• Kucki 232

Folge 488


Donnerstag morgen im Haus der Generationen. Der erste Schultag auf der Oberschule steht für Benny an. Jetzt wäre das DLC doch schon wundervoll, haha.

Der Teenager ist so richtig gut gelaunt. Auf geht's in einen neuen Lebensabschnitt.

Selbst die Laune am Tisch ist Bombe. So fängt man doch gerne an.

„Wie sind denn die Lehrer da so? Welche sind denn doof und welche nicht?“

Joshua hat sich nebenbei bei den anderen mit eingeklinkt und sich schon mal was zu essen geholt. Trotzdem möchte Emily aufstehen und aufpassen, dass der Kleine Pups gut versorgt ist. Die beiden jungen Eltern geben alles, damit Joshua sich wohlfühlt.

„Alles gut, mein Spatz? Hast du gut geschlafen?“

Hoffen wir aber mal, dass er durch die Fürsorge nicht zu sehr verwöhnt wird.

Die Kids gehen in die Schule und Phillip zur Arbeit. Der nächste Schwung steht auf. Aurora und Marc haben heute frei.

Der Garten ist so bunt, da sieht man Emily fast gar nicht beim Blumengießen.

Marc spielt derweil mit seinem kleinen Pupser. Geht ja wirklich ganz gechillt hier los. Wunderbar.

Emily hat trotzdem heute noch was vor. Sie möchte gleich mit den beiden ins Reich. Miguel und Ramon holen heute ihre letzten Sachen aus ihren Häusern und dann wohnen sie offiziell im Reich. Trotzdem nehmen sich die beiden vor, öfter mal zusammen irgendwo nen Bierchen zu trinken oder an den Strand zu gehen. So ganz abschotten, möchten sie sich dann auch nicht.


Im Haus der Generationen wird vor dem Abflug noch eine Runde getanzt. Etwas Spaß muss sein, bevor es an die miesen Dinge des Lebens geht: herausfinden, warum die ehemaligen Magier alle verrückt geworden sind.

„Wollen wir los?“

Marc schnappt sich seine Lehrbücher, damit er den Magiern nicht so im Weg steht. Er hätte zwar auch mit dem Kleinen zuhause bleiben können, doch findet er das dort auch sehr interessant und möchte an Emilys Seite bleiben. Verschweigen kann man also vor ihm dann auch nichts. Besser so.

Die ewigen Hüter der Schriften sind auch noch nicht anwesend. Übt Emily derweil noch ein bisschen. Die beiden halten hier alles wunderbar sauber. Muss man ihnen lassen.

Joshua denkt, er wäre gerade in einem Märchenparadies, wo Elfen und Monster wohnen und sowas. Na ja, so ganz Unrecht hat er ja nicht. Er freut sich, in einem Zauberschloss zu sein. Hier gibt es viele Bücher. Zwar versteht er nichts, aber die Bilder sind cool.

Ramon trudelt ein. Endlich ist der Umzug geschafft. Jetzt möchte er erstmal zocken, bevor es ans Werk geht. Die Zeit muss sein.

Miguel ist auch geschafft. Er ist froh, dass es hier einen PC gibt. Er liebt das neue Reich. Miguels Familie zieht nach unten. Sie gehen sich erstmal alles in Ruhe anschauen.

„Hey. Wie es aussieht, seid ihr gut angekommen. Das freut mich. Ich mache mir so viele Gedanken über StrangerVille. Das ist doch alles bescheuert.“

„Wollen wir dann auch bald anfangen? Wir verlieren zu viel Zeit.“

„Ja, du hast recht. Ramon und ich sind auch schon an der Sache dran. Wir haben uns ins Militärnetz gehackt und mal nach Informationen geschaut.“

„Wie bitte? Ihr hackt doch nicht wirklich?“

„Ja, was meinst du denn? Meinst du, wir werden einfach so an die Infos rankommen? Die werden uns nicht mal glauben, dass wir ein Forschungsteam sind. Wer weiß, was sie dann trotzdem noch vor uns geheim halten?“

In dem Moment kommt ein neugieriger Joshua vorbei.

„Hallo. Hat Märchenschloss auch Töpfchen? Ich muss Pipi.“

„Wir gehen gleich nach Hause. Kannst du so lange noch durchhalten? Miguel? Ich lach mich schlapp. Mein Sohn hat recht. Wir müssen unbedingt noch Töpfchen hier aufstellen. Geht gar nicht, hihi. Wie konnten wir nur an sowas nicht denken?“

Die Hüter haben schon so einiges an Informationen zusammengesammelt. Emily wiederum versucht trotzdem nochmal dahinzufahren, um mit dem Offizier zu reden. Ramon hat schon im Netz ein Forschungsteam für ungewöhnliche Vorkommnisse erschaffen. Ausweise gibt es auch. Wunderbar. Kann es ja losgehen. Irgendwo stimmt das ja auch alles.

Emily geht die Infos durch und sieht, dass alles langsam anfängt. Die Patienten sind erst nur von hier auf jetzt launisch und sind abwesend. Danach können sie sich an nichts mehr erinnern. Hm.

Nachher reden sie nur noch wirres Zeug und sind kaum aufnahmefähig. Emily ist bedrückt. Sie sieht, dass viele mit dem Namen „Collette“ enden. Das ist doch die Familie von unserem kleinen schwarzen Magier. Hm. Duvan kommt aber noch nicht drin vor. Alles klar. Wenn man nur wüsste, ob das nun ansteckend ist. Emily macht sich Notizen und wird dem weiter nachgehen.

„Wir müssen aufpassen, Emily. Ein Magier ist schon daran gestorben. Es scheint doch ernster zu sein, als wir denken.“

„Ja, alles klar. Wir bekommen das hin. Ich werde morgen nach StrangerVille fahren und mit dem Offizier reden. Und mit den Opfern. Wenn ihr was Neues habt, dann meldet euch bitte. Wir dürfen nichts übersehen. Und lasst euch bitte nicht beim Hacken erwischen.“


Als die drei zuhause ankommen, klingelt Emilys Handy. Es ist Tommy. Er möchte unbedingt vorbeikommen.

Während Marc den Rest seiner Aufgaben macht. Sein Wissen wird immer mehr.

Joshua möchte unbedingt öfter in dieses coole Zauberschloss. Es ist wie in seinen Büchern und alles ist real.

Etwas später trudelt Tommy ein.

„Wäre das okay, wenn wir kurz alleine reden? Es ist wichtig.“

„Wieso darf Marc das nicht mitbekommen? Immerhin sind wir jetzt verheiratet. Oder willst du mich etwa verführen? Hihi.“

„Nein, nein. Nur.“

„Nein, ist okay. Ich geh im Zimmer weiterlernen. Ich brauch eh Ruhe dazu.“

Ein bisschen hört er ja nun eh mit.

„Ich habe nachgedacht. Wusste nicht, dass man als Student so viel Zeit dazu hat. Wow. Aber es ist toll da. Wie auch immer. Nur. Ich weiß nicht, was ich machen soll und brauche deinen Rat. Weil. Ach, man. Ich weiß einfach nicht, was ich machen soll. Es ist doch alles doof im Moment.“

„Was ist los mit dir, Tommy? Du bist ja total aufgewühlt. Raus mit der Sprache. Wir sind unter uns.“

„Ich kann Fiona einfach nicht vergessen, okay? Wenn ich schlafen möchte, denk ich an Fiona. Wenn ich frühstücke, dann auch. Selbst in einer Vorlesung. Also, sag mir, was ich machen soll?“

„Und wo ist das Problem? Fiona ist doch eh total verliebt in dich, dann ist das doch schön.“

„Dein Bruder wird mich umbringen, wenn ich was mit seiner Tochter anfange. Aber sie ist die einzige, die nach meiner Trennung mit meiner Ex irgendwie immer da war. Die mich in den Arm genommen hat. Na klar, neben dir. Aber du weißt, was ich meine.“

„Dann rede mit Phillip.“

„Ach, soll ich mir nun auch noch ein Einverständnis holen, oder was? Wie dämlich klingt das?“

Schließlich steht er einfach so auf und geht ins Wohnzimmer. Sein Kopf qualmt. Normal mach er viele unüberlegte Sachen, aber diesmal ist er sich total sicher. Keine Kurzschlussreaktion, sondern wirklich ein Kribbeln. Aber verdammt. Sie ist so jung.

Ob Emily da mal was machen soll?

„Kennst du auch große Märchenschloss im Himmel?“

Emily darf jetzt aber nicht ihre Aufgabe außer Acht lassen. Sie ruft den Offizier aus StrangerVille an, ob sie morgen mal vorbeikommen darf.

Tommy bemerkt, dass es doch ein Fehler war, hierherzukommen. Diese Beziehung würde nie gut gehen. Die Leute würden reden. Warum ist das so? In 10 Jahren würde es keinem mehr interessieren.


Doch es ist zu spät. Die Kids trudeln ein.

Nico kommt mit. Er hat heute Benny richtig gut gezeigt, wo er was findet. Die beiden verstehen sich super. Und Benny hat kurz nur den Klassenraum betreten und wurde sofort von den Mädels belagert, haha. Jede wollte neben ihm sitzen.

Aurora hat kurz mit Emily gesprochen und irgendwie findet sie es ja süß, dass er so für ihre Tochter empfindet. Tommy hat den Vorteil, dass man ihn schon sehr lange kennt.

„Hey, Tommy. Wie geht es dir an der Uni? Und ich sag dir so viel, dass Fiona gerade durch die Tür kommt und du da wohl nun durch musst, hihi. Ich hätte nichts dagegen. Nur ist es mir wichtig, dass du mit ihr nicht zu weit gehst. Sie ist trotzdem erst 15. Aber rede bitte noch mit Phillip. Irgendwie ist das ja süß, hihi.“

„Wie geht es Mam? Geht es ihr gut?“

Nico und Marc sind jetzt übrigens Stiefgeschwister. Was für ein komischer Zusammenschluss.

Aurora kurbelt sogar was an und holt ihre Tochter mit ins Wohnzimmer. Tommy will ja eigentlich schnell gehen. Bevor er Phillips Segen nicht hat, macht er gar nichts. Fiona kommt jedoch zuvor.

„Mam hat gesagt, dass du mit mir sprechen möchtest? Ich freu mich, dass du da bist. Wie ist die Uni so?“

Und Natalie sitzt nur dazwischen und grinst sich einen. Die beiden machen das schon. Sie findet die Aktion aber richtig süß. Bei ihr und Penny war es nicht anders. Die Scham vor etwas zu haben, irgendwas auszusprechen, weil man ja verspottet werden könnte.

„Ich möchte eigentlich vorher noch mit Phillip sprechen, aber.“

Schließlich nimmt er ihre Hand und fordert sie zum Aufstehen auf.

„Sorry, ich muss das nun machen. Ach verdammt. Du fehlst mir so in der Uni.“

„Huch? Wie bitte?“

Bis er sie so ordentlich drückt.

„Wenn ihr euch liebt, dann ist das okay für mich. Ich hätte ja auch nicht gedacht, dass deine Schwester auf Mädchen steht. Mehr kann hier wohl nicht mehr passieren, hihi. Ich habe mit Phillip schon kurz über euch gesprochen. Er sagt aber auch, dass ihr vorsichtig sein solltet. Die Leute würden nur reden, obwohl ich finde, dass es Schlimmeres gibt.“

„Dann möchte ich aber erstmal unter vier Augen mit dir reden. Geht das?“


Die beiden verpieseln sich in den Flur.

„Bist du sicher? Ich bin eigentlich der Annahme gewesen, dass du in Natalie verschossen bist? Und jetzt soll ich das sein? War es auch nicht mal meine Tante, auf die du stehst? Ich muss gestehen, ja. Ich empfinde etwas für dich, aber ich möchte auch kein Wanderpokal sein, okay?“

„Ja, es tut mir leid. Ich hatte in der letzten Zeit keinen klaren Kopf. Hör zu. Meine Ex ist fremdgegangen und hatte einiges an Affären. Das tat weh, als ich das erfahren hatte. Ich wollte es nicht an euch auslassen, okay? Ich war durcheinander und das mit deiner Tante war nur eine Kurzschlussreaktion. Du bist echt schon eine Süße. Ich war nur blind.“

„Können wir nicht einfach nochmal von vorne anfangen und wir lernen uns näher kennen? Es gibt noch so viel, was ich von dir gar nicht weiß. Das würde ich gerne ändern.“

Da ist Fiona doch gerade ganz schön baff.

Und der kleine Joshua gerade nicht so.

Er kommt heulend zu Emily gerannt.

„Hey, alles gut, mein Spatz. Alles gut. Uns ist das früher auch passiert, hihi.“

Mal gut, dass im Bad ein Fliesenboden ist.

„Und ich werde mit deinem Paps auch noch sprechen. Aber ich musste einfach herkommen. Wenn man da so in der Uni sitzt und einfach keinen klaren Kopf hat, dann muss da doch was sein. Selbst jetzt rast mein Herz.“

„Alles klar, hihi.“

So ganz glaubt Fiona noch nicht daran, was gerade passiert. Sie ist auch noch etwas skeptisch, weil ja eigentlich Tommy der war, der sie immer weggeschoben hatte. Warum sollte sich das jetzt ändern? Aber sie möchte ihm eine Chance geben und schauen wir mal, wo das alles hinführen wird.

Sie kann sich einfach nicht vorstellen, dass Tommy so „Sprunghaft“ wäre. Er fühlt sich manchmal verloren, aber Mädels wie seine Unterhose wechseln? Nicht Tommy.


Etwas später unterhält er sich auch nochmal in Ruhe mit Phillip. Er entschuldigt sich auch 1000 Mal, dass er nicht ganz er selbst war in der letzten Zeit. Klar, kein Wunder. Seine Ex hat ja auch ordentlich einen Grund dazu gegeben.

„Wenn du mit Fiona zusammen sein möchtest, dann ist das okay. Aurora hat ja wohl auch schon mit dir geredet. Übertreib es nur nicht.“

„Nein. Niemals.“

Ein Teil der Duvans ist bereits beim Abendbrot. Emily denkt viel an morgen.

Und Marc bringt seinen kleinen Pups ins Bett.

Tommy ist froh, dass er heute zu den Duvans kam. Ihm fiel eine ordentliche Last ab. Nun kann er sich auch in Ruhe überlegen, wie er das Herz von Fiona so richtig erobern kann. Mit einem Date? Soll er ihr Rosen schenken oder mal von der Schule abholen? Bald macht ein Freizeitpark auf. Vielleicht geht er dann ja dort mal mit ihr hin.

Und Fiona kann es gerade kaum glauben. Hat sie wirklich einen Freund? Ob sie vielleicht immer zu viel Schminke im Gesicht hat und er das gar nicht mag? Ist sie vielleicht etwas zu dick für ihn? Sie geht lieber mal eine Runde joggen.

Während die anderen sich für ein Programm entscheiden.

Und Natalie ihrer Penny noch eine schöne gute Nacht wünscht.

Später setzt sich Fiona noch mit zu Tommy. Ihr Herz rast. Ist sie wirklich mit ihm zusammen? Wow. Das wäre ein Traum für sie.

Doch dann:

„Du, Tommy. Ich glaube nicht, dass es gut wäre, wenn wir zusammen wären. Das würde nie gut gehen.“

„Wie bitte?“

Das hat den jungen Erwachsenen gerade so richtig verletzt. Er hat sich heute so eine Mühe gegeben und war froh, sich mit ihr ausgesprochen zu haben und dann das?

Er steht auch wortlos auf und schnappt sich seine Jacke. Damit hat er nun echt nicht gerechnet und kann auch nicht so wirklich drauf. Das war's dann wohl.

Fiona wiederum fragt sich, was gerade passiert ist und versucht ihm noch hinterherzurennen.

„Was habe ich denn getan?“

Aber Tommy ist schon weg. Heulend rennt sie in ihr Zimmer und verschwindet unter ihrer Bettdecke. Sie liebt Tommy und plötzlich haut er ab. Einfach so.

Später ruft sie Tommy noch einmal an und fragt, was denn los sei. Doch es geht nur der Anrufbeantworter dran.

Sie sagt den anderen nicht mal eine Gute Nacht, sondern wäre fast drauf und dran gewesen, sich im Zimmer einzuschließen. Aber ihre Schwester schläft ja hier auch noch.

Die beiden reden später noch eine Weile.

„Das habe ich niemals gesagt. Das stimmt nicht.“

„Doch. Wir haben es alle mitbekommen.“


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