• Kucki 232

22.08.21


Marcel setzt sich zu seinen Sohn.

"Es tut mir leid, Paps. Ich wollte das nicht. Wie soll das bitte nun gutgehen? Ich bin nicht mal fähig, nen Vater zu sein."

Er nimmt seinen Sohn in die Arme und sagt: "Wird zwar ein hartes Stück, aber wir schaffen das schon. Nun komm erstmal rein und geh duschen. Hilfe, wie lange sitzt du hier schon? Wir reden später."


Der Erwachsene haut sich noch auf die Couch und schaut Fernsehen. Derweil geht Jeremy duschen und danach sofort ins Bett. Er hat nun mit ordentlich Mecker gerechnet, doch Marcel blieb ruhig. Dieser putzt sich dann schließlich auch die Zähne und sortiert noch die Wäsche, bevor auch er ins Bett geht.

Nadja ist bereits früh auf den Beinen und macht sich einen Salat. Diese Morgenübelkeit ist ja schlimm und am liebsten würde sie nun immer essen, essen, essen.

Was aber leider oft nie drin bleibt.

Die Wäsche, die Marcel nachts noch gewaschen hat, hängt die Teenagerin auf. Heute ist es wieder sehr bewölkt, aber trotzdem warm.

Anschließend geht es rüber zu Fridolin und Co. Sie möchte nicht doof auf der Couch hängen und so tun, als wäre sie schwer krank.

Kim ist ebenfalls wach und geht ihrer Aufgabe nach. So wirklich reden tut sie immer noch nicht. Ungewohnt, aber soll auch mal vorkommen.

Schließlich ist Frieda dran.

Kim konnte aus dem Bienenkasten und von den Sojabohnen noch Wachs ziehen und macht sich auf an die Kerzen. Aktuell ist es der beste Rückzugsort für sie. Was in den letzten Tagen alles passiert ist, war dann doch eine Nummer zu viel. Die Spinnerei und das Chaos von Benny, der anschließend noch überfahren wird. Die ständigen Besuche und dann noch die Schwangerschaft. Ach ja. Und eben die Sache mit Fenya und Lukas in der Schule. Kann es noch schlimmer werden? Wir hoffen nicht. Marcel möchte vorerst auch die Grillparty absagen. Es muss erstmal wieder Ruhe einkehren. Er versucht sie aber am nächsten Wochenende nachzuholen.

Jeremy steht auf, isst kurz was, wäscht sich und geht wortlos an den Teich.

"Guten Morgen liebe Piepmätze, hihi."

Und hallo Marco. Er ist neugierig und muss nun immer vorbeikommen. Hier kann man außerdem sooo schön spielen.

Schwester Elenor lässt auch nicht lange auf sich warten.

Wäre das nicht immer die Familie, würden sie die Tür auch einfach mal zulassen. Doch sie sind eben alle neugierig und hier gibt es immer was zu erzählen. Oder eben Fridolin wird alles erzählt :)

Schade, dass es hier noch keine Smileys gibt. Die würde ich liebend gerne öfter benutzen, haha.

Hallo Alex. Er schaut wiederum richtig gut aus und bringt seine gute Laune garantiert mit rein. Wäre schön.

"Nadja, wie geht es euch denn jetzt? Ich mache mir Sorgen."

"Es geht. Aber das wird schon wieder. Ich mache mir eher Sorgen, dass Paps sauer ist. Hat er irgendwas gesagt?"

"Hm, ein bisschen knartschig ist er ja schon, aber ich konnte ihn einigermaßen beruhigen. Wenn er sieht, dass du damit klarkommst und auch dein Studium auf die Reihe bekommst, wird er bestimmt besser drauf sein. Hartes Stück, hihi."

"Er wollte eh nochmal mit dir, naja euch reden. Aber keine Angst. Er wird nicht ausrasten."

Hallo Lukas. Auch er ist heute hier, um sich mit Fenya einen Schlachtplan zu überlegen. Schön, dass die Eltern nun helfen wollen. Selbst Feonor und Gladice kommen in die Schule, doch das lässt sie schwach aussehen und irgendwann würde es wieder losgehen. Daher wollen auch sie sich einen Schutzwall aufbauen.

"Hi, Fenya. Ist Jeremy da? Würde gerne mal mit ihm reden."

"Ähm, Moment. Ich hol ihn fix."

Alles muss heute wohl geklärt werden.

Erst traut sich Jeremy nicht, doch verschwinden kann er ja auch nicht mal eben. Irgendwann wäre Darrel zum Teich gekommen und hätte sich dort einfach mit zugepflanzt. Also, Augen zu und durch.

"Ja bitte? Wenn du mich töten willst, dann ruf nen Serienkiller an, wenn du reden willst, mach schnell und wenn du mir eine ballern willst, bekommst du einen zurück."

"Uff, deine Laune ist ja wirklich der Wahnsinn."

"Tja, was soll ich machen? Luftsprünge?"

"Wäre eine Option."

"Was willst du?"

"Fragen, ob ihr noch Babyklamotten von Marco haben wollt? Falls es natürlich ein Junge wird. Ich frag nur ganz nett."

"Mal gucken." Jeremy verpieselt sich anschließend nach drin.

Doch Darrel gibt nicht auf und geht hinter ihm her ins Esszimmer.

"Paps, können wir nicht später reden? Grad ist schlecht."

"Ich war anfangs sauer, ja. Ihr beiden geht ja noch zur Schule und das Studium steht auch an. Aber trotzdem freu ich mich nun. Und guckt mich nicht so an. Ich mein das ernst."

Okay, bei den beiden kommt er gerade nicht weiter und versucht es bei Marcel. Er redet jedenfalls schon mal etwas mehr.

"Marcel, was denkst du so unter Opa und Opa? Mensch, die beiden sind noch so jung und sollten doch erstmal die Schule abschließen."

"Was willst du nun machen? Das Kind wegteleportieren ins Nimmerland? Klar, ich hatte da auch dran zu kauen."

"Nein, ich freu mich ja. Aber es wird nur ungewohnt, dass Nadja keine Magier zur Welt bringt und."

"Moment mal, Darrel. Kann das sein, dass du komplett durch den Wind bist? Freust du dich nun oder nicht?"

"Ähm. Naja, schon. Ja. Aber."

"Dann ist doch alles geklärt. Die beiden machen das schon. Ich muss da eh meine Klappe halten. Ich war nicht viel älter als Jeremy."

Und Kim gießt immer noch neue Kerzen. Die Ablenkung tut gut.

"Sag mal, Alex. Was sagst du denn dazu, dass dein Bruder Vater wird?", versucht Darrel nun hier herauszufinden.

"Ist doch okay. Ich freu mich. Hab ich später zwei harte Schachgegner."

Nadja muss nur grinsen.

Jeremy setzt sich schweigend mit zu Nadja und macht Hausaufgaben. Lustig, wie die Leute nun so tratschen. Darf man nichts verpassen.

Einige Bestellungen noch rausschicken und dann hat Kim langsam auch die Faxen dicke und möchte nicht einfach nur dasitzen und Trübsal blasen. Sie möchte als Vorbild dienen und für ihre Kids da sein.

Willkommen zurück, liebe Kimberly. Sie bricht endlich ihr Schweigen.

"Also, Darrel. Nächstes Wochenende Grillparty? Kannst dann gleich als Opi anfangen und dem Baby die Flasche geben. Das halte ich dann fest und bestehe darauf, dass es im Reich der Magie an die Wand kommt." Dabei grinst sie sogar.

"Äh, nunja. Grillparty? Klingt gut. Dachte, ihr wolltet morgen?"

"Verschieben wir nur. Wird lustig. Bring Emilia mit. Und Marco darf natürlich auch kommen. Alle sollen herkommen."

"Ähm, Schatz? Also wenn du nun die ganze Welt einlädst, dann müssen wir aber viel einkaufen."

"Ja, wieso? Ist doch schön. Du musst ja grillen, haha."

Kim gelingt es noch nicht ganz, komplett wieder die Alte zu sein und plant wirklich gerade eine Grillparty für die ganze Nachbarschaft.

"Moment, Moment. Also ein paar Leute kein Problem. Familie und Freunde, okay. Aber die ganze Nachbarschaft gleich? Ne."

Eine Weile wird über die anstehende Grillparty geredet, bis schließlich die witzigsten Witze durch den Raum gehen. Die Stimmung wird langsam immer gelassener.

Nadja möchte noch kurz die Obstbäume abernten, bevor es zum Frauenarzt geht. Jeremy beobachtet sie eine ganze Weile bis dann schließlich kommt: "Kommst du?"

"Ja, Moment. Gleich.", kommt nur zurück. Das Mädchen ist sehr nervös. Nachher sieht sie den kleinen Pups zum ersten Mal.

"Komm, ich helf dir kurz."

"Ähm, okay. Klar." Nadja schaut ihrem Freund nur erstaunt hinterher, da er den Hühnerstall ohne Probleme ausmistet.

Fenya zieht sich derweil mit Lukas zurück und redet mit ihm über Montag.

"Nicht, dass es noch schlimmer wird, wenn unsere Eltern sich da einmischen.", sagt Fenya etwas ängstlich.

"Ich würde sagen, erstmal abwarten. Wenn die dann immer noch doof kommen, dann komme ich nun auch einfach doof. Immerhin hätte ich fast den schlimmsten Fehler meines Lebens gemacht und nun will ich das cool sehen. Die Klappspaten sind doch nur neidisch, weil sie keine Schnitte bei dir haben."

"Ganz bestimmt. Das wird es sein." Schließlich müssen dann doch beide drüber lachen.


Nachdem das junge Pärchen mit dem Hühnerstall fertig ist, nimmt Nadja ihn erleichtert in die Arme: "Wir schaffen das, okay? Ich lieb dich und denke auch, dass du ein guter Papa wirst. Ein komischer, aber du wirst das packen."

"Hä? Wieso komisch?"

"Ich kann mir ganz gut vorstellen, dass du dem Kind nicht nur süße Bildergeschichten vorliest, wie es sich eigentlich gehört, sondern fängst sofort mit mathematischen Formeln an, hihi."

"Klar, warum nicht?" Jeremy schmunzelt endlich mal wieder.

"Was meinst du? Junge oder Mädchen?" Jeremy fühlt Nadjas Bauch.

"Hm, schwer zu sagen? Auf jeden Fall Drillinge, hihi."

"Na dann. Dann können wir ja los. Ich warte aber draußen. Zwischen diesem ganzen Kindergeplärre und den Mädels mit den dicken Bäuchen halte ich das keine Sekunde aus. Mal gucken, was es in der Stadt so gibt."

Nadja und Jeremy gehen und Justine kommt. Ein reger Austausch hier.

Die Truppe hat sich mittlerweile auch komplett im Wohnzimmer versammelt. Lukas ist schon nach Hause. Der Rest wartet gespannt darauf, dass die beiden wieder vom Frauenarzt kommen.

"Hey, Justine Süße. Was ist eigentlich mit deinem Vater? Von ihm hören wir gar nichts mehr."

"Ach, der hat Depri oder sowas. Er jammert rum, weil er die ersten Falten bekommt. Meine Güte. Mein Vater ist ein Jammerlappen."

Oh, was ist denn hier mit Kim Goldblume los? Da war Mandor ja fleißig, haha.

Einige Stunden später, sind Nadja und Jeremy zurück. Neugierig starren alle aus dem Fenster und wollen endlich die Antwort wissen. Doch die beiden grinsen nur rein und lassen sich nun so richtig Zeit. Wie gemein.

Aber gut. Sie sind dann nicht so und gehen schließlich rein. Es wird ein Junge.

Hier habe ich mal ein Justine-Bild für euch. Einfach so und ohne jeglichen Bezug zu meiner Geschichte^^

Die Schwester von Lukas kreuzt auf.

"Herrje. Hast du das draußen gesehen? Irgendwas war da im Wald. Ein Schatten. Ein Knistern. Unheimlich. Kann ich nicht heute Nacht hierbleiben?"

Hallo Sam. Großonkel von und zu Sam. Für die, die es noch nicht wissen: Das ist die Abkürzung von Samuel :) Tammy ist ja auch nicht Tammy, sondern Tamara und Kim ist ja auch eine Kimberly :) Die Spitznamen haben sich nur schnell bei mir eingebürgert.

Als er erfuhr, dass Jeremy Vater wird, konnte er Zuhause nicht lange stillsitzen und muss sich nun selbst überzeugen.

"Hi, Kim. Du also mit Mandor. Meine Schwester würde nun sagen: Ein Engel und Schneewittchen. Haha, nein Spaß. Ich bin Jeremy."

Hey Patrick :) Zu später Stunde sogar noch.

Auch er erfährt nun, dass Nadja einen Jungen erwartet. Dem Teenager freut es sehr, dass die Stimmung langsam wieder besser wird. Er fragt Tammy sogar, ob er über Nacht bleiben kann. Zuhause ist nun nämlich wiederum Stunk bei ihm und da hat er aktuell keinen Nerv drauf.

"Klar, warum nicht? Müssen wir nur ein Gästebett aufstellen."

"Cool. Und hi. Hab dich voll vermisst."

"Ich dich auch. Blöde Sommerferien. Man sieht sich viel zu selten."

Den Rest des abends verbringen die beiden auch zusammen. Egal wo, sie bleiben zusammen. Nur auf´s Klo gehen, schaffen sie noch alleine.

Marcel und Kim haben beschlossen, dass die werdenden Eltern das Zimmer der beiden bekommen, da es größer ist und aktuell sonst kein Zimmer frei ist. Man muss dann sowieso schauen, wo Junior sein Zimmer bekommen wird. Das Haus hat die volle Kapazität erreicht. Aber diese Lösung ist auch erstmal okay. Jeremy und Nadja verkrümeln sich ins Bett. Wenigstens angelt der Junge nun nicht mehr bei Starkregen die halbe Nacht durch.

Sam mag es ganz und gar nicht, dass einfach so eine fremde Person durch´s Haus läuft. Wie kann Kim Goldblume auch nur? Puh, Gott sei Dank geht sie nach Hause.

Und auch Sam verabschiedet sich wenig später. Ist doch ein wenig spät geworden. Wahnsinn, wie Marcel es noch schafft, bis um 2 Uhr zu arbeiten.

Heute sitzt Tammy an der Stelle, wo Alex immer seine Elenor beobachtet hat :)


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