• Kucki 232

Folge 466


Marc wird mitten in der Nacht wach. Er kann ja eh schon schlecht schlafen und dann das noch. Die Bilder vom Unfall kommen ihm wieder hoch und auch die Worte vom Romantikguru. Der Junge ist fertig.

Und dann soll seine Freundin auch noch eine Magierin sein und ist den Gefahren ausgeliefert?

Marc versucht, Emily nicht zu wecken, aber scheitert. Blöd, wenn in der Nähe kein Taschentuch ist. Als er gerade rausgehen will, dreht sich Emily um und sieht, was los ist.

Im Halbschlaf setzt sie sich zu ihm.

„Marc, was ist los? Du heulst ja:“

„Nein, tu ich nicht. Alles gut.“

„Nichts ist gut. Was ist? Erzähl bitte.“

„Egal, was es aber ist: Mach dir bitte keinen Kopf. Gibt nichts, was wir nicht schaukeln können, oder?“

„Möglich.“

„Ach, komm mir nicht mit deinem ‚möglich‘, hihi.“

Die beiden verschwinden anschließend wieder in den Federn. Marc kann trotzdem noch nicht wirklich schlafen. Emily aber auch nicht. Sie möchte, dass ihr Freund sich wohlfühlt und macht sich nun halt so ihre Gedanken.


2 Stunden später werden die Ältesten wach. Lange schlafen funktioniert nun gar nicht mehr.

„Alex kommt hier einfach so rein und knuddelt uns und fällt tot um. Was ist das für ein blöder Bruder?“

Jeremy hat immer noch ordentlich daran zu knabbern.

„Ich möchte da jetzt am liebsten auch hin und alle retten. Vielleicht passiert das ja, Nadja. Wäre doch cool, oder? Immerhin sind wir Eltern von einer Elitemagierin.“

Die beiden werden von Tag zu Tag immer müder. Sie merken selbst, dass sie keine Zeit mehr verlieren dürfen.

Und im Haus ist ja auch noch viel zu tun. Dieses Haus lässt sich zum Glück schneller einrichten als das alte Haus. Heute müssen auch alle Sachen aus Sulani raus. Es wurde geschaut, was sie noch gebrauchen können und den Rest verkaufen sie.


Jeremy und Nadja sind fleißig.

Die Kids finden den Weg in die Küche. Heute möchten alle in die Schule. Onkel Alex wird aber immer ein Teil der Familie bleiben. Marc fühlt sich von Tag zu Tag immer wohler bei den Duvans. Seine Mam ist ja eh in der Reha und nun möchte er auch mal etwas anderes machen. Valentino hat auch nichts dagegen. Seine Kinder sind recht pflegeleicht und es soll nicht alles auf dem Teenager hängenbleiben.

„Hattet ihr eigentlich schon Sex?“

„Wie bitte?“

Nur daran muss sich Marc noch gewöhnen.

Phillip hat es aber mitbekommen. Fiona ist etwas schwieriger. Sie ist so neugierig, dass sie es nicht einsieht, wenn man ihr das Wort im Mund umdreht. Wenn sie was wissen möchte, dann möchte sie was wissen. Punkt.

Marc wird aber ordentlich rot. Klar würde er mal mit Emily und so, aber bis dahin ist noch ein langer Weg.

Selbst Emily ist leicht verlegen, weil sie alles mitbekommen hat.

„Was ist denn nun eigentlich mit der Mission, Fiona?“

„Ich suche uns Verbündete. Erstmal muss ich aber würdige Helden finden.“


Als Emily sich waschen möchte, zerschießt sie doch glatt das Klo. Der Tag beginnt echt klasse. Aber wenigstens sind die Kopfschmerzen und die Übelkeit weg. Sie hat sich auch noch 50 Mal bei ihrer Familie und Freund entschuldigt. Die Teenagerin versucht es in Zukunft mit reden und nicht mit saufen.

Marc tut schon genug für sie. Er soll nicht noch mehr Probleme haben. Seit sie ihn da letzte Nacht gesehen hatte, weiß sie, dass es ihm noch lange nicht besser geht.


„Bäh. Wieso macht ihr das?“

„Haha, die haben gleich Sex. Ich geh lieber.“

Nadja hat draußen den Garten gemacht und bemerkt schnell, dass sie nicht mehr in Sulani ist. Da ist es aber umso schöner, wenn sie reingehen und sich an einem wunderbaren Kamin wärmen kann.

„Du bist echt eine tolle Frau, Aurora. Ich weiß gar nicht, ob ich dir das jemals gesagt habe. Mein Sohn ist sehr glücklich mit dir und es ist schön, dass euch das Schicksal zusammengebracht hat.“

Die junge Erwachsene möchte den beiden Rentnern auch noch fix helfen, bevor sie zur Arbeit muss. Der Lieferwagen kommt nämlich langsam an. Sowohl mit alten Sachen als auch mit neuen.

Aurora navigiert die Helferlein nach draußen.

Während Nadja die neuen Bäume pflanzt.

Und Jeremy sich mal den Dachboden anschaut. Hier kann man bestimmt auch viel draus machen. Und wenn es nur eine Rumpelkammer wird.

Und unten ist dann auch noch eine schöne Rumpelkammer. Der Keller ist leider zu klein für einen Pool. Kein Pizzadings-Chillen mehr. Schnief.

Das Haus wird langsam bunter.

Was sind das für Schlafzimmer, wenn hier nur kahle Wände sind und ein dämliches Bett? Das ist alles andere als romantisch. Heute ändert sich das jedoch.

Die Duvans haben immerhin bald langes Wochenende. Da bleibt viel Zeit für Liebelei.


Aurora muss jedoch erstmal los. Die Rentner haben ja die Helfer noch. Da geht das. Während die da so am Einräumen sind, schraubt Jeremy überall rum, wo man rumschrauben kann.

Während Nadja den Haushalt schmeißt.

Die Kinder bekommen schließlich eine kleine Spielwiese draußen. Es gibt sogar etwas Platz für ein kleines Piratenschiff. Das wird die Kids garantiert auf andere Gedanken bringen.

Das lange Feiertagswochenende darf nicht vergessen werden. Die Duvans überlegen, ob sie Halloween nicht wieder eine Party schmeißen sollen.

So sieht nun der Eingang aus, wenn man die Familie besuchen möchte.

Schließlich haben sie dann aber doch genug. Der Lieferwagen fährt weg und alles ist eingeräumt. Die Helfer sagen ja nicht mal Tschüss und sowas. Machen einfach ihr Ding und weg sind sie.


Valentino kommt zu Besuch. Er hatte seinen Geburtstag nicht groß gefeiert. Der älteste Sohn ist nun also 30.

„Mam, ich habe Neuigkeiten. Mein Kumpel ist kurz davor, den Fall abzuschließen. Der Unfallverursacher hat die ganze Zeit versucht, die Schuld nicht auf sich lasten zu lassen und hat teilweise sogar Leute bestochen, für ihn auszusagen. Und dann noch falsch. Nur hätte er lieber die Bierflaschen wegräumen sollen. Es war eine betrunkene Prostituierte in seinem Auto, die ihn gerade beglückt hatte. Das ist doch widerlich. Er ist zwar nicht verheiratet, aber das kann seinem Ruf schaden. Daher hat er alles versucht, um fein rauszukommen. Tanya wird einen ordentlichen Betrag bekommen. Mam, das ist klasse, oder?“

„Moment mal. Hast du nicht wieder was vergessen?“

„Oh, sorry, Mam. Sorry. Komm, lass dich knuddeln.“

„Und weißt du, was noch viel schräger ist? Wenn ich das richtig gehört habe, dann ist Christina nun mit dem Sohn von Micha verheiratet. Echt jetzt?“

„Du siehst müde aus, Valentino. Du arbeitest doch nicht die ganze Nacht, oder?“

„Dafür sind wir kurz vor einem Erfolg. Ich bin so froh, dass endlich Licht ins Dunkle kommt. Nach so vielen Monaten. Marc möchte auch unbedingt hierherziehen. Er möchte bei Emily sein. Könnte man doch mit dem Geld machen.“

„Warte erstmal ab und knuddel deinen Paps, ja?“

„Und was sagst du da? Michas Sohn? Wer soll das denn sein?“

„Von Vanessa und Micha der Älteste. Weiß nur gerade nicht, wie er heißt.“

„Ist mir auch egal. Sie lässt uns in Ruhe und dann ist alles gut. Ab und an kommt sie mal vorbei wegen der Kinder, aber sonst ist sie ruhig. Hab genug anderen Mist am Hals. Und dann stirbt noch Onkel Alex. Mies.“

Ein großes Duvan-Aufgebot vor der Tür. Endlich Ferien. Endlich lange ausschlafen. Endlich Ruhe.

„Was ist los mit dir? Hat dich der Chef wieder geärgert?“

„Es regt mich einfach auf, dass jeder alles irgendwo hinschmeißen muss. Wie bequem kann man nur sein? Vor meinen Augen Kids, die ihre Tüten ins Wasser schmeißen wollten. Und dann so richtig provokant. Wo ist nur die Erziehung hin?“

„Och, menno. Komm mal her. Ich bring dich auf andere Gedanken. Lust auf eine intensive Massage?“

Doch erstmal muss die arme Aurora noch andere Probleme lösen, denn auch Natalie hat so ihre Wehwehchen. Sie möchte nicht mehr zur Schule, weil alle anderen doof sind. Alles klar.

Emily wiederum überfällt erstmal ihren großen Bruder. Sie hat sogar ein Geschenk für ihn. Valentino hat es schon mitbekommen, dass die Teenagerin betrunken war. Das hätte ganz schön Ärger geben können. 17 ist nun mal ein fieses Alter.

Und Fiona heult sich eher bei ihrem Vater aus, weil alles so langweilig ist. Jeder redet nur über Pipikram, der so gar nicht sein kann. Sie hat immer recht.

„Können wir denn die Schule ausfallen lassen, weil wir die Welt retten wollen? Das ist wichtiger. Und ihr seid dann unsere Angestellten.“

„Natalie, vergiss es. Sie sind ja nicht mal mehr Magier. Sowas brauchen wir nicht.“

Benny findet die Pläne seiner Schwestern richtig doof. Er möchte da nicht helfen. Lieber schmiedet er seine eigenen Pläne. Vielleicht ist es ja besser, wenn man die Sache ruhiger angeht und mit den Geistern in Kontakt tritt? Da gibt es doch bestimmt eine Möglichkeit. Und bald ist ja dann auch noch der Tag der Generationen. Vielleicht geht das dann ja und er baut sich mit den Geistern eine Armee gegen das Böse auf, oder sowas. Die Helden des Lichts nennen sie sich dann.

Emily möchte morgen nochmal ins Reich. Mal schauen, was Morgyn und Norman rausbekommen haben. Vielleicht sollte sie auch mal mit Ramon und Miguel reden. Die beiden wären auch eine große Hilfe. Bis dahin nimmt sie ihre Sache ernst und übt heimlich etwas.

Bis dann der kleine Sonderfall von Hässlichkeit vor der Tür steht. Heute bekommt sie aber ein neues Aussehen. Ihr erinnert euch ja bestimmt noch, wie Annalena aussieht.

Und so sieht sie nun aus:

Anmerkung: Es war sehr schwer sie zu gestalten, weil einfach gar nichts passte. Nachher habe ich mich auch noch dazu entschieden, ihr rote Haare zu geben. Die Augen habe ich komplett neu gemacht und die Nase gab’s vom Paps. Nun passt sie doch super in die Duvan-Blutlinie.^^

Emily muss viel nachdenken. Der Tag der Generationen naht und sie möchte vorbereitet sein. Vielleicht gibt es ja die Chance, trotzdem irgendwie mit den Geistern zu kommunizieren. Sie kann ja auch Zettel schreiben. Hoffentlich können sie es dann auch lesen.

Es ist Zeit für Abendbrot. Bevor die Feiertage losgehen, wird noch einmal ordentlich auf der Couch entspannt. Die Halloweenparty muss nämlich noch vorbereitet werden.

Es werden bestimmt wieder ganz schön viele andere Duvans und Nicht-Duvans aufkreuzen. Viel Platz ist hier jedoch diesmal nicht. Egal. Der Kaminkanal lässt den Tag ausklingen. Warum auch immer, aber doppelt hält wohl besser.

Und dann wird auch noch die Weltretterin Fiona krank. Na toll. Aber sie möchte sich eine Vertretung suchen.

Die Ältesten gehen früher ins Bett, da sie hundemüde sind. Ihr Zimmer wurde gemütlich eingerichtet. Da lässt es sich besser, Arm in Arm einschlafen.

Während die jüngere Generation durchs Bett knattert.

Leider konnte Emily ihren Marc heute nicht mehr sehen. Er war auch in der Schule sehr ruhig. Klar freut er sich, dass der Fall langsam positiv gelöst wird, doch um seine Freundin macht er sich trotzdem Sorgen. Er weiß einfach nicht so richtig, wie er ihr helfen soll.

„Nacht. Ich lieb dich. Hoffe, wir sehen uns morgen!“

„Ich dich auch. Schlaf schön. Ja, wäre schön.“


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