• Kucki 232

Folge 458 - Was soll ich nur machen?


Anmerkung: Ich nehme zurück, was ich in der Folge von gestern am Anfang geschrieben habe, haha.


Doch immer langsam.


Die Kids werden wach und es ist Zeit für die Schule. Phillip muss nachher ebenfalls um 8 Uhr los.

Emily fühlt sich wiederum gar nicht wohl. Sie hat Kopfschmerzen und ihr ist schwindelig. Kommt die Krankheit nun doch durch? Die Teenagerin schafft es kaum aus den Federn raus.

Ne, aber da geht gar nichts. Sie meldet sich in der Schule krank und schreibt Marc auch sofort an. Schade, dass sie ihn nicht sehen kann.

Etwas später schnappt sie sich auch nur einen Obstsalat. Mehr geht nicht.

„Stell dir vor. Ich hatte heute Nacht einen Traum, dass ich durchs Portal gehen konnte. Als ich durchging, war ich in einer neuen Welt. Es war irgendwie alles anders und auch um einiges düsterer. Niemand war dort. Aber na ja. Ich bin froh, dass der Spuk vorbei ist und es nur Träume bleiben.“

„Sag das nicht. Ich würde da einfach mal durchgehen. Just 4 Fun. Vielleicht ist da ja was dran.“

„Ach, Quatsch.“

„Nein, klar. Du hast recht. Es ist sowieso besser, wenn der Spuk zu Ende ist, findest du nicht auch? Klar, mir fehlt der Wellenreiter, aber man hat ja auch gesehen, was das alles bringt.“

„Genau.“

Emily möchte aber nicht den ganzen Tag im Bett liegen und macht trotzdem den Garten. Wieder mal ist es total heiß in Sulani. Vielleicht macht der Teenagerin das ja zu schaffen. Im Herbst ist das wirklich eine Wucht, mit dem Wetter. Es hat ja nicht mal vernünftig geregnet.

Die Ältesten haben ganz andere Probleme. Die Blase drückt.

Emily denkt trotzdem an diesen Traum. Warum soll sie von einem blöden Portal träumen? Vielleicht ist ja wirklich was dran. Das möchte sie nachher echt mal wissen. Obwohl sie ja klipp und klar gesagt hat, dass sie damit nichts mehr zu tun haben möchte.

Aurora hilft ihrer Schwägerin noch etwas.

Und die Rentner genießen wieder ihr Nichtstun. Sie haben in ihrem Leben halt schon viel erreicht. Nun können die anderen Generationen schuften.

„Mam? Ich werde mir in Windenburg was gegen die Kopfschmerzen holen und geh so noch etwas frische Luft schnappen. Vielleicht geht es mir dann ja besser. Ist das okay?“

Sie schnappt sich etwas Geld und geht zur Apotheke nach Windenburg. Anschließend kauft sie sich im Supermarkt noch eine Flasche Wasser und dann will sie es doch mal wissen. Emily reist nach Glimmerbrook und nähert sich dem Portal. Aktuell ist es so, dass man lediglich durchgehen kann und man einfach nur am anderen Ende rauskommt. Das war’s.

Gut, mal schauen. Solange sie nicht irgendwo im All landet oder weiß der Geier, wo. Träume sollte man nie unterschätzen. Das hat sie schnell verstanden.

Flupp. Weg ist sie.

Und sie landet doch tatsächlich im Reich der Magie. Wie kann das sein? Es fühlt sich aber alles so leer an. So trostlos irgendwie. Als würde Emily einsam durchs All schweben. Hm. Wie ist das möglich?

Die Teenagerin geht in die große Halle. Weit und breit ist niemand. Sie ruft, doch es kommt lediglich nur ein Echo zurück.

„Halloooo?!“

Ist sie vielleicht in ihrem Traum drin? Es fühlt sich nicht, wie das alte Reich an. Gruselig. Unecht.

„Halloooo?!“

Bis sie schließlich ..... auf einen Geist trifft. Was ist hier los?

„Hey, Hallo. Kannst du mir vielleicht sagen, was hier los ist? Bin ich in einem Traum?“

Der Geist dreht sich um.

„Was ist das hier? Bin ich tot?“

Der Geist setzt sich hin.

„Ich habe nicht viel Zeit. Die Verbindung ist noch sehr schwach. Ich bin Norman, Norman Charm. So gesehen dein Vorfahre. Das Chaos hat alle anderen Welten zerstört und man konnte uns lange Zeit nicht rufen. Wir haben einen Weg gefunden, wieder eine Kommunikation aufzubauen. Aber dafür brauchen wir dich. Du bist doch Emily, oder?“

„Ähm, ja.“

„Gut, war eh eine doofe Frage, da du die einzige bist, die das Tor passieren kann.“

„Wieso ich?“

„Weil du die erste reine Magierin bist. Ich habe leider nicht viel Zeit. Bitte hebe deine Fragen für später auf. Wir müssen handeln.“

„Was ist, wenn ich das gar nicht will?“

„Dann ist alles verloren. Auch die Geisterwelt.“

„Durch dich haben wir die Möglichkeit, alles wieder hinzubiegen. Du bist unsere einzige Hoffnung, weil du rein bist. Eine reine, magische Seele.“

„Okay. Schön. Und nun?“

„Du kannst Großes bewirken. Eine neue magische Welt erschaffen. Eine magische Welt ohne Chaos. Nur das Gleichgewicht besteht. Eine einzige Welt im Frieden.“

„Was redest du da? Ich verstehe nur Bahnhof.“

„Ich gebe dir diesen Stein. Nutze ihn, wenn du uns brauchst. Gehe auf den Markt und hol dir einen Begleiter. Wir sind mit ihm verbunden. Er kann dir helfen. Doch erzähle vorerst niemandem davon. Das wäre nicht gut.“

„Das ist mir gerade zu hoch. Ich bin in einem Traum. Nichts weiter. Ich hatte eben noch Kopfschmerzen und bin dann wohl weggenickt.“

„Nein.“

„Und wer ist überhaupt ‚Wir‘?“

In dem Moment kommt ein anderer Geist rein.

„Emily. Du musst die neue Weise sein. Eine reine Weise. Wir brauchen dich. Wir können nichts mehr machen. Aber du.“

Der andere Geist stellt sich vor:

„Hallo, Liebes. Ich bin Morgyn Ember. Na ja, war es mal.“

„Ähm ja. Moment. Bist du mit Collin verwandt?“

„Collin lebt? Wie geht es ihm? Er ist mein Sohn.“

„Morgyn, nicht jetzt. Wir haben keine Zeit.“

„Ich will das nicht machen. Unserer Welt geht es ohne Magie viel besser.“

„Aber der Geisterwelt nicht. Irgendwann würde wieder alles im Chaos versinken. Du musst uns helfen. Bitte. Wir Magier sind zwischen der Geisterwelt und der normalen Welt der Anker. Dieser Anker fehlt. Das darf nicht sein. Bitte hilf uns.“

„Kann ich darüber noch eine Nacht schlafen? Können wir morgen reden? Ich bin krank und habe eh schon keinen klaren Kopf. Bitte.“

„Du könntest die Magie so formen, wie du möchtest. Die Ordnung wäre wiederhergestellt.“

„Was ist mit den ganzen Blutlinien?“

„Verschwunden.“

„Öh, okay.“

„Sie waren alle besudelt. Keine war mehr rein.“ Aber wie gesagt. Wir erklären es dir später. Unsere Verbindung hält nicht mehr lange.“

„Geh und hol deinen Begleiter. Sag niemandem was.“

„Ich habe wohl keine andere Wahl, oder?“

„Hast du, aber dann ist wirklich alles verloren.“

„Na toll. Boah. Adios normale Zeit. War schön mit dir, oder wie?“


Schließlich stürmt Emily dann doch zum alten Markt. Es ist so kalt hier. Als würde sie gar nicht hierhin gehören.

Der Begleiter wird gerufen.

„Nun komm bitte wieder zurück. Schnell.“

Diesen Satz hat sie in ihren Gedanken sogar gehört. Gruselig. Echt gruselig. Aber ist ja eh nur ein Traum. Alles gut. Interessant ist er allemal. Die erste reine Magierin. Entschuldigung. Erste reine Weise. Woah. Den Traum möchte sie länger haben. Aber dann auch wirklich nur im Traum.

Schließlich läuft sie zurück in die große Halle.

„Wo sind die denn nun abgeblieben?“

„Hier oben.“

Schießt es durch ihre Gedanken.

Emily läuft nach oben. Wie schön, dass sowas im Traum geht. Sie ist hier nicht mal krank. Wunderbar.

„So. Und nun?“

Emily merkt, dass der Geist langsam verschwindet. Es bleibt wohl wirklich keine Zeit mehr.

„Entscheide dich bis morgen. Wir treten morgen in Kontakt. Solange du aber den Begleiter beschworen hast, können wir über die Gedanken miteinander kommunizieren. Mehr können wir nicht machen, aber es ist besser als nichts.“

„Ah, wie schön. Klingt ja wunderbar. Boah, ihr wisst schon, dass ihr mir gerade die Pistole auf die Brust setzt, oder?“

„Tut uns leid. Bitte rette uns.“

„Schau dir im Kessel an, wo wir sind. Alle Geister sind dort. Gefangen. Wir können nicht raus. Beeil dich.“

Emily sieht im Kessel eine lodernde Hitze. Sie nimmt ein Schreien wahr. Hilfloses Schreien. Das ist mal richtig gruselig. So wie dieser Ort hier schon. Verlorene Seelen, die nach Hilfe schreien.

Da kommen ihr sogar die Tränen. Sie sieht Marcel und Kimberly. Ihre Großeltern. Darrel und Emilia.

Emily sieht, wie der Geist von Morgyn verschwindet. Wie soll sie sich bis morgen entscheiden können? Was muss sie machen? Sie kann doch nicht einfach so eine Weise werden. Das Schicksal liegt in ihrer Hand? Niemals. Das schafft sie nicht allein.

Die Teenagerin schaut sich um. Jedes Geräusch ist hier mit einem Hallen versehen. Selbst wenn sie nur das Geländer anfasst. Es fühlt sich alles so weit weg an.

„Gezeichnet von Jeremy Duvan. Wie bitte? Das ist von meinem Paps?“

Sie weiß, er macht nicht mehr lange. Genau wie ihre Mam. Soll ihnen dasselbe Schicksal ereilen? Verdammt nochmal. Nein!

Unten muss sie sich kurz ausruhen.

Und ja, dieses Bild ist so gewollt. :) Schaut mal:

Sie sitzt fast an derselben Stelle wie ihr Paps und ihr Onkel damals.


Emily hat nun aber genug von diesem Traum. Sie möchte einfach nur durchs Portal und dann ab nach Hause. Simsirin einschmeißen und dann ab ins Bett.

Schließlich landet sie wieder in Glimmerbrook.

„Was zum? War das echt? Nein, niemals. Ich bin eben nur eingeschlafen. Denk an deine Kopfschmerzen, Emily. Dir ist schwindelig. Du musst nach Hause. Also geh einfach.“

Sie nimmt sich einen Schluck Wasser und möchte sich dann auf nach Hause machen. Da bemerkt sie, dass ihr Begleiter immer noch da ist. Als sie Glimmerbrook verlässt, verschwindet er. Wie soll sie jetzt mit den Geistern kommunizieren, wenn der Begleiter verschwindet? Okay, alles nur Blödsinn.

Also ab nach Hause. Füße hochlegen und gutgehen lassen. Sie kommt in Sulani an.

Schnell duschen. Am besten richtig kalt. Besser ist das.

Als sie sich anzieht, erschrickt Emily und muss schreien. Der Begleiter war kurz da. Nun wird sie von Geistern gestalkt oder was? War das also doch kein Traum?

„Emily? Alles gut, Süße? Hast du dir was getan?“

„Nein, Mam. Alles gut. Bin nur ausgerutscht. Alles gut.“

Vor dem Spiegel dann so:

„Die erste reine Weise. Retterin der Welten. Superheldin aus dem Nirgendwo. Yeah.“

Plötzlich sieht sie den Begleiter kurz wieder.

„Was zum? Hört auf damit. Man.“

„Das ist doch bescheuert. Ich habe Halluzinationen und drehe völlig durch. Die Hitze ist schuld. Oder Marc, hihi. Er macht mich verrückt. Ganz klar.“

Also soll die Teenagerin dann morgen wieder durchs Portal gehen? Sie hat keine Ahnung, was sie jetzt machen soll. Heute auf jeden Fall nichts mehr. Eben noch einen Tee trinken und dann ab auf die Couch. Und nichts anmerken lassen. Wenn das jedoch echt mit dem Reich stimmt, dann darf sie ja nichts sagen. Puh. Wie war das noch mit „keine Geheimnisse“ bei Marc?


Sie lässt sich nichts anmerken und möchte noch etwas im Haushalt helfen, bevor es endgültig auf die Couch geht. Morgen ist dann alles vergessen. Vielleicht bleibt sie morgen dann einfach im Bett liegen und kuriert sich erstmal aus.

„Mam? Hast du noch irgendwo Tabletten gegen Halluzinationen? Die Hitze scheint mir sehr zu schaffen zu machen.“

„Nimm ein Lavendelbad. Das beruhigt. Ich kenne diese Probleme. Wird langsam Zeit, dass es kühler wird. Das Wetter haut einen um.“


Die anderen haben Schulschluss. Die Zwillinge ziehen sich im Zimmer zurück. Hier ist es schön kühl. Draußen würden sie kaputtgehen.

Phillip hat Feierabend und sucht seine Frau. Als er sie dann gefunden hat, staunt er nicht schlecht.^^

Emily hat sich das Lavendelbad genommen und fühlt sich einigermaßen besser. Die Simsirin scheint auch zu wirken. Gott sei Dank wird es auch langsam kühler.

Die Teenagerin nutzt ihre muntere Phase und ruft ihren Freund an. Sie vermisst ihn sehr. Immerhin werden sie sich heute nicht sehen, da Marc ja auf die Kids aufpassen muss. Aber das ist ja nicht auf Dauer so. Wenn Tanya geholfen werden kann, dann ist es das wert.

„Hey. Wie war dein Tag? Die Hitze macht mich fertig. Ich könnte den ganzen Tag in einem Pool rumschwimmen, hihi.“

Aurora ist nun um einiges ruhiger. Sie mag zwar die Wärme sehr, aber diese Hitze macht auch ihr zu schaffen. Manchmal sehnt sie sich an einen kühleren Ort zurück. Hier ist es zwar schön, aber es ist eher für den Urlaub gedacht, findet sie.

„Na, meine schwebende Traumfrau. Zeig mir mehr von deinen Zauberkünsten.“

„Später gerne.“

Doch Emily weiß einfach nicht weiter. Entweder war das wirklich nur ein Traum oder es ist wahr, dass die Geister so gequält werden. Sie kann die Seelen nicht so leiden sehen. Nicht Kim und nicht Marcel. Was soll sie tun?

Schließlich möchte sie sich bei den Tieren ablenken.

„Wie war dein Tag in der Schule? Lief alles gut?“

„Ja, Mam.“

Emily beschließt, für die Familie Essen zu grillen. Auch das lenkt noch einmal mehr ab.

Eine Kartoffel ist zwar angebrannt, aber das ist ja halb so wild. Schmeckt hoffentlich trotzdem. Einige haben sich schon am Tisch versammelt und können es kaum erwarten, das Steak zu verspeisen. Es riecht echt super. Hoffen wir mal, dass Emily nicht zu viel Salz raufgedonnert hat, haha.

Schließlich genießen alle die Gesellschaft ihrer Liebsten.

Bevor es später für Emily ins Bett geht, schreibt sie ihrem Freund noch eine SMS:

»Ich muss mit dir reden. Du weißt ja: keine Geheimnisse. Es sei denn, es war wirklich nur ein Traum. Ich liebe dich.«

»Nun machst du mich neugierig. Schlaf schön. Ich dich auch.«

Mal schauen, ob sie morgen aufsteht und alles wirklich nur ein Traum war.

0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Folge 527

Folge 526