• Kucki 232

Folge 426 - Die anderen Dimensionen


Die Kids sind schon sehr früh wach. Sie wollen mit Oma alles für das Winterfest vorbereiten. Aurora wiederum muss noch zur Vorlesung. Schade nur, dass sie nun immer rausgerissen wird.

„Schade, dass du uns nicht helfen kannst, aber ich denke, wir schaffen das auch schon so. Der Baum wird bestimmt toll aussehen.“

Trotzdem macht Aurora fix noch den Garten. Sie ist sehr aufgeregt, da heute die Prüfungen anliegen. Ein weiteres Semester neigt sich dem Ende.

„Phillip? Ich glaub, ich muss gleicht kotzen. Ich werde diese Prüfung nie schaffen. Mir ist so schlecht. Ich mach heute krank.“

„Nein, machst du nicht. Du packst das schon. So wie die anderen Male auch.“

Aber so wirklich kann sie das jedoch nicht überzeugen.

Und kotzt vor Aufregung die Schüssel voll.

„Tschuldigung. Ich sag ja. Ich habe Angst.“

„Hey, alles gut. Ich mach das weg. Trink dir eben noch einen Tee, dann wird es schon wieder.“

Emily ist draußen fleißig. Und auch Fiona kommt noch mit dazu.

Während Nadja ganz dringend das Klo sucht.

Und Natalie sich wieder von allem abschottet.

Ja^^

Phillip hat seiner Tochter ja gesagt, dass sie keine Bilder aus ihren Träumen malen soll. Stattdessen malt sie ihre Träume aus Sulani, was sie hier gerne mal machen würde. Wunderbar.

Schade nur, dass sich die Kleine nie so wirklich öffnet. Trotzdem lässt es sich Natalie nun nicht nehmen, den Weihnachtsbaum mitzuschmücken. Das coole Puppenhaus muss erstmal weg.

Phillip hat im Onlineshop diese passende Sulani-Winterfest-Deko gefunden. Wurde direkt bestellt und aufgestellt.

Anschließend geht er joggen.

Während die Mädels anfangen, es etwas winterfestlicher zu gestalten. Den Schnee kann man sich ja nun hindenken.

Während Jeremy was ganz anderes „schmückt“, haha.

Die erste Prüfung in diesem Semester ist geschafft. Siehst du. War doch gar nicht so schlimm.

Trotzdem liegt nachher noch eine weitere an. Aurora hat Lust bekommen, fix noch Brownies zu backen, die sie alle ganz schnell verputzen möchte.

Phillip packt mit an.

Anschließend merkt er, wie nervös seine Frau da in der Küche rumpanscht.

„Verdammt. Was machst du hier? Wenn du so weiterrührst, dann geht der Kochlöffel gleich kaputt. Komm mal her.“

Es ist ja nicht nur die Nervosität wegen der Prüfungen, sondern auch der Vorfall von gestern. Solange Aurora nicht weiß, was nun Sache ist, dreht sie fast komplett am Rad. Malvin hat sie immerhin gestern geküsst. Wie ferngesteuert war sein Verhalten.

Doch die junge Mutter ist froh, dass sie ihren Phillip hat, was sie ihm nun auch zeigen möchte.

Und schließlich ruft Ramon die nervöse Frau an. Sie hat gestern schon mit ihm getextet gehabt und ihm die Situation geschildert. Der Weise verbrachte die ganze Nacht damit, im Reich zu schauen, was der Auslöser sein könnte. Im Spiegel der Dimensionen wurde er irgendwann fündig. Das ist das einzige Portal, worüber die Dimensionen Kontakt haben dürfen. Einfach so hin- und herreisen ist aber mittlerweile verboten. Die Weisen können aber gut in diesem Spiegel sehen, was in den Parallelwelten so los ist. Ramon muss den Duvans unbedingt davon berichten.

Da ist er auch schon.

Phillip dreht seine Runden. Heute ist es herrlich warm in Sulani. Und das am Winterfest. Passt.

„Also, was gibt's? Was hast du für mich? Und herrje. Wie siehst du aus? Brauchst du einen Kaffee? Hast du etwa die ganze Nacht nicht geschlafen?“

„Was Malvin da gestern gemacht hat, war einfach nicht schön. Er hat mich einfach so geküsst und Entschuldigung. Aber so doof kann niemand sein. Und dann baut sich Miguel eine eigene Aurora. Was zum Teufel ist hier los? Erst habe ich mir dabei nichts gedacht, aber seit gestern bin ich mir nicht mehr so ganz sicher.“

„Eigentlich ist die Antwort ganz einfach. Ich habe herausgefunden, dass das Chaos hier nun so ist, weil es nur eine aktive richtige Dimension gibt. Wir haben in dem Sinne die anderen beiden geschluckt und so sind viele Dinge nun miteinander vermischt. Das, was in der einen Dimension passiert wäre, findet nun hier statt. Und ich habe in der neuen schwachen Dimension gesehen, dass du mit Malvin verheiratet bist.“

„Echt jetzt? Nie im Leben. Igitt.“

„Die Dimension ist noch sehr schwach und so baut sich ihr Ursprung mit in unserer Welt auf. Wenn die anderen Dimensionen jedoch wieder bestehen, haben sie auch ihr eigenes Leben wieder.“

„Und wie lange soll das nun bitte so gehen? Du kannst mir nicht sagen, dass ich in der dritten Dimension auch noch mit Miguel verheiratet bin. Boah, das geht zu weit.“

Phillip bekommt gar nichts mit, was sich hier so abspielt. Wer weiß, was sich nun noch alles hier so vermischt hat? Es ist vieles nicht so, wie es sein sollte. Und das betrifft nicht nur die Duvans. Es wird Zeit, dass wieder Ordnung geschaffen wird.

„Phillip ist in der anderen Welt sogar ebenfalls mit dir zusammen gewesen. Vielleicht habt ihr daher so eine gute Bindung. Doch Malvin hat sich dann durchsetzen können. Du scheinst auch in den anderen Dimensionen in dieser Zeit zu leben. Na ja, musst du ja eigentlich auch. Jeder Sim ist in jeder Dimension vertreten.“

„Wirklich? Ich bin dort auch mit Phillip zusammen gewesen? Lustig.“

„Wir haben auch ein schwaches Zeichen der dritten Dimension erhalten. Sehr, sehr schwach. Euer Aufbau hier scheint schon sehr was zu bringen. Dieses Haus hier hätte früher nie abbrennen dürfen.“

„Wie schön. Trotzdem spinnt Malvin hier nun rum. Und Miguel.“

„Durchhalten.“

Während drinnen immer noch fleißig geschmückt wird.

Natalie hat aber genug. Nachher kommen wieder viele Leute. Das möchte sie nicht. Sie fühlt sich nicht wohl unter den ganzen Menschen. Egal, ob Familie oder nicht.

Phillip hat mitbekommen, dass seine Frau oben mit Ramon sitzt. Er kann sich denken, worum es geht und möchte unbedingt dabei sein. Aurora und der Weise erzählen ihm alles.

Er freut sich sehr, dass er auch in der anderen Dimension seine Aurora an seiner Seite hat.

Emily bekommt Besuch.

„Hey, mein Großer. Wie geht es dir? Fröhliches Winterfest.“

„Dir auch. Ich hab sogar was für dich. Zur Vorbereitung für die Oberschule.“

„Cool.“

Tja, nur scheiße, dass Anando zu dem Zeitpunkt durch die Tür kommt. Dass er Emily da so beschenkt, findet er gar nicht lustig.

Nadja ist ein wenig genervt von Anando. Es ist doch Tommys Problem, ob er ihr nun was schenken möchte, oder nicht? Emily hat auch was für ihren besten Freund.


„Das macht Tommy doch extra. Immer ist er eher da als ich. Das ist doch kein Zufall.“

„Boah. Was ist denn wieder mit dir los? Meinst du, ich habe nicht auch was für dich? Auch du bist ein guter Freund, auch wenn du immer so schnell beleidigt bist, hihi. Aber irgendwie ist das witzig.“

„Oh, du hast auch was für mich? Danke.“

„Danke, das ist lieb von dir. Ich hab ja auch was für dich. Hoffe, es gefällt dir.“

„Alles gut. Du bist mein Mecker-Anando, hihi.“

„Ich hoffe, wir bekommen das bald in den Griff. Ich weiß nicht mal, wie wir das so richtig machen müssen. Uns sagt ja keiner was.“

Phillip kann sich jedoch denken, dass die drei Kinder sehr viel damit zu tun haben werden. Er geht zu Natalie ins Zimmer. Sie muss noch auf so viel vorbereitet werden.

Der Baum ist fertig und Anando meckert mal nicht rum, haha. Er ist eigentlich schwer in Ordnung. Emily mag ihn sehr, da er sie oft zum Lachen bringt. Geht es ihr schlecht, hat er immer einen Witz auf Lager. Und Tommy ist für sie wie ein großer Bruder. Der große Bruder, der sie beschützt.

Benjamin hat heute irgendwie so gar keine Lust. Er möchte nur die Geschenke und den Kuchen. Der Rest ist ihm egal. Er ist heute auch eher nur für sich und möchte gar nicht richtig spielen oder sowas.

Nachher sind noch ein paar aus der Familie eingeladen. Wer kommen möchte, soll kommen und ansonsten morgen zu Jeremys Geburtstag. Da ist dann Party Teil 2, haha.

Und Aurora ist schon wieder kotzübel und braucht Phillips starke Schulter. Trotzdem freut sie sich nun zu wissen, warum Malvin und Miguel so am Rad drehen. Ramon hat den beiden auch gesagt, dass sie sich von Aurora fernhalten sollen. Wenn sie ihr zu nahe kommen, dann haben sie Hausarrest im Reich. Reicharrest, haha.

Benjamin nervt etwas rum, weil ihm keiner seine Superhelden-Figuren geschenkt hat. Selbst Tommy ist gerade baff. Der Kleine ist eigentlich sehr freundlich, doch heute ist alles irgendwie doof.

Nachdem Phillip sie etwas motivieren konnte, ist Aurora bereit für die letzte Prüfung. Wird schon schiefgehen. Trotzdem muss sie noch viel an gestern denken. Nicht nur das mit Malvin, sondern auch mit Phillip im Whirlpool. Das erwärmt ihr Herz. Nach so vielen Jahren ist sie immer noch so angetan von Phillip. Ob sie auch in der dritten Dimension mit ihm zusammen ist? Das Band ist so extrem, da würde es einem nicht wundern.

Och Mensch, Natalie. Komm doch mal raus da.

Ihre Zwillingsschwester ist da etwas kommunikativer. Sie ist fast so wie Emily eigentlich. Die beiden spielen auch viel in der Schule. Vielleicht machen sie ja einst mal zusammen Mädelsabend in der Disco, haha.

Ramon muss zurück ins Reich. Er versucht weiter, Kontakt mit der dritten Dimension aufzunehmen. Irgendwas muss da schon sein. Sollte etwas Unerwartetes passieren, sollen die Duvans auch sofort Bericht erstatten.

Samira, Christian und Annalena kommen vorbei. Valentino hat sich für heute leider abgemeldet. Er hat ordentlich Fieber bekommen. Schade. Aber vielleicht geht es ihm morgen ja besser und kann zu Jeremys Geburtstag kommen.

„Hey, Mam. Fröhliches Winterfest. Auch wenn es nicht nach Winter aussieht, hihi.“

Ui, da hat jemand gute Laune. Wie aus alten Tagen, dieses Bild.

Nur Annalena ist mies drauf.

Bei den beiden scheint alles gut zu sein. Sie scheinen gut in Sulani angekommen zu sein. Christian ist ihr auch sehr dankbar dafür, dass sie ihn überzeugt hat.

Bis Emily plötzlich Bauchschmerzen bekommt und ihr schwindelig wird.

„Alles gut, Süße?“

„Ich, ich weiß nicht. Ich komm gleich wieder. Bin kurz auf dem Klo.“

Puh. Nun aber ganz schnell.

Was ist mir ihr denn nun los? Ihr wird schwarz vor Augen und sie sieht ein kurzes Bild aus ihrer Zukunft. Eine Vision? Total benebelt geht sie zurück ins Wohnzimmer. Die Leute starren sie gerade nur an, die dort sitzen.

„Ich muss mich kurz hinlegen. Nur kurz.“

„Was zum Geier macht sie hier? Wer ist das? Hey, steh auf.“

Nadja schaut sich das Mädchen genauer an und sieht das Mal der Duvans. Auch das Symbol der Botschafter hat sie im Gesicht. Was geht hier vor? Ist sie vielleicht jemand aus einer anderen Dimension? Die Ältesten ahnen da aber was. Eben hatte Emily noch Bauchschmerzen und plötzlich liegt da eine mit Duvan-Mal.

„Emily? Emily? Wo bist du?“ ruft Nadja.

„Nein, das kann doch nun nicht sein.“


Das Mädchen steht ganz erschrocken auf und wundert sich, was alle haben.

„Verarscht ihr mich? Ich bin eure Tochter?!“

Bevor noch jemand Unwissendes davon mitbekommt, ziehen sie „diese Tochter“ in den Flur und regeln das da. Sie ist jedoch noch sehr wackelig auf den Beinen.

„Was ist los? Mam? Paps? Mir ist so übel. Kann ich nicht ins Bett?“

„Also, wenn du wirklich unsere Emily bist, dann schau an dir runter, tätschel dir durchs Gesicht und pack deine Möpse an. Und dann sag du mir, was los ist, okay?“

Sie wundert sich echt, wo sie mit einmal diese Möpse herhat, haha. Und dieses Mal. Hä? Ihr wurde eben schwarz vor Augen und dann weiß sie von nichts mehr.


„Was soll das? Warum passiert mir das nun? Kann nicht einmal was normal laufen, in dieser Familie? Warum bin ich plötzlich ein Teenager?“

„Moment kurz. Vielleicht bist du ja ein Fake und bist gar nicht unsere Emily. Was hast du eben gemacht?“

„Ich bin ins Bad gegangen, weil mir schlecht wurde.“

„Wie heißt dein bester Freund?“

„Tommy.“

„Und dieser andere Milchbubi da?“

Anando. Paps, was soll das?“

„Hm, was meinst du, Nadja? Ist das ein Fake oder nicht?“

„Ich denke nicht. Erinner dich dran, was damals mit den Zwillingen passiert ist. Vielleicht ist nun dasselbe ihr passiert.“

„Man, ich habe Kopfschmerzen. Kann ich nicht einfach ins Bett?“

Emily wird zwar langsam klar im Kopf, doch es dreht sich alles noch etwas. Nadja holt ihr ein Glas Wasser und Jeremy ruft Ramon an und all jene, die heute noch vorbeikommen wollten. Emily nun so zu sehen, wäre nicht gut. Das verwirrte Mädchen steht ganz allein im Flur rum und weiß nicht, wo links und rechts ist.

Bis Tommy sie entdeckt.

„Hey. Wer bist du denn? Ich kenne dich gar nicht.“

Er schaut sie total interessiert an.

„Ich ähm. Hä? Du. Oh, man. Du erkennst mich nicht? Krass.“

„Sollte ich etwa? Oder bist du neu auf der Oberschule?“

„Hihi. Kann man wohl so sagen. Ich. *Dabei kratzt sie sich immer wieder am Kopf*. Ähm. Ich bin die Cousine von Emily. Ich heiße, ähm. Ja, ich heiße. Ja. Emilia. Ja, genau. Cousine.“

„Ah, alles klar. Emily hat so einige Cousinen. Alle zu kennen, wäre wohl ein Weltwunder.“

„Ja, stimmt, hehe.“

„Japps. Ich bin Emilia und gehe ab sofort auf die Oberschule. Hi.“

Nadja sieht, dass Emily mit Tommy redet und bevor Anando nun was mitbekommt, will Nadja das Schlimmste verhindern und schickt ihn nach Hause.

„Hey, Emily geht es nicht gut. Sie hat sich hingelegt und bevor du dich ansteckst, geh am besten nach Hause. Sie meldet sich dann. Und geh am besten dann hinten raus.“

„Äh, ja.“

Tommy lässt gar nicht mehr den Blick von ihr. Oh je. Gar nicht gut. Gar nicht gut.

„Du ähm. Du bist der beste Freund von Emily, stimmt’s? Sie hat viel von dir erzählt und…“

„Du, ich muss mal kurz ins Wohnzimmer. Ich, ähm. Ich muss was holen.“

Im Wohnzimmer angekommen, weiß sie gerade gar nicht so richtig, wie sie aus der misslichen Lage rauskommen soll. So wie Tommy sie gerade anstarrt, scheint sie gerade die Liebe auf den ersten Blick zu werden. Verdammt. Das ist doch ein Albtraum. Gleich aufstehen und alles ist gut.

Die anderen beraten sich derweil, wie es weitergehen soll. Tommy darf auf jeden Fall keinen Verdacht schöpfen. Ramon ist auch darüber informiert. Ist ja nicht so, dass er gerade noch da war. Und dann passiert sowas. Tommy steht immer noch im Flur. Augen zu und durch, liebe Emily. Du wolltest ihm doch eh mal die Wahrheit sagen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt. Oder auch nicht, haha.

„Hey, kannst du mir nicht deine Nummer geben? Wow. Ganz ehrlich. Ich würde dich gerne wiedersehen. Also, nur, wenn das okay ist. Nicht dass du nun denkst, ich bin nun voll der Aufreißer, oder so.“

Da muss Emily schmunzeln. Er ist alles andere, als ein Aufreißer. Sie rattert ihre Telefonnummer runter.

„Hä? Moment. Die Nummer kann nicht stimmen. Das ist die von Emily.“

„Oh, scheiße. Ja, verdammt. Ich, ähm. Ich Dummerchen. Ich. Ich weiß sie gerade nicht. Muss nachher mal gucken.“

„Ich bin mal kurz weg. Tschüss.“

Emily weiß gerade nicht so recht, was hier gerade abgeht. Sie schaut hilflos ins Wohnzimmer, doch die anderen zucken nur mit den Schultern. Es ist immerhin Tommy. Wenn man ihm sagt, dass es Emily ganz plötzlich nicht gutgeht und sie ganz dringend ins Bett musste, dann kauft er das keinem ab. Er hätte ihr als bester Freund nämlich geholfen.

Verzweifelt geht die frischgebackene Teenagerin in ihr Zimmer und starrt die Wand an.

Tommy ist ratlos und versucht bei den Eltern etwas herauszufinden. Doch so wirklich weiß man nun nicht, wie man ihm das schonend beibringen soll. Emily hatte das ja bald vor, aber so plötzlich nun zu sagen: „Hey, ich bin Emily. Bin gerade nur gealtert und eine Magierin.“ Puh.

Nadja versucht es jedoch ganz sachte, damit ihre Tochter es nicht zu lange aufschiebt. Tommy würde sterben vor Sorge.

„Hör zu, Tommy. Es kommt nun alles etwas komisch rüber, da ja Emily eben noch da war und nun ist sie es nicht mehr. Ich weiß nicht, ob sie schon etwas erwähnt hat. Wollte sie mit dir reden, oder so? Irgendwas?“

„Ja, sie wollte mir ein Geheimnis verraten, wenn es an der Zeit ist.“

„Gut, gut. Das ist schon mal gut. Ich denke, es ist langsam an der Zeit, dass dir Emily dieses Geheimnis verrät. Lass ihr bitte noch etwas Zeit. Sie hat Kopfschmerzen, aber sie meldet sich bald bei dir. Versprochen.“

„Ähm, wie bitte?“


Derweil schleicht sich Emily aus ihrem Zimmer raus und zieht ihren Bruder aus dem Wohnzimmer raus.

„Verdammt, was soll ich machen, Phillip? Er verknallt sich gerade total in mich. Das kann doch gerade nicht wahr sein.“

„Dann geh zu ihm rein und sag ihm die Wahrheit. Der beste Zeitpunkt am Winterfest, oder nicht?“

„Du spinnst doch. Er wird mich hassen, wenn er weiß, dass ich das bin.“

„Und genau deswegen sollst du es ihm nun sagen. Emily. Ich bitte dich. Du machst die Sache nur schlimmer, wenn du es weiter aufschiebst. Eines muss ich dir aber lassen. Ich hätte nie gedacht, dass ich so eine Schwester bekomme. Du siehst total flippig aus, haha.“

„Ach, halt die Klappe.“

„Süße, du weißt. Ich hab dich lieb. Aber da musst du nun selbst durch. Und Anando sollte dich nun am besten gar nicht sehen in der nächsten Zeit. Das wäre der Super-GAU.“

In dem Moment kommt Tommy vorbei. Er scheint Emily, ähm Emilia, schon gesucht zu haben, haha.

„Ich kann das nicht, Phillip. Lass mich bitte jetzt nicht allein.“


Doch dabei kann er ihr nun wirklich nicht helfen und verschwindet.


„Entschuldige, wenn ich etwas aufdringlich war. War tatsächlich sehr blöd von mir. Kommt nicht nochmal vor. Aber sag mal. Was hast du da für ein Glitzerzeug im Gesicht? Das habe ich noch nicht so gesehen. Oder wolltest du heute noch auf eine Party, oder sowas? Sieht zumindest so aus. Und ein schickes Tattoo hast du.“

„Ähm, wie bitte? Tattoo? Glitzer? Was meinst du?“

„Na, das in deinem Gesicht und da am Arm. Du bist ja total durch den Wind, Emilia. War nicht meine Absicht. Entschuldige.“

„Ähm.“

Wir dürfen aber derweil nicht die anderen Duvans außer Acht lassen. Es ist trotzdem noch Winterfest und die Geschenke sollen ausgepackt werden. Emily hat nur gerade ziemlich was durcheinander gebracht und alle sind nun so ratlos, dass man vergisst, was heute überhaupt ist, haha. Was für ein Winterfest. Hat man auch nicht alle Tage.

Drinnen geht es an die Geschenke. Benjamin will seins nun sofort. Der kleine Stinker ist heute wirklich etwas anders. Oder hat vielleicht nicht vernünftig geschlafen und knüttert deswegen rum.

„Ähm, hör zu. Ich habe leider schon einen Freund. Ich muss dich leider enttäuschen und vielleicht habe ich dir ja Emilys Nummer gegeben, weil sie auf dich steht, oder so. Kann ja sein. Also ich würde sagen, dass du lieber gehen solltest, okay? Emily meldet sich dann bei dir. Ganz bestimmt. Also Tschüss und schönen Abend noch.“

Langsam fühlt sich Tommy doch etwas verarscht. Was zum Geier hat dieses Mädchen für einen Auftrag? Spinnt die? Der Teenager findet es wirklich langsam angebrachter, einfach zu gehen. Das ist ihm doch ein bisschen zu doof. Er schreibt Emily dann nachher selbst mal an und möchte wissen, ob es ihr gut geht. Doch mit dieser Verrückten hier möchte er kein Wort mehr austauschen.

Was hat Emily da nur angerichtet? Das ist doch gerade alles nicht wahr. Sie betrachtet sich nun das erste Mal im Spiegel. So hätte sie sich echt nicht vorgestellt. Kurze Haare? Und dann noch so gefärbt? Ist das wirklich Emily?

„Es erinnert mich wirklich an die Zwillinge, als sie plötzlich alterten. Ramon hat bestätigt, dass es die richtigen Zwillinge sind und nicht aus einer anderen Dimension kommen. Aber warum altern sie bitte so schnell? Was soll das alles? Nun auch noch Emily.“

Kurz darauf bekommt Emily eine SMS von Tommy. Er fragt, ob es ihr gut geht und warum sie mit einmal verschwunden ist. Und dass ihre komische Cousine nicht ganz dicht ist. Hübsch, aber nicht ganz dicht. Na toll.

Nadja sucht ihre Tochter und wird schließlich im Bad fündig. Sie muss sich erstmal an den Anblick gewöhnen. Eben war sie noch so klein, unschuldig und eben so, dass sie viel rausmusste und bei den Tieren half. Nun sieht sie aus, als ob sie gleich das Wochenende durchmachen möchte.

„Es ist zwar etwas ungewohnt, aber du siehst gut aus. Du siehst aus wie Jeremy. Da blüht mir das Herz auf. Nur tu mir bitte einen Gefallen und rede mit Tommy. Gaukel ihm nichts vor. Er ist so ein lieber Junge.“

„Klar, Mam.“

Sie ist immer noch Emily.


Im Wohnzimmer werden weiter Geschenke ausgepackt. Mal sind mehr brauchbare Sachen dabei und mal weniger. Trotzdem war es ja irgendwo ein schönes Winterfest. Auch wenn ohne Schnee und so. Im nächsten Jahr kann man dann ja improvisieren und Urlaub machen.

Nadja kümmert sich um den kleinen Pups. Hoffen wir nun aber mal, dass er nicht morgen auch noch ein Teenager ist, oder so.

„Aurora, was soll ich ihm den sagen? Hey, ich bin nicht deine Liebe auf den ersten Blick, ich bin nur deine beste Freundin Emily. Habe halt nur über Nacht diese Möpse bekommen.“

„Die Wahrheit. Erfährt er dein Geheimnis zwar etwas anders, aber er erfährt es.“

Emily braucht noch eine Weile, bis sie mit der neuen Situation klarkommt. Eben war sie halt noch die kleine Emily und mit einmal soll sie einfach so in die Oberschule gehen. Wie soll sie das den anderen erklären? In die Grundschule kann sie wohl nun nicht mehr.

Sie muss nun erstmal drüber schlafen. Jeremys Geburtstag liegt an und der soll ausgiebig gefeiert werden. Und das neue Jahr wird auch entspannt begrüßt.

Als sie ihr Geschenk auspackt, muss sie schmunzeln. Eine Barbiepuppe. Wie toll.

Aurora wird mit ihrer Tochter bald reden. Es tut ihr weh, wie sie nur dasitzt und einfach nichts macht. Aus ihr ein Wort rauszubekommen, ist eine Kunst für sich. Irgendwie muss man sie doch auch mal zum Lachen bekommen.

„Glaub mir. Ich muss mich auch erstmal dran gewöhnen.“

„Mam? Warum hast du mich eigentlich nicht daran gehindert, dass ich Joghurt esse? Siehst du nun, wie mich das mit meiner Schwester umhaut? Ich vergesse selbst das jetzt. Verdammte Scheiße. Wo ist das Klo?“

„Boah, Phillip. Das stinkt ja.“

Und da flitzt er, haha.

Es hat heute ein bisschen durcheinandergewirbelt, doch die Duvans sind ja nichts anderes gewohnt. Emily wird bis zu ihrem Geburtstag zuhause bleiben, hat sie halt eine starke Grippe. Doch mit Tommy möchte sie schon vorher reden. Nur eben wie?


Die Familie versucht sich den Abend noch einigermaßen schön zu gestalten. Es wird „versucht“ Weihnachtslieder zu singen, auch wenn bei Jeremy eher nur „Bla bla“ rauskommt, aber nachher freut er sich trotzdem, wenn alle wieder beim Fernsehabend beisammen sind.


Die restlichen Geschenke werden ausgepackt.

Nun kann der Fernsehabend beginnen. Mal schauen, was uns morgen erwartet.

Bevor Emily ins Bett geht, schreibt sie Tommy noch an.


„Ich muss bald mit dir reden. Es ist wohl an der Zeit, dass ich dir mein Geheimnis verrate. Wann hast du mal Zeit?“


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