• Kucki 232

Folge 41 - Letzte Schenke kommt


 

Zweite Sommerwoche: Mittwoch

Geburtstag: Aurelie

Event/Feiertag: Geburtstagsparty

Erzähler/in: Aurelie

 

Ganz eilig habt, weil heute Burtstag. Muss Kacka und egal, ob groß Shua auch kackat.

Shua doof, weil mit Lelie nicht mehr pielt. Immer habt pielt und große Schule jetzt und nicht mehr pielen. Lelie böse ist jetzt.

Mama fragt, ob freut Party und ganz viel Leute kommt. Ich sagt ja, aber ganz dolle Party nicht mag.

Ich zeigt Mama, wie eilig habt, älter werdet. Mama Kacka und ich warte, hihi. Muss Lelie wascht, weil stinke Puh, hihi.

Dann wascht Lelie und Lelie sauber. Es doof, alle andere schon Schule geht und Lelie nicht. Allein und doof ist.

Mama nimmt Lelie Küche und backt auf Herd für Party. Lustige Kuchen mit Gummibärchen macht.

Seht witzig aus, mit Grinsemännchen. Mama lustig ist.

Ich pielt draußen und Mama Kuchen backt für gleich. Weißer Kuchen, den Lelie mag.


Später ich darft reinkommt Küche, weil Mama ruft: „Auuuuurelieeehiiiiie. Es ist soweit.“ Freut und kommt ganz schnell.

Dann pustet ganz doll und freut mir. Nachher nicht pustet will, weil laut dann wird, wenn pustet. Seht bei andere Schwister.

Und da bin ich. Hi, ich bin Aurelie Duvan und die Jüngste von den Sechsen. Ja, ich habe viele Geschwister und das kann manchmal ganz schön anstrengend sein, aber in der Schule werde ich bestimmt viel Spaß mit ihnen haben. Ich mag sie eigentlich alle. Eigentlich.

„Ooooooh, Süße. Komm her und lass dich knuddeln. Hihi. Du hast ja wirklich Jeremys Augenfarbe. Oooooooh, das ist soooo süß. Mein Paps steckt in dir.“

„Äh, ja Mam. Hab dich auch lieb.

Mein Lieblingspaps muss mich natürlich auch knuddeln.

„Hey, Große. Alles Gute.“

„Ich hab auch noch was für dich. Komm mal mit. In deinem Zimmer müssen wir ganz dringend was machen.“

Hui, da bin ich gespannt, was jetzt kommt. Ich freu’ mich so und finde es nicht schlimm, wenn ich mir mit meiner Schwester das Zimmer teilen muss. Sie ist ganz cool.

Wir gehen also Richtung Zimmer.

Als wir dort stehenbleiben, fragt Paps: „Meinst du nämlich nicht, dass das Bett ein bisschen zu klein für dich ist?“

„Am besten du malst etwas Schönes und ich bringe dein neues Bett hierher. Aber nicht gucken.“

Malen tu´ich nämlich ganz gerne und ich bin gespannt, wie mein Bett aussehen wird. Das andere ist ja jetzt wirklich etwas zu klein, hihi. Ich setze mich also an den Maltisch.

Und male ein Bild. So gut bin ich noch nicht, aber das ist okay.

Etwas später erschrecke ich mich voll, als Paps da plötzlich meinen Namen sagt. Ich habe gar nichts mitbekommen, als er hier alles reingeschleppt hat. War ich so im Malen vertieft?

Ich drehe mich zu Paps und sehe das Bett. Es ist toll und kuschelig.

Das freut mich richtig. So dolle, dass ich Paps erstmal knuddeln muss. Ich mag es hier nämlich zu wohnen. So hoch oben und man kann total cool aufs Meer gucken. Hier möchte ich nie weg. Draußen soll ein Schloss gestanden haben, sagte Mam mir mal. Das ist so cool. Jetzt kann ich das Schloss wieder aufbauen und Prinzessin spielen.

„Danke, Paps. Ich mag das neue Bett sehr.“

„Freut mich. Und keine Ursache.“

Paps muss noch etwas im Büro unten erledigen. Sein Job ist sehr anstrengend, habe ich bemerkt. Oft ist er abends gar nicht da und konnte mir selten ein Buch vorlesen. Das fand ich immer schade.

Ich bleibe auf dem Bett sitzen und schaue mir das coole Zimmer an. Meine Schwester fährt voll auf Feen ab und dementsprechend sieht es hier aus. Sie meint immer, dass sie mal Magierin sein möchte und die Welt rettet. Dann lebe ich doch lieber in meinem Schloss und habe weniger Stress.

Mam kommt zu mir und fragt mich, ob ich nicht Lust habe, eben noch mit in den neuen Laden zu gehen. Sie müsse dort noch etwas hinbringen. Da habe ich nichts dagegen.

Also fahren wir mit dem Auto nach San Myshuno. Mam wollte hier eh noch fix was einkaufen und eben hat auch noch Tante Nadine angerufen, ob wir nicht gleich noch das Baby anschauen wollen. Ganz schön viel Stress heute.


Der Laden sieht total langweilig aus, aber ich weiß ja, dass sie alles noch aufbauen. Vielleicht helfe ich ja mit, wenn es denn nicht so viel Stress macht.

Und Mam kann es immer noch nicht glauben, dass sie jetzt den Laden hat. Sie war gestern Abend schon so am Nerven. Eigentlich liest sie mir ja immer ein Buch vor, aber gestern hat sie mir nur von dem Laden erzählt. Na ja. Das Gute war, dass ich trotzdem davon eingeschlafen bin, hihi.

Paps macht immer so verrückte Dinge aus Holz.

Und Mam bastelt Kerzen.

Wir haben aber nicht mehr so viel Zeit bis zu meiner Party und wollen fix das Baby bei Nadine in Newcrest noch anschauen. In Newcrest wohnen nur die Reichen. Mein Opa hat seine eigene Firma und baut immer viel für uns. So ein Job wäre mir viel zu viel Stress.


In Newcrest angekommen, wartet auch schon Tante Nadine auf uns.

„Hey, schön, dass ihr kurz Zeit habt.“

„Klar doch, Schwesterherz.“

Ja, die Kleine ist süß, aber wir müssen trotzdem langsam los.

„Na, mein süßer Blondschopf? Wie wär’s? Noch so einen kleinen Wurm?“

„Äh, nein.“

Wir dachten ja bislang immer, dass die Babys per Post geschickt werden, aber wenn ich mir das so anschaue, kann das doch gar nicht sein. Wie soll das Paket denn in den Bauch kommen? Tut das nicht weh? Dann wäre Tante Nadine nicht so am Lachen gewesen. Hm.


Ich mache etwas Druck, weil wir wirklich langsam losmüssen. Meine Eltern haben total die Zeit vergessen.


In Windenburg darf ich mir unseren neuen Bewohner unter Aufsicht anschauen. Es gibt schon verrückte Pflanzen, aber die hier scheint sehr gefährlich zu sein. Ihr Name ist Q.Fladen (aber wird englisch ausgesprochen: Kju Fläiden^^). Witziges Ding.

Mam hilft mir bei den ersten Aufgaben in der Schule. Man bekommt vorab immer von der Schule schon so einen Testbogen, den man ausfüllen muss. Viele Sachen weiß ich gar nicht. Eigentlich darf Mam mir dabei nicht so helfen, aber ich kann ja nicht mal meinen Namen richtig schreiben. Dabei hilft sie mir.

Paps bereitet derweil alles vor. Wir feiern unten. Heute wird sogar gegrillt.


Schließlich haben wir noch etwas Zeit für Dummfug. Endlich kann ich auch Piratin sein, auch wenn das Bällebad richtig cool ist.

Es ist fast soweit. Meine Geschwister kommen aus der Schule und Paps schmeißt den Grill an. Ich mach’ mir jetzt keinen Stress, sondern möchte meinen Ehrentag genießen. Ich freue mich schon sehr auf die Geschenke.

Joshua ist in letzter Zeit so komisch. Er ist eingebildet geworden und hat sogar Haare auf der Brust. Er sieht aus wie ein Bär, hihi. Ich finde es sehr schade, dass er mir keine Geschichten mehr vorliest.

Mam stellt die Getränke hin und gleich geht es los. Unsere Familie ist riesig.

Jetzt muss ich Mam doch mal knuddeln. Wir haben hier zwar kein Konfetti verstreut und Luftballons aufgebaut, aber Mam gibt sich wirklich viel Mühe. Sie hat sogar noch einen Rübli-Kuchen gebacken. Voll nett. Und was Paps da macht, ist auch nicht ohne.

Und dann traue ich meinen Augen kaum, als mein großer bäriger Bruder ein Geschenk für mich in die Ecke legt. Das ist jetzt richtig nett und hätte ich nie gedacht. Ich bin gespannt, was drin ist.

Was ich dann aber nicht so toll finde, ist, dass er total verfressen ist und schon ein Stück Kuchen nimmt. Das gehört sich so doch nicht. Er ist nur am Essen.

Schließlich kommen die ersten Gäste. Onkel Valentino hat mir eine Puppe geschenkt. Richtig toll. Ich freue mich.

Leider habe ich aber irgendwie nur meine Geschwister zum Spielen und die anderen sind alle so groß. Die Party ist daher etwas langweilig. Ich hätte gerne eine Kinderparty gehabt.

So viele sind da und ich freue mich über die ganzen Geschenke. Ich weiß nur nicht, was ich mit dem einen Buch da soll. „Logik für Anfänger“. Da verstehe ich doch nichts, auch wenn ich Anfänger wäre, hihi.

Von Opa habe ich eine ganze Puppenstadt bekommen. Ein riesen Haus mit vielen Barbiepuppen. Ich weiß gar nicht, wo ich das alles hinstellen soll, hihi.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass die Erwachsenen gar nicht so richtig wissen, was man kleinen Kindern schenkt, wenn ich mir die weiteren Geschenke so anschaue. Gummisocken? Echt jetzt?

Später darf ich das Paket von Fiona fühlen. Hm. Ich glaube, meine Geschwister haben da immer Blödsinn erzählt. Denn als ich sie frage, wo sie das Baby bestellt hat, hat sie mich so komisch angeschaut. Oder stimmt das etwa doch, aber es ist etwas Privates, wo es dann peinlich wäre, dass man da bestellt hat? Ich versteh’ das alles nicht.

Ich lerne sogar Verwandte kennen, die ich so noch gar nicht kenne. Das ist Tante Aurora.

Da ich morgen aber meinen ersten Schultag habe, geht die Party nicht so lange. Trotzdem war es schön, so viel Familie um sich zu haben. Ich könnte solch eine Party aber nie organisieren, weil mir das viel zu viel Stress wäre.

Und am Abend sitzen wir Duvans das erste Mal zu acht vor dem Fernseher beim Fernsehabend.



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