• Kucki 232

Folge 522


Das lange Feiertagswochenende steht an. Geplant haben die Duvans jetzt nichts, aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Also, auf in die nächste Runde.

Joshuas Laune geht heute eigentlich. Er stand schon vor Madleens Wiege und schaute gespannt rein. Gestern war wohl einfach nur der Wurm drin. Und dann noch die Enttäuschung mit der Schule. Na ja. Jeder hat mal schlechte Laune.

„Kommst du denn langsam klar im Schreiben? Oder soll ich dir da mal helfen?“

„Nein, geht schon. Deswegen geht man ja in die Schule, hihi. Da lernt man ja und sowas und ich lern jetzt auch andere Kinder kennen. Die können das ja auch, weißt du?“

Emily wird eh immer von einem Ort zum nächsten beordert.

Und dann bellt auch noch Muffin wie verrückt, weil sie was zu futtern möchte.

Joshua packt fix mit an. Die schwierige Hürde von gestern ist überstanden. Jetzt kann er wieder mit anpacken.

Und überall nur Dreck und alles bleibt liegen. Hmpf.

Aber bei Joshua und Emily ist die Teamarbeit wunderbar. Emily soll sich ja noch schonen. Tut noch alles weh.

Da muss Emily ihrem Sohn mal „Danke“ sagen. Ohne ihn würde sie das gerade echt nicht schaffen.

„Danke, dass du mir hilfst. Ich möchte immer das Beste für euch und alles richtig machen. Es klappt halt nicht immer. Aber ich hab jeden Einzelnen von euch lieb und ich bin froh, dass ihr da seid.“

„Ich weiß, Mam. Hab dich auch lieb.“

Joshua geht in die Schule und Emily versucht allein ihr Glück. Marc soll noch ordentlich ausschlafen. Muss sie halt mal öfter eine Pause einlegen. Aber Marc hat schon genug für die junge Mam getan.


Während Emily versucht, unten alles fertigzumachen, fängt Madleen ordentlich an zu dampfen.

Irgendwie ist sie so in Gedanken, dass sie nichts mitbekommt. Na toll. Und da wollte sie ihren Mann ausschlafen lassen. Dieser gibt schließlich auf bei dem Geschrei und schaut selbst mal nach. Verschlafen geht es ins Wohnzimmer.

Wenigstens sind die beiden anderen Pupser etwas friedlicher.

Wäsche waschen. abwaschen, Betten machen, durchsaugen, Essen machen, bügeln. Boah. Das zum Thema schonen.

Marc bekommt einen Anruf von Valentino, ob dieser denn seine freie Zeit genießt.

„Klar, ist total der Urlaub. Schön wär's. Aber alles cool.“

Valentino hat weiter in den Akten gestöbert und das erste Mal fällt auch der Name Billy. Natürlich hat er diesen Namen schon mal gehört. Na ja, gut. Eigentlich gingen viele Billys in der Kanzlei ein und aus. Marc fragt gezielt nach einem Billy Molina, aber daran hätte sich der Lockenkopf erinnert. Hm.

Er geht beim Schrauben alles von früher durch. Immerhin kann er sich gar nicht mehr so wirklich an seinen Opa erinnern. Das ist ebenfalls eine große Lücke in seinem Leben, wenn er mal drüber nachdenkt. Und seine Oma - wo war sie denn? Dann dieser gegelte ältere Mann. Wie alt muss er heute sein? So alt wie er damals bestimmt schon war, müsste er ja heute um die 80 sein.

Also geht er weiter die Akten durch. Valentinos Auftrag ist ebenfalls klar: Etwas über einen Billy rausfinden. Er hat mit seiner Mam immer so derbe geschimpft. Wenn Marc nachgefragt hatte früher und sie in den Arm nehmen wollte, dann hat sie ihn immer zur Seite geschoben. Sie weinte ständig. Aber warum?

Marc schaut sich die Bilder aus den vier Fällen genau an. Vielleicht ist Billy ja irgendwo mit drauf. Tanya und jemanden umbringen? Die Sache wird immer verwirrender.

Immerhin kann Marc gerade nebenbei in Ruhe arbeiten. Das ist doch ein schönes Bild.

Pustekuchen, haha.

Später haben die größeren Pupser genug vom Spielen und gehen zum Paps. Marc versteckt die Akten schnell. Darf keiner mitbekommen. Anschließend ist er nicht mehr Detektiv Marc, sondern Paps Marc. Hier gilt es auch, viele Fälle zu lösen.

„Blöde Schwester doof. Ich hasse sie und Paps auch doof. Paps soll Baby wegmachen und mir Essen gibt. Andere Baby kein Essen braucht.“

Er geht gerade so richtig ab, wenn er in der Nähe seines Vaters ist.

Der junge Vater versucht aber cool zu bleiben. Auf Dauer lässt er sich das natürlich bestimmt nicht gefallen, aber im Moment wird es von allein besser. Hofft er zumindest.

„Papa böse ist und Emilio nicht mag. Anderes Baby mehr mag.“

Marc hat genug und verpieselt sich ins Esszimmer. Selbst ihm geht das gerade nahe. Möchte es jedoch nicht zeigen.

Denn im Esszimmer sieht das Bild schon wieder anders aus.

Emily bekommt davon Wind und eilt zur Stelle.

„Hey, hey. Alles gut. Es wird wohl an der Zeit, dass wir uns Emilio mal vorknöpfen. Ich weiß auch schon wie. Ach, verdammt.“

„Du sollst dich aber ausruhen.“

„Nein, ich mach das eben. Alles gut.“

Emily geht ins Wohnzimmer zu dem kleinen Stinker und legt die Karten auf den Tisch.

„Hey, hör mal zu, kleiner Mann. Meinst du wirklich, ich habe Lust, so mit dir Geburtstag zu feiern? Nein. Ich habe keine Lust, für dich eine Party zu schmeißen. Ganz ehrlich. Änder was an deiner Einstellung und du bekommst so eine coole Party wie dein Bruder. Aber so nicht.“

„Will aber Party. Mama doof. Müssen Geburtstag feiern.“

„Dann verdiene es dir und reiß dich endlich mal zusammen.“

Anschließend klingelt es an der Tür und das Gespräch gilt als beendet.


Es ist Lindara.

„Deswegen. Klein Emily macht das schon, hihi. Ich lieb dich, Marc. Du bist echt ein Süßer.“

Trotzdem hat das gerade mit Emilio so richtig ins Herz gestochen und er muss sich erstmal abreagieren. Es tut ihm eh gerade schon weh, dass er wohl einen ziemlich miesen Opa hat. Könnte er doch seine Mam gerade erreichen und mit ihr drüber reden.

Alle wollen die kleine Madleen begrüßen.

„Ich nicht Party macht darf. Will aber Party mit ganz viel Ballons. Kaufen kannst? Party will.“

Doch Emily bleibt stark und zieht Emilio in sein Zimmer, wo er über sein Gemotze nachdenken kann.

Während Marc draußen weiter in den Akten stöbert. Tote reiche Männer. Der eine war Immobilienmakler, der andere Autohändler. Einer war Professor und der andere unbekannt. Seine Mam hatte doch nie Geld. Wie soll sie diese Männer ausgenommen haben, wenn es zuhause nicht mal vernünftig Essen gab? Selbst seine Mam hatte ja nie vernünftige Klamotten an. Oder hat sie alles in Drogen verhauen? Hm. Wenn Tanya meint, dass es was Großes wäre, dann ist sie vielleicht eine Drogendealerin oder eine Meisterdiebin. Nichts sollte man außen vor lassen.

Und drinnen füllt sich langsam immer mehr das Wohnzimmer. Steven und Nadine sind mittlerweile zusammen. Irgendwie witzig.

Bis Marc einen weiteren Anruf von Valentino bekommt. Der Unfallverursacher kann es auf keinen Fall gewesen sein, was man ja erst dachte. Valentino hat herausgefunden, dass dieser William Porter hieß und nicht Billy Molina, oder sowas. Also alles wieder auf Anfang. Irgendwo muss er trotzdem schon mal in der Kanzlei aufgekreuzt sein. Oder Marc hat sich da echt vertan.

Marc hat drinnen nämlich noch einen ganz anderen Auftrag aufzulösen. Emily versucht, mit Emilio zu reden, doch dieser bleibt stur.

„Hey, was ist eigentlich mit dir los? Was haben wir dir getan? Wir haben dich genauso lieb, wie die anderen und da wird sich auch nie was dran ändern.“

„Wollte mit Josh allein sein, aber immer mehr Babys schickt. Ich mag Babys nicht. Josh netter Bruder und andere doof.“

„Und was kann Papa dazu?“

„Papa schuld für Babys. Immer kauft und kauft.“

Marc und Valentino kommen im Fall Tanya nicht wirklich weiter und so wird weiter gesucht. Irgendwo muss Billy doch reinpassen. Das nervt Marc nämlich immer mehr, dass er seine Mam früher so angeschrien hat.

Doch erstmal kümmert er sich um den kleinen Fratz. Vielleicht kann er ja hier wenigstens etwas erreichen. Emilio hört ihm wenigstens schon mal zu. Eigentlich ist er ja auch ganz cool. Der beste Paps ever.

Während Emily sich rausschleicht und die beiden machen lässt.

Schön, dass wir Rotschopf Samira nun wieder öfter sehen werden.

Es scheint sich wohl nicht nur Emily eigentlich ausruhen zu müssen, sondern auch Marc. Dem jungen Vater scheint langsam alles über den Kopf zu wachsen.

Hier wird ein ausgiebiger Urlaub wirklich mal Zeit. Aber, ob das mit den ganzen Kindern dann auch erholsam wird, sei dahingestellt.

Emily hat sich eben noch etwas ausgeruht, doch als sie sieht, dass Marc da so durch den Flur eiert, kümmert sie sich um die Gäste und Marc kann sich hinhauen.

Schließlich kommt Joshua aus der Schule. Also er jedoch sieht, wie voll es hier ist, verpieselt er sich in sein Zimmer. Die ganzen Verwandten schön und gut, aber hat ja keiner was für ihn dabei. Jetzt ist ja nur Madleen wichtig. Na ja und Joel. Die bekommen immer was. Joshua dreht seufzend um. Aber hey, nicht vergessen, kleiner Mann: Du hast auch viele Geschenke bekommen.

Das Wetter bleibt einigermaßen stabil, so dass Emilio und Niklas noch etwas draußen rumkurven können. Emilio hat sich gerade so darüber gefreut, mit seinem Paps zusammengewesen zu sein, dass er jetzt erstmal vergisst, dass Niklas ja eine Petze ist. Spielen kann man ja trotzdem gut mit ihm.

Auch Joshua bleibt nicht lange drin.

Während drinnen der Besuch weiterhin das Wohnzimmer belagert.

Die Duvans von der anderen Seite lassen nicht lange auf sich warten. Doreen wohnt auch schon fast bei Benny.

„Hey, na.“

„Wie geht's dir? War die OP schlimm?“

Hier ein kleines Fanbild für die Fans eben, haha.

Auch wenn es im Moment etwas drunter und drüber geht im Haus der Generationen, ist man doch froh, dass man so eine Familie wie diese hat.

Marc und Tommy sind ja mittlerweile auch beste Freunde. Tommy hat immer noch Kummer mit Fiona. Er hat jedoch jetzt erfahren, dass sie nur etwas Angst hat, bald mit ihm zusammenzuwohnen. Es ist ungewohnt für sie, das Elternhaus zu verlassen. Und dann eine eigene Familie gründen? Natalie wiederum wird nach Moonwood Mill zu Penny ziehen. Ihre Oma ist mittlerweile verstorben und so allein möchte Penny nicht bleiben. Benny wird das Zepter drüben auf der anderen Seite mit Doreen übernehmen.

Alle wollen die Babys bewundern, doch dann ist halt eben wieder das übliche Bild:

Aurora ist auch da, doch hat sich ins Esszimmer zurückgezogen. Sie ist sehr traurig darüber, dass die ersten Kinder bald ausziehen werden.

Während Marc sein Bestes versucht, um neben seinem Job für die Kinder da zu sein. Sein Leben wird ja trotzdem ordentlich bereichert mit ihnen.

Und natürlich auch für seine Frau.

Italienische Fleischbällchen kann der Paps nämlich am besten.

So endet der Tag langsam und sicher mit einer gemütlichen Runde. Marc hat auch versucht, so gut es geht, nicht an den Fall zu denken. Dafür ist dann eher die Nacht da. Was ja eigentlich auch falsch ist, aber nun ja.

„Du hast ja mal den Vorschlag gemacht, mit Sulani. Wenn du willst, können wir mal so einen kleinen Männertag einlegen und dort zusammen angeln gehen. Hast du Lust?“

„Oh ja. Bitte, bitte. Können wir morgen schon fahren? Dann den ganzen Tag und die ganze Nacht? Bitte, bitte.“

Marc kann zwar noch nichts versprechen, da ja erstmal die ganzen Feiertage sind, aber er schaut mal, was er in der nächsten Zeit machen kann.


Erstmal bringt er das kleine Kampfgeschwader ins Bett, die ordentlich draußen am Rumwuseln waren. Und morgen wird Joels Geburtstag gefeiert. Man erkennt es im Kalender im Moment nicht so gut.

Tommy bleibt noch eine ganze Weile und konnte sein Herz mal ausschütten. Er ist sehr froh, dass er mit Emily und Marc reden konnte. Sie haben ihm den Tipp gegeben, dass er mit Fiona mal ein romantisches Wochenende machen soll. Das würde beiden bestimmt mal guttun und sie können sich an die neue Situation gewöhnen.

Bis schließlich der Tag mit einer Kochsendung ausklingt.

Was geschah also bislang im Falle Tanya? Vier mysteriöse Fälle mit vier toten Millionären, wo man auf jedem Bild Tanya erkannt hatte. Und diese war dann noch mit Martin zusammen, der ebenfalls nicht gerade wenig Geld hatte und schließlich mit Valentino, der als Anwalt ja auch ein wenig mehr auf dem Konto hat. Dann dieser schwere Unfall damals, mit zwei Toten. Gibt es eine Verbindung? Und wer ist dieser Billy? Marc ist sich sicher, dass er ihn schon einmal in der Kanzlei gesehen hatte. Die Warnung von Tanya wird bald immer mehr ins Rampenlicht kommen. Warum hat sie ihren Sohn gewarnt?

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