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  • Kucki 232

Folge 70 - Dieses Mädchen


 

Zweite Winterwoche: Donnerstag

Geburtstag: keiner

Event/Feiertag: keiner

Erzähler/in: Emily

 

Ja, in den letzten Tagen ist schon viel Trauriges passiert. Meine Schwiegereltern wollten es wohl so richtig wissen. Okay, Mam und Paps waren ja nicht besser. Es ist schon traurig. Marc konnte die halbe Nacht nicht pennen. So war ich einfach nur für ihn da. Und jetzt soll er ruhig schlafen.

Schnell noch fertigmachen und dann ab nach unten. Ab in die Kälte. Yippie. Gestern in Sulani war ja schon ein guter Ausflug. Unvorstellbar, dass ich da mal gewohnt habe. Ein wenig fehlt es mir immer noch, aber irgendwie auch nicht mehr. Hier oben in Windenburg ist es auch okay.

Der Ort ist eh verflucht, an dem wir wohnten. Doch schöne Erinnerungen gibt es trotzdem. Mein erster Kuss. Oh, nein, Moment. Hihi. Den hatte ich zwar auch am selben Ort, aber leider nicht mit Marc. Es war Tommy. Okay. Ich meine also meine Zeit mit Marc. In Sulani lernten wir uns nämlich besser kennen. Und lieben, hihi.

Ich schwelge heute etwas viel in Erinnerungen. Warum auch nicht? Und mir lässt dieses Mädchen einfach keine Ruhe. Also Naomi. Irgendwo habe ich sie schon mal gesehen. Ich weiß aber nicht, wo.


Meine Kids bleiben heute noch zu Hause. Sie fühlen sich immer noch mies und können sich so besser ablenken. Bald ist eh Jahresende. Da wird hoffentlich aber wieder gefeiert. Vielleicht ja auch mit einer Party? Es muss doch weitergehen, oder nicht? Und dann widmen wir es Sven und Tanya. Wäre doch eine nette Idee.

Und ab nach unten mit mir. Hm. Naomi. Naomi. Ja, ich kenne eine Naomi. Aber woher? Es muss lange her sein.

Normal ist ja mein Mann der Grübler, aber wenn ich mal anfange, dann richtig. So richtig, dass ich mir die Finger verbrenne. Autsch.

Oben beschäftigen sich alle derweil und sind lieber für sich. Als ich durch die Tür linse, sehe ich Emilio, der seinen besten Freund gefunden hat.

Madleen, die sich immer mehr in Bücher verliert.

Bei Joel würde ich ja gern ins Zimmer schauen, doch er hat abgeschlossen. Wenn ich das aber richtig höre, spielt er wieder „Neverending Story“.

Eben noch meine Arbeit verschicken.

Während mein Mann es sich in der Sauna gutgehen lässt. Da weiß ich, was ich gleich noch machen werde, hihi.

Aurelie und Niklas wiederum schauen schon den ganzen Morgen Fernsehen. Besonders bei Niklas fällt es mir auf, dass ihn die beiden Tode sehr mitnehmen. Oder meint ihr etwa, dass er so ruhig ist, weil Joshi Erfolg mit dem Gespräch hatte? Wirklich?! Na ja, ich weiß nicht.

Ja und Joshi plant das nächste Pfadfindertreffen. Es macht ihm immer noch sehr viel Spaß. Auch wenn ihm die Mädels immer mehr auf die Pelle rücken. Ist aber irgendwie süß. Er ist total unbeholfen. Ob ich ihm mal einen Rat geben soll?

Aber jetzt erstmal genug gearbeitet. Ich geselle mich zu Marc. Manchmal vergesse ich schon, dass wir eine Sauna haben. Bin ja selten hier unten. Es sei denn, wir machen Party.

„Sag mal. Kennst du Naomi zufällig irgendwo her? Ich meine, ich habe sie schon mal gesehen. Ich weiß aber nicht, wo und wann.“

„Hm, nicht dass ich wüsste. Müsste ich mal drüber nachdenken. Wäre vielleicht etwas, um sich abzulenken.“

Aber erstmal vergnügen wir uns anders in der Sauna. Nein, heute mal nicht mit dem, was ihr jetzt denkt, hihi. Wir kuscheln einfach nur. Marc ist so fertig, da möchte ich bei ihm sein. Und sei es in der Sauna.


Als wir nach oben gehen, fällt mir doch wieder was ein:

„Irgendwo aus der Schule. Grundschule vielleicht? Verdammt, ich kann sie total nicht zuordnen. Ist dir auch aufgefallen, wie sie sich verhalten hat, als sie bei uns war und Emilio kam? Hat sie Angst vor ihm? Immerhin war er ja in der Grundschule nicht der Liebste.“

„Emily? Während du da so weiter nachdenkst, würde ich dir gerne was zeigen. Können wir mal kurz ins Büro gehen?“

„Hm?! Okay. Klar. Gehen wir. Was ist denn? Aber Noemi hat trotzdem was mit der Grundschule zu tun.“

„Ja, mag sein. Ich helfe dir gleich und überlege mit, okay? Aber mir liegt da was auf dem Herzen, was ich vorher loswerden möchte.“

Oh, das klingt ja ziemlich ernst. Marc ist plötzlich nicht mehr nur traurig, sondern auch bedrückt zugleich. Ach, menno. Er macht so viel durch in letzter Zeit.


Also ab ins Büro. Irgendwie ahne ich schon, dass es was Ernstes ist. Aber bitte nicht zu ernst. Das würde ich gerade nicht stemmen können.

„Ich bekomme immer mehr Mails, von Klienten. Die Mails werden langsam immer heftiger. Sie sollen aufpassen, dass ich damit nicht zur Polizei gehe. Beleidigungen können die sich alle sonst wo hinstecken.“

Marc legt ordentlich los.

„Schau mal.“

Er setzt sich an seinen PC und öffnet die E-Mails.

Während er da am Suchen ist, schaue ich mich im Büro um. Gemütlich hat er es hier wirklich. Hier würde ich auch gern arbeiten wollen.

„Hier. Herr Duvan, wenn sie sich langsam nicht um den Fall kümmern, dann werde ich das melden und dann zeige ich ihnen mal, wie schnell ihr Ruf den Bach runtergehen kann.“

Er schaut mich total bedröppelt an.

„Wie kann man so sein, Emily? Stets habe ich mein Bestes gegeben und nun bekomme ich nur noch solche Mails. Was geht hier ab?“

„Ich weiß nicht, ob ich das länger machen kann. Ich bin am überlegen, den Job zu wechseln. So dass ich mehr bei euch sein kann. Ich dachte, ich würde anderen Sims helfen, aber wer hilft im Endeffekt mir?“

Das verschlägt selbst mir die Sprache. Puh. Ich hätte nie gedacht, dass andere Sims so weit gehen würden. Er liest mir noch einige dieser Mails vor.

Und ab jetzt mache ich mir nicht nur mehr Gedanken um Naomi, sondern auch um Marc. Ihm hat der Job so richtig Spaß gemacht. Manchmal etwas knifflig, aber er liebt sowas. Eine Leidenschaft verliert sich langsam, was sehr schade ist.


Als wir nach oben gehen, muss ich ihn auch nochmal ordentlich durchknuddeln.

„Hör zu. Ich mache mir mit dir Gedanken um die Zukunft. Wir bekommen das hin. Vielleicht findet sich ja eine Lösung.“

„Und ich helfe dir bei Naomi. Wenn du sagst, du kennst sie irgendwo her, dann wird da was dran sein.“

Also geht erstmal alles seinen gewohnten Gang weiter. Nur jetzt noch nachdenklicher als vorher. Marc tut mir so leid. Das ist zu viel für ihn, das spüre ich.

Marcel ist zu Besuch bekommen. Netter Kerl. Ich sollte mich mal wieder bei Manya melden. Wir haben uns total aus den Augen verloren. Er ist also der Enkel von Mandor. Kennt ihr ihn noch?

Die Gedanken an Mandor sind fast vergessen gewesen, als Ramon und Miguel mir diese geraubt hatten. Er war damals noch ein Weiser. So ein netter Sim.

So, nun geht es aber weiter ans Werk. Die Wäsche wartet und auch meine Recherche zu Naomi.

Verdammt. Wer ist dieses Mädchen? Immerhin wusste sie ja dann wohl, wo Emilio wohnt.

Schließlich denke ich weiter im Esszimmer nach. Emilio gesellt sich mit dazu. Selbst er ist im Moment sehr nachdenklich.

Hm, Naomi. Naomi. Herrje. Naomi. Woher kenne ich dich?

Das lässt mir absolut keine Ruhe. Bis ...... Moment mal. Ich hab's. Ich hab's.

„Ist das nicht das Mädchen, dem du das Tablett damals in der Schule aus den Händen gerissen und sie gerne mal angepöbelt hast? Wir mussten so oft deswegen in die Schule. Weißt du noch? Ist sie das nicht?“

Mein Sohn schüttelt erst mit dem Kopf, aber dann muss er darüber nachdenken. Tja. Und sein Blick sagt alles.


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