• Kucki 232

Folge 502


Nach diesem turbulenten Tag gestern, freuen sich die jungen Erwachsenen, dass sie eine Nacht mal durchschlafen konnten. Na ja, fast. Marc dachte in den ersten Stunden noch viel über seine Mam nach. Er kann es einfach nicht glauben, was sie da abgezogen hat. Wer weiß, was sie noch alles angerichtet hat? Eigentlich will er es nicht wissen, aber irgendwann wird er bestimmt wieder was damit zu tun bekommen. Vor allen Dingen, wenn Valentino bald gegen sie ermitteln möchte.


Aber nicht heute. Heute soll es ein fauler Tag werden. Muffin schlief nämlich auch die ganze Nacht durch. Auch sie scheint etwas ruhiger zu werden.


Marc möchte eigentlich aufstehen.

„Hey, nein. Du stehst jetzt nicht auf, hihi. Bleib einfach liegen. Es ist doch nichts.“

„Äh. ne. Ich. Ich muss dringend aufs Klo und so. Das kann nicht warten.“

„Klar, kann das warten, hihi.“

Und schon zieht sie ihn zurück unter die Bettdecke und nun ja. Eigentlich will er das ja alles gar nicht, aber Emily meint, dass der Softie ganz schön was unter der Haube hat, wenn sie einmal loslegen.

So viel, dass sie danach erstmal kalt duschen muss. Tja, sie sind inzwischen allein. Ungestört. Na ja fast. Aber es läuft besser als die letzten Tage. Ähm, Jahre.

Während Marc sich grinsend anzieht und Essen macht.

Die Kids können ja jederzeit wachwerden und der Hund schläft bestimmt auch nicht mehr lange. Also kurz noch die Zweisamkeit genießen.

„Ich hab das vermisst.“

„Äh, ja. Ich. Kann sein, ja.“

Und da ist das kleine Kampfgeschwader auch schon. Paps wird erstmal genau beobachtet.

Während Emily total happy den Garten macht.

Diese Ruhe hier heute. Selbst Emilio fällt kaum auf. Puh.

Jetzt bleibt auch mehr Zeit für die spannenden Dinge des Lebens.

„Hast du eigentlich Muffin gesehen? Ich finde sie nirgends.“

„Äh, sie war doch heute Morgen noch bei uns.“

Schließlich wird Emily dann auch im Schlafzimmer fündig. Sie schläft sehr lange. Na gut. So viel wie sie auch in der letzten Zeit am Rumtoben war. Und upsi. Dann hat sie ja heute Morgen alles mitbekommen. Ach nein. So tief und fest wie die Hündin schläft, garantiert nicht.

Bis dann Marc einmal kurz der Mut packt und er seine Emily den süßesten, romantischsten und ausgiebigsten Kuss verpassen möchte. Ob das ein Fehler ist?

Emily schaut Marc nur an und er sagt sich innerlich schon wieder „Oh, oh. Warum hab ich das jetzt gemacht? Nicht gut. Gar nicht gut.“

„Hey, ich ähm. Sorry. Mich überkam das da gerade so und na ja.“

„Hihi. Selbst schuld.“

Schließlich kann er ihren Küssen dann doch nicht widerstehen und irgendwann geht es dann unter die Dusche. Jetzt müssen nur noch die Kids lieb sein. Ob sie was mitbekommen?

Viel Spaß euch.

Muffin sucht den Weg zur Futterschüssel. Wäre da Emilio nicht. Das muss wohl noch warten.

„Du, ähm. Jetzt ist aber gut, okay? Weil, ich ja noch zur Uni muss und na ja.“

„Wieso, was passiert da denn, hmm? Hihi. Ach, du bist echt süß. Weißt du das eigentlich? Ich lieb dich und das wird sich nie ändern.“

„Na, du kleiner Wuffi. Beginnt dein Tag auch so wunderbar?“

„Hey. Während Paps weg ist. Soll ich euch eine Geschichte vorlesen? Habt ihr Lust?“

„Au jaaaaa. Geschichte.“

„Jaaaaaa.“

Ganz ungewohnte Bilder im Haus der Generationen. Emily sieht auch zu, dass sie ihr Handy auslässt. Sie möchte den Mist der letzten Zeit erstmal von der Schulter klopfen und dann weitersehen. Heute braucht keiner kommen.

Heute ist es draußen auch sehr heiß. Ein Planschbecken kommt erst mal an die Stelle des Bällebads. Da schmelzen ja schon die Kugeln weg. Tut auch nicht Not. Also ab ins kühle Nass.

Nebenbei tut sich auch ganz schön was am Haus. Man merkt gar nicht, dass einige Zimmer auf Wanderschaft gegangen sind, haha. Das Haus sieht langsam richtig gut aus.

Marc kommt nach Hause. Heute hat er etwas mehr zu tun. Morgen liegen nämlich zwei Vorlesungen an. Aber das ist okay. Emily ist ja da.

Diese Ruhe hier heute ist einfach göttlich.

Bis Emily dann schließlich doch mitbekommt, wie ihr Handy vibriert. Da muss sie dann doch mal nachschauen. Es ist Tommy. Er würde gerne vorbeikommen, da Fiona ihm alles erzählt hatte von gestern. Aber klar. Tommy ist immer willkommen.

„Hey, Großer. Na. Nimm es mir nicht übel, aber heute ist so ein toller Tag. Bitte fang nicht mit dem Thema Tanya an, oder sowas. Okay?“

„Nein, alles gut. Ich wollte nur meine beste Freundin fragen, wie es ihr geht. Und Marc natürlich. Und den Kids. Klar.“

„Uns geht es mega. So richtig gut. So richtig, richtig gut, hihi. Diese Ruhe. Gut, oft ist sie auch langweilig, aber heute ist sie mal schön, hihi.“

„Wow. Du strahlst ja richtig.“

„Ja, was soll ich machen? Draußen ist es heiß, hier ist es ruhig. Kein Stress, kein gar nichts. Keine nervenden Tanyas. So kann es bleiben.“

Bis es an der Tür klingelt. Emily hat keine Lust, nachzuschauen.

Marc schaut jedoch mal nach und sieht, dass es sein Vater ist. Er schickt ihn rein.

„Ich komm auch gleich. Bin gleich fertig.“

Doch als Emily ihn sieht, verzieht sie kurz ihre Miene. Nicht heute. Nein, nein.

Eigentlich wollte sich Sven ja heute wirklich mal bei seinem Sohn auskotzen, aber das muss wohl warten. Er sieht, dass das heute wohl nicht so gut ist.

Emilio belagert seinen Opa eh.

„Du Nicht-Geist-Opa? Hab Geistopa und Nicht-Geist-Opa. Nicht-Geist-Opa nicht kennt.“

Emily setzt sich mit dazu und sieht immer noch die angepisste Miene von Sven.

„Sven? Wir können gerne bald reden, okay? Bitte, bitte. Dieser eine Tag. Es ist so schön, hihi.“

Und er sieht es ein. Klar. Er weiß aber, dass er keine Zeit mehr verlieren möchte, mit seinem Sohn. Mit Nadine hat er sich ebenfalls ausgesprochen. Sie kommt auch langsam ins normale Leben zurück und hat sich schon mal von ihrer Frisur getrennt. Andere Klamotten mussten auch her. Und ganz wichtig ist es Sven, dass die Familie seine Freundin kennenlernt. Eine kleine Exotin aus Sulani.

Denn die Kinder sind sehr froh, dass sie noch einen Opa zum Knuddeln haben.

Marc kommt rein und umarmt seinen Paps sofort. Eine große Last fällt von den beiden. Es gilt, viel nachzuholen.

Nach und nach wird das Chaos im Haus der Generationen beseitigt.

Festere Freundschaften werden geknüpft.

Verliebt zu Abend gegessen.

Während man merkt, dass Sven ein echt netter Kerl ist. Seine Gang ist schon ewig Geschichte. Das einzige, was ihn an diese Zeit erinnert, ist sein Tattoo.

Er hat nie aufgegeben, seine Kinder sehen zu können.


Und nun sind es nicht nur mehr die eigenen Kinder, die er sieht, sondern auch die Enkelkinder.

Trotzdem muss er immer wieder an Tanya und ihre Masche denken. Wie konnte er ihr nur so hinterherrennen? Sven bietet Valentino auch seine Hilfe an, wenn er gegen sie angeht. Vielleicht werden sie ja Kumpels?

Doch für heute lässt das junge Ehepaar noch gut sein. Morgen möchte Emily nach StrangerVille. Wenn ihr Anando schon nicht hilft, dann will sie ihren eigenen Weg finden. Sie möchte den Wissenschaftler sprechen, von dem ihr alle so abraten. Ist er vielleicht ein schwarzer Magier und eigentlich für alles verantwortlich?


Was auch immer noch passieren wird: Nicht mehr heute. Denn die beiden wollen die Füße hochlegen.

Vor dem Fernseher kuscheln.

Und trotzdem darüber nachdenken, was wohl morgen alles passiert?


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