• Kucki 232

Folge 489


Fiona konnte kaum schlafen. Ihre Gedanken kreisten immer wieder um Tommy. Was hat sie da gestern nur gesagt? Und überhaupt, warum? Das ist doch Blödsinn. Nun konnte sie sich endlich mal richtig an ihn annähern und dann haut sie da diesen Satz raus. Dementsprechend traurig steht sie schließlich auch auf.

Sie möchte mit Tommy reden und ihn wieder in den Arm nehmen. Aber heute in die Schule? Nein. Ihr ist schwindelig und sie hat Kopfschmerzen. Das hat so keinen Sinn.

Während die anderen, die gleich losmüssen, beim Frühstück wachwerden.

Phillip ist total besorgt um Fiona und hofft, dass Emily schnell helfen kann. Er ist ja immer auf dem Laufenden, was StrangerVille betrifft.

Und Fiona kommt gar nicht klar.

Später reißt sie sich dann doch zusammen und holt sich Frühstück.

„Das mit Tommy wird schon wieder. Wir reden nachher mit ihm. Wie fühlst du dich sonst? Alles noch dran? Was denkst du gerade?“

Selbst Benny versucht sie aufzumuntern.

„Hey, Schwesterlein. Nicht den Kopf hängen lassen. Das wird wieder. Ja?“

Vielleicht tut es ja gut, kurz joggen zu gehen. Sie darf und will einfach nicht durchdrehen. Niemals.

„Was hat Emily da genau gesehen? Hast du auch was davon mitbekommen? Was war mit den Leuten?“

„Keine Ahnung. Ich war in der Bar.“

Emily wird wach. Heute wird sie die Situation mal beobachten. Was passiert, bevor Fiona in diese Phasen eintritt? Verdreht sie da so die Augen? Das sollen nämlich Andeutungen für die Krankheit sein.

„Was guckst du mich jetzt so an? Es ist alles in Ordnung. Nur dass ich Tommy halt abserviert habe. Läuft doch alles.“

Bis die Teenagerin dann abrupt ruhig wird und sich schütteln muss. Emily beobachtet genau.

Deswegen ist es jetzt umso wichtiger, dass Tommy davon erfährt. Ihr bester Freund ist eh immer sehr voreilig und schnell gekränkt. Da muss er durch. Es ist ja nichts anderes, wie mit ihr und Marc. Wenn sie schwach wurde mit dem Alkohol, war Marc immer stets an ihrer Seite. Na ja, außer das eine mal da, haha.

Emily ruft Tommy an. Das muss schnell geklärt werden. Sie weiß, dass er erst heute Nachmittag Vorlesungen hat, also kann er seinen Arsch nun hier auch herbewegen.

„Nein, es ist so richtig wichtig und du kommst jetzt sofort hierher. Keine Widerrede.“

Marc hat derweil andere Probleme.

Tommy ist sich zwar noch etwas unsicher, aber schließlich steht er dann doch vor der Tür. Wenn Emily so redet, dann muss er da durch. So hat sie ihm aber schon oft aus der Patsche geholfen.

„Ich möchte einfach nicht bescheuert werden. Kann man das nicht wegmachen? Ich hasse es, Magierin gewesen zu sein. Alles Scheiße.“

Als Emily Tommy sieht, springt sie sofort auf und knuddelt ihn durch.

„Hey, sorry, dass ich so einen Stress gemacht habe, aber es ist wichtig. Du darfst Fiona bitte nicht im Moment böse sein.“

„Wenn es um Fiona geht, dann habe ich nichts mehr zu sagen.“

„Boah, was ist mit dir los? Sie sagt einen Satz und du drehst gleich am Rad? Spinnst du? Was soll das? Wo ist der Tommy hin, den ich mal kannte? Man, ey. Was kann Fiona denn nun für deine scheiß Beziehungskrisen?“

Es tut zwar gerade weh, aber das muss Emily machen, damit er zur Vernunft kommt. Er ist manchmal ziemlich weich und bevor er denkt, er schlittert schon wieder irgendwo rein, bricht er es ab. Noch eine Niederlage will er halt nicht.

„Fiona ist krank und ich erforsche gerade, was das sein kann. Und wenn ich dir nun alles im Detail erzählen würde, dann würdest du deine Vorlesungen verpassen. Das wollen wir ja nicht. Dir sei so viel gesagt, dass sie krank ist, weil sie nun eigentlich eine Magierin wäre. Ich weiß aber noch nicht, warum das nun so ist. Sie dreht langsam durch und da kann sie bestimmt so eine Scheiße, wie gerade von dir kommt, gebrauchen.“

Erst schaut Tommy Fiona an und dann Emily. Die Teenagerin steht auf und ist gerade sehr dankbar darüber, dass ihre Tante ihr da so hilft.

„Also. Wenn du Fiona liebst, dann umarmst du sie nun und wenn du sie nicht liebst, dann gehst du halt.“

Schließlich dreht er sich zu Fiona um und umarmt sie. Der Anfang wäre schon mal geschafft.

Emily gewinnt bei sowas eh immer.


Die beiden schauen sich eine Weile an. Fiona und krank? Er dachte, das mit dem Magierkram wäre Geschichte? Zumindest bei allen, außer Emily.

„Ist das wirklich so? Es tut mir ja leid, dass ich gestern einfach so abgehauen bin, aber es war wieder so ein Kurzschluss. Ich dachte, ich verliere gerade alles wieder.“

„Nein, ich weiß echt nicht mehr, dass ich das gesagt habe. Ich wollte das doch gar nicht. Ich bin froh, dass ich dein Herz endlich mal erobern konnte, hihi.“

Da fackelt Tommy dann auch nicht lange und küsst sie.

„Es tut mir leid. Ich glaube, ich muss noch so einiges an mir arbeiten, um zu rallen, was hier überhaupt los ist.“

„Alles gut. Und es tut mir leid, was ich gestern gesagt habe.“

„Du konntest nichts zu.“

Schließlich will Tommy es dann aber wissen.

Emily weiß jetzt aber, dass sie schnell herausfinden muss, wie man erkennen kann, wann diese Phasen eintreffen und ob es eine Möglichkeit gibt, diese zu unterdrücken. Es darf nichts Schlimmeres mehr passieren.

Sie möchte schließlich auch ganz schnell los nach StrangerVille. Keine Zeit verlieren. Marc übernimmt ab hier den kleinen Joshua. Er hat ja noch etwas Zeit.

„So, Kleiner. Was machen wir?“

„Papa liebhat.“

Fiona und Tommy besiegeln ihre Beziehung gerade immer mehr. Beide sind Emily sehr dankbar und Tommy möchte versuchen, so gut es geht für Fiona da zu sein. Er wusste ja nicht, was Sache ist.

„Bis später. Ich hoffe, ich finde heute was raus. Ramon und Miguel haben mir ja auch schon neue Infos geliefert. Der Scheiß macht mir echt Angst.“

Einige Zeit später kommt Emily in StrangerVille an. Es ist hier, als wäre eine Bombe eingeschlagen. So ruhig.

Heute möchte sie in die Bibliothek, die ihr der Offizier genannt hatte. Hier soll es einige Schriften, über die Aktivitäten kurz vorher, geben.

Der Bibliothekar hat sie sogar schon ewartet. Hat sich ja schnell rumgesprochen mit dem neuen Forschungsteam. Diesmal kann sich Emily ja auch ausweisen. Er zeigt ihr, wo die ganzen Tagebücher stehen. Es gibt einiges zu tun. Was ihr direkt ins Auge fällt ist, dass das alles passiert ist, als die Duvans von Sulani weggezogen sind. Zufall?

War es also doch falsch, von da wegzuziehen? Mal schauen. Erstmal ist es aber wichtiger, mehr über diese Krankheit rauszufinden. Es gibt hier viele Notizen und Tagebücher, die beschreiben, wie sich die Befallenen verhalten. Bevor sie in diese „Phase“ eintreten, verdrehen sie die Augen. Das muss sie mal bei Fiona beobachten. Nur, wie soll sie wissen, dass nun so eine Phase kommt? Das ist ja noch nicht oft so.

„Hey, Entschuldigung. Ich bin hier eben einfach so reingeplatzt. Es ist halt eine wichtige Angelegenheit.“

„Schon in Ordnung. Uns nimmt das hier im Moment alle so ein bisschen mit.“

„Wohnen Sie denn hier? Haben Sie das alles mitbekommen damals?“

„Nein, nicht direkt. Ich bin mit dem Militär hierhergekommen, als es losging. Seitdem wohne ich hier.“

„Können Sie mir denn was zu dieser Krankheit sagen? Welche Symptome gibt es? Ich würde gerne alles wissen wollen.“

„Na ja. Sie sind nicht die einzigen Forscher hier. Es gibt noch genug. Doch alle tappen im Dunkeln. Viele glauben mittlerweile wirklich, dass Aliens gekommen sind und diese Sims entführt haben. Diese wurden dann nachher verrückt. Klingt ja plausibel.“

„Hm, okay. Danke. Ich schau mal weiter.“


Die ersten Anzeichen der Krankheit zeigen sich in Form von Augenverdrehen. Danach schwafelt der Patient wirres Zeug, wovon er nichts mehr weiß. Der Patient verhält sich wie in Trance.

„Man, ey. Und weiter? Das weiß ich doch schon alles.“

Mal weiterschauen.

Ihn hätte zwar keiner erkannt, aber das ist unser Offizier, der letztens schon mit Emily gesprochen hatte. Heute hat er wohl mal frei und stöbert hier gerne rum. Oder er weiß, dass Emily hier ist und hat ein Auge auf sie. Beides klingt logisch.

„Hallo. Heute kann ich mich ausweisen, wenn Sie möchten. Ich hoffe, dass ich helfen kann.“

„Das haben schon viele gesagt. Und was war? Sie starben alle.“

„Wie bitte? Warum?“

„Ja, was fragen Sie mich? Sie sind die Forscherin.“

Oh, da hat jemand heute wohl schlechte Laune.


Emily fragt, ob sie sich mal zwei Bücher ausleihen könnte. Sie muss nach Hause, doch diese Bücher scheinen interessant zu werden.


Bevor sie geht, schaut sie sich den Stand des Verschwörungstheoretikers an, von dem Marc ihr erzählt hatte.

„Wurden die Aliens denn gesehen? Hat man gesehen, dass die Sims alle entführt wurden?“

„Nein, aber es ist doch logisch. Welche Kraft soll es sonst sein, außer die Kraft von Gott?“

So wirklich weiter kommt sie hier jetzt aber auch nicht wirklich. Aber was hat das mit Sulani zu tun? Die Leute drehen durch, während sie aus Sulani wegziehen. Hm. Das ist exakt dasselbe Datum. Da kann sich Emily nämlich noch dran erinnern. So lange ist es ja nicht her.


Bevor sie nach Hause geht, gönnt sie sich einen Drink. Das muss sie kurz alles mal runterspülen. Eigentlich würde sie sich gerade noch so ordentlich wegschießen, um einen klaren Kopf zu bekommen, aber das möchte sie Marc und Joshua nicht antun. Außerdem muss sie ja noch arbeiten.

Später lernt sie noch eine andere Soldatin kennen. Aber Fragen stellen will sie nun nicht mehr.

Als sie nach Hause kommt, muss sie schmunzeln. Wo kommt denn dieser Teich nun her? War sie echt so lange weg? Marc steht da an einem Teich auf dem Grundstück und angelt.

„Schau mal. Cool, oder? Haben wir gebaut, während du weg warst. Ich find den cool.“

„Äh, ja. Hihi.“

Drinnen schaut Emily dann auch mal, ob alles okay ist. Tommy ist sogar noch hier. Muss er nicht langsam los?

„Wie sieht es aus bei euch? Habt ihr euch vertragen? Hatte Fiona wieder diese Aussetzer?“

„Nein, ich hatte diese Aussetzer bislang nicht, oder?“

„Ne, du bist weiterhin noch zum Knuddeln und hast mir noch nicht die Augen rausgekratzt.“

„Dann ist gut, hihi.“

Marc muss am Abend noch zu seinem Praktikum hin. Sie wollen heute mal was testen in der Kanzlei. Valentino findet die Idee richtig gut, mit Marc als Detektiv. Er hat da so einen Fall von Fremdgehen, dem er mal nachgehen soll, aber er als Anwalt darf ja nichts machen. Die Klientin hat gefragt, ob man den Mann nicht mal beschatten könnte. Wäre die Gelegenheit. So treffen sich die beiden und schauen sich das Ganze mal an.

„Dann viel Spaß, mein Hübscher. Wäre ja schön, wenn du etwas gefunden hast, was dir Spaß macht. Ich gönne es dir auf jeden Fall.“

Aurora ist im Moment etwas ruhiger, doch lässt sie es sich nicht so anmerken und liest dem Kleinen ein Buch vor.

Entweder findet Tommy den Film jetzt langweilig oder die Art, wie Aurora Bücher vorliest, haha.

Und schon ist es 15 Uhr. Zwei gut gelaunte Duvans kommen nach Hause.

„Wie war die Schule? Anscheinend ja gut. Du lächelst ja von oben bis unten.“

„Ja, alles gut. Ist lustig da.“

„Schatz. Was ist los? Es ist doch nicht wegen des Auszuges, oder?“

„Können wir nicht hierbleiben? Ich mag das hier.“

„Hey, du kannst doch jederzeit rüber. Es ist doch nicht so, als wenn wir nun 1000 Kilometer wegziehen würden. Du verlierst rein gar nichts dadurch. Komm schon Aurora. Du weißt, dass das nicht geht. Es ist überhaupt ein Wunder, dass wir so lange bleiben konnten.“

Marc kommt zwei Stunden später nach Hause. Sie standen da so mit dem Auto rum, aber es tat sich rein gar nichts. Die langweiligste Familie ever. Man müsste sowas mal nachts beobachten.

Also schnitzt Marc noch etwas für Plopsy. Jeder Simoleon ist wichtig.

Aber die Duvans müssen nun erstmal das Beste draus machen. Sei es nun mit dem Auszug und der mysteriösen Magierkrankheit. Hier muss man einen kühlen Kopf bewahren.

Denn es ist wichtig, in so schweren Zeiten, für seine Lieben da zu sein. Gemeinsam ist man stärker.

Und Phillip macht da gut den Anfang. Er fragt nun jeden, wie es ihm denn geht und möchte einfach da sein.

„Was ist los? Du schaust heute so betrübt. Ist alles in Ordnung? Und wenn nicht, dann packen wir das auch noch alles.“

„Seit ich das mit Penny offiziell gemacht habe, ärgern uns die anderen. Sie sagen böse Wörter. Was soll das? Was ist denn dabei, ein Mädchen zu lieben? Wir leben nicht mehr in der Steinzeit.“

„Na, dann mach es ihnen erst recht klar. Wenn ihr jetzt aufgebt, dann denken die anderen, dass sie gewonnen haben. Ich weiß ja nicht, wie das klingt, aber wenn einer da ankommt und blöd redet, dann müsst ihr euch erst recht vor diesen stellen und am besten noch mit Zungenkuss. Ah, nein. Das Letzte streich bitte.“

Tanya kommt zu Besuch. Mittlerweile hat sie einen ordentlichen Babybauch. Marc ist fasziniert davon. Witzig ist hier, dass das ja der Onkel von Joshua sein wird, haha. Der Stammbaum ist echt crazy.

„Darf ich mal meinem kleinen Bruder Hallo sagen?“

„Klar.“

„Sag mal. Hat sich deine Schwester jetzt eigentlich bei dir gemeldet? Ich habe mit ihr telefoniert gehabt und nun ja. Sie hat sich mit deinem Paps wieder vertragen.“

„Wie bitte? Der soll sich verpissen.“

„Nein, ich glaube, dass es eher langsam an der Zeit ist, dass wir uns mal zusammensetzen. Ich muss euch wohl mal die ganze Wahrheit sagen.“

„Was bitte?“

„Ich war jung und naiv, Marc. Ich habe nur nicht verstanden, dass dein Vater nicht so böse ist, wie ich ihn immer hingestellt hatte. Aber. Ach, Mensch. Können wir das wann anders machen? Und dann mit Nadine zusammen?“

„Äh. Warum fängst du jetzt was an zu erzählen und hörst mittendrin auf?“

„Bitte. Wir reden bald, okay?“

Ist ja eh gerade schlecht, wenn die anderen da so am Essen sind.

Marc hat jetzt aber ordentlich was, worüber er nachdenken muss. Was meint sie damit? Das lässt ihm keine Ruhe. Joshua muss trotzdem ins Bett.

Und anschließend wird mit einer Romanze der Fernsehabend eingeläutet.

„Er hat nur. Ach, verdammt. Nur. Egal, was dir Nadine und er nun erzählen. Bitte hör mich vorher an, okay? Deine Schwester hat sich nicht mehr bei uns gemeldet, weil er sich alles so zurechtgedreht hat, wie er es braucht. Ja, ich bin auch nicht ganz unschuldig, aber wie er das da gerade erzählt, das geht gar nicht.“

Somit liegen also noch viele Gespräche bei den Duvans an. Anando wollte doch auch noch mit Emily reden. Was er wohl hat? Obwohl, das ist ihr gerade auch recht egal, da Emily Wichtigeres zu tun hat. Eben hat er ihr nämlich noch eine SMS geschrieben, mit „dringend“.

Als Emily Feierabend hat, schaut sie auch nur kurz auf ihr Handy. Was will Anando da jetzt bloß? Mit dem hat sie doch eh nichts mehr am Hut. Er soll verschwinden. Nur weil er letztens einen auf nett und artig gemacht hat, heißt es noch lange nicht, dass alles wieder gut ist.


Außerdem beschließt Emily, morgens für zwei Stunden in einem Café zu arbeiten. Abends noch im Einzelhandel an der Kasse zu sitzen, schlaucht einfach zu sehr. Dafür ist ihr Auftrag zu wichtig.


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