• Kucki 232

Folge 485


Heute möchte Emily den Worten von Miguel nachgehen und schauen, was es da mit den verrückten Leuten auf sich hat. Es kann nicht sein, dass nun diese Verrückten da aufkreuzen und am anderen Ende die Träume der Kids immer intensiver werden. Hat das alles einen Zusammenhang?

Erstmal müssen die Duvans jedoch alle wachwerden. Den Anfang macht Joshua, der ganz stolz allein aufs Töpfchen möchte.

Später frühstücken die Geschwister zusammen.

„Hattet ihr letzte Nacht auch diesen Traum von diesem menschlichen Schatten, wo man das Gefühl hatte, dass der einen angrinst?“

„Nein.“

„Nö.“

Emily findet Joshua nicht in seinem Zimmer und schaut mal nach. Im Bad wird sie schließlich fündig. Marc hat ja schon gute Vorarbeit geleistet.

Anschließend werden die ersten Sonnenstrahlen vom Frühling genossen. Heute ist das erste Mal der Boden wieder grün. Alles erweckt aus seinem Winterschlaf.

Und auch der Kamin muss erstmal ruhen.

Die junge Mutter hat Angst, dass es auch sie und ihren Kleinen trifft. Sie hat keinen Bock mehr auf dieses ganze Chaos. Deswegen muss sie umso schneller handeln. Sie hatte zwar in den Nachrichten schon gehört, dass Menschen plötzlich verrückt wurden und isoliert werden mussten, aber sie hätte nie daran gedacht, dass es alle Magier sind.

Heute wollen die Duvans nämlich auch noch anfangen, das Haus umzubauen. Es ist zu großflächig. Der Flur ist überflüssig groß und es soll alles kompakter gehalten werden. Es gibt viel zu tun.

Bevor es nach StrangerVille geht, so wie der Ort der isolierten Magier heißt, ruft Marc seine Mam noch an und Emily sieht zu, dass der Kleine gut mal kurz ohne seine Eltern sein kann.

Während Phillip und Aurora den Umbau planen. Das wird eine lange Zeit in Anspruch nehmen, aber es wird sich lohnen.

Die neue Postbotin, deren Namen ich immer noch nicht weiß, sieht, was die Duvans vorhaben. Sie staunt nicht schlecht, als das Haus plötzlich ganz anders aussieht. Tja, die Bauarbeiter sind halt fleißig.

Da Jeremys Fernseher leider nach dem ersten Umbau des Wohnzimmers nicht mehr reingepasst hat, entscheidet sich Phillip, sich von diesem zu trennen. Ein kleinerer wird gekauft. Aber wir haben ja trotzdem noch Jeremys coole Spielkonsole und den Rechner, den er auf der GeekCon gewonnen hatte.

Anmerkung: Vieles wird sich hier ändern. Nur für das Glotzen-Bild muss ich mir noch was überlegen, weil ich da nicht mehr alles raufbekomme, haha. Das ist mein erster Umbau, während ich spiele. Normal würde ich jetzt wieder umziehen.^^


„Paps und ich sind eben kurz weg. Wir sind aber gleich wieder da. Versprochen.“

„Wollen wir los? Du sitzt da so gedankenverloren. Alles gut?“

„Hm, ja. Ja, es ist nur. Ach, vergiss es.“

Einige Zeit später kommen die beiden in dem isolierten Ort an. Das ist spezielles Militärwohngebiet und die verrückten Magier sollen dort überall rumlaufen. Ob hier auch der Ort ist, wo Anandos Vater arbeitet? Vielleicht sehen sie ihn ja. Ach nein. Lieber nicht.

Emily und Marc schauen sich eine Weile um. Es ist jedoch sehr ruhig hier.

„Schau mal. Dahinten ist eine Bar. Vielleicht können wir da etwas in Erfahrung bringen.“

Also mal reinschauen. So wirkt der Ort eigentlich ganz normal auf die beiden. Militärstützpunkt halt.

Emily hat einige Zeit später Glück, als ein Offizier oder sowas, durch die Tür kommt und sich wohl einen Drink gönnen möchte.

„Hallo.“

„Guten Tag. Normal ist es keinen Zivilisten erlaubt, hier zu sein. Bitte gehen Sie wieder. Es ist besser.“

„Ich ähm. Ich möchte diesen Fall gerne untersuchen, da meine Gruppe und ich einen Verdacht äußern, was das Ganze ausgelöst haben könnte. Wir können leider nur nicht drüber reden und Sie müssen mir vertrauen. Bitte.“

„Können Sie sich ausweisen?“

„Verdammt. Wenn ich nur wüsste, wie ich Ihnen das erklären soll, dann wäre es gerade leichter. Ich möchte helfen.“

Gerade wünscht sich Emily, dass sie die Regel nie aufgestellt hätte, dass man nur im Reich zaubern kann. So gilt es, mit viel Einfühlungsvermögen diesen Mann zu überzeugen. Schließlich schafft es Emily doch irgendwie.

„Na gut. Alles klar. Ich behalte Sie aber im Auge. Nicht, dass Sie eine Terroristin sind und sogar noch der Auslöser für diese Krankheit sind. Wir müssen alles mit einbeziehen.“

„Nein, keine Angst. Ich bin eher eine der Guten, hihi. Irgendwann werden Sie es verstehen, aber noch kann ich darüber nicht reden.“

„Alles klar. Sie sind eine freundliche Person. Das muss ich sagen. Aber hier waren schon viele freundliche Personen und nachher haben sie nur Unruhe gestiftet. Ich nehme Sie sofort fest, wenn es Ungereimtheiten gibt. Und nun viel Spaß in StrangerVille. Der verrückten Stadt, wie wir sie aktuell nennen.“

„Danke. Ich bemühe mich, Ihnen keine Last zu sein, hihi.“

Marc schaut sich um und findet eine Jukebox. Mal schauen, ob es hier wenigstens seine Musik gibt. Juhu. Das Militär hat Geschmack. Er lässt Emily machen, während er in der Kneipe abfeiert.

„Wo finde ich denn die ganzen kranken Menschen?“

„Sie können überall in der Stadt sein. Es ist ja isoliert.“

Als Emily sich so umschaut, ist weit und breit niemand. Etwas später kommt ihr jedoch eine verdächtige Person entgegen. Verdammt. Warum geht sie so komisch?

Sie ruft die junge Frau, die dann plötzlich ganz schnell angerast kommt. Das ist ja mal richtig gruselig. Was ist hier los?

Emily schnippst mit den Fingern vor ihrem Gesicht rum und sie fängt nur an zu grinsen. Doch, zu wem gehört sie? Welche Blutlinie? Es gab ja eine Menge Magier vor der großen Wende. Miguel wird aber schon recht haben. Er war ja jeden Tag mit Ramon im Reich.

„Hallooooo? Verstehst du mich? Juhuuuuu. Jemand zuhause?“

Die Frau grinst die ganze Zeit nur wie blöd und macht richtig entstellte Grimassen. Emily klatscht ihr einmal voll ins Gesicht. Das Opfer der Krankheit kommt kurz zur Besinnung, aber schaut Emily nur kurz total verwirrt an.

Bis dann das alte Bild wiederzusehen ist und sie verschwindet.


Emily ist davon sehr entsetzt und wenn es allesamt wirklich Magier waren, muss sie ganz dringend was tun. Und nicht nur bei ihnen. Ihre Familie ist ebenfalls in Gefahr.

Die junge Mutter geht zurück in die Kneipe, wo ihr Verlobter so richtig zur Musik abgeht. Wenigstens er hat gerade seinen Spaß.

„Das ist grausam. Das kann doch nicht das Werk von alledem sein. Marc, diese Menschen sind total weg. Nicht sie selbst. Gruselig.“

„Hey, alles gut. Komm mal her.“

In seinen Armen fängt sie an zu weinen.

Später kommt noch eine Soldatin in die Kneipe. Emily hofft sehr, dass man ihr vertraut und sie nun nicht einfach rausgeschmissen wird. Sie kann ja nicht einfach sagen, dass das wohl ein Problem der Magie ist und sie Magierin sei. Da würde man sie wohl zu den anderen sperren.

Sie gibt sich als Forscherin für spezielle Krankheiten aus. Nachher möchte sie ihren Ausweis dann mal vorzeigen und hofft auf deren Verständnis und so weiter. Auf jeden Fall muss sie sich mit Ramon und Miguel kurzschließen, damit das auch wirklich so rüberkommt. Ausweise müssen her und vielleicht vom Reich aus doch etwas Magie. Irgendwas müssen sie machen. Sonst würden sie dem nie auf die Spur kommen.


„Hallo, ich bin Emily und möchte gerne helfen. Mein Team kommt demnächst einmal vorbei und dann weise ich mich aus. Entschuldigung. Die Meldung kam so plötzlich.“

Marc schaut sich draußen etwas um. Einige der Soldaten haben wohl etwas Größeres im Sinn und glauben, dass die Aliens kommen oder irgendein fremder Gott die Herrschaft übernehmen möchte. Puh. Hier geht es wirklich zur Sache.

Emily möchte nach Hause. Sie kann ja eh gerade nicht so viel machen und möchte sich erstmal mit den „Wächtern der Schriften“ treffen.


Phillip hat zuhause alles gut im Griff. Er ist aktuell noch allein mit Joshua.

„Das ist doch alles verrückt. Vielleicht ist das ja auch nicht von dem Chaos entstanden, sondern so ein magischer Idiot ist am Werk. Du hättest früher mal Theo sehen sollen. Er war ein schwarzer Magier und hat alles zerstören wollen. Vielleicht ist Theo ja wieder frei. Das wäre eine Katastrophe.“

„Du hast mir schon von Theo erzählt. Aber hey. Mach dich jetzt bitte nicht verrückt. Es scheint zwar ein großes Ding zu sein, aber die Welt braucht einen klaren Kopf, okay?“

„Du hast recht. Ich ruf die Wächter an. Hoffe, sie haben Zeit.“

„Genau. Und ich guck mal, ob ich den Fernseher ans Laufen kriege.“

Gesagt, getan.

Phillip macht das schon, haha.

Wunderbar. Wenig später kommen Miguel und Ramon vorbei.

Auch Phillip wird neugierig wegen der ganzen Geschichte.

„Sind das wirklich alle Magier? Können sie davon sterben?“

„Papa Fernseh bauen? Bunte Bilder gucken?“

Miguel und Ramon wissen selbst noch nicht, was sie machen sollen. Wichtig ist erstmal, dass sie auch wirklich wie ein Forscherteam aussehen und nicht wie Leute aus dem Zirkus. Da würde sie doch keiner für voll nehmen. Ausweise müssen her. Die beiden wollen nachher im Reich recherchieren.

Emily ist derweil am überlegen, wie es weitergehen soll. Man hat ja nicht mal einen Ursprung des Ganzen. Sie schaut sich später im Reich mal um. Bevor umgebaut wurde, war doch das Gefängnis von Theo noch da. Hat sie ihn vielleicht, durch den unüberlegten Umbau, befreit? Es kann im Moment alles sein und nichts sollte außer Acht gelassen werden.


Es wird noch viel diskutiert, bis schließlich dann erstmal gut sein soll. Joshua ist auch noch da und der neue Fernseher möchte ebenfalls eingeweiht werden. Außerdem kommen die anderen ja auch alle gleich nach Hause und da will man nicht so drüber reden. Das macht nur unnötig Angst.

Ramon tastet sich an Marc ran. Die beiden kennen sich noch nicht so wirklich, da er ja nie viel redet, wenn jemand da ist. Aber irgendwann muss man ja mal anfangen.

„Und? Wann wollt ihr eigentlich heiraten?“

„Ich, ähm. Nun ja.“

„Warst du schon mal unten in der Kanalisation? Ich bin da mal als Kind reingefallen und du glaubst nicht, wie das da stinkt.“

„Boah, echt jetzt? Ekelhaft.“

Marc hat auch erstmal genug und geht eine Runde joggen.

„Ihr bekommt das aber wieder hin, ja? Ich habe Angst um die Kinder. Die Träume werden wieder schlimmer. Sie können doch am wenigsten dazu.“

Die drei Geschwister sind nämlich heute gutgelaunt. Ab jetzt heißt es also Funkstille, was den Vorfall betrifft.

Penny kommt nach der Schule mit und das Wohnzimmer wird direkt mal angetestet. Es ist noch lange nicht fertig, aber scheint ja schon mal gut anzukommen, haha. Trotzdem müssen noch welche stehen.

Deswegen zieht sie sich mit Natalie im Esszimmer zurück.

„Wie die Leute heute in der Schule geguckt haben, wo wir da Händchenhaltend durch die Gegend schlenderten, hihi.“

„Ja, das war genial.“

„Ich bin froh, dass wir uns nicht mehr verstecken. Du bist meine Süße.“

„Und du meine.“

„Ich werde mal schauen, dass ich morgen ins Reich komme. Erstmal mache ich mir Gedanken darum, wie es weitergeht. Ich habe da so eine Idee, aber dafür bräuchte ich euer Einverständnis. Und nicht hier jetzt.“

Fionas Laune schlägt um. Sie ist plötzlich so richtig wütend.

„Kommst du auch übermorgen zu meiner Geburtstagsparty, Ramon? Wäre cool.“

Marc ist total in Gedanken und möchte sich ablenken. Er macht schon mal das Abendessen, doch bekommt nicht so richtig irgendwas auf die Reihe. Seine Angst um Emily ist zu groß. Er möchte es nur keinem zeigen.

Während Aurora versucht, ihre Tochter zu beruhigen.

„Ach, was weiß ich, was los ist. Ich hasse alle, okay? Ich hasse euch alle.“

„Das stimmt doch überhaupt gar nicht.“

Marc verkrümelt sich ins Zimmer, was heute etwas auf Wanderschaft gegangen ist. Es ist jetzt mit dem Zimmer von Aurora und Phillip direkt neben dem Esszimmer.

Der junge Erwachsene hat auch ein ordentliches Chaos in der Küche hinterlassen.

„Hey, was ist los? Es ist doch nicht wegen der Sache, oder? Keine Geheimnisse.“

„Du hast mir versprochen, dich nicht mehr in Gefahr zu begeben. Du hast dein Versprechen nicht gehalten und das tut weh.“

„Ich werde auch weiterhin mein Versprechen halten.“

„Weißt du doch gar nicht.“

Die Stimmung wird langsam immer mieser im Haus der Generationen. Und da hat Benjamin übermorgen Geburtstag und freut sich so. Toll.

„Ich kann dich verstehen, okay? Und mir ist die Sache auch noch nicht so ganz geheuer. Aber es geht um meine Familie. Du würdest deine Familie auch so beschützen. Und bald ist diese hier auch deine. Oder ist sie schon. Ich wollte, dass alles ganz anders kommt, aber es ist nun mal, wie es ist. Mir wird nichts passieren. Und wenn mir was passieren sollte, dann nehme ich dich einfach mit ins Geisterreich und wir sind da oben glücklich, hihi.“

„Das ist nicht witzig.“

„Marc. Hier wird uns keiner mehr versuchen umzubringen. Es werden auch keine Häuser abgefackelt. Es gibt aktuell keine Magier außer mich und die beiden Clowns.“

„Du weißt aber auch nicht, ob du richtig liegst.“

„Ja, ich gebe es zu. Ich weiß es nicht. Aber glaub mir. So schnell wirst du mich nicht los. Ich werde mir was überlegen. Mandor hatte damals einen Schutzzauber. Mal schauen, ob wir den wiederfinden. Der wäre sehr hilfreich. Ich hoffe, dass ich die Regel anpassen kann, dass zumindest ich in der normalen Welt zaubern kann. Es geht manchmal einfach nicht ohne. Zumindest in Notsituationen. Mir fällt schon was ein. Aber jetzt lach erstmal wieder. So siehst du süßer aus, haha.“

Marc ist weiterhin skeptisch und fängt schon wieder an zu kochen. Ihm gerade egal. Hauptsache nicht drüber nachdenken.

Joshua hat nämlich Hunger.

Und Emily muss eh los zur Arbeit. Da hat sie eigentlich gerade total keinen Nerv zu, aber vielleicht bekommt sie so mal etwas Ablenkung. Sie sieht, wie betrübt Marc ist und sie hat Angst, dass sie ihr Versprechen nicht halten kann. Woher soll Emily nun auch wissen, ob das Ende gut oder schlecht ausgehen wird? Man weiß ja noch gar nichts.


Fiona hat sich wieder einigermaßen unter Kontrolle bekommen und entschuldigt sich bei ihrer Mam. Von hier auf jetzt wird sie wütend und plötzlich ist alles wieder gut.

Und der kleine Pups genau dazwischen.

Auch wenn Marc eigentlich gerade selbst Aufmunterung gebrauchen könnte, will er natürlich stark vor seinem Sohn bleiben.

Und bringt ihn ins Bett.

„Kommst du denn zu meiner Geburtstagsparty übermorgen? Immerhin bist du ja nun die Frau von meiner Schwester und da darfst du auch kommen, hihi.“

Marc denkt noch eine Weile auf dem Bett seines Sohnes nach. Emily ist stark, doch so einen Verlust könnte er niemals ertragen.

Bei Phillip fängt alles an, sich zu drehen. Er macht sich einen Kamillentee. Heute geht irgendwie alles schief.

Aber der Fernsehabend findet trotzdem statt.

Den Emily leider abends nun nicht mehr mit genießen kann. Sie arbeitet ja bis 22 Uhr. Sie ist aber am Überlegen, den Beruf als Innenarchitektin anzugehen. Die junge Mutter hat ja auch schon viel in diesem Haus geplant. Da käme das doch ganz recht.

„Emily? Versprichst du mir, dass alles gut wird? Bitte. Ich lieb dich, okay? Du hast mir bislang so viel Hoffnung gegeben und mein Leben auf den Kopf gestellt. Versprichst du mir das also?“


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