• Kucki 232

Folge 1 - Veränderungen


Die Duvans haben bis heute Höhen und Tiefen erlebt und wir haben sie jahrelang begleitet. Berühmte Duvans, magische Duvans, verliebte Duvans oder eben vernudelte Duvans. Es war alles mit dabei. Und genau deswegen wird es jetzt Zeit, für frischen Wind zu sorgen. Nein, meine Geschichte wird nicht komplett umgestellt, denn mein Stil wird bleiben. Ich werde sie nur nicht mehr in Tagebuchform schreiben. Es wird also wirklich eine Geschichte draus. Mal schauen, ob ich das hinbekomme. :)


Viel Spaß also mit „Die Duvans - Zwischen Windeln und Gebissreinigern“.

 

Nachdem die Duvans von ihrem Glück gestern erfahren haben, kommen sie nicht wirklich darüber hinweg. Es gab große Sorge, ob sie überhaupt über die Runden kommen werden und dann plötzlich erhalten sie 2 Millionen Simoleons? Was machen sie also damit? Jeder möchte an unterschiedliche Orte ziehen und einen Neustart machen. Alte Erinnerungen hinter sich lassen. Nur Emily möchte hierbleiben.


Am Frühstückstisch herrscht Stille. Nur der Kamin im Hintergrund ist lauter. Draußen ist es heute sehr kalt. Es schneit jedoch schon die ganze Nacht.

Bis Emily diese Stille bricht. Sie schaut ihre Kinder nach und nach an und hebt die Hände.

„Was ist das hier für eine Stimmung heute Morgen? Freut ihr euch nicht?“

Joshua schaut seine Mam nur an und schließlich fängt er dann doch an, in seinen Träumen zu schweben: „Doch. Ich mag die Tiere und ich mag die Landluft. Ich mag das alles. Wenn wir einen Bauernhof haben: Kann ich dann ein eigenes Huhn haben? Kann ich dann ein Zimmer in der Scheune haben? Das wäre cool.“

Sein kleiner Bruder Emilio unterbricht ihn wiederum: „Ich räume doch keine Kacke weg. Bäh. Ekelig. Außerdem stinken Schweine und machen viel Dreck. Lieber möchte ich in so ein cooles Kaff, wo es nicht stinkt. Wo man chillen kann.“

„Chillen? Wo hast du das Wort denn her?“

„Ja, Mam. So redet man halt. Ist das schlimm? Mein Problem.“

Eine kleine Diskussion zwischen Mam und Kind entfacht.

Irgendwann gewinnt Emily wiederum die Oberhand. Manchmal hat es Emilio faustdick hinter den Ohren. Ein wenig hat die junge Mam ja Angst, dass er in der Schule mal ordentlich Mist macht und ihr zweiter Job eigentlich ist, sich etwas von der Direktorin in der Schule anzuhören.

„Wo auch immer wir hinziehen werden: Es wird ein neues Leben werden und auch wenn ich gern hierbleiben würde, bin ich gespannt, was uns erwartet“, sagt sie voller Tatendrang. Hauptsache, die Familie bleibt zusammen.

Die Kids verschwinden in der Schule und Emily räumt auf. Sie hat ihren süßen Blondschopf noch liegengelassen, auch wenn er im Moment nicht zu großen Einsätzen muss, die bis spät in die Nacht dauern. Seine Jobs sind eher Handtaschenopfer, die den Dieben ihre Handtasche noch um die Ohren knallen. Es gibt so einige Damen in der Simswelt, da sollte man lieber nicht die Handtaschen klauen.


Marc schläft trotzdem nicht lang. Er selbst denkt ja auch viel darüber nach, was man mit 2 Millionen Simoleons machen kann. Vielleicht ja doch lieber anlegen. Für die ganzen anderen Duvans. Eines will er jedoch nie: Es übertreiben und vom Boden abheben. Warum sollte er plötzlich in goldglitzernem Anzug rumlaufen, oder Ähnliches? Nie im Leben.

Außerdem ist er schon etwas früher wach, weil Emily bald losmuss und sie gemeinsam die kleine Madleen aus der Wiege holen wollen. Sie hat nämlich heute Geburtstag.

Als der junge Vater in das Wohnzimmer kommt, wird er gleich belagert mit einem ordentlichen Knuddler. Er ist nicht mal richtig wach. Duscht er dann doch lieber, wenn Emily nachher zur Arbeit ist.

„Morgen, mein süßer Blondschopf. Hoffe, du hast gut geschlafen“, sagt sie mit einem Funkeln in den Augen. Sie ist so glücklich darüber, dass es bergauf geht. Es darf einfach jetzt nichts mehr passieren.

„Weißt du? Ich habe viel nachgedacht. Es wäre wirklich schön, wenn wir neu anfangen könnten. Ich hab genug durch und ich möchte einfach nur noch meine Ruhe haben, verstehst du? Mein Job schön und gut. Da kann ich bleiben, solange ich da wirklich nur irgendwelche bösen Handtaschenfrauen verfolgen muss. Ist eigentlich ganz witzig“, meint der junge Paps.

Marc hat genug in seinem Leben durch. Noch mehr Mord und Totschlag muss nicht sein. Das können die anderen dann machen.

Emily schaut ihren Mann irgendwie immer noch so an, wie eben, doch diesmal mehr, als wenn sie das schon lange hören wollte.

„Ich, ähm“, kommt nur aus Marc raus.

Ein anderer Auftrag liegt jedoch noch an. Madleen kann es kaum erwarten, aus ihrer Wiege zu krabbeln. Die Jüngste wird nun für ordentlich Wirbel sorgen. Oder eben auch nicht. Da sind wir doch alle gespannt, was uns mit ihr erwartet.

Die junge Mam nimmt die Kleine behutsam aus der Wiege.

„Na, süßes Ding. Dann wollen wir doch mal.“

Schließlich hält Emily ein Kleinkind im Arm, was blonde Haare und braune Augen hat. Ein bisschen enttäuscht ist sie ja jetzt doch. Aber nur ein bisschen. Der Haushalt erstrahlt im wunderbaren Marc-Blond.

Nachdem die kleine Püppi umgezogen wird, muss Emily auch schon fast wieder los. Die Zeit rennt manchmal ganz schön. Aber sei es drum. Der Job macht ihr richtig Spaß.

Madleen kommt jedoch noch mit hinterher und brabbelt vor sich hin:

„Kannst du zeigen, wie geht? Buch gucken, aber zu hoch.“

„Und Mama liest Buch vor? Kannst du?“

Die junge Mam nimmt die Kleine in den Arm. Ihr tut es doch gerade etwas leid, dass sie losmuss.

„Wenn ich wiederkomme, dann mache ich das gern. Schau doch mal, ob du mit Paps spielen kannst. Er meint, dass er gleich einen Schneemann bauen möchte. Magst du mitmachen?“

„Au ja.“ Madleen klatscht ganz erfreut in die Hände. Hach, herrlich, wenn man die Kleinen glücklich machen kann.


Emily schnappt sich ihre Winterjacke, verpasst ihrem Mann noch einen ordentlichen Kuss mit einem „Bis später“ und verschwindet dann durch die Pforte. Sie ruft noch: „Viel Spaß mit den kleinen Stinkern, hihi.“ Die Antwort ist nur: „Warte ab. Ich komm’ schon klar. Man braucht nur Schnee.“


Schließlich sitzen die kleinen Pupser ganz erwartungsvoll auf dem Sofa.

Marc reibt sich die Hände und fragt dann: „Was meint ihr? Wollen wir ein bisschen im Schnee spielen? Wer möchte? Hm, hmm?!“ Als er das gesagt hat, stehen alle Drei auf und rennen in den Flur. Schön, dass es so kleine Kinderhaken an der Garderobe gibt, wo die Stinker super rankommen. Also halten sie Marc alle die Jacken hin.

„Anziehen, da.“ Somit hat sich die Frage wohl von allein beantwortet. Wie schnell alle draußen sind. Es hat gerade aufgehört, zu schneien. Schade. Es geht doch nichts über eine Runde Flockenfangen.


So spielen Niklas und Joel einfach nur im Schnee, während Marc und Madleen einen riesigen Schneemann bauen. Wie unberührt doch dieser Moment gerade ist.

Als der Schneemann dann fertig ist, rennt Madleen auf ihren Paps zu und bedankt sich bei ihm:

„Papa, danke. Bester Papa. Habt super Schneemann macht. Der schönste Schneemann.“

„Freut mich, Süße.“ Er knuddelt seine Tochter einmal ordentlich durch. Werden die Duvans jetzt wirklich ihr unbeschwertes Leben führen können? Nur wo? Das ist noch die Frage.

Dieser riesen Schneemann hat das arme Ding nur ordentlich umgehauen. Sie ist richtig müde und kann sich kaum auf den Beinen halten. Marc nimmt sie auf den Arm und trägt sie rein. Nachdem er sie auf die Couch gesetzt hat und ihr die Wintersachen ausgezogen hat, braucht sie nicht lang, da schläft die kleine Püppi schon ein.

Der Tag neigt sich dem Ende und die Duvans haben alle wieder zusammengefunden. Jeder erzählt von seinem Tag und das einzige Thema ist der große Umzug. Aktuell geht das Gespräch mehr in Richtung Windenburg. Marc ist dort aufgewachsen. Er liebt diesen Ort. Und am zweitmeisten kommt Henford on Bagley durch. Ein schönes, ländliches Leben. Abseits von allem Trubel.

Eine kleine Freude erlebt die süße Madleen aber noch, als sie das erste Mal ihr eigenes Zimmer betritt. Es ist so wunderschön und sie kommt gar nicht mehr aus dem Staunen raus. Endlich ist es möglich, sowas Wundervolles aufzubauen.

Und somit geht die Geschichte für heute dem Ende entgegen. Es wird noch gemütlich gegessen, bevor sich alle bettfertig machen. Ein wunderbar, verschneiter und ruhiger Tag ist ganz ungewohnt für die Duvans. Doch das wird bestimmt nicht immer so sein :). Alltägliche Probleme hat jede Großfamilie. Aber nicht mehr heute.


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