• Kucki 232

Folge 517


Bei den ganzen Geschwisterkindern dürfte es doch eigentlich gut Aufmerksamkeit geben für den kleinen Joel. Zumindest tagsüber. Nachts müssen die Eltern dann dadurch.

Emily hätte nie im Traum dran gedacht, jemals selbst so eine kleine Großfamilie zu haben. Die Dusche ist langsam legendär. War sie doch eigentlich schon immer.


Um 6 Uhr kommt schließlich der kleine Weltentdecker ins Esszimmer und bereitet sich auf seinen nächsten Schultag vor. Jetzt hat das mit den ganzen Kursen nicht geklappt, da muss doch wenigstens woanders was zu machen sein.

Seine Mam spricht ihm auch ordentlich Mut zu.

„Kunst und Musik sind doch ebenfalls schöne Fächer. Ich würde das auch gerne nochmal machen.“

Niklas wiederum sieht eigentlich ganz friedlich beim Schlafen aus. Aber er bratzt sich gerade die Windel so ordentlich voll. Seine Richtung wird auch so langsam bestimmt.

Während Joshua ein sehr hilfsbereiter Junge ist. Er sieht, wie seine Mam und sein Paps Stress haben, um manchmal hinterherzukommen. Also packt der Grundschüler einfach öfter mal mit an. Zwar nicht perfekt, aber wie hieß es letztens noch so schön? Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Emilio macht Dreck und Joshua macht ihn weg. Das kann noch witzig werden mit den ganzen Pupsern.

Trotzdem beginnt der Tag recht friedlich. Kein Chaos, kein Stress, kein Gezanke.

Während Marc noch genüsslich vor sich hinschlummert.

Aber auch er sollte irgendwann mal aufstehen. Joshua ist bereits in der Schule und so ganz soll Emily mit den Windelpupsern ja auch nicht allein bleiben. Also Abmarsch.

Als er sein Handy anstellt, flattern erstmal ordentlich Nachrichten rein. Sein Paps wünscht ihm 'nen guten Morgen. Nadine fragt, ob sie sich nicht mal in Windenburg treffen wollen und dann kommt noch was von Valentino rein. Er kommt nachher gegen 10 vorbei. Es tut ihm leid wegen gestern.

Bleibt also noch eben etwas Zeit, um sich zu rasieren (ich konnte nicht mehr^^)

Was aber eindeutig keine gute Idee ist.

Denn Niklas drängelt und möchte eine neue Windel haben. Langsam kneift es dort doch ganz schön.

„Aber den Blödsinn lassen wir ab sofort. Ist zwar schön und so, aber du hast ja gesehen, was passieren kann.“

„Hey, ich wollte dich nur auf andere Gedanken bringen, hihi. Du ziehst schon wieder so ein Gesicht.“

„Ich weiß.“

„Keine Zeit für Niklas haben. Popo brennt und tut Aua. Windelkacka.“

„Na ja. Aber du weißt auch, wo das Töpfchen ist. Da geh doch einfach drauf. Du weißt, wie das geht.“

„Nö.“

„Na dann. Wie wäre es mit einem Bad, hmm? Dann ist das ganz schnell wieder vergessen.“

Während Marc sich um die anderen Sachen kümmert und immer wieder das Gespräch mit seiner Mam durchgeht. Warum hat sie ihn gewarnt? Das lässt ihm einfach keine Ruhe.

Pünktlich kreuzt Valentino bei seinen Nachbarn auf. Doch bevor er reingeht, versucht er sich noch irgendwie zu fangen. Nun hatte er so einen heißen Feger bei sich im Bett und ihm geht es immer noch mies. Ist irgendwie fast wie bei Marc. Emily versucht ihn ja auch andauernd abzulenken.

Marc bekommt das Quietschen der Schaukel mit und schaut mal nach.

„Hey, na. Du ziehst irgendwie auch kein besseres Gesicht. Wir kriegen das hin.“

„Es tut mir leid wegen gestern. War ein bisschen zu viel mit deinem Paps. Aber tat trotzdem mal ganz gut. Im Moment definitiv.“

„Alles gut. Ist vergessen. Konzentrieren wir uns auf Tanya. Und komm erstmal her.“

„Ich habe das Gefühl, sie verfolgt uns auf Schritt und Tritt. Sie war gestern einfach zu schnell in Windenburg. Da stinkt was gewaltig, Valentino. Warum hat sie mit mir geredet? Verdammt. Sie war total aufgebracht.“

„Du hast sie gestern getroffen? Marc. Ich finde aktuell gar nichts über sie. Sie hat selbst ihre Simsbookseite gelöscht. Und dann trifft sie sich einfach so mit dir in Windenburg? Sorry, wenn ich das so sage, aber ich glaube, deine Mam ist nicht ganz dicht und paranoid oder sowas. Wie willst du dir das sonst erklären?“

„Sie hat wohl einen Männerwahn, oder sowas. Haut dann panisch ab, wenn man mit ihr mal kuscheln will. Ach, was weiß ich. Die Frau braucht Hilfe, mehr nicht.“

Während die beiden nach irgendwelchen Hinweisen suchen, wuselt Emilio um sie herum und kommt gerade gar nicht vom Hund los. Tja, der Kleine kann halt auch mal lieb sein.

„Ich weiß nicht warum, aber ich habe irgendwie immer noch den Unfall mit im Spiel. Ich weiß nicht. Es fühlt sich noch nicht so abgeschlossen an, verstehst du?“

„Wie meinst du das? Ein stinkiger Millionär, der eine Prostituierte mit an Bord hatte, hat diesen Unfall verursacht.“

„Habt ihr denn überhaupt Spuren gefunden, die darauf hindeuten? Außer ein paar Bierflaschen war doch nichts. Sperma? Irgendwas.“

„Hm. Nein. Nur die Flaschen.“

„Als wir den Fall abgeschlossen hatten, war Mam ziemlich erleichtert. Sie kam dann ja zu mir und hat sich immer stundenlang wiederholt, dass sie ja froh ist, dass alles vorbei ist. Immer und immer wieder.“

„Stimmt. War bei mir auch so. Sie wollte immer davon ablenken und als der Fall abgeschlossen war, wurde sie dann auch so anders. Also meinst du, wir sollten die Akte doch nochmal rausholen?“

Emily möchte die Männer nicht stören und macht nebenher den Haushalt weiter.

„Ich finde, mit dir an Bord werden wir eine gute Anwaltskanzlei abgeben. Du siehst irgendwie in Dingen noch etwas, was wir schon abgeschlossen haben. Wow. Nur ob da wirklich was dran ist, wird sich zeigen. Aber egal. Auf geht's, würde ich sagen.“

„Heute Abend könnten wir dich auch direkt gebrauchen. Nicht im Falle deiner Mam, aber bei uns ist eine Bitte eingegangen, dass wohl ein Dieb in Windenburg auf Streife geht. Auf den Terrassen fehlen sämtliche Möbel. Wäre schön, wenn du das mal beschatten könntest. Und nebenbei arbeiten wir an unserem großen Fall.“

„Meinst du nicht, ich sollte lieber schauen, wo sich Mam aufhält?“

„Marc? Unsere Kanzlei besteht nicht nur aus Tanyas Fall. Es gibt noch genug anderes zu tun und alleine von ihrem Fall, wirst du auch nicht leben können. Immerhin bekommst du allein für diesen Auftrag schon gut Geld. Ich dachte, ihr braucht Geld?“

Valentino ist gerade etwas enttäuscht, weil sich Marc zu sehr auf den Fall seiner Mam fixiert. Natürlich ist das auch wichtig, aber die Kanzlei hat nun mal einen guten Ruf. Auch andere Sims suchen deren Rat.

„Du musst verstehen, dass mir das sehr nahe geht, okay? Ich hab Tanya immerhin geliebt.“

Valentino steht auf und verpieselt sich erstmal.

Die beiden brauchen erstmal eine kleine Pause. Gegen Tanya anzugehen, ist gar nicht so einfach. Aber wohl notwendig.

Emily hat einen Teil mitbekommen, aber hält sie sich bedeckt. Valentino und Marc müssen wohl mal so ordentlich von ihr durchgeknuddelt werden. Ach, und wie war das vorhin noch mit Emilio und lieb sein?

„Haha Tinkepup. Hihi, haha.“

„Boah. Das stinkt ja wie ein Komposthaufen. Emilio. Hör auf damit. Das macht man nicht.“

„Doch. Darf das.“

„Na, das werde ich dir zeigen.“

Valentino kommt mit ins Wohnzimmer. Ja, er sieht sehr betrübt aus und der Knuddler ist sowas von überfällig.

„Hey, Großer. Komm mal her. Ach menno.“

„Hey. Das wird wieder.“

„Immer habe ich so ein Pech mit den Frauen. Warum? Sag's mir.“

„Weil du einfach zu gut für sie bist.“

Damit die Kinder das nicht so mitbekommen, gehen die beiden ins Esszimmer.

„Was ist denn da mit der Frau gestern bei dir, hmm?“

„Was soll sein? Ich war etwas betrunken. Das hätte nicht passieren dürfen. Ich muss klar bei Verstand bleiben, Emily.“

„Sven meint es nur gut.“

„Ja, aber.“

„Nichts aber.“

Bis schließlich Marc auch noch schweigend mit dazukommt.

„Emily. Was bringt mir eine schöne Nacht mit irgendeiner Frau, die ich nicht mal kenne? Weißt du, wie oft ich mich gestern bei ihr entschuldigt habe? Meinst du, das macht irgendwas besser?“

Diese Stimmung hier am Tisch ist der Wahnsinn. Man merkt richtig, wie die beiden leiden.

Bei den beiden muss mal wirklich was richtig Positives passieren, was die Situation etwas umschwenken kann. Gar nicht so einfach. Emily weiß auch langsam nicht mehr, was sie sagen soll. Die beiden müssen gegen eine Frau ermitteln, denen sie sehr nahe stehen und standen. Wunderbar. Warum kann der Fall nicht einfach ruhen und gut?


Emily bereitet das Mittagessen schon mal zu. Auch sie fängt nun an, nachzudenken. Vielleicht fällt ihr ja auch noch was ein. Indirekt ist sie ja auch mitten im Geschehen.

Anschließend widmet sie sich wieder voll und ganz ihren Kindern. Die Männer sitzen immer noch schweigend da.

Denn die Kleinen haben eigentlich noch ganz andere Probleme. Der Pöppes brennt immer noch, haha. Ob er sich nun zweimal überlegt, da einfach so nachts reinzubratzen?

Doch irgendwann platzt Marc fast.

„Es wird uns aber auch nichts bringen, wenn diese Frau weiter draußen rumläuft und weiter unschuldige Männer hintergeht. Mit der Frau stimmt was ganz und gar nicht und ich glaube nicht, dass sie einfach nur paranoid ist. Nein, jetzt nicht mehr. Wir müssen die Akten durchgehen. Der Fall ist noch lange nicht abgeschlossen. Das spüre ich. Da ist noch was. Also. Packen wir es an?“

„Ja. Du hast recht. Ich werde nachher in die Kanzlei und Tanyas Akten mitbringen. Aber, wir müssen trotzdem vorsichtig sein. Sie darf nichts merken. Wir müssen da wohl durch.“

„So sieht es aus.“

„Ich hab sie trotzdem geliebt.“

„Ich weiß. Und genau deswegen, darf sie nicht gewinnen, okay?“

Valentino braucht noch kurz Zeit für sich, um wieder runterzukommen. Schließlich atmet er einmal tief durch und geht zu Marc ins Esszimmer.

„Aber kannst du heute Abend trotzdem mal nachschauen, wegen des Diebstahls?“

Immerhin hat Marc auch schon einen kleinen Einstellungsbonus bekommen. Wenn es seiner Familie gut geht, dann geht es ihm auch gut. Also Muffin scheint es schon wunderbar zu gehen.

Valentino macht sich auf in die Kanzlei. Ja, er ist nun vorsichtig und Tanya darf keinen Verdacht schöpfen. Der Fall wird also wieder aufgerollt. Nur diesmal mit Marc an Bord.


„Meinen Bruder so zu sehen, tut mir weh. Ich hoffe, ihr findet die richtige Lösung.“

„Klar.“

Um 15 Uhr kommt Joshua nach Hause. Jetzt ist das Thema eh erstmal vom Tisch. Er macht direkt Hausaufgaben. Heute ist seine Laune etwas besser.

Während Marc vor seiner ersten Schicht noch mit Emily vor der Glotze kuschelt. Das braucht der junge Vater echt im Moment.

Erstmal ist er einfach nur der Paps.

Und Emily die Mam.

Während sich Marc trotzdem auf diesen kleinen Auftrag freut. Nun kann auch er anfangen, anderen Sims zu helfen. Auch wenn es nur um dumme Gartenmöbel geht.

„Welche Kurse hast du denn bekommen?“

„Kunst und Musik.“

„Ah, cool.“

Der Fernsehabend wird gerade etwas vorgezogen. So können aber alle mal zusammen sein.

Man hätte nie gedacht, dass man mit den Duvans mal auf Ganovenjagd geht. So schöpfen sich wieder neue Geschichten. Und bis es dunkel wird, sind sie halt die kleine Großfamilie.

Jeder mit seinen eigenen Problemchen.

„Warum blutet das eigentlich immer, wenn man einen Zahn verliert?“

„Ach, und Mam? Wird Paps nun sterben, wenn er da immer Böse jagen muss?“

„Nein. Er hilft nun eher den Sims, die in Not sind. Er sorgt für Gerechtigkeit.“

„Echt? Cool. Das will ich auch werden. Kann ich mit Paps mal mitfahren?“

„Irgendwann bestimmt. Aber nun schau dir erstmal den Maltisch in deinem Zimmer an, hihi.“

„Maltisch? Cooooool. Danke.“

Und weg ist der Junge.

Während sich Detektiv Marc Duvan aufmacht, zu seinem ersten Auftrag. Elegant sieht er ja aus.

Die Windelpupser werden ins Bett gebracht und nun ja.

Trotzdem gibt es noch einen kleinen, wunderbaren Fernsehabend.

Der Fall rund um den Unfall scheint noch nicht ganz abgeschlossen zu sein. Eine große Hürde muss überwunden werden, um sich dem annehmen zu können. Zu viel Liebe steckt noch in den beiden Männern. Immerhin hat diese Frau Marc großgezogen und Valentino eine kurze Zeit lang wahre Liebe gezeigt. Oder war das alles nur Fassade?


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