• Kucki 232

Folge 59 - Wie kann das sein?


 

Erste Winterwoche: Sonntag

Geburtstag: keiner

Event/Feiertag: Jugendfest/Trödelmarkt

Erzähler/in: Madleen

 

Heute erzähle ich euch, was ich so erlebe. Ja, ich weiß, eigentlich habe ich ja nicht so viel zu erzählen, aber wenn meine großen Brüder dran sind, dann mecker’ ich immer, da ich auch mal möchte. Also darf ich heute, hihi.

Wir haben nämlich jetzt Winter und ich liebe den Winter. Schneemänner bauen und einfach nur Spaß im Schnee haben. Schon schön. Also auf in den Tag.

Meine anderen Geschwister und ich sind die einzigen, die schon wach sind. Dann ging die Party ja noch richtig lang. Wir vier waren jedoch schon zu müde, um noch richtig zu feiern. Haben oben gar nichts mehr mitbekommen. Aber es gibt ja noch sowas wie Cornflakes.

Später spielen wir zusammen und warten. Heute ist wieder Jugendfest und da möchte ich uuuuuuuuuunbedingt hin.

Oh, Paps ist von den Toten aufgewacht, hihi.

„Morgen Kinder. Gut geschlafen?“

„Morgen Kinder. Gut geschlafen?“

Emilio ist wach. Ich habe gesehen, wie schlecht es ihm und Joshi geht. Daher ist es doch cool, wenn wir zum Jugendfest gehen würden. Dann sind die beiden abgelenkt und finden vielleicht ihre große Liebe. Das wäre toll.

„Paps? Können wir nachher zum Jugendfest? Bitte, bitte. Dann kommen Joshi und Emilio auch mit und können sich verknallen. Geht das?“

„Da müssen wir abwarten, was Mam dazu sagt. Nachher ist auch noch Trödelmarkt und da möchte sie gern hin.“

„Dann gehen wir halt überall hin. Bitte, bitte.“

Okay, klar. Erstmal liegt Schmücken an. Es gibt nämlich seit heute einen neuen Feiertag. Eigentlich läutet das nur den Winteranfang ein, aber ich finde das cool, dass wir dann alles weihnachtlich schmücken müssen. Ich frage, ob ich Paps helfen kann.

Schließlich frage ich Mam, ob das klargehen würde. Ich finde, sie hat heute eine schöne Kette um. Der Stein sieht total cool aus.

„Mam? Können wir heute zum Jugendfest? Ich hab mir gedacht, dass sich dann Emilio und Joshi dort verlieben könnten und es ist immer so lustig da.“

„Klar, aber ich wollte nachher noch zum Trödelmarkt.“

„Ja, das ist auch okay. Da können sie sich bestimmt auch verlieben. Hauptsache, es geht den beiden besser. Ich mag nicht, dass es ihnen schlechtgeht.“


Ich schnappe mir meine Wintersachen und flitze schon mal nach draußen. Fridolin muss auch schon startklar gemacht werden, da ich mit dem Lama dann dahinreite. Ganz klar.

Es ist richtig kalt am Mt. Komorebi. Bei uns wiederum nicht so. Immer sind wir die letzten, wo es schneien tut. Manno.

Niklas, Joel, ich und Aurelie flitzen sofort los, als wir ankommen. Wir wollen unbedingt Bilder malen und experimentieren.

Meine großen Brüder lachen sogar zwischendurch mal. Das finde ich toll. Habe ich ja was Gutes getan. Jetzt müssen nur noch die richtigen Mädchen kommen, hihi.

Später treffe ich Viola an. Sie ist meine Cousine. Viola ist ganz nett und geht auch auf meine Schule.

„Hi. Wie geht es dir? Ich möchte dir unbedingt mal Fridolin vorstellen. Er ist aber zuhause geblieben, weil er keine Lust hatte. Kommst du bald mal mit zu uns?“

Aurelie wird ebenfalls neugierig und kommt zu uns. Wir unterhalten uns total witzig und finden es alle cool hier zu sein. Ist ja auch immer spannend. Man kann viel machen, aber ich würde mir noch ein Karussell wünschen und Spielstände. Man möchte ja auch mal was gewinnen. Das Handyspiel ist eher nur für Jungs. Das ist doof.

Dahinten, das ist übrigens Mirco. Er ist nicht mehr mit uns verwandt, aber dann irgendwie doch. Ich habe das noch nicht so richtig kapiert. Auf jeden Fall ist Mirco immer etwas eingebildet. Er glaubt mir nicht, dass es Magie gibt. Er glaubt nie irgendwas.

Wir treffen selbst auf Geister. Gruselig. Aber das ist okay. Geister dürfen das zweimal im Jahr. Gestern waren wir ja auch auf dem Friedhof. Ganz viel Familie und ganz alte Familie durfte ich kennenlernen.

Paps kommt zu uns.

„Wollen wir dann gleich zum Flohmarkt? Eure Mam würde langsam gern los.“

„Jetzt schon? Die beiden haben doch noch gar keine Freundin gefunden. Wir müssen noch warten. Manno.“

Ich werde etwas stinkig, da ich mir das schwer vorgenommen habe. Wie ich sehe, möchte nicht mal Joel weg. Er ist total vertieft mit dem Ding da, selbst wenn ich ihn anspreche. „Buh“ mache ich dann jetzt aber lieber doch nicht, hihi.

Und dann sehe ich auch noch, wie Joshi einfach so wegrennt. Was hat er denn jetzt? Er muss zwar nachher zum Pfadfindertreffen, aber jetzt ist es noch viel zu früh. Selbst wenn ich rufe, kommt nichts zurück.

Aber wisst ihr was? Ich finde es doch cool, dass wir zum Trödelmarkt gehen. Das ist so megacool und so viel Schnee liegt schon. Wir wollen sofort Schneemänner bauen. Hier möchte ich hinziehen. So viel Schnee, und das jetzt schon. Und in Windenburg ist nichts. Einfach langweilig.

Irgendwann gucke ich, wo denn alle sind. Als wir fertig sind mit bauen, flitzen die anderen nämlich los. Ich schaue, was da los ist. Alle stehen um Emilio herum, der Gitarre spielt. Das macht er echt gern. Er spielt zwar total schief, aber irgendwann wird er richtig gut spielen können. Davon bin ich überzeugt.

Es gucken sogar noch andere zu. Das ist ja mal cool. Hey, Leute. Das ist mein Bruder. Schaut alle her.

Mam möchte jetzt aber erstmal shoppen gehen. Wir bleiben aber hier und hören zu. Wenn dann unterstütze ich meinen großen Bruder.

Sie hat sich eine Lampe gekauft, die sie auch gleich zum Auto gebracht hat. Emilio fängt plötzlich an, ein Kinderlied zu singen, was wir mal in der Schule gesungen haben. Das passt zwar nicht so zur Gitarre, aber ich finde, dass er eine schöne Stimme hat. Ob er mitbekommt, dass wir ihm immer zugucken?

Ihm wird dann doch etwas kalt und er muss aufhören. Ist ja auch richtig kalt hier. Meine Füße sind auch schon ganz zugefroren. Ich umarme Emilio.

„Du wirst mal ein ganz großer Star, das weiß ich. Du machst das richtig gut.“

„Okay. Findest du?“

„Ja, das finde ich, weil es so ist. Du wirst der Größte. Alle werden dir zuhören.“

„Meinst du echt? Hab das gar nicht so mitbekommen.“

Ich habe nur die Wahrheit gesagt.

Uns wird jetzt allen so richtig kalt. Wir hätten Handschuhe mitnehmen sollen. Also fahren wir ganz schnell nach Hause, wo absolut kein Schnee ist. Fies. Aber was noch fieser ist, ist, dass Emilio und Joshua keine Freundin gefunden haben auf dem Jugendfest. Sie haben sich die hübschesten Mädchen aller Zeiten verdient.

Ach, und Fridolin ist übrigens auch doof. Er kommt nicht mal mehr aus seinem Stall raus. Blödmann. Blödes Einhorn. Immerhin hat er Pflichten zu erfüllen, da ich ja eine Magierin bin.

Uns ist sooooo kalt.

Später klingelt es an der Tür, aber das ist mir egal. Mir ist kalt und wenn mir kalt ist, dann bewege ich mich nicht mehr. Ihr würdet das auch nicht schaffen. Also schaue ich mit Niklas einen Film.

Bis Mam mich von hinten anspricht:

„Madleen? Joel? Schaut mal, wer hier ist.“

Erst bin ich ja sehr im Film vertieft und so, aber dann erkenne ich Melody.

Mein Bruder und ich stehen sofort auf. Mir war nämlich doch gar nicht kalt und ich kann mich doch bewegen. Was suchen denn die beiden hier? Ich verstehe das zwar noch nicht, aber das ist gerade egal, da sie nämlich hier sind und das ist toll. Wir knuddeln uns alle durch.

„Was macht ihr denn hier? Ihr könnt das doch gar nicht, weil ihr die Sonne nicht mögt.“

Aber ich sehe, dass Shadow total mies drauf ist und das soll er nicht. Daher kümmere ich mich jetzt erstmal um ihn. Er ist immerhin mein bester Freund und ich freue mich auch, dass er hier ist. Ganz dolle sogar.

„Mam? Warum sind die beiden hier? Das dürfen sie doch nicht.“

Auch wenn ich die beiden ja jetzt total süß finde, hihi. Ob sie verliebt sind?

„Süße? Ich werde da bald in Ruhe mit euch darüber reden. Jetzt freut euch doch erstmal, dass die beiden hier sind.“

In dem Moment kommt sowieso Joshi durch die Tür. Ich sehe, wie er eigentlich in sein Zimmer verschwinden möchte, aber nö. Nicht mit mir. Ich rufe ihn ins Wohnzimmer und möchte ihn einfach nur knuddeln und zeigen, wie lieb ich ihn habe.

„Du sollst nichts traurig sein. Versprichst du mir das?“

„Alles gut. Ich komme drüber hinweg. Versprochen.“

„Ja? Immerhin möchte ich dir jetzt meine besten Freunde richtig vorstellen. Die beiden sind auch ganz lieb.“

Shadow und Melody werden von Valentino abgeholt. Was suchen sie denn da? Warum dürfen sie nicht bei uns bleiben? Ich verstehe das alles nicht.

„Ist dir aufgefallen, dass da etwas nicht stimmt? Sie dürfen doch überhaupt nicht das Reich verlassen. Müssen sie jetzt sterben? Oder Mam lügt uns an.“


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