• Kucki 232

Folge 22 - Gemeinsam sind wir stark


 

Erste Frühlingswoche: Freitag

Geburtstag: keiner

Event/Feiertag: Frühlingsferien

Erzähler/in: Emilio

 

Ich finde es cool, dass heute Schulferien sind. In der Schule nerven mich ja immer noch alle und ich bin froh, dass ich mich mit Niklas vertragen habe. Natürlich gibt es genug andere, mit denen wir uns gut verstehen, aber die nervigsten sind halt die lautesten. Egal. Jetzt habe ich erstmal langes Wochenende und ich freu’ mich voll.

Wenn ich zuhause bin, bin ich jetzt wenigstens nicht mehr so wütend und versuche mich auf die anderen zu konzentrieren. Es hilft mir, wenn ich mit ihnen am Tisch sitze. Ich frage Joel: „Wollen wir nachher nicht zusammen was unternehmen? Du brauchst nicht immer am PC sitzen, hihi.“ Immerhin sind wir in der Schule jetzt zu viert und ich fühle mich stark deswegen.

Wir planen, nachher in die Stadt zu gehen und Niklas kommt bestimmt auch mit. Joel meint, dass er etwas Geld geschenkt bekommen hat und ja mal wegen Videospielen schauen kann. Gibt bestimmt tolle zu kaufen. Typisch Joel.

„Ihr könnt heute tun und lassen, was ihr wollt, solange ihr pünktlich um 16 Uhr wieder zuhause seid und mir gleich noch im Garten helft.“

Hm, na gut. Ich kann Mam ja verstehen, dass hier viel Arbeit ist und jetzt helfen wir einfach mal. Vielleicht ist es ja nicht so schlimm.

Niklas ist mittlerweile auch wach und wir fragen ihn, ob er Lust hat, mit in die Stadt zu kommen. Natürlich sagt er ja, aber wo das mit dem Garten aufkommt, würde er am liebsten wieder ins Bett. Paps ist den ganzen Vormittag nicht da. Sein neuer Auftrag scheint ja sehr wichtig zu sein.


Auf geht es also. Puh, der Hof ist ja wirklich sehr groß. Das war mir nie so bewusst.

Also packen wir es an.

Während ich die Eier einsammel, gießt Joel die Blumen.

Niklas versucht sich an der Kuh, aber die will irgendwie nicht, hihi. Er fängt schon ganz verzweifelt an zu heulen, weil er das schaffen möchte. Mam kommt aber zu ihm. Kann ich aber verstehen. So eine Kuh kann bestimmt ganz schön gefährlich werden.

Schließlich haben wir dann doch alles gemeinsam geschafft. Mam ist uns sehr dankbar und würde sich freuen, wenn wir ihr öfter helfen würden. Sie hat das bislang immer allein gemacht? Das wusste ich nicht.

Es ist fast Mittag und wir spielen noch eine Runde zusammen, bevor es in die Stadt geht. Außerdem stinken wir und so gehen wir bestimmt nicht durch die Stadt.

Paps kommt nach Hause und bekommt sofort wieder einen Anruf.

„Was? Du musstest sie in den Keller sperren? Was ist passiert mit den Kindern? Sei bitte vorsichtig“, sagt Paps nur in den Hörer.

Einsperren? Kinder? Wovon redet er? Das klingt ja total gefährlich.

Aber ich weiß ja, dass es uns nichts anzugehen hat, da Paps nicht über sowas sprechen darf. Neugierig bin ich jetzt aber schon. Vielleicht sind es ja Kinder aus der Schule. Muss ich mal gucken, wer da fehlt.


Meine Brüder und ich gehen dann doch endlich mal in die Stadt. Wir packen uns vorsichtshalber Schwimm- und Sportsachen ein. Man weiß ja nicht, was diese coole Stadt so alles bietet.

Wir gehen erstmal in ein Café, um uns zu stärken.

Ich bestelle mir einen Orangensaft.

Auch Niklas holt sich einen, während Joel ein Schokobrötchen verputzt. Mich wundert, dass er dort vorn sitzt und nicht bei uns, also rufe ich ihn zu uns.

Ich fühle mich wirklich sehr wohl. „Hihi. Wie dich die Kuh angeschaut hat. Als würde sie dich gleich küssen wollen“, sage ich.

„Wie ist denn die Schule eigentlich so? Macht es dort Spaß?“, möchte Joel wissen.

Er soll nicht erfahren, wie doof da manche sind. Wir sind immerhin nun zu dritt und wenn mich einer ärgert, dann kommt die geballte Ladung. Nein, wir sind ja zu viert. Joshua, unser großer Bruder, ist noch da. Er ist nur gerade im Camp, aber kommt morgen wieder. Nächstes Mal ziehen wir dann mit ihm los.

Wir haben sehr viel Spaß zusammen. Draußen läuft coole Musik und so kalt ist es ja nicht mehr. Wir tanzen, was das Zeug hält und zeigen, dass wir coole Brüder sind.

Bis ich schließlich auf die Idee komme, dass wir doch mal ins Wellnesscenter gehen können. Da sollen keine Kinder sein, aber das ist doch egal. Kinder müssen sich doch auch mal wellnessen, oder nicht? Hihi. Also packen wir unsere Sachen und machen uns einen wellnessigen Tag. Ich weiß nur nicht, was man hier machen soll. Mam sagt, dass mein Opa immer meditieren war. Was auch immer das ist. Aber in so einem Center soll man das machen können.

Hier trägt man Badehandtücher. Irgendwie komisch, hihi. Aber ich mache das mal.

Wir setzen uns in so ein Dampfdings, wo das ganz schön heiß drin ist. Und sowas soll guttun? Egal. Wir stehen das wie Männer durch. „Wollen wir nicht auch mal zusammen die Welt umrunden? Wenn es hier schon so komische Sachen gibt, dann gibt es bestimmt woanders auch so komische Sachen“, merkt Niklas an.

Schließlich wird es uns hier doch etwas zu heiß. Das soll wohl das Tropenzimmer sein. Egal. Wir ziehen uns unsere Sportsachen an und probieren mal was anderes. Unten sehen wir, wie sich Sims so komisch dehnen und verrenken. Warum macht man sowas bitte? Egal. Wir probieren das auch mal aus. Wir können das bestimmt besser. Hm, mal schauen.

Irgendwie ist das blöd. Ich frage mal die Wellnesstante, wo man denn hier meditieren kann, da mein Opa sowas ja auch gemacht hat und er dann nicht mehr wütend war. Die Tante hat mir das sogar etwas gezeigt. Puh, also manchmal bin ich weg. Komisch. Man hört auf das Gedudel im Radio und plötzlich ist man in einer anderen Dimension.

Zwischendurch gucke ich immer, was meine Brüder da so machen. Ich bin gerade immerhin der große Bruder und muss Sorge tragen, dass nichts passiert.

Ich werde Mam fragen, ob ich zuhause auch so ein Meditierkissen haben darf. Es ist wirklich eine coole Sache und auch das hätte ich gern mit Opa gemacht. Er hätte mir viel zeigen können.

Aber fürs Erste reicht es uns. Nebenan ist so ein Stinkeraum, da kommen die Sims immer rein, wenn sie wohl ihre Nase benebeln wollen, hihi. Da ist so ein Pärchen am Rumknutschen. Ob das an dem Duft da liegt? Gleich knutsche ich meine Brüder, hihi.

Irgendwann wird uns dann aber doch langweilig. Viele schauen uns ja schon an. Oooooh nein, hier sind ja Kinder. Das ist doch ein Erwachsenenhaus. Oooooh nein. So sieht das manchmal wirklich aus.


Neben dem Wellnesscenter kann man wohl schwimmen, wie es aussieht. Das ist ja cool hier. Gleich mal ausprobieren. Wir schwimmen um die Wette, nur die Richtung bekommt keiner so richtig hin, hihi. Ist eh zu eckig hier, um Runden schwimmen zu können. In der Schule geht es da besser.

Wir haben trotzdem richtig Spaß. Im Sommer möchte ich nun öfter hierhin.

Eine blöde Kuh von der Schule ist auch hier und guckt nur doof. Sie hat mich auch immer geärgert und seit immer mehr Geschwister in die Schule kommen, guckt sie nur noch doof, hihi. Tja. Leg dich nicht mit uns an.

Erst fand ich es ja doof, die ganzen Brüder und Schwestern zu haben, aber ich merke langsam, dass das doch richtig cool sein kann.

Wir bemerken, dass es schon 16 Uhr durch ist. Oh je. Das wird so richtig Ärger geben. Wir packen also schnell unsere Sachen und zischen ab. Vielleicht fällt es ja nicht auf. Immerhin sind wir zu dritt, da wird uns schon nichts passieren.


Doch Mam und Paps stehen schon draußen und Mam zieht voll das böse Gesicht. Na toll. Da hat man so einen Spaß und dann meckern die Erwachsenen wieder nur. Ich sehe es schon kommen.

Und dann ist es auch noch Paps, der uns gleich entgegenkommt und bestimmt gleich voll losschimpft. Immerhin jagt er böse Menschen und da kann er manchmal ganz schön laut werden. Versucht es zumindest, hihi.

„Wo wart ihr bitte so lange? Haben wir nicht 16 Uhr ausgemacht?“

„Wir waren im Wellnesscenter und ich habe Meditieren geübt, so wie Opa das gemacht hat, als er immer wütend war. Ist das so schlimm?“

„Äh. Wellnesscenter?“

Ha. 1:0 für mich. Da ist Paps sprachlos.

Bis dann Mam ankommt und uns sagt, dass wir sofort reinsollen. Ein paar Minuten zu spät wären ja noch okay gewesen, aber nicht eine Stunde. Und dann hat sie uns auch noch versucht zu erreichen. Wenn Mam sich Sorgen macht, dann kann das manchmal übel sein. Aber wir sind doch schon groß. Uns passiert schon nichts.

Niklas und Joel gehen schon mal rein. Ich möchte Paps noch etwas fragen: „Warum sperrst du Kinder in den Keller? Ist sowas nicht verboten?“

„Äh, Kinder einsperren? Wie kommst du darauf?“

„Na, das hast du heute Mittag am Telefon gesagt.“

Da muss Paps dann doch erstmal nachdenken. Er weiß ganz genau, was ich meine.

„Äh. Ich sperre doch keine Kinder ein.“

„Ja, was war das dann?“

„Darf ich dir nicht sagen, okay?“

„Ja ja. Wie immer. Nie darfst du was sagen. Und wir dürfen unseren Spaß nicht haben.“

„Äh.“

Der hat gesessen. Aber es ist doch so. Wir hatten so viel Spaß zusammen. Als Brüder. Und dann kommt man nach Hause und der Ausflug war auch schon wieder falsch. Und dann sperrt Paps Kinder ein. Klingt verdächtig böse. Deswegen gehe ich nun einfach an ihm vorbei und freue mich darüber, dass ich meine Brüder habe und morgen Joshua wieder mit dazukommt.

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