• Kucki 232

Folge 40 - Wenn ich dich nicht hätte


 

Zweite Sommerwoche: Dienstag

Geburtstag: keiner

Event/Feiertag: keiner

Erzähler/in: Emily

 

Juhuuu. Ich stehe auf und ich könnte fliegen. Ich könnte jubeln. Hach, es ist einfach alles so toll. Gestern Abend habe ich nämlich noch einen Anruf bekommen, dass ich die einzige wäre, die auf die Immobilie setzen würde und so könnte ich sie mir heute gleich anschauen und sie sogar sofort haben. Damit habe ich nicht gerechnet. Obwohl die Lage in San Myshuno doch optimal ist.

Nun ja. Sei es drum. Mehr Vorteile für mich, hihi.

Also erstmal schön Obstsalat machen, damit meine kleinen Racker in die Schule können.

Auch Marc möchte nachher mit und hilft mir fix. Endlich kann ich mal etwas mehr aus meinem Leben machen, als nur hier zu Hause zu sitzen und zu sticken. Kann zwar auch seine Reize haben, aber hey. Ich bin noch jung.

„Was ist denn mit dir los?“, frage ich meinen ältesten Sohn.

„Ach nichts, Mam. Bin nur etwas müde.“

Er schaut nämlich aus, als wenn ihn etwas betrübt. Hm. Muss ich einmal im Auge behalten. Er hat sich jetzt so auf die Oberschule gefreut und heute sitzt er hier, als würde die Welt untergehen.


Die Kids sind in der Schule und ich ziehe mich schnell um. Der Garten wird heute in Rekordzeit fertiggemacht, hihi. Marc hilft mir.

Dieses Lama, hihi. So witzig es aber auch ist, so ernst ist die Lage jedoch. Ich werde bald mit Madleen über das Reich reden. Leider habe ich nun mal sehr viel Angst, was die Magie betrifft, doch seit ich bei Miguel und Ramon letztens war, ist mir so viel durch den Kopf gegangen. Aber erstmal möchte ich mich um den Laden kümmern. Ich hoffe, es geht alles gut.

Aurelie kommt auch mit. Wir machen die Kinderkarre fertig und auf geht's. Ich bin so aufgeregt.

„Wollen wir?“

„Klar.“

Meine Tochter würde gerne ohne Karre los.

„Morgen groß und Karre doof. Brauche nicht“, sagt sie nur, hihi.

Also machen wir uns so auf. So weit ist es ja auch nicht, aber trotzdem kein Katzensprung.

Schließlich ist es soweit. Pünktlich kommen wir an der Immobilie an und auch der Makler steht schon dort und wartet. Es wundert nicht nur mich, dass hier drauf niemand bieten möchte. Die Lage ist perfekt. Vor allen Dingen, wenn nebenan das Gewürzfestival ist. Na ja. Umso besser für mich. Wir schauen es uns an und ich bin begeistert. Es gibt noch viel zu tun, aber das ist mir egal. Wir kaufen es. Jetzt. 250.000 Simoleons kostet uns der ganze Spaß.

Ich beschließe, heute schon einiges zu machen. Nebenan gibt es einen großen Baumarkt und deswegen wäre die Idee doch gar nicht so schlecht. So trommel ich alle zusammen. Hoffe, es hat überhaupt jemand Zeit. Ein bisschen spontan ist es ja nun doch, hihi.


Benny und Tommy können schon mal. Super. Die beiden haben eh gerade nichts zu tun, da deren bessere Hälften mit den Kids unterwegs sind. Ich rufe noch Phillip und Nico an. Auch sie können.

„Schön, dich wiederzusehen. Wie geht es dir?“, frage ich meinen besten Freund.

„Alles bestens.“

Als alle eingetrudelt sind, nehme ich die Schlüssel noch einmal symbolisch in die Hand und schließe den Laden auf. Ich kann es kaum glauben. Mein Geschäft? Hier kann ich alle unsere Sachen verkaufen und noch viel mehr. Endlich.

Außer einer Ladentheke ist hier aber rein gar nichts. Nicht mal Fenster. Das wird wohl ein langer Tag. Aber ich habe ja meine starken Männer dabei, hihi.

Für Aurelie richte ich eine kleine Ecke zum Spielen ein.

Doch sie fällt mir heulend in die Arme und sagt: „Dunkel und Angst mit pielt. Möchte hier nicht pielen.“

„Alles gut, Süße. Ich stell’ das in den Werkraum. Da gibt es große Fenster und du siehst genug.“

„Siehst du? Schau mal. Hier ist es doch gleich viel schöner.“

Aurelie schaut sich ganz interessiert um und mein Plan scheint aufzugehen.

„So, mein kleiner Schnuffelpups, hihi. Wenn irgendwas ist, dann sind wir gleich nebenan. Dann spiel mal schön.“

Als ich sie auf den Boden setze, flitzt sie sofort zur Spielkiste. Das ist schon mal gut, dass sie so friedlich ist. Es hätte ja auch anders enden können. Wenn hier alles so dunkel ist, dann ist klar, dass es auf die Kleine so gruselig wirkt.

Während ich da so mit der Kleinen beschäftigt war, kann ich meinen Augen kaum glauben, was ich schließlich sehe. Wir haben noch Svens Firma angerufen und sie kamen doch direkt vorbei, um alles für uns zu streichen. Also Svens Laden ist ja wirklich der Hit. Auch die ersten Verkaufsflächen wurden schon platziert.

Ich strahle vor Freude. Ich bin so aufgeregt. Mein Geschäft. Das kann ich nicht glauben. Hätte ich Marc nicht gehabt, wäre das nie möglich gewesen. Er hat mich immer wieder dazu ermutigt, so einen Laden aufzumachen. Nur ich habe nie daran geglaubt, dass es jemals was werden wird.


Ich stürme auf Marc zu und gib ihm den längsten Kuss aller Zeiten. So möchte ich halt „Danke“ sagen.

„Tja. Schaut euch meine Schwester an. Wenn sie sich freut, dann wie ein Honigkuchenpferd.“

Mein Bruder ist doof, hihi.

Svens Firma baut uns im Nu wunderbare, große Fenster ein. Perfekt für Schaufensterpuppen.

Und ein ansehnlicher Kassenbereich wird errichtet. Ich schaue durch die Tür rüber zu Aurelie und sie spielt da ganz brav. Zwischendurch kommt sie mal raus und schaut, was wir hier so machen. Aber es ist ihr zu viel los und so spielt sie lieber weiter. Möchte aber nichts verpassen, hihi.

Ich mag die Farben. Muss ja nicht immer alles so Supermarkt sein.

Im Werkraum ziehe ich mich etwas zurück und ich bin zufrieden mit der Arbeit, die wir heute geschafft haben. Die Jungs packen super mit an. Ohne sie würde ich das alles gar nicht schaffen.

Und als ich Marc da so durch die Tür sehe, kann ich nicht anders und flitze zu ihm, um ihm noch einmal zu zeigen, wie sehr ich mich freue. Eigentlich so sehr, dass ich mich mit ihm mal kurz woanders hin verpieseln könnte, hihi. Aber nein. So schlimm ist es dann auch wieder nicht.

„Danke, Marc. Wenn ich dich nicht hätte, würde ich jetzt hier nicht stehen. Ich habe nie dran geglaubt, dass ich das mal machen könnte. Danke. Ich lieb dich. Und nein. Wenn ich euch alle nicht hätte. Das wäre so nie möglich gewesen.“

„Alles gut. Du kannst wieder loslassen. Ich. Wow. Du kannst ganz schön zudrücken.“

Oh, war wohl doch etwas zu dolle. Ich lasse Marc wieder los und gebe ihm zwanzig Küsschen hintereinander.

Ich beschließe, für uns etwas zu essen zu holen. Hier sind so einige Stände. Auch praktisch. Und so viel ist hier los. Alles potenzielle Kunden, hihi.

Als ich so zum Stand gehe, sehe ich, wie jemand hinter der Blume steht und schnell verschwinden möchte. Keine Ahnung, wer das ist, aber der Sim hat es gerade ziemlich eilig.

„Hey, stopp mal kurz. Warum haust du ab?“, rufe ich.

Hm. Ich gehe mal schauen. Der Sim bleibt stehen.

Als ich genauer hinsehe, sehe ich, dass es Anando ist. Puh. Was will er denn hier? Ich denke, er hat mir schon genug wehgetan. Wenn ich so an damals denke, wo er mir eine geknallt hat. Und mit dem war ich kurz zusammen? Hilfe. Und dann steht er auch noch ganz lässig oben ohne da.

„Bilde dir nichts ein, ja? Ich bin bestimmt nicht wegen dir hier. Klar?“

Er pfeffert auch sofort los.

„Ich darf ja wohl noch auf MEINE Frau warten, ja? Und MEINEN Kindern.“

„Was hast du für ein Problem? Hab ich dir irgendwas unterstellt?“

Und nein, ich glaube nicht, dass er hier nur einfach rumsteht und wartet. Da wurde wohl jemand neugierig. Hat mich wohl gesehen. Soweit ich nämlich noch weiß, wohnt Anando hier irgendwo.

Ich weiß nicht, wann ich diesen Spinner zum letzten Mal gesehen habe, aber das ist mir auch egal. Das einzige, was ich noch weiß ist, dass dieses Gespräch nicht gerade rosig ausging. Also soll er einfach verschwinden, was ich ihm auch klarmachen möchte.

Bis sich Marc zu uns gesellt. Tja, damit hast du nicht gerechnet, was? Marc kann ihn nämlich absolut nicht ausstehen. Na klar. Wen wundert's?

„Was willst du hier? Du gräbst doch nicht meine Frau an, oder?“

Da ist er ganz baff. Er weiß gar nicht, was er sagen soll. Tja. Hast du wohl nicht mit gerechnet, dass ich immer noch mit ihm zusammen bin, was? Ich lasse ihn auch nicht zu Wort kommen.

„Also du siehst. Komm nicht in meine Nähe, okay? Lass mich in Ruhe. Wer weiß, was du vorhattest?“

Marc gibt mir provokant noch einen ordentlichen Kuss, was ja auch nicht gerade üblich bei ihm ist. Jetzt weiß Anando, wo ich hingehöre.

Marc macht sich ganz siegessicher auf und holt schon mal das Essen ab.

„Kannst du mir mal sagen, was das soll, Emily? Als wenn ich noch in dich verknallt wäre. Boah, man. Ich hab meine eigene Familie, okay?“

„Klar, freu’ ich mich, dich mal wiederzusehen und dass du einen Laden nebenan hast, wie es aussieht, aber meine Güte. Bist du echt so nachtragend? Ich war nur neugierig. Mehr nicht. Und vielleicht ist es ja auch ganz gut, dass ich dich treffe, da ich vielleicht Informationen habe.“

„Deine Informationen interessieren mich nicht.“

Bevor er überhaupt weiterreden kann, gehe ich zu Marc. Ich habe genug gehört. Er und sich ändern? Niemals.

Und so lenke ich mich mit dem Essen ab. Wir wollen eh gleich los. Ich sehe auch, dass Anando sich verpieselt hat. Besser für ihn.


Etwas später wollen die Jungs aufbrechen, doch ich schlage vor, dass sie ja noch mit zu uns können.

„Habt ihr Lust? Da wartet auch ein kühles Bierchen für euch im Kühlschrank, hihi.“

Phillip ist sofort dafür. Er sowieso.

Zuhause angekommen, gehen alle auch sofort an den Kühlschrank und schnappen sich ein Bierchen. Unten auf der Terrasse machen sie es sich schließlich gemütlich. Sie sind gerade froh, zu sitzen. Kann ich verstehen. Aber dafür haben wir heute schon ordentlich was geschafft.

Marc und ich wiederum wollen keine Zeit verlieren und etwas für den Laden vorbereiten. Er ist recht ruhig. Ich hoffe, dass ihn das mit Anando nun doch nicht zu sehr erwischt hat.

Außerdem muss ich noch alles für Aurelies Geburtstag vorbereiten. Dieser ist nämlich morgen und alle wollen kommen.

Und auch andere Probleme wollen aus der Welt geschaffen werden. Den Rest des Tages bin ich einfach nur Mam Emily.

Darauf bin ich aber sehr stolz.


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