• Kucki 232

Folge 36 - Brummbär Joshua und seine neugierige Schwester


 

Erste Sommerwoche: Freitag

Geburtstag: Joshua

Event/Feiertag: Sommerferien

Erzähler/in: Joshua und Madleen

 

Zwar sind Sommerferien, aber es fühlt sich irgendwie nicht so an. Ich stehe total kaputt auf und überlege noch, ob ich gleich wieder zurück ins Bett gehe oder nicht.

Aber da ich weiß, dass heute mein Geburtstag ist, habe ich gleich ganz andere Laune. Stellt euch vor: Ich gehe bald auf die Oberschule. Freue mich. Ist nur schade, dass ich dann meine anderen Geschwister so allein lassen muss. Aber sie kommen schon klar. Sie sind ja zu fünft, hihi.

Paps empfängt mich sofort und wünscht mir alles Gute. Er backt gerade meinen Kuchen. Wie nett.

Schließlich sitzen wir alle am Tisch und Paps plant schon voll.

„Wie viele möchtest du denn vom Verein morgen einladen? Kommen da viele?“

„Nein, Paps. Sie meinten, ich soll da mal hinkommen. Sie wollen mir da gratulieren und sowas. Find’ ich nett. Bin dann nur kurz weg und dann komm’ ich wieder.“


Schon ganz früh kommt sogar Onkel Phillip. Cool. Er hat ein großes Geschenk dabei. Ein Modell-Dinosaurier. Richtig cool. Wollte er mir schon heute vorbeibringen.

„Alles Gute, mein Großer. Kann die Party ja morgen steigen.“

„Ja, hihi.“

Onkel Phillip ist richtig in Ordnung. Alle eigentlich. Manchmal können sie etwas nerven, weil sie immer so viel fragen, aber es gibt Schlimmeres, denke ich.

„Soll ich dir denn beim Aufbauen helfen? Was meinst du?“

„Nein, ich komme klar. Danke, Onkel Phillip.“

Ich möchte nämlich noch was ganz anderes erledigen, bevor es losgeht. Einmal trotzdem noch Dinge tun, die ich dann nicht mehr tun kann. Klar bin ich dann gleich groß und so, aber ich muss gestehen, dass mir doch so einiges fehlen wird. Dafür kann ich dann aber Dinge tun, die große Kinder tun, also freue ich mich gleich wieder richtig.


Immerhin kann ich nachher über diese Mauer schauen. Ich sehe ja absolut nie was.

Und kurz noch einmal Pirat sein.

Oder eben rumklettern.

Sogar Niklas kommt mit runter. Wir haben viel Spaß, auch wenn ich letztens total fies war. Das tut mir immer noch leid.

Bis es dann soweit ist. Mam ruft uns nach oben und dann darf ich die Kerzen auspusten. Plötzlich ist man dann größer. Komisch irgendwie. Als würde man sich verwandeln.

Meine Familie schmeißt Konfetti und trötet und singt. Manchmal können sie ganz schön laut sein, hihi. Onkel Phillip möchte natürlich auch nichts verpassen.

Und es fühlt sich gut an, endlich 15 zu sein. Jetzt bin ich bei den Großen mit dabei im Verein. Paps gratuliert mir noch einmal. Warum hat er denn schon heute Morgen gratuliert? Na ja, Paps halt.

Schließlich knuddelt mich Mam dann durch. Huch? Sie ist total klein geworden.

„Hey, du kleiner Brummbär, hihi. Was ist denn mit dir passiert?“

„Na dann. Viel Spaß in der Oberschule. Ich sag’ dir. Du wirst dort so einiges vor dir haben, haha.“

„Quatsch. Wird nicht anders, wie sonst auch.“

„Ne, glaub mir. Jetzt werden deine Probleme andere sein.

Und so essen wir erstmal den leckeren Honigkuchen. Ja, ich gebe zu, dass ich gerne esse. Aber so viel auch wieder nicht. Aber Brummbär? Tssss.

****

Der Kuchen war lecker und ich musste Joshua auch ordentlich durchknuddeln, aber ich habe immerhin eine Mission zu erfüllen und verpiesel mich in mein Zimmer. Mit meinem Einhorn schmiede ich Pläne, wie wir das alles angehen können.

„Ich werde schauen, wo das Portal ist. Es stimmt sogar. Sowas gibt es wirklich, habe ich gelesen. Aber da darf niemand rein. Na ja, kann. Aber wir können das bestimmt, weil Mam ja Magierin ist.“

Also bereite ich mich vor. Ich muss alles durchgehen. Selbst wenn ich mich verletze und grauenvolle Dinge dort vor sich gehen.

Schließlich schaue ich noch einmal auf der Webseite nach und gehe sicher, dass auch das Portal wirklich an diesem Ort ist. Ich freue mich, überhaupt was gefunden zu haben. Ha, da ist es. Wunderbar. Sogar ganz in der Nähe von meinen Verwandten. Hm, warum wohnen sie da und haben mir nie was davon erzählt?

Erwachsene verheimlichen eh immer so viel, also sage ich Mam einfach, dass ich noch ein bisschen spielen gehe. Meine Mission ist immerhin klar und ich möchte wissen, warum Mam eine Magierin ist, wenn sie schon nichts sagt.


Glimmerbrook ist wunderschön. Es ist total warm hier und ein riesiger Wasserfall ist zu sehen, Hier möchte ich auch wohnen. So schön.

Ich schaue immer wieder auf meine Karte. Es ist schon fast wie eine Schatzkarte. Eine Weile brauche ich aber, bis ich da so ein riesiges Ding finde. Es ist also wahr. Niemand weiß so richtig was über Glimmerbrook. Kein Wunder. Hier ist es ja auch magisch und ich bin das auch.

Das Tor ist riesig und nur Magier sollen hier durchkönnen. Puh. Gleich wird sich auch rausstellen, ob ich auch eine Magierin bin. Ich werde die Welt verändern. Nein, ich werde meine Tollpatschigkeit verändern, hihi. Und dann vielleicht die Welt. Ich freue mich schon. Doch erstmal schauen, ob es klappt.

Es kribbelt kurz am ganzen Körper, als ich dieses komische Glitzerdings betrete. Huh?! Und es ist so kalt. Jetzt bekomme ich doch etwas Angst.

Irgendwann finde ich mich dann hier wieder. Habe ich es doch gesagt: Ich bin eine Magierin. Hab ich doch gesagt, hihi. Ich mag zwar viel umschmeißen, aber wenn ich recht habe, dann habe ich recht. Ich freue mich total und jetzt kann ich auch offen mit Mam drüber reden. So schlimm ist das doch gar nicht. Jetzt muss ich nur zaubern lernen.

Ich mache eine große Tür auf. Puh. Ganz schön schwer. Aber ich bin ja jetzt eine Magierin und konnte sie aufzaubern. Der Raum ist richtig cool. Aber hier ist absolut niemand. Warum? Ich möchte doch etwas lernen.

„Hallo?!“, rufe ich. Doch nichts.

Na ja. Dann schaue ich draußen mal weiter. Irgendwo muss doch irgendwer sein? Dann sind Magier ja total langweilig. Vielleicht bin ich auch die einzige und muss erstmal alle retten. Das wäre auch cool.

Das fühlt sich hier alles total komisch an. Manchmal so, als würde ich auf einem schwebenden und drehenden Stein laufen. Mir wird schwindelig. Puh. Aber ich schaue weiter.

Ich sehe zwei Kinder, die sich unterhalten. Wie toll. Es gibt doch Magier in meinem Alter. Also bin ich nicht ganz allein. Ich gehe zu den beiden hin und begrüße sie. Noch haben sie mich nicht bemerkt.

Bis ich Mams Stimme hinter mir höre. Was? Ich bin doch in Geheimmission hier. Wie kann sie davon wissen? Das ist peinlich. Sie ruft meinen Namen und schaut total fies. Ich mache doch nichts Schlimmes.

„Was tust du hier bitte? Wie hast du diese Webseite gefunden? Madleen, ich habe dir doch gesagt, du sollst nichts machen.“

„Mam, aber guck doch mal. Da sind auch Magier-Kinder. Warum dürfen sie hier sein und ich nicht? Das ist gemein. Auch ich bin eine Magierin.“

„Kinder?“

„Ja schau doch, da.“ Ich zeige in die Richtung der beiden. Sie haben uns noch gar nicht gesehen, obwohl wir total laut sind.

Endlich glaubt Mam mir, dass es noch andere Magier gibt.

„Hör zu, Süße. Wir gehen jetzt nach Hause und ich erzähle dir ein bisschen. Versprich mir aber, nie wieder hierhin zu gehen, okay? Versprichst du mir das?“

„Hm, okay. Dann sei aber auch ehrlich, okay?“

Sie nimmt mich an die Hand und wir gehen aus dem Portal raus. Wieder dieses kribbelige Kaltgefühl. Witzig irgendwie.

Auf dem Weg nach Hause reden wir auch nicht. Dabei habe ich so viele Fragen.


Wir kommen zuhause an und setzen und nach draußen. Jetzt möchte ich aber alles wissen.

„Mam, bitte, bitte. Sag mir, dass ich auch eine Magierin bin und zaubern kann. Bitte, bitte.“

„Hör zu. Es ist nicht so einfach, okay? Normale Sims mögen Magier nicht und sie hatten es immer schwer. Daher bin ich keine mehr und auch die anderen nicht. Magier können zwar viel Gutes tun, aber auch viel Böses.“

„Es ist wichtig, dass du mit niemandem darüber redest. Das magische Reich gibt es so nicht mehr und glaube mir - das ist auch besser so. Ich möchte sowas auch nicht mehr sein, auch wenn man dann zaubern kann. Simlische Fehler muss man akzeptieren. Man muss akzeptieren, wie man ist und das geht auch ohne Magie. Du wirst auch lernen, deine Fehler ohne zu bewältigen. Das Leben ist nun mal manchmal nicht einfach.“

„Und die Kinder? Was waren das für Kinder? Dann sind sie ja auch keine Magier.“

„Äh, nun ja. Die Kinder. Ähm. Das erzähle ich dir ein anderes Mal. Nur bitte erwähne nichts darüber. Bitte. Ich erzähle dir gerne, wie unsere Familie früher gelebt hat, aber es muss Geschichte bleiben.“

„Okay, Mam.“

Also erzähle ich meinem Einhorn alles. Wir hatten also recht. Aber warum gibt es auch böse Magier? Ich würde nie böse Dinge tun.

****

Und ich bin gespannt, was mich in der Oberschule erwartet.

 

Anmerkung: Genau diesen Tag wollte ich vor meinem Urlaub noch erzählen, was auch wunderbar geklappt hat. Wir sehen uns in einer Woche wieder und jetzt könnt ihr derweil ja spekulieren, wie Joshua aussieht. Ich war sehr erstaunt darüber, was aus ihm wurde, da ich schon immer gesagt habe, dass er weder nach seiner Mam noch nach seinem Paps kommt. Das ist immer noch so, aber es formt mal einen ganz besonderen Charakter. Er kommt eher nach einem ganz anderen Verwandten. Wer das wohl ist?

Und die beiden Kinder da im Reich? Sind das etwa ....?


Ich wünsche euch eine angenehme Woche. Voraussichtlich wird es die nächste Folge am 18.10. geben.

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