• Kucki 232

Folge 467


Heute wollen alle mal so richtig ausschlafen. Es ist fast 8 Uhr und die erste Erscheinung von Leben entsteht. Und das sogar noch richtig gut gelaunt.

Erntedankfest ist immer ein recht gemütlicher Tag, wo die Familie einfach mal zusammenrückt und über alte Zeiten redet. Deswegen macht Nadja für heute einen richtig leckeren Truthahn. Ob sie mit dem Duft nicht die anderen weckt?

Als dieser im Ofen ist, schaut Emily auch nicht schlecht, was ihre Mam da gezaubert hat. Sie freut sich so richtig aufs Essen.

Bis sie dann schließlich merkt, dass sie eigentlich noch gar nicht so richtig wach ist. Als sich Aurora dazugesellt, weiß sie gar nicht, was sie von der armen Teenagerin nun möchte. Wachwerden wäre also erstmal eine Option.

Schließlich wird sich dann gewaschen und alles draußen fertiggemacht. Jetzt merkt Emily eigentlich erst, wie warm es in Sulani eigentlich ist. Spätestens jetzt, ist sie richtig wach.

Was Nadja gar nicht interessiert. Sie macht es sich lieber in der Wanne gemütlich.

Aurora muss darüber grinsen, wie die Rentnerin die Küche hinterlassen hat. Das Festessen wird zwar wunderprächtig, doch dementsprechend sieht die Küche jetzt auch aus. Egal. Hauptsache fertig und dann ist baden wichtiger.

„Was meinst du, Nadja? Wollen wir heute nicht nach Sulani? Ich denke, inzwischen kann man mit den Kindern da auch mal wieder hin, ohne dass sie da gleich wieder hinziehen wollen. Hoffe ich zumindest, hihi.“

Die Kids haben nämlich mittlerweile ganz andere Pläne.

„Ich möchte nicht nur den Schreibkram bei euch machen. Das ist langweilig. Vielleicht kann ich auf Entdeckungsreise gehen und wichtige Informationen sammeln. Das würde Spaß machen.“

„Dafür musst du aber erstmal einen Test bestehen. Wir befördern unsere Angestellten nicht einfach so. Ich hoffe, du verstehst das.“

Emily scheint wohl auch schon Verbündete zu suchen. Scheitert aber.

Nadja findet die Idee mit Sulani richtig gut und Aurora fragt die anderen. Da sagt natürlich niemand ‚Nein‘.

Doch zuerst wird das neue, coole Piratenschiff eingeweiht. Es sind ja eh noch nicht alle startklar.

Schließlich geht es auf nach Sulani. In die einstige, kurze Heimat. Die Familie hat eingesehen, dass es zwar ein cooler Urlaubsort ist, aber zum Wohnen ist es einfach nicht ihre Welt. Klar, die Kinder finden sowas immer schön, aber auch für sie wäre es irgendwann Einheitsbrei und nichts Neues. So ist es nun ein besseres Erlebnis, wenn sie denn nur mal zwischendurch hierherkommen würden.

Atemberaubend wird es hier immer bleiben.

Emily ruft Marc an, ob er nicht Lust hat vorbeizukommen. Da ist man schon mal in der Nähe vom Schatz, da kann man dann auch mal nachfragen. Der Junge ist noch im Halbschlaf. Später möchte er vorbeikommen.


Während die anderen so im Ozean rumschwimmen, wartet Emily auf Marc.

Eine halbe Stunde später fallen Emily fast die Augen aus, als sie ihren Freund da so in Badehose sieht. Marc geht es aber nicht anders beim Anblick seiner Freundin.

„Du, ich. Wow. Äh.“

Kommt von beiden nur raus.

„Schön, dich zu sehen. Wie geht’s dir?“

„Jetzt wieder gut.“

„Ich geh eben ein bisschen ins Wasser.“

„Jo, mach das. Ich ähm. Ja.“


Marc überlegt, was er jetzt schönes machen kann. Auf schwimmen hat er gerade kein Bock und dahinten sind ihm zu viele Leute. Also verkrümelt er sich irgendwo in eine Ecke und fängt an, eine Sandburg zu bauen. Die Mädels, aller Altersklassen, schauen immer zu ihm rüber und kichern sich einen. Das findet der Teenager nun ganz und gar nicht lustig und ist kurz davor, abzuhauen. Bis dann eine von ihnen zu ihm kommt und bei der Sandburg mitmacht.

„Hi.“

„Äh, ja. Hi.“

„Bist du öfter hier am Strand? Sowas wie dich bräuchte der langweilige Ozean nämlich öfter mal hier, hihi.“

„Was bitte?“

Von Weitem beobachtet Phillip die Szene. Er muss grinsen, da sich Marc hier wohl als kleiner Mädchenschwarm entpuppt. Ob sie wissen, dass er erst 17 ist? Der Teenager lässt sich gerade auch nichts anmerken und baut einfach weiter.

„Du hast schöne Augen.“

Und bei diesem Satz ist Marc gerade froh, dass der kleine Benny ihn aus der Situation rausholt.

„Hey, kannst du mir nicht Anschwung geben? Wäre cool.“

„Klar.“

Die Zwillinge haben vor, einen Stützpunkt für ihre Operation zu bauen. Alles muss perfekt geplant werden.

„Paps sagte, ich soll dich fragen, damit du deine Ruhe hast, hihi.“

„Hätte ich auch so gemacht. Kein Ding.“

Also verschwinden die beiden Jungs zur Schaukel. Doch so wirklich ist der arme Junge die Blicke noch nicht losgeworden.

Während Aurora die Sonne auskostet.

Die Frau, die eben noch mit Marc zusammen die Sandburg gebaut hat, ist enttäuscht darüber, dass Marc nicht auf sie eingegangen ist. Eine andere Frau tut so, als würde sie nun schaukeln wollen, nur um den Jungen irgendwie bewundern zu können.

Langsam wird es dem Teenager doch etwas zu bunt.

„Hey, ich geh mal eben irgendwo hin, wo die da nicht sind. Bin gleich wieder da.“

„Klar, hihi. Und danke nochmal. Ich mag dich.“

„Alles klar. Dann bis gleich.“

Marc verpieselt sich an den Steg, wo noch keine Menschenseele ist. Das ist ihm noch nie passiert. Die Mädels kleben förmlich mit ihren Augen an ihm. Und Emily bekommt davon gar nichts mit, da sie im Wasser noch ihre Runden dreht.

Doch irgendwann wird auch der Steg voller. Er ist gerade wie ein Star, der von seinen Fans belagert wird.

Einen wirklichen Ausweg gibt es gerade nicht. Bis Emily aus dem Wasser kommt und grinsen muss, als sie das Szenario bemerkt. Sie zieht ihn vom Steg weg.

„Sag mal, was ist das denn hier? Ältere Leute scheinen auf dich voll abzufahren, hihi.“

„Nicht witzig.“

„Sorry, klar. Moment. Ich klär das. Komm mal her. Ich kann die armen Frauen verstehen. Du siehst aber echt gerade richtig hot aus.“

„Ne, dann mach ich das nicht nochmal. Zieh ich mir nächstes Mal nen Taucheranzug an, oder so.“

„Boah, gucken die immer noch? Ich geh da gleich rüber. Man.“

„Äh, ja. Sie gucken immer noch.“

Während Marc da in so einer kleinen Krise steckt, ist Aurora auch mal so richtig sexy mit ihrer neuen Bräune. Lass das bloß nicht Phillip sehen.

„Mam, du siehst ja richtig anders aus. Wäre fast an dir vorbeigelaufen, hihi.“

„Danke. Ja, Sonne hat schon was Schönes.“

„Darf ich mich denn nun auch sonnen gehen?“

„Weil, wenn ich braun bin, dann wirke ich cooler für meine Mission. Ich möchte nämlich mit den Geistern sprechen und sie alle wieder zurückholen. Mit meinen Schwestern darf ich ja nicht zusammenarbeiten. Die sind doof.“

Marc lässt es aber langsam kalt mit den Ladys und er möchte einfach nur seinen Spaß haben. Er geht schnurstracks auf die Schaukel zu. Zwar wird er weiterhin beobachtet, manchmal auch mit traurigen Blicken, aber das ist ihm egal. Emily findet die Aktion gerade richtig cool.

Während seine Freundin, vom Wasser aus, alles im Blickfeld hat.

Phillip hat im Moment nicht so die Lust zu schwimmen. Spielt er ein bisschen Schach, für seine Beförderung.

Selbst eine Verwandte der Duvans bekommt nicht genug von Marc. Ihr kennt doch bestimmt noch Isabelle. Die Tochter von Fenya und Lukas. Sie ist mittlerweile auch erwachsen.

Schließlich geht es dann aber zurück nach Brindleton Bay. Das Essen und ein gemütlicher Abend warten auf die Familie.

Bevor es aber ans Essen geht, nimmt Marc seine Freundin nochmal in den Arm.

„Ich lieb dich, Emily.“

„Ich dich auch.“

Und Phillip zeigt seiner Frau schließlich auch, wie sexy er ihre Bräune findet. Das wird bei den beiden noch eine lange Nacht, haha.

„Marc. Da du jetzt ein guter Kumpel bist, würde ich dich gerne fragen, ob du bei meiner Mission mitmachen möchtest? Emily hat gesagt, dass du letztens im Reich warst und da hast du mit Geistern gesprochen. Das wäre nützlich.“

„Äh, und was soll ich da machen?“

„Na, sie alle mit mir retten. Sie sterben qualvoll und haben Schmerzen und sind im Fegefeuer und sowas. Grauenvolle Monster laufen da rum und jagen sie. Das möchte ich verhindern. Die Geister sollen in Frieden leben. Auf einer coolen Wiese und so.“

Klar kann er dann bestimmt mal machen, aber erstmal ist Emily dran. Sie war fix baden und riecht wie diese besagte Wiese voll mit duftenden Blumen, haha.

„Wow, du riechst gut. Und was hast du dir da auf die Haut geschmiert? Babyweiche Haut. Ich, ähm. Nun ja.“

„Findest du?“

Nadja macht derweil alles bereit für das Abendessen. Gleich riecht hier nichts mehr nach Blumenwiesen, sondern nach einem schönen saftigen Truthahn.

Während es Phillip noch etwas gemütlicher macht. So gemütlich würden sie das Fest nun nicht in Sulani verbringen. Da würde jetzt gegrillt werden, oder sowas. Diese Atmosphäre ist unschlagbar.

„Hey, wir können dich gut für unsere Mission gebrauchen. Hast du Lust, mit uns das Reich zu befreien? Wenn du möchtest, können wir dir dann auch einen Anzug machen. Die Farbe ist dann Pink. Muss ja einheitlich sein.“

„Hey, ich habe Marc auch schon gefragt. Wenn dann soll er mir helfen. Eure Mission ist doch blöd.“

Am Tisch wird ordentlich reingehauen. Emily ist froh, dass sie mit ihren Gedanken heute mal nicht im Reich war. Doch einige Ideen hat sie schon gesammelt.

Jeremy wiederum sitzt in der Runde und hört einfach nur zu. Normal hat er immer am meisten zu erzählen, aber aktuell genießt er einfach nur die Anwesenheit seiner Familie.

So geht es auch Nadja.

Während Marc ganz überfordert ist.

„Was sagst du? Bist du dabei?“

„Sag Bescheid, wenn dich die Kinder etwas nerven. Sie sind in letzter Zeit etwas aufgedreht, hihi.“

„Nein, nein, alles gut. Die Frauen am Strand waren schlimmer.“

„Frauen?“

Nadja hat sich mittlerweile auch schon bettfertig gemacht, nachdem der Truthahn verputzt wurde. Fix noch etwas aufgeräumt und schließlich werden die Füße hochgelegt.

„Hey, Marc. Wie gesagt. Pass gut auf meine Emily auf. Du hast bei mir einen hohen Stellenwert, muss ich mal so sagen. Das heißt aber nicht, dass er nun rumnudeln dürft, klar?“

„Äh.“

Emily steht im Essbereich rum und muss nur schmunzeln. Ihr Paps hier wieder. Marc kommt zu ihr hin und zeigt ihren Eltern, dass sie in guten Händen ist.

„Siehst du, Schatz? Alles gut.“

Die Duvans versammeln sich zum Fernsehabend. Marc holt eben noch seine Sachen aus Sulani. Hätte er vorhin ja schon mitnehmen können, aber er war froh, dass er da weg war, haha.

Anschließend verpieselt er sich im Fitnessraum. Emily ist eine recht harte Nuss. Da kann er nicht auf sie aufpassen, wenn er so ein Schwächling ist. Phillip hat ihm viel von früher erzählt, wie er Aurora kennengelernt hatte. Marc möchte das nun auch so machen.

„Was machst du da für einen Blödsinn?“

„Ich? Warum?“

„Du brauchst hier nichts zu beweisen. Nachher hast du eine ganze Schar von Frauen an deinem süßen Hintern, wenn du da noch mit Sixpack ankommst, hihi. Muss ich mir dann Sorgen machen?“

„Äh, nein. Du hast recht.“

„Außerdem stinkst du. Hast du Lust, duschen zu gehen? Nur duschen. Dir muss bestimmt der Rücken mal ordentlich geschrubbt werden.“

„Was? Duschen? Wir zwei? Äh. Ich. Aber dein Vater. Und dann nackig? Also. Ne. Lieber nicht.“

„Wenn du willst, guck ich halt weg und du guckst weg. Mir auch egal. Oder zieh deine sexy Badehose an.“

„Nun ja.“

Etwas verlegen kommt Marc dann schließlich doch mit. Aber keiner darf gucken und so.

Als Emily jedoch ihre Hüllen fallen lässt und in der Dusche verschwindet, muss der Teenager doch mal auf ihren Hintern gucken. Aber nur auf den Hintern. Nichts weiter.


Tja, und wann sind diese beiden das erste Mal in der Dusche verschwunden? Lang, lang ist’s her.

Nachdem sich die Teenager gegenseitig ordentlich eingeseift haben, ist Marc doch recht happy, dass Emily ihn langsam wieder zurückholt.

Es ist ungewohnt für ihn, in der Mitte von dieser verrückten Familie zu sein, aber es ist spaßig.


Und morgen ist also der 'Tag der Generationen'. Ob morgen wieder alle Geister aufkreuzen? Oder ist immer noch alles kaputt? Viel kann sich ja noch nicht geändert haben.


Für die Duvans ist erstmal Feierabend für heute. Emily und Marc verkrümeln sich in ihrem Zimmer und der Rest schaut noch etwas fern.

Und dieses Bild wird stets in Erinnerung bleiben.


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