• Kucki 232

Folge 476


Der nächste Morgen bricht an. Es ist Samstag und die Duvans wollen mal so richtig ausschlafen. Oder auch nicht. Der Rhythmus aus der Schul- und Arbeitszeit hängt einfach in den Knochen. Obwohl: Phillip muss ja wirklich um 8 Uhr raus. Aber die Kids? Eigentlich ja nicht.

Aber gut. Sind die Kids halt wach.

„Sag mal, Fiona. Was hast du denn da gestern mit Tommy rumgeturtelt? Er hat doch eh eine Freundin.“

„Was? Hab ich doch gar nicht. Der ist doch sowieso viel zu alt.“


Etwas später:

„Hab ich gestern richtig gesehen und du hast die Nummern mit Tommy ausgetauscht?“

„Was soll das? Ist sowas verboten?“


„Also ich finde, dass die beiden ein süßes Pärchen wären, hihi.“

„Boah, nein. Lasst mich in Ruhe damit.“


Marc wiederum hat heute Nacht nicht so gut geschlafen, da er sich viele Gedanken gemacht hat, ob er wirklich gestern alles richtig gemacht hat. Emily bemerkt seine Anspannung und muss hier gleich mal so einiges klarstellen.

„Fiona? Tommy ist doch viel zu alt für dich. Was habt ihr da gestern gemacht? Tommy hat doch eine Freundin.“

„Warum nervt ihr so? Kann ich nicht mal mit einem anderen Jungen reden? Wir haben uns gut verstanden und gut ist.“


Wäre das ja geklärt. Die arme Teenagerin ist sichtlich genervt von diesem Ausgequetsche und verzieht sich in ihr Zimmer. Hat er wirklich eine Freundin? Puh.


Emily nimmt sich heute vor, ins Reich zu gehen. Sie will dem nachgehen, ob Morgyn und Norman wirklich weg sind. Das wäre schade. Sie wären eine große Hilfe im Reich gewesen. Ihr Begleiter kommt irgendwie auch einfach nicht mehr. Vielleicht ist die Verbindung ja komplett unterbrochen, weil irgendwas passiert ist. Das kann Emily einfach nicht mehr aufschieben.

Marc möchte mit.

„Hey, du. Und hör auf, dir einen Kopf zu machen. Gestern können wir gerne nochmal wiederholen und nochmal und nochmal. Wie wär’s mit hier? Hihi.“

„Äh. Hier? Ne.“

„Du bist so süß.“

Emily schaut durchs Reich und es stimmt: Die Geister sind wirklich nicht mehr da. Was ist hier los? Es fühlt sich hier im Reich auch einigermaßen wieder normal an. Nicht mehr so verzerrt und falsch. Ob der Tod ihrer Eltern damit zu tun hat? Immerhin sind ja die Geister alle wieder da. Oder haben Morgyn und Norman damit zu tun und haben sich nur geopfert? Hm.


Die Teenagerin ist aber schon mal froh, dass es sich hier nicht mehr so komisch anfühlt. Nun kann sie vielleicht auch mal in Ruhe nachschauen, was überhaupt alles passiert ist und sich Infos holen.

Während sich Marc Bücher schnappt, die er auch lesen kann.

Das Mädchen schaut nach, ob es den Geistern gut geht.

„Echt jetzt? Paps ist doch echt bescheuert, hihi. Schau mal, Marc, was er da macht.“

„Er und dieses blöde Pizzading. Aber hey. Den Geistern geht es gut. Anscheinend ja zu gut.“

Schließlich schaut sie noch etwas weiter, aber ihrer Familie scheint es, wirklich gutzugehen. Wunderbar.

Auf dem Tisch in der Küche liegen viele Bücher, die noch nicht dagelegen haben, als sie das letzte Mal hier war. Hm. Es sind sogar die Bücher, die sie suchte. Über den ersten reinen Magier und das Buch der Regeln. Witzigerweise ist es leer. Fängt wirklich alles bei null an?

„Hm, die erste Regel, die ich dann eh hätte, ist, dass man nur im Reich der Magie zaubern kann.“

Plötzlich erscheint eine Vogelfeder mit einem Tintenfass und das Buch öffnet sich. Es wird doch wirklich im Buch eingetragen, dass man in der normalen Welt nicht zaubern kann?!

Emily bemerkt, wie behutsam sie damit umgehen muss. Puh.

Schließlich probiert sich noch ein bisschen rum. Neben dem leeren Regelbuch liegen auch viele Folianten, die sie einstudieren könnte. Sie ist eine mächtige Zauberin, die alles können sollte.

Ihr Freund findet es sehr interessant. Er hätte nie geglaubt, dass es sowas wirklich gibt.

„Ich möchte dir was zeigen. Ich habe eben ein altes Buch gesehen über Tartosa und über Auroras Familie. Damals habe ich das alles noch gar nicht so verstanden, warum wir überhaupt dort gelebt hatten, aber jetzt wird mir so einiges klar.“

„Ihr habt in Tartosa gelebt? Das ist schön da.“

„Ja, als ich noch ein Kind war. Ich bin da eigentlich aufgewachsen. Vielleicht steht ja unser Haus noch.“

Da sagt Marc nicht „Nein“ und beide gehen nach Tartosa. Sie bleiben auf dem Platz mit den Eheringen stehen.

„Ja, hier ist es. Es ist schön, oder?“

„Japp.“

„Hier sind immer viele Liebespaare, die. Hihi.“

„Äh.“

„Keine Angst. Ich überfall dich nun nicht. Brauchst ja nicht gleich Rot werden, hihi. Auch wenn ich gerne wollte. Da bin ich ehrlich.“

Schließlich geht sie in die Richtung, wo damals deren Haus gestanden hatte.

„Was? Das Haus wurde wirklich abgerissen? Das war so ein hübsches Haus und jetzt steht dieses Bonzending hier. Kann doch nicht sein. Hm, na gut. Komm. Ich zeig dir was anderes.“

Die beiden gehen zum Wasserfall runter. Die Familie hat hier zwar nur kurz gelebt, aber es war eine schöne Zeit für Emily.

„Wunderschön, oder?“

„Ja. Wirklich sehr schön.“

„Da oben wohnt übrigens Tommy.“

„Oh, echt?“

„Warum seid ihr hier eigentlich weggezogen? Ich würde das nie übers Herz bringen.“

„Weil die Magier sehr viel Chaos angerichtet hatten und wir das wieder geradebiegen sollten. Plötzlich brannten unsere Häuser ab oder wir mussten von hier auf jetzt umziehen. So war das auch in Tartosa. Kurz danach sind wir dann nach Sulani.“

„Aber ist egal. Ich soll das wohl alles wieder heilemachen. Puh, eine schwere Aufgabe, aber gut.“

Während Emily ein Herz in den Sand malt, bekommt Marc gar nicht genug von dem Wasserfall.

Das lässt Marc sich dann auch nicht entgehen.

„Vielleicht können wir ja eines Tages hierhin ziehen. Ich finde das echt schön hier. Und dann mit diesem süßen Mädel zusammen.“

„Nein, ich denke nicht. Es regnet hier fast nur und ist sehr ungemütlich. Der Schein trügt. An sich war es eine schöne Zeit hier, aber das Wetter hätte man sich auch sparen können. Komm mit. Ich zeig dir was anderes.“

Schließlich gehen sie über den großen Wasserfall hinweg.

„Brindleton ist schon in Ordnung. Ich finde es gemütlich bei Schnee, vor dem Kamin zu kuscheln. Du nicht?“

„Äh. Möglich.“

Vielleicht machen die Duvans hier ja trotzdem mal Urlaub!?

Marc hat leider nie so wirklich viel zu erzählen. Dafür hört er Emily umso intensiver zu. Was die Duvans bislang schon alles erlebt haben, ist echt krass.


Es geht Hand in Hand zurück nach Hause. Emily hat nämlich gerade einen Anruf von Aurora bekommen, ob sie nachher nicht Lust auf das Schneefest haben. Von Schnee ins Paradies, um dann ins nächste Schneeparadies zu gehen. Was für Wetterwechsel.


Fiona ruft Tommy sogar an und sagt ihm, dass sie heute nicht zur Abschlussparty kommt, da es zum Schneefest geht.

Während sich die beiden aufwärmen. Sie hätten sich doch was Wärmeres anziehen sollen. Durch die ganzen Klimazonen zu wandern, ist echt nervenaufreibend.

So sieht es übrigens heute in Brindleton Bay aus:

Bis es schließlich nach Mt Komorebi geht. Und hier sieht es auch ziemlich nach Schnee aus. Der einzige wunderbare Unterschied zu deren Zuhause ist, dass es hier Rodel- und Skibahnen gibt. Na immerhin.

Anmerkung: Ich habe auch mal nachgeschaut, ob der Schneemann von Jeremy und Nadja noch da ist. Habe ihn nun „der ewige Schneemann“ genannt :) .

Da kommt die Meute an.

Selfies werden gemacht.

Und schmerzhafte Tätigkeiten ausgeführt.

Vielleicht klappt es auf der Rodelbahn ja besser.

Hm, haha.

Schließlich versuchen es die Zwillinge mal zusammen.

Gemeinsam ist man nun mal stärker.

Und siehe da: Sie kommen heile unten an.

Die Atmosphäre finden die Duvans hier ganz schön. Da ist es dann umso erfreulicher, dass sie hier ja bald länger sind. Da kann alles mal ausgiebig getestet werden. Die Duvans haben mal von einem Bergsteiger gehört, der gerne hier unterwegs ist. Ob sie ihn mal fragen sollen, damit sie das auch mal lernen können? Leider ist er jedoch schon ein Rentner. Aber das hat ja nichts zu bedeuten. Vielleicht rufen sie ihn mal an.

Nun wird aber erstmal gemütlich fröstelnd der Tag ausgeklungen.

Aber Marc zieht sich etwas zurück. Hier ist zwar nicht so viel los, doch das reicht schon. Baut er sich etwas weiter weg einen Schneemann.

Während Benny bemerkt, wie cool Schnee eigentlich ist. Er liebt Schnee.

Emily hilft ihrem Freund.

„Wie wollen wir den denn nennen?“

„Ich würde da Emily+Marc eingravieren. Oder klingt das kitschig?“

Später kommt Tommy hier sogar vorbei. Zufall?

„Hey, Großer. Ich dachte, du wolltest zur Abschlussparty?“

„Wollte ich ja eigentlich auch. Die ist oben in der Hütte und ähm. Na ja. War wohl ein bisschen übermütig beim Skifahren.“

„Hä?“

„Tut alles weh.“

Während Marc sich eine ordentliche Portion, von was auch immer, geholt hat.

„Ach, komm. Du bist bald 18. Da kennt man keinen Schmerz mehr, hihi.“

„Wie bitte?“

Doch schließlich sieht Emily erst, wie beschissen es ihrem besten Freund eigentlich geht. Ihm ist schwindelig. Nicht, dass er sich verletzt hat und einen Notarzt braucht. Das wäre mies.

„Ich, boah. Ich muss mich irgendwo hinsetzen.“

„Soll ich dich zum Arzt bringen?“

„Nein, geht schon.“

„Marc, schau ihn dir doch mal an. Er klappt mir hier gleich zusammen.“

„Ja, ich seh’s.“

Fiona sieht, dass Tommy fast zusammenbricht und rennt vorsichtshalber hin, um ihn zu stützen.

„Was ist los mit dir? Sollen wir dich nicht lieber zum Arzt bringen?“

Auch Phillip wird langsam unruhig.

„Hör zu. Wir wollen nun nach Hause. Wenn du willst, kommst du eben mit und ruhst dich aus. Ich werde einen Arzt anrufen, okay? Nicht, dass es was Schlimmeres ist.“

„Ok.“

Fiona und Emily stützen Tommy bis nach Hause.


Zuhause angekommen, machen sich alle soweit bettfertig. Die Duvans warten auf einen Notarzt. Hoffen wir mal, dass nichts Schlimmes ist.

„Was hast du denn da gemacht?“

„Wollte halt noch eine Runde Ski fahren, bevor ich zur Party gehe.“

„Äh.“

„Und dann bin ich halt ordentlich gestürzt. Passiert halt mal.“

„Klar.“

Während die Duvans auf den Notarzt warten, läuten sie ihren Fernsehabend ein. Tommy kann sich kaum noch bewegen. Oh, man. Er ist froh, dass er gerade sitzen kann, auch wenn selbst das wehtut.

So sieht übrigens das Wohnviertel bei Nacht aus^^:

Schließlich klingelt es an der Tür und der Arzt trifft ein. Das ist auch gerade besser, da Tommy kurz davor ist, zusammenzubrechen.

Er wird ins Krankenhaus gebracht, da er wohl eine Rippenfraktur hat und eine Gehirnerschütterung. Mal gut, dass die Duvans zur Stelle waren.


Gute Besserung.

Bevor Fiona ins Bett geht, schreibt sie Tommy noch an, ob denn alles in Ordnung sei. Sie mache sich Sorgen.

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