich du wäre. Man man. Sowas kann man sich doch nicht entgehen lassen!"

Margit hat wohl doch ein wenig mehr mitbekommen, als dem Jungen lieb ist. Verlegen schaut er sie an und Nadja wird knallrot.


Nach diesem ereignisreichen magischen Vormittag, stellt sich der junge Magier noch vor der Abreise bei Mandor vor. Er wird Simeon vielleicht nicht ersetzen, aber auch bei ihm wird er bestimmt sehr viel lernen können. Mit Tränen in den Augen geht er nach Hause. Sieht ja keiner.

Margit kann nun jederzeit gerufen werden, wenn man es denn wünscht. Das Geheimnis um die Formel ist somit gelüftet und Jeremys Kopf wieder frei. Sowas möchte er aber nicht nochmal erleben. Vorsichtshalber spielt er nun kein Fußball mehr. Nicht das der Ball ihm wieder um die Ohren fliegt. Man weiß ja nie. Tja, aber es kann immer passieren. Nicht vergessen!

Als die Drei zusammen mit Nadja eintrudeln, ist Amethyisa zu Besuch. Der kleine Fratz wurde geboren und kann bald besucht werden.

Der Rest kommt aus der Schule. Alex erfährt von seinem Bruder, was heute vorgefallen ist. Auch er freut sich sehr, dass der Spuk nun ein Ende hat. Er ist trotzdem sehr gespannt auf seine Urururoma. Der Name Karlson ist also indirekt doch nicht ausgestorben. Margit würdigt diesen weiterhin - nur eben als Geist :) Jeremy hat sich aus seinen Verbrecher-Klamotten rausgezerrt. Ein gutes Zeichen.

Ach, und. Da war ja was. Der kleine Patrick war mit im Schlepptau.

Er verbringt in der Pausen sehr gerne seine Zeit mit der Clique. Einige sind nun auf die Oberschule gegangen. Doch der Rest sitzt weiterhin zusammen. Besonders in Tammys Nähe ist der Junge immer wieder aufzufinden.

Marcel denkt sich nur gerade, was heute noch schlimmeres passieren kann, als das ein Geist den Kopf seines Sohne verlässt und zwei neue Weisen im Reich sind. Es ist ein Patrick, der seine Ohren volljammert. Was ist hier heute nur los?

Nadja und Jeremy ziehen sich eine Weile nach oben zurück und wollen in Ruhe reden.

"Es ist alles Mist, was passiert ist und ich hoffe, dass alles nun besser wird."

"Wieso? Das Margit in deinem Kopf war, war doch toll. Sonst hättest du mich doch nie geküsst. Du warst doch besessen und so."

"Boah, nö." Und er kitzelt sie.

Das erste Mal lacht Jeremy heute.

"Hey, was hast du da heute für ein Thema?", fragt Amethysia ihren Neffen.

"Flüsse!"

"Cool, das war mein Lieblingsthema. Kann ich dir helfen? Hast du Probleme? Ich kenne jeden einzelnen Fluss."

Jeremy hat ziemlichen Hunger bekommen, nach dem ganzen Aufstand heute. Erstmal einen leckeren Camper-Eintopf genießen.

"Ich werde morgen nach der Schule schauen, ob Simeons Geist schon im Reich ist und dann werde ich mit ihm trainieren. Mam, ich vermisse ihn sehr. Er war ein guter Freund und brachte einen unbewusst zum lachen. Das er nicht mehr ist, das macht mich fertig. Aber zu wissen, dass er dank Margit, doch nicht ganz weg ist, gibt mir Trost."

"Das freut mich, dass es dir hilft. Hat es ja doch was Gutes gehabt, dass gerade Margit in deinem Kopf war. Sie konnte dir so unbewusst helfen."

"Ja."

Und oben sitzt Nadja noch weiterhin schwer verliebt und freut sich, dass ihr Jeremy nun wieder Jeremy ist. Vielleicht ist seine Wut damit ja auch verschwunden? Seine plötzlichen Ausbrüche?

Micha wollte den Duvans eigentlich zuerst erzählen, dass der Nachwuchs da ist, doch Amethyisa war schneller.

"Was brauchst du auch so lange beim Einkaufen? Kann ich auch nichts zu.", meint seine Frau nur dazu. Aber egal. Der kleine Pups ist da :)

Micha erfährt von Alex, dass Margit nun aus Jeremys Kopf raus ist. Sein Onkel und bester Freund würde sie so gerne mal selbst sehen können, doch leider bleibt ihm der Zutritt ja verwehrt. Wenn man jemandem Fotos aus dem magischen Reich schickt, sind es einfach nur weiße Bilder mit Nichts drauf. Das Geheimnis mit dem Reich kann so schnell in die falschen Hände kommen. Das darf man nicht riskieren. Selbst nicht alle aus der Familie wissen davon. Die Duvans wollen sehr vorsichtig sein. Morgyn hätte sonst zu viel zu tun, haha.

Und Sam kommt ebenfalls vorbei mit der tollen Nachricht, dass auch deren kleiner Pups bald besucht werden kann. Nina hatte nun auch Geburtstag und würde sich sehr auf Onkel Marcel freuen. Leider ist in der letzten Zeit soviel passiert, dass die Duvans die anderen nicht so besuchen konnten. Schade. Aber nun wird es bestimmt ruhiger.

Nadja geht nach Hause. Patrick nimmt sie ein Stück mit. Es ist bereits dunkel. Da soll der Kleine nicht mehr alleine durch den Wald.

Nachdem Jeremy ein bisschen zur Ruhe kommt, merkt er eigentlich, wie sehr ihn dieser Tag geschlaucht hat. Alles braut sich in sekundenschnelle bei ihm zusammen und er wird richtig wütend. "Verdammter scheiß, aaaaaaaah!", flucht er.

Okay, nein. Bevor es ganz eskaliert, geht er meditieren. Das hilft bestimmt. Nein, nicht heute. Margit ist nun weg - alles ist wieder gut.

"Boah, ich könnte ausrasten. Man, Simeon. Du fehlst mir so. Bäh, mir nimmt man nicht die Leute, die ich mag. Aaaahhhhhh!"

Nachdem es mit der Meditation nicht so ganz klappt, geht er Joggen. Das muss doch nun aber helfen.


"Diese blöde Kuh. Die hat mich zerstört. Die soll verschwinden. Nicht nochmal. Neee. Ich mach morgen die Urne kaputt. Dann stell ich die von Simeon dahin."

Drinnen sitzt ein Teil gemütlich zusammen und unterhält sich. Sie erschrecken sich nur ziemlich, als Jeremy direkt am Fenster steht und laut losschreit.

"Lasst mich einfach alle in Ruhe, verdammt. Ich will das nicht mehr. Ahhhhhhhhhh!"

Okay, der Junge hat wirklich noch sehr viel zu verarbeiten. Verständlich. Doch selbst sein Tobsuchtsanfall bringt nun nichts.

Er geht ins Bad und ist kurz davor, den Spiegel einzuschlagen.


Marcel kommt dazu und versucht seinen Sohn zu beruhigen.

"Hey, hey, Junge. Alles gut. Bin da. Ich weiß, es war sehr viel in der letzten Zeit. Ich helf dir, damit klarzukommen, okay? Ich bin da!" Selbst jetzt bekommt Marcel mal Tränen in die Augen. Er mag es nicht, seinen Sohn so leiden zu sehen.

Aber in diesem Moment merkt der Junge, dass so ein Gespräch manchmal mehr wert ist, als zu versuchen, die Situation mit sich selbst zu vereinbaren. Liebe Worte von seinen Liebsten bringen ihn besser wieder runter.

"Geht doch. Wir gehen da nun gemeinsam durch, okay?" Marcel freut sich sehr, dass er Jeremy beruhigen konnte.

Die Kids machen sich bettfertig. Besonders Jeremy könnte den Schlaf nun am besten vertragen. Mit seinem Bruder hat er auch noch ausgiebig gequatscht. Er ist nicht alleine. Denkt es nur immer wieder. Morgen möchte der Teenager auch in die Schule gehen.

Sam bleibt auch noch eine ganze Weile und redet mit seinem Bruder. Bald liegt das Weihnachtsessen bei den Duvans an. Elias hat bereits alle benachrichtigt. Er freut sich schon sehr, seine Familie beisammen zu haben. Auch Sam kommt natürlich mit der Familie vorbei.






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