• Kucki 232

Folge 509


Da wären wir wieder. Im Haus der Generationen macht sich der Alltag weiter bemerkbar. Morgens in aller Frühe Windeln wechseln ...

... oder am frühen Morgen für Beschäftigung sorgen.

Auf jeden Fall sieht es hier gerade so aus, als wenn alle am liebsten wieder ins Bett gehen würden.

Während die Duvans noch andere Probleme haben. Es regnet kaum und die Pflanzen wachsen nicht richtig. Die Ernte fällt seit der letzten Tage aus.

Deswegen wollen Emily und Marc sich etwas Trost ins Haus holen. Das Geld geht langsam zuneige, die Ernte fällt aus und sich dann noch um die Kinder kümmern. Puh. Selbst das Hundefutter hält nicht mehr lang und Muffin kostete auch noch ordentlich Geld, weil sie zur Impfung musste.

Womit sich Emily jedoch gerade nicht unterkriegen lässt, ist die Party für Joshua zu planen. Dann soll halt jeder was mitbringen oder so. Oder sie rauben eine Bank aus und, nun ja. Emily ist frustriert. Nicht mal mehr der Geburtstag kann richtig finanziert werden. Man dachte ja, es reicht alles erst.

Schließlich geht dann auch der Kühlschrank kaputt und Marc hat noch nicht so die Erfahrung, um irgendwas zu reparieren. Geschweige denn Emily. Also flattert auch hier wieder eine teure Rechnung ins Haus.

Während Emilio es ordentlich ausnutzt, dass seine Mam so beschäftigt ist und er in Ruhe Blödsinn machen kann. Paps ist ja weg. Also macht das so richtig Spaß.

Doch, dass er seiner Mam gerade so richtig einen Stich ins Herz verpasst, das versteht der Kleine noch nicht so wirklich.

Er macht einfach weiter und wird auch noch bockig. Die junge Mutter versucht aber so ruhig wie möglich zu bleiben. Und im Hintergrund wartet dann auch noch Muffin auf ihr Futter. Man konnte ja noch einiges durch die Pflanzen einnehmen, aber die Kerzen laufen absolut nicht gut. Marc verkauft hier und da mal eine Schnitzerei, aber das war's.

Emily würde ja gern arbeiten. Aber bei dem Rabauken hier im Haus? Nicht wirklich. Selbst als Freelancer hätte sie keine Ruhe.

Während Emily da so am Putzen ist, hat Emilio schon das Nächste im Visier.

Vielleicht schafft sie es ja, ihn ein wenig an der neuen Spielburg abzulenken. Der Kleine braucht echt Beschäftigung.

Natürlich nutzt der ruhigere Joshua auch die Gunst der Stunde und flitzt hinterher.

Das Problem ist, dass Marc das Gerät auf Raten gekauft hat. Ob das eine gute Idee war?

Gestern hat man noch anders gedacht, doch heute wird man von der Realität eingeholt.


Und da Mutti erstmal genug hat und drinnen noch weitermachen muss, hat Emilio nur gesehen, wie Muffin draußen das Geschäft verrichtet hat und nun ja.

Es ist doch soooo schöööön warm dadrin.

Da schaut Emily echt nicht schlecht, als sie Emilio da so in der Scheiße sitzen sieht.

„Also langsam ist wirklich gut. Ich halte das keine Sekunde mehr länger aus. Emilio? Ab ins Bad mit dir, aber zackzack.“

Emily macht den Dreck fix noch weg und atmet immer wieder tief durch. Wann kommt Marc endlich nach Hause? Das dauert ja eine halbe Ewigkeit.

Während Joshua ganz brav drinnen spielt.

Und der kleine Rabauke gebadet wird. Emily muss fast kotzen, bei dem Gestank. Die Klamotten. Boah. Alles stinkt. Wie soll das nur weitergehen?

Marc kommt von seiner ersten Vorlesung und weiß noch gar nichts davon, was hier gerade passiert. Und da ist er so stolz auf sein Werk der letzten Wochen.

Er bemerkt zwar schon, dass es hier recht unordentlich aussieht und es ziemlich stinkt, aber die Hausaufgaben können nicht warten. Je schneller er fertig ist, desto schneller kann er auch mit anpacken. Marc hat ja mal versucht, nachts seine Aufgaben zu machen, aber am nächsten Morgen wäre er fast eingepennt in der Vorlesung. Also ist der Plan auch doof.

Denn Emily dreht langsam so richtig durch. Jetzt wälzt sich Muffin auch noch in ihrer eigenen Pinkel.

Und drinnen sieht es auch nicht besser aus.

An jedem Ende lauert anderer Ärger.

Emily fleht die Hündin langsam schon an, dass sie das unterlassen soll.

„Bitte, bitte. Lass es, liebes Hündchen. Jaa? Lässt du das? Du bekommst auch bald wieder richtig tolles Leckerli, wenn du brav bist. Wenn wir denn endlich mal Geld hätten und so.“

Schon wird auch hier geschrubbt. Emilys Füße tun ihr ordentlich weh. Und dann hätte sie nebenbei noch das Reich retten sollen? Puh. Sie kommt ja im halben Haushalt schon kaum zurecht. Mal ist die Stimmung so und mal so, aber jetzt, wo sie merkt, dass das Geld immer weniger wird, ist diese alles andere als gut.

Wenigstens hat sie es geschafft, den Spieltisch aufzubauen, so dass die Kleinen kurz abgelenkt sind.

Doch Emily kann einfach nicht mehr. Sie versucht Marc so viel Spielraum zu lassen, wie es nur geht, aber irgendwann hat auch sie ihre Grenzen erreicht.


Etwas später bekommt sie von Ramon und Miguel Besuch.

„Hi, Emily. Wie geht's?“

„Wer sind sie und was suchen sie in meinem Haus? Kenn ich sie?“

„Ähm, wie bitte?! Ich bin's? Ramon?!“

„Echt jetzt? So viel sollte der Zauber eigentlich gar nicht löschen. Verdammt.“

„Was reden sie da?“

Emily geht ins Esszimmer zu Marc und fragt, warum er diese Clowns hier reingelassen hat, doch dieser meint, dass sie sich doch kennen und gute Freunde sind. Dreht Emily nun einfach nur komplett durch, oder war der Zauber wirklich etwas zu viel?

Selbst Miguel erkennt sie nicht.

Während sich Ramon trotzdem wieder darüber freut, mal was anderes außer das Reich zu sehen. Die beiden sind Hüter geblieben. Man weiß ja nie. Aber sie möchten normal weitermachen und eben solange Hüter sein, wie sie leben. Der ewige Hüter ist dann ja eh Micha. Aber das soll keiner wissen, mit Ramon und Miguel.

Emily weiß langsam nicht mehr, wo ihr Kopf steht. Es ist schön, dass Marc sich einfach so zurückziehen kann, da er ja noch so viel schuften muss, aber die junge Mutter wünscht sich das auch mal. Dann sitzen da noch fremde Zirkusclowns im Wohnzimmer. Mehr kann einfach nicht passieren. Oder explodiert gleich noch das Haus? Ne, lieber nicht.

Außerdem ist sie am Überlegen, Sven zu fragen, ob sie eine Weile Muffin nehmen können, bis sich die Lage beruhigt hat. Der Hund ist zu teuer. Das hat sie überschätzt. Und da hat sie es gut gemeint. Sven willigt ein. Heute klappt es jedoch noch nicht. Er wollte sowieso mal einen Hund haben.


„Wie kann das sein, dass ich euch nicht kenne? Wie lange kennen wir uns denn schon? Und woher? Ich weiß einfach nichts.“

Draußen ist das Wetter mittlerweile genauso trüb wie drinnen die Stimmung.

Ramon und Miguel haben beschlossen, dass sie Emily kurz helfen und sie sich in die Wanne hauen kann. Sie glaubt diesen beiden Spinnern zwar noch nicht so ganz, aber sie glaubt ihrem Mann. Schon verrückt heute alles. Also checkt Ramon die Lage.

Während Emily sich im Bad zurückzieht. Das hat ihr so richtig gefehlt. Marc beeilt sich auch schon. Er ist auf einer Seite sehr froh, dass es bald überstanden ist, aber auf einer anderen Seite ist das jetzt halt die Chance für ihn. Die möchte er einfach nicht vermasseln.

Dieser hatte nämlich eben die zweite Vorlesung hinter sich gebracht. Nun kann er auch in Ruhe seiner Familie helfen. Es tut ihm leid und daher möchte er seine Frau mal so richtig verwöhnen. Also, nicht so verwöhnen, aber eben so. Also, so wie Marc das halt immer gern tut.

Emily kommt gar nicht mehr aus dem Bad raus. Manchmal hört man sie auch singen. Warum auch nicht? Marc beschließt, dass Joshua trotzdem einen wundervollen Geburtstag bekommt, den er so schnell nicht vergessen wird. Ja, die Duvans haben im Moment wenig Geld und er hat das mit Muffin auch schon mitbekommen, aber wenn der Kleine da gerade so über seine Party sabbelt, dann muss es einfach unvergesslich werden. Muss er halt etwas mehr schnitzen.

Und dieser kleine Stinker hier wird einen genauso coolen Geburtstag bekommen.

Ramon und Miguel gehen nach Hause. Die beiden wohnen wieder in Tartosa. In Miguels Haus. Zusammen mit Miranda und Kids. Trotzdem nervt es sie, dass sie wohl ein wenig zu viel gezaubert haben. Die beiden Hüter nicht zu kennen, die großer Bestandteil der Familie sind, ist schon ein krasses Ding.


„Endlich kehrt langsam Ruhe ein. Ich flipp hier bald aus. Sorry Marc, aber ich schaff das halt nicht alles allein. Wie sollen wir über die Runden kommen?“

„Es ist bald überstanden.“

„Marc, du redest immer so, als wenn du Millionen scheffeln wirst. So viel ist das auch nicht.“

„Nun ja. Das nicht. Aber wenn wir meine Mam drankriegen, dann wird es vielleicht etwas mehr sein.“

Da grinst er nur. Er hat viel nachgedacht über seine Mam und die ganze Geschichte. Und eines ist ihm klargeworden: Er möchte kämpfen. Auch wenn es gegen seine Mam ist.

Und auch wenn mindestens einer von den beiden heute ordentlich Mist gemacht haben, haben sie ihre Eltern trotzdem lieb. Paps kann nämlich gut kochen, also muss man ihn besonders viel liebhaben.

Wo Marc jetzt auch beim Aufräumen hilft, geht alles schon wieder viel chilliger vonstatten. Es ist nur traurig wegen Muffin, aber Sven hat einen guten Job und seine Freundin ist richtig fanat in Hunde. Da wird sie gut aufgehoben sein.

Nur mit der Ernte muss man halt sehen, wie es weitergeht. Ansonsten bestellen sie erstmal alles in Henford. Mike hat den Hof mit seiner Frau übernommen, den einst seine Mam geführt hatte. Er ist zwar nicht so der Landwirt, aber ein guter Geschäftsmann. Seine Frau macht den Rest.


Morgen wird alles für die Party vorbereitet. Marc und Emily haben so einige Gäste eingeladen, doch wären sie sehr dankbar, wenn diese auch etwas mitbringen könnten. Emilio hat einmal sämtliche Teller runtergeschmissen und Pappteller sind auch nicht die Lösung.

Schließlich lassen Emily und Marc diesen turbulenten Tag ausklinken.

Und genießen ihren Fernsehabend.

Während Muffin wohl merkt, was morgen auf sie zukommt. Aber es ist besser so. Marc vertraut seinem Paps. Sie haben ein großes Grundstück und seine Freundin ist noch viel zuhause. Sie haben ja keine Kinder. Selbst Nadine freut sich schon auf Muffin.


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