• Kucki 232

28.06.21


Und nein, heute steht Marcel nicht um 5 auf, weil er das nun so will, sondern weil er muss. Am Wochenende arbeitet er ja mit seinem Vater zusammen auf der Baustelle.

Elenor wird zum Frühstück geweckt. Kim und Alex wollen sich auch auf das Gespräch mit Darrel vorbereiten. Der Teenager ist schon richtig nervös.

Okay, erstmal in Ruhe wachwerden, haha. Gut, war ja auch gestern Abend noch recht anstrengend. Geschlafen hat sie trotzdem aber recht gut.

Oder? Hm, irgendwie ist sie doch ein bisschen stinkig auf Alex. Oder doch nur ein Morgenmuffel? Nein, es ist wegen gestern Abend: "Du hast mir Angst gemacht. Du hättest dich selber verletzen können. Lass das bitte. Du hättest tot sein können und .... ach verdammt.!"

"Ja sorry. Ich war sauer und. Ach man. Aber Moment mal. Wer hat sich denn damals die Haare weggefackelt hmm? Nur weil klein Elenor ein bisschen rumspielen wollte mit der Zauberei. War auch nicht besser."

Gut, da hat er recht.

"Trotzdem!" Die Argumente gehen ihr dann doch aus.

Nachdem sich beide fertiggemacht haben und Elenor ihrem Freund verziehen hat, sieht die Welt schon wieder ganz anders aus.

Lisa mag Elenor auch sehr und freut sich für ihren Enkel, dass er so glücklich ist.

(Okay, also langsam geht mir das mit den kaputten Sachen wirklich auf den Keks. Alles ist voll ausgebaut und von den Werten her auch super. Selbst im alten Haus hatte ich nicht so viele Probleme. Muss ich echt mal schauen. Am Tag geht irgendwas mindestens zweimal kaputt.)


Bevor es nach drüben geht, wird die Hausarbeit noch erledigt und auch natürlich das hier:

Elenor schaut wirklich ganz anders aus, als das zerknitterte da heute morgen. Sie macht sich halt Sorgen und hofft, dass es sich nachher mit Darrel klärt. Das bringt nur unnötig Unruhe in die junge Liebe rein. Sie geht nach Hause und macht sich einen ruhigen Vormittag in ihrem Zimmer.

Alex hat sich auch schon ein bisschen was für das Gespräch überlegt, aber seine Mutter meint, dass er es auf sich zukommen lassen soll. Ist manchmal besser. Er soll sich erstmal zurückziehen und Kim versucht dann ihr Bestes.


Da sind sie also nun: Im Haus der Charms. Marcel möchte nach der Arbeit auch noch mit dazukommen, doch nun liegt es erstmal alleine an Kim. Darrel kommt gut mit ihr klar.

"Also, ich sag mal so, Darrel. Ist ja nicht so, dass wir früher als Teenager schon verliebt waren und rumgeknutscht haben." Der Anfang ist gemacht.

"Nö, ich nicht!"

"Wie, du nicht?"

"Ich hatte andere Probleme."

Hm, okay.

"Aber nein, darauf möchte ich dann auch nicht näher eingehen."

Kim möchte eigentlich das Thema wechseln, doch Darrel fängt an zu reden.

"Mein Vater war sehr streng und ich musste immer üben, üben, üben. Wehe, ich habe mal einem Mädchen hinterhergeschaut. Dafür ist keine Zeit, meinte er immer."

Okay, mit so einem Gespräch hat Kim nun selbst nicht gerechnet.

Emilia kommt gerade aus dem Reich der Magie und gesellt sich dazu. Sie ist auch ein bisschen betrübt und hofft, dass das Gespräch nun gut ausgeht. Zwar hat sie mit Darrel schon ein bisschen geredet, doch kam sie noch nicht wirklich weit.

Alex hat sich in einen anderen Raum verpieselt und wartet ab. Er schaut sich solange interessante Bücher an.

Auch Emilia fängt nun an zu sprechen.

"Ja, es war schon nicht leicht für Darrel. Sein Vater hat ihm gar nichts erlaubt und ich sag mal so: Er hängt an Elenor. Die beiden haben schon soviel zusammen erlebt und er mag sie nicht hergeben."

"Das stimmt doch überhaupt gar nicht.", lenkt Darrel ein.

Ein kleines Kind kommt auch mit dazu. Es ist Marco. Vom dem Kleinen wissen die Duvans, doch hatten sie noch nicht das Vergnügen miteinander. Marco ist ein bisschen unsicher und weiß nicht, wie er auf den Besuch nun reagieren soll.

"Darrel, aber dann lass deine Tochter doch verliebt sein. Gib ihr nicht das weiter, was selbst du erlebt hast früher. Nur weil dein Vater streng war, heißt es doch nun nicht, dass du auch so sein musst. Mach es doch besser und schau, wie deine Tochter aufblüht. Und Alex ist sowas von harmlos." meint Kim.

"Trotzdem. Elenor ist meine Tochter und sie muss auch noch viel Magie lernen und das geht nicht, wenn sie da nur am rumknutschen ist. Meine Familie sieht es nun mal vor, dass wir angesehene Magier sind. Das wäre eine Schande, wenn das so nicht bleiben würde."

Selbst Emilia verzweifelt langsam. Die strengen Sitten der Familie werden sich wohl noch Generationen weiterleben.

"Wir müssen nun mal eine Ehre wahren.", fährt Darrel fort.

"Naja, aber das geht nicht, wenn euer Stammbaum sich nicht weiterentwickelt."

"Aber er ist ein Karlson. Das geht nicht."

Aha, also wir finden heraus, dass Darrel ziemlich strenge Familiensitten verfolgt, an seiner Tochter hängt und irgendwas mit den Karlsons ist. Mal weiterschauen.

Da wird selbst Alex neugierig und gesellt sich mit ins große Wohnzimmer. Mit einem Ohr hört er zu und mit dem anderen hört er Marco zu, der ihm entgegen kommt.

"Na, kleiner Mann. Ich bin Alexander und du?"

Alex findet im Bücherregal Flash-Karten und beschäftigt sich so mit dem Kleinen. Darrel findet das nicht sehr lustig im ersten Moment, doch Kim stellt immer weitere Fragen, so dass Darrel Alex schnell wieder vergisst.

Der Vater erzählt weiter: "Meine Vorfahren hatten ein Problem mit den Karlsons. Sie waren arrogant und wollten uns das Ansehen wegschnappen. Margit wollte immer alles besser können und es gab immer nur Krawall."

"Okay, Moment Darrel. Und was genau kann da nun Alex zu? Oder ich? Müssen wir uns denn nun auch hassen, nur weil es früher so war? Schau dir doch meinen Sohn mit Marco an. Meinst du, die beiden könnten sich später an die Kehle gehen, nur weil das früher so war?"

Die Erwachsenen schauen in die Richtung der Jungs und schweigen.

Darrel gesteht dann schließlich: "Du hast recht, Kimberly. Mit dir komme ich doch auch gut klar und das bleibt doch auch so.

"Wir Magier sollten zusammenhalten und uns nicht gegenseitig bekriegen. Das ist doch Blödsinn und sowas von Oldschool.", grinst sie.

Da müssen sogar die anderen lachen.

Marcel gesellt sich auch mit dazu, auch wenn er schon das meiste verpasst hat. Kim hat alles unter Kontrolle.

Zwar schaut Emilia noch etwas angespannt drein, doch freut sie sich, dass Darrel schon einmal einsichtig ist. Sie hofft nur, es bleibt so.

"Deswegen Darrel. Lass die beiden machen."

Er denkt nach und schaut sich dann Alex mit dem Kleinen an: "Der Junge braucht nun aber nicht glauben, dass ich ihn nun aber nicht so hart beim Training rannehme. Das kann er vergessen. Und: Meine Tochter hat immer pünkltich Zuhause zu sein und Techtelmechtel ist auch tabu. Außerdem....!"

Emilia lenkt ein: "Halt die Klappe und vertrau einfach mal deiner Tochter!"

Marcel hört aufmerksam zu und muss nur grinsen.

Und nun traut sich auch Alex aus seinem "Versteck" raus und redet mit Darrel: "Wenn Elenor etwas nicht will, dann mach ich das auch nicht. Da brauchst du keine Angst haben. Und ich pass auch schon auf. Ich habe es nicht nötig, sie anzuspringen."

Emilia verzieht etwas das Gesicht, da es ja jederzeit wieder losgehen könnte, doch Darrel lächelt nur. "Dann ist ja gut. Willkommen in der Familie, Alex." Wow!

Marcel stellt sich bei Emilia vor und sagt ihr auch, dass alles gut wird.

"Ich hätte nie gedacht, dass ich mal zwischen zwei Karlsons sitzen würde!", scherzt Darrel. Ja, warum auch nicht?

Nun möchte Alex aber zu Elenor. Sie hat sich mit ihrer Schwester zurückgezogen und hofft die ganze Zeit darauf, dass alles gut geht. Als Alex durch die Tür kommt, grinst ihn Nadja nur an: "Also, er hat es schon mal durch diese Tür geschafft. Dann ist es wohl gut ausgegangen."

Auch Darrel kommt dazu. Ein bisschen mulmig ist ihm schon. Soviel ist passiert die letzten Tage.

Er entschuldigt sich bei ihr und erzählt ihr in Kurzform seine Bedenken. "Du bist halt auch mein kleines Mädchen. und dann noch mit einem Karlson. Hmpf!" Elenor kennt die Geschichte noch gar nicht. Ihr Vater hat nun vor, ihr später die ganze Geschichte zu erzählen.

Mit einer Umarmung wird es dann schließlich besiegelt.

Emilia kommt ebenfalls dazu. Sichtlich nicht mehr angespannt. Sie ist sehr froh, dass die Sache nun geklärt ist. Es wurde selbst ihr zu viel in den letzten Tagen. Und das wegen so einer jungen Liebe und alten Geschichten.

"Ich pass auf Elenor auf. Versprochen."

Emilia unterhält sich noch eine Weile mit den beiden Teenagern und freut sich sehr für die beiden. Alex mag sie sehr und er kann vorbeikommen, wann er will.

Alex hört draußen den kleinen Marco weinen und dieser war wohl draußen ein bisschen zu neugierig. Er lief unbemerkt aus dem Haus, mitten durch das Gewitter, was seit zwei Tagen in Glimmerbrook wütet. Schnell flitzt Alex runter und holt den Kleinen wieder rein.

Dieser ist im sehr dankbar für die Hilfe: "Danke, Alexander. Du bist nett!"

Und ihm fällt ein, dass er doch noch was für den kleinen Racker hat. Marcel und Kim sind bereits wieder Zuhause. Sie haben eine trockenen Phase genutzt und sind schnell heim. Es ist ja alles geklärt.

Marco weicht gar nicht mehr von seiner Seite.

"Ich bin froh, dass das endlich geklärt ist."

"Japp, ich auch. Und was machen wir zwei Hübschen nun noch?", zwinkert Alex seiner Freundin zu.

Emilia kommt mit dazu und meint zu den beiden, dass Elenor ruhig wieder über Nacht bei den Duvans bleiben kann. Sollen sie sich einen schönen Tag machen und Ruhe einkehren lassen. Erst sind die beiden sehr skeptisch, weil Darrel doch bestimmt was dagegen hätte, doch: "Der Vorschlag kam von ihm - nicht von mir!"

"Hm, okay." Alex muss gerade noch ein bisschen sortieren, haha.

Und spätestens jetzt sieht man auch, dass Darrel auch nur ein Vater ist, der seine Familie beschützen möchte.

Erleichtert fallen sie sich in die Arme. "Ich geh mich eben umziehen und pack Badesachen zusammen. Dann können wir doch erst in die kleine Bar und dann nach Windenburg zu den Klippen. Da soll das Wetter definitv besser sein als hier.", ist Elenors Vorschlag.

"Klingt cool. Ich muss mir ja auch noch was anderes anziehen. Dann flitz ich kurz nach Hause. Es regnet gerade nicht. Gleich wieder da."

"Oder wir treffen uns an der Bar?"

"Klar, auch gut. Bis gleich."

Als Alex Zuhause eintrifft, steht Amethysia vor der Tür und lässt sie rein. "Leider keine Zeit Tantchen. Ich muss gleich weg und naja. Ach, egal. Aber die anderen sind ja noch da. Tschüß." Und weg ist er. Amethysia schaut nur irritiert hinterher.

Oh, Elenor konnte wohl nicht bis zur Bar warten und kommt bei den Duvans vorbei.

Nur ihr süßer Alex sitzt gerade noch in der Wanne und möchte sich für Elenor frisch machen. Selbst bei Jungs kann sowas dauern, haha.

Die junge Magierin wartet schließlich im Esszimmer und unterhält sich mit Elias. "Tja, als ich so alt war wie du, da ... ach nein, dass willst du gar nicht wissen." "Dad, lass den Blödsinn nun. Nicht dass die beiden nun auch auf dumme Gedanken kommen." Jaja, das erste Mal im Schrank vom Pan Europa und so, haha.

Und das Gewitter wütet weiter. Arme Tammy.

Kim möchte im Moment ein wenig für sich sein und hat sich im Keller zurückgezogen. Sie freut sich sehr, dass sie die Wogen glätten konnte, doch auch für sie war es nicht leicht. Vieles hing davon ab, was sie sagt. Nicht, dass sie nachher alles noch schlimmer macht.

Da sitzen sie nun: In der Bar von Glimmerbrook. Auf ihre Zweisamheit wird mit Wasser und Chips... ähm...angestoßen.

Und die Eltern Charm wollen nun wohl auch wirklich sicher gehen, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Oder sind sie wirklich nur zufällig hier?

"Ähm, Dad?"

"Lasst euch durch mich nicht stören. Deine Mutter und ich wollen nur was trinken."

Das junge Paar setzt sich an einen Tisch und sind, trotz Anwesenheit ihrer Eltern, recht gelassen und reden über Gott und die Welt.

Die beiden fühlen sich dann doch ein bisschen beobachtet und flitzen noch einmal nach Hause, um sich andere Klamotten anzuziehen. Es soll richtig warm in Windenburg sein. Die Badesachen sollten sie also nun nicht vergessen. Alles ist bereitgestellt und auf geht´s.

Endlich doch ein wenig ungestört.

Die beiden sind sehr nervös, da sie ja beschlossen haben, es langsam angehen zu lassen. Nun gesteht Alex der jungen Magierin auch - ohne es als Selbstschutz zu nehmen - , dass er sie liebt. Elenor lächelt ihn nur an und wird rot. Das arme Ding ist gerade fix und alle.

Und schließlich versucht er noch einen kleinen weiteren Schritt zu wagen und küsst sie. Wow. Sie lässt es diesmal zu und ist nicht so überrascht, wie beim ersten Mal.

"Äh, hihi. Ich weiß gerade nicht, was ich sagen soll. Oh, man."

"Nichts, tut es auch.", er lächelt sie einfach nur an und ist sehr amüsiert wegen ihrer Reaktion.

"Ähm, ich geh dann mal schwimmen. Ist heiß heute!"

Und weg ist sie.

Klar lässt Alex nicht lange auf sich warten. Die Situation lockert sich auch ein wenig, als sie im Wasser rumblödeln.

"Ja, ich weiß. Wir wollen es langsam angehen lassen, aber hey. Zur Feier des Tages sei uns das mal gegönnt."

Und er startet einen zweiten Versuch. Diesmal ist sie schon mal nicht mehr so nervös. Der Junge ist trotzdem sehr vorsichtig.

Die beiden haben erstmal genug mitgemacht.


Zu allem Übel fängt es nun auch in Windenburg noch an zu regnen und die kleine Kuschel-Session ist damit beendet. Elenors Sachen sind klatschnass vom Regen und so eilen sie schnell zu den Duvans nach Hause. Den Rest macht dann dass Unwetter in Glimmerbrook. Zuhause gibt Alex ihr dann einen Pullover von sich. "Ein bisschen groß, aber zwei-dreimal umgekrempelt und dann sitzt der auch!" meint Alex.

Die beiden wärmen sich in seinem Zimmer auf. Durchnässt wie sie sind, hilft nicht mal die Hitze, um sich zu trocknen. Auf dem Bett ist es dann diesmal Elenor, die ihn küsst. Recht schüchtern, was Alex aber total süß findet.

Elenor friert immer noch sehr und würde gerne ins Bett gehen. Im Bad zieht sie sich schließlich um und macht sich bettfertig. Anschließend mümmelt sie sich in die Bettdecke. Der verliebte Alex schaut ihr noch eine Weile zu.

Amethysia bleibt auch noch sehr lange bei den Duvans. "Was auch immer deine Frau Micha da für einen Trank gegeben hat: Er hat danach den ganzen Tag so eine gute Laune gehabt. Das ist mein Micha. Er ging mir halt mit seinem Rumgejammer damals auf den Keks. Immer nur Mimi. Aber nachdem wir uns ausgesprochen haben, läuft es super. Und naja, der Trank da war auch nicht ohne, hihi."

"Schön, dass bei euch wieder alles läuft." antwortet ihr Bruder.

Alex lässt seine Freundin in Ruhe schlafen und gesellt sich zu den anderen nach unten. Mit einem Buch verkrümelt er sich total glücklich in die Leseecke.



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