• Kucki 232

Folge 500


Am nächsten Morgen macht sich Marc früh auf, um den Wuselhaufen im Haus der Generationen zu versorgen.

Die Uni geht ja eh schon früh los. Emily steht ebenfalls mit auf. Es gibt immer viel zu tun. Im Moment überlegt sie, wo sie am besten Baldrianwurzel herbekommt. Sie wächst nicht im Sommer und das würde viel Zeit kosten. Vielleicht baut sie sie am besten im Keller an. Da kann sie dann das ganze Jahr über wachsen. Hürden kann Emily jetzt nämlich nicht mehr gebrauchen.

Eine Runde mit dem Hund noch raus.

Während Marc draußen alles macht.

Und die drei kleinsten Tiere wieder aufpassen, dass bei Junior nichts danebengeht. Oder eben auch nicht, haha.

Seitdem Marc seinem Kleinsten das Klimberding gegeben hat, ist er wenigstens mal etwas ruhig und er kann auch andere Sachen machen. Schlimm mit dem kleinen Racker. Wenn er keine Aufmerksamkeit hat, ist er fast wie die kleinen Tiere, die verspielt durchs Haus rennen oder in den Gardinen rumhängen.

Sowas macht nämlich ganz schön Dreck.

Tja, Joshua. Jetzt ist es nicht mehr so einfach, Buddy in den Arm zu nehmen. Emilio hat gestern sogar versucht, auf ihm zu reiten. Mal gut, dass Emily das mitbekommen hatte. Dieser kleine Fratz hat es echt in sich.

Während Marc in der Uni ist, ruft Emily Anando an. Dieser kann erst gar nicht glauben, dass sie das da am anderen Ende ist. Und er meckert, dass sie sich dann ja nur meldet, wenn sie was braucht. Boah, diese Kommentare hier gerade wieder.

„Also. Hast du jetzt Zeit oder nicht? Dann hättest du mir die Pillen nicht geben brauchen, okay?“

Schließlich kommt er dann doch noch rum.

„Was willst du?“

„Ich weiß, was mit den kranken Sims in StrangerVille ist.

„Ja und? Ist nichts Neues. Hast du mir doch letztens schon erzählt.“

„Man, ja. Aber wir haben ein Heilmittel.“

„Durch den Mist der schwarzen Magier ist hier immer noch so einiges durcheinander. Wir hätten das ja selbst nicht gedacht.“

„Und? Wofür brauchst du mich? Interessiert mich die Bohne.“

„Na ja, ich kann doch da nicht einfach reinspazieren und ihnen diesen Trank geben. Aber vielleicht kannst du mit helfen dabei. Wir müssen den Leuten wohl langsam mal beibringen, dass es uns Magier noch gibt.“

„Ts. Dabei werde ich dir ganz bestimmt nicht helfen. Warum auch? Die werden mit euch Experimente machen, wenn sie davon erfahren.“

„Dann hilf mir, dass es nicht so enden wird.“

Während Emilio wieder unbeobachtet bleibt, holt er seine Lieblingspfanne aus dem Schrank. Also, die hält ganz schön was aus.

Mal gut, dass Marc nach Hause kommt und das Schlimmste noch verhindern kann.

„Dong Dong, hihi.“

„Nix Dong Dong mehr. Lass es bitte. Dass die Pfanne überhaupt lebt, ist noch ein Wunder. Und weißt du was? Ich weiß was viel Besseres. Hast du Lust, im Flugzeug zu fliegen?“

„Fliegen? Hui machen?“

„Ja, hui machen.“

„Au ja.“

Während draußen noch heiß diskutiert wird. Emily ist gerade so richtig von Anando angepisst. Er sitzt da total desinteressiert, obwohl er eigentlich weiß, wie ernst die Lage ist. Aber als sie da mit dem Magierkram anfing, war ganz vorbei. Warum soll er die Scheiße der Magier ausbaden?

„Also?“

„Was springt dabei für mich raus, hm? 'Ne Nacht mit dir?“

„Boah, alles klar. Verpiss dich einfach. Ich werde mir eine andere Lösung suchen.“

Anando grinst nur ganz dreckig.

„Ja, was? Nur eine Frage.“

Anando verpieselt sich danach auch nach Hause. Emily streicht ihn am besten ganz von ihrer Liste. Es hätte ja sein können, dass er hilft.


Während Marc drinnen den Kleinen noch weiter beschäftigt.

Joshua kommt auf seine Mam zugestürmt, als sie reinkommt.

„Mama, nicht traurig sein. Bitte. Traurig sein doof.“

„Ja, ich gebe mir Mühe. Ich schaff das schon, okay?“

Emily hat nämlich Tränen in den Augen.

Etwas später kommt nämlich das zweite Problem ins Haus. Da hat Tanya ja ein tolles Timing.

„Hör zu. Ich muss ganz dringend mit dir reden. Weil. Alles, was dein Erzeuger nämlich sagt, stimmt nicht. Er lügt, ja?“

Emily setzt sich mit dazu und würde das Gespräch gern mithören. Jetzt scheint es spannend zu werden.

„Warum soll er denn lügen? Vielleicht solltest du mir sagen, warum du nicht lügst? Du kannst genauso viel Blödsinn erzählen wie er. Langsam wird es mir nämlich etwas zu blöd mit euch. Also?“

„Na ja, weil er Drogen nimmt und ein Schläger ist. Er kam immer besoffen nach Hause. Ich wollte euch doch nur beschützen. Ist das falsch?“

„Stopp mal. Wie kannst du sowas behaupten, wenn Paps nach der Trennung sofort aus der Gang rausgegangen ist? Wie sollst du das also wissen? Er ist clean. Ich weiß also echt nicht, was hier langsam läuft.“

„Und was ist Emily jetzt überhaupt hier mit am Tisch? Sie hat damit gar nichts zu tun und soll ihre Klappe halten.“

„Ähm, wie bitte?“

Bevor die junge Mutter gleich wild rumschreit, geht sie lieber erstmal das Katzenklo saubermachen. Sie ist eh schon angeschlagen von eben mit Anando. Das reichte völlig.

„Na ja, weil sie meine Frau ist und sie dir ihr ganzes Erbe gegeben hat, damit DU wieder auf die Beine kommst?“

„Na und? Und was kann ich da jetzt zu? Sie hätte es mir ja nicht geben brauchen.“

Selbst Marc platzt langsam. Was ist los mit seiner Mam? Das grenzt ja langsam schon an Widerlichkeit. Emily geht zu Emilio ins Wohnzimmer und versucht weiterhin ruhig zu bleiben. Immer tief durchatmen.

„Schlabber Kussi macht?“

„Moment mal. Ich habe mein Leben für dich aufgegeben, damit jemand da ist. Paps hat die ganze Zeit versucht seine Kinder zu sehen und du hast es blockiert. Er hat das Recht, seine Kinder sehen zu dürfen. Er ist clean, klar? Und dann nutzt du noch die Duvans aus? Verstehe ich das gerade richtig? Valentino hat mich letztens angerufen. Was ziehst du mit ihm ab? Er hat alles für dich getan.“

Emily merkt, wie Marc langsam die Fassung verliert und setzt sich mit dazu. Sie hat Marc noch nie so erlebt.

„Ich glaube langsam, dass DU hier diejenige bist, die alles kaputtgemacht hat.“

„Das stimmt doch überhaupt gar nicht. Sven ist ein Drogendealer und hat nicht mal Geld. Wie soll er denn eine Familie versorgen? Wollt ihr bei einem Kriminellen groß werden? Martin konnte euch wenigstens was bieten. Und Valentino vielleicht ja auch noch, wenn er mal etwas arbeiten würde.“

„Verdammt nochmal, was läuft bei dir falsch? Siehst du? Jetzt haut sie ab. Das macht sie immer, wenn ihr die Argumente ausgehen.“

Selbst Emily ist langsam sehr gekränkt. Hat sie wirklich die Duvans ausgenommen, nur damit es ihr besser geht? Die Duvans kommen seitdem kaum noch über die Runden. Wie redet sie überhaupt über Valentino?


Marc platzt fast und geht angeln. Selbst er muss nun ordentlich heulen. Langsam glaubt er nämlich nicht nur, dass seine Mam eigentlich alles kaputtgemacht hat - nein, er weiß es. Tanya erzählt die ganze Zeit, dass er immer noch Drogen nimmt, obwohl sie Ewigkeiten kein Kontakt hatten. Selbst Nadine bestätigt, dass er clean ist. Hat sie ihn wirklich nur des nicht vorhandenen Geldes abserviert? Liebt sie Valentino überhaupt?

Tanya geht ins Wohnzimmer.

„Was ist das hier überhaupt für ein ekeliger Zoo? In so einem Dreckstall können die Kinder doch niemals glücklich werden.“

Jetzt will Tanya es aber so richtig wissen.

Ihre Schlinge zieht sich anscheinend immer mehr zu.


Obwohl sich Emily gerade so richtig Mühe gegeben hat, das Zimmer von Emilio einzurichten.

Viel Geld haben sie im Moment wirklich nicht mehr, aber das ist Emily egal. Sie liebt Marc über alles. Kein Geld der Welt könnte das ändern.

Sie ruft ihren großen Bruder an und hakt einmal nach.

„Moment. Du willst dich echt von meinem Bruder trennen, weil er kein Geld mehr hat? Habe ich das gerade richtig gehört?“

„Ja, was? Er kann halt meine Tochter nicht versorgen. Er lässt sich nur noch gehen. Das sind keine Umstände.“

„Klar, du suchst dir dann jetzt den Nächstbesten mit Geld, mit dem du in die Kiste springst und dann hast du ja wieder das, was du willst. Valentino hat also ausgedient?“

„Was unterstellst du mir? Das ist eine Lüge.“

„Dann sag mir doch einfach mal die Wahrheit. Schieß los. Ich bin ganz Ohr.“

„Sven ist ein Krimineller. Punkt.“

„Da waren wir schon. Und was ist Valentino dann?“

„Das ist doch echt die Höhe gerade.“

„Sag.“


Emilio hat sich währenddessen mit zu seinem Paps nach draußen gesetzt. Das Klimperding ist echt klasse, haha.

Tanya verschwindet wütend, ohne noch ein Wort zu sagen. Emily ist entsetzt.


20 Minuten später isst das junge Ehepaar zu Abend.

„Wenn das wirklich stimmt, dann tut es mir leid, dass sie euch so ausgenommen hat. Es tut mir voll leid. Ich wusste das alles nicht. Ich hab alles für Mam getan. Verzeihst du mir?“

„Du kannst doch da nichts zu. Wir bauen uns wieder und wieder was Schönes auf, egal, was uns passiert.“


Nach dem Abendessen muss Marc sich erstmal einen freien Kopf schaffen. Er läuft mit Buddy eine Runde durchs Viertel. Immer wieder wischt er sich die Tränen aus dem Gesicht.

Während Emily drinnen die Kids bettfertig macht.

Fiona kommt fix vorbei. Seitdem alle fünf drüben wohnen, kommen sie sehr gut voran. Benny stellt sich zwar immer noch etwas an, aber durch Doreen hat er verstanden, dass man nicht immer drumherum kommt, im Dreck zu landen. Wenn man es denn so nennen kann. Er war heute auch schon mit in San Myshuno und hat die Wohnung entmüllt. Cindy ist mittlerweile in StrangerVille. Auch sie hat die Krankheit.

Hat sie aber ein gutes Timing erwischt. Es ist gerade keiner da zum Aufmachen.

Also fix ein Handtuch umwickeln und auf geht's. Mal gut, dass die Frauen aus Sulani das gerade nicht mitbekommen.

„Du noch so spät hier?“ Er ist aber auch froh, dass Fiona gerade hier ist. Das lenkt ihn ab.

Eigentlich denkt sich Marc ja gerade nichts dabei, aber er zieht die Mädels magisch an, mit diesem Körper. Selbst Fiona muss mal gucken.

Dann zieht der junge Erwachsene sich doch lieber mal was an. Besser ist das. Natürlich liebt Fiona Tommy und so, aber man kommt trotzdem nicht drumherum, da mal zu schauen.


Die Teenagerin erzählt ihm, dass Valentino eben mit den Kindern rüber zu Samira ist. Selbst Marcs Halbschwester kam mit. Puh.


Und da hat sich Emily gerade wieder etwas ablenken können.

Fiona hat sich auch noch mal im Namen von Phillip dafür entschuldigt, dass er die Tiere hier einfach so abgestellt hat. Er möchte das bald wiedergutmachen. Langsam wird ja die alte Tierklinik ganz muckelig.

Marc setzt sich nur vor den Fernseher und macht da so eine komische Kindersendung an. Emily beobachtet ihn. Heute möchte sie noch nicht darüber mit ihm reden. Er soll das alles erstmal verarbeiten. Wenn was ist, dann ist sie aber da. Valentino hat sich für morgen angekündigt. Vielleicht bringt das noch weitere Gewissheit. Aber wenn er schon abhaut, dann sind die Karten klar.

Selbst als Emily umschaltet, interessiert es den jungen Vater nicht. Er schaut einfach nur starr auf die Glotze.

Da muss Emily ihren Mann doch mal in den Arm nehmen.


Und Fiona schafft es irgendwie gerade absolut nicht ins Wohnzimmer, da irgendwie immer was anderes Süßes auf sie zukommt, was sie erstmal knuddeln muss.

Bis Muffin Joshua weckt. Der arme muss jeden Abend leiden.

Doch die Hündin versteht langsam, dass es sich nicht gehört, andere zu wecken.

Schließlich schafft es Fiona dann doch noch ins Wohnzimmer und Emily schafft es wiederum, ihren Marc kurz zum Lachen zu bringen.

Bevor es ins Bett geht, wird die Nichte ordentlich durchgeknuddelt.

„Es wird bald alles besser. Versprochen.“

Mal schauen, was Valentino morgen zu sagen hat.

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