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  • Kucki 232

Folge 78 - Ein romantisches Date


 

Erste Frühlingswoche: Freitag

Geburtstag: keiner

Event/Feiertag: Frühlingsferien

Erzähler/in: Joshua

 

Heute bin ich vorbereitet. Ich bin startklar. Ich werde ein Mann. Alina wird mich nachher noch mehr mögen, das glaubt mal. Immerhin bin ich jetzt 17 und kein Weichei mehr. Und bis zu meinem 18. Lebensjahr dauert es auch nicht mehr lange. Deswegen gebe ich heute alles. Grundtechniken und sowas habe ich mir schon alles im Internet geholt. Aber erstmal gibt es Frühstück. Powerfrühstück. Für wahre Männer.

Ich werde sie küssen und auch weitergehen. Mal schauen. Ich weiß ja, wie das geht. Jetzt oder nie.

Trotzdem werde ich jetzt schnell duschen, da ja wieder jemand meckern könnte. „Was machst du wieder so lange in der Dusche, mimi?“, imitiere ich die anderen nach. Na, was wohl? Ich bin verknallt und möchte nicht stinken. Ganz einfach.

Danach verpiesel ich mich dann auch gleich ins andere Bad. Ich könnte ja die Wäsche und Dusche blockieren. Da brauche ich doch nie lange.

Ich gehe auch alles durch den Kopf durch, damit ich auch alles richtig mache. Fummeln, techteln - volles Programm. Jetzt zeige ich mal, was Joshua Duvan draufhat.Irgendwann muss ich doch mal anfangen, oder nicht? In der Schule, die gucken bestimmt schon schief, weil ich noch nie und so. Jeder hat mit 17 schon und so.

Auch wenn wir es ja langsam angehen lassen wollen, möchte ich einfach mal sehen, wie das so ist. Ich denke, da ist nichts falsch dran.

Bevor es losgeht, drehe ich noch eine Runde. Ja ja, ich weiß. Ich bin etwas durcheinander, weil ich mich erst eine Stunde frischmache und gleich schwitze wie ein Bulle. Ihr sagt jetzt nichts. Obwohl. Ich habe gelesen, dass dieser Geruch auch erotisch auf Frauen wirken soll. Das soll sie erregen und so. Also mache ich doch alles richtig. Seht ihr?

Och nö. Nein, nicht jetzt. Ich bekomme plötzlich einen Brummschädel und ich fühle mich gar nicht wohl. Nein. Nicht jetzt. Niemals. Ich habe immerhin heute alles geplant. Bin jede Situation durchgegangen. Ich bin bereit. Also schnappe ich mir einen Orangensaft und dann wird das schon wieder.

Paps setzt sich zu mir: „Und? Was habt ihr heute Schönes vor?“

„Wir werden in den Wald gehen und uns unterhalten. Wollte ihr eine seltene Schmetterlingsart zeigen.“

Paps braucht ja nicht alles wissen, oder?


Es ist so weit. Mein Herz pocht bis sonst wo hin. Ich bin nervös. Habe ich an alles gedacht? Sitzen meine Haare? Riecht mein Deo noch gut? Ich setze mich unten hin und gehe alles nochmal Stück für Stück durch. Hinsetzen, in die Augen gucken. Alles klar. So fängt man immer an.

Ich bleibe auf jeden Fall cool.

Langsam gehe ich dann los. Habe noch etwas Zeit. Wir treffen uns nämlich in Henford. Ich liebe Henford. Vielleicht werde ich auch hierhinziehen. Mal schauen.


Und dann fällt mir ein, dass. Verdammt. Es regnet ja. Ich habe keinen Regenschirm dabei.

Alina wartet auch schon eine Weile im Regen und sieht total sexy, so nass aus. Aber ihr muss doch kalt sein. Mein Weibchen ist hocherotisch. Das macht mich an.

„Wollen wir woanders hin? Wo es trocken ist? Entschuldige. Ich wusste nicht, dass es hier heute regnet.“

„Nein, es ist okay. Ich liebe Regen und mir macht das nichts aus.“

Oh, wirklich, denke ich. Das macht mich noch mehr an. Am liebsten könnte ich sie an Ort und Stelle und woah. So im Regen kommt das bestimmt gut. Aber immer langsam. Der Tag ist noch lang.

Also bin ich total der Gentleman und schenke ihr erstmal eine Rose.

„Oh, was? Hey. Ich. Hihi. Danke. Ich liebe Rosen.“

Ich mache alles richtig, seht ihr? Selbst den Regenschirm vermisse ich nicht mehr, auch wenn ich gerade immer nasser werde und es an meinen Brusthaaren runterläuft.

Sie umarmt mich und ihre warmen Brüste umschmiegen mich und ich schmelze. An der Stelle ist es auf jeden Fall wieder trocken. Ich könnte sie begrabbeln und sie .... woah. Ich explodiere fast.

Ich möchte gar nicht mehr loslassen. Hier und jetzt könnte ich sie heiraten und nun ja. So habe ich noch nie empfunden. Schon komisch.

Nun muss sich die Natur mit mir ein Mädchen teilen. Da muss sie nun durch. Also die Natur. Ab sofort gehe ich nicht mehr allein auf die Suche nach neuen Tierchen. Ich habe jetzt Alina. Trotzdem fühle ich mich so frei. So, so bereit. Egal, was kommen mag: Ich bin bereit.

Ich renne durch die Pfützen und bin mittlerweile mehr als platschnass. Das Techteln muss kurz noch warten, denn dieses Gefühl ist gerade so unbeschreiblich. Aber gleich. Gleich bin ich bereit und dann hier und jetzt im Regen. Gibt es etwas Erotischeres als im Regen?

Nur jetzt fängt es erst recht an zu regnen. Wir müssen uns doch irgendwo unterstellen. Und so warten wir und warten und ich überlege mir weitere Techniken. Das erste Mal muss gut überlegt sein. Sanfte, zärtliche Berührungen und dann bääääm.

Und dann kommt sie mir auch noch näher. Gleich geht es los. Ich bin nervös.

„Du bist echt was Besonderes, Joshua Duvan. Ich bin froh, dass ich dich kennengelernt habe.“

Ich merke, wie sich mein Körper erregt und die Regentropfen auf der Haut verdampfen. Am liebsten würde ich sie jetzt so richtig küssen und begrabbeln. Was? Uff. Was ist mit mir los. Kann das wirklich sein? Ich explodiere fast. Ich. Aber ich bleibe cool.

„Aber nächstes Mal treffen wir uns dann lieber, wenn es nicht regnet. Es ist noch zu früh, um die meisten Tiere zu beobachten.“

Der Regen ist wieder etwas weniger geworden und wir setzen uns an einen Picknicktisch. Mein Hintern ist jetzt zwar so richtig nass, aber das ist mir egal. Das kühlt mich da unten etwas ab. Besser ist das. Sie hat so schöne Augen, so. Was ist los mit mir?

„Veronika macht aber immer noch ein bisschen Stress. Sie behauptet, dass ich dich weggeschnappt hätte. Das ist doch Unfug.“

Sobald sie Veronika erwähnt, ist meine erotische Phase fast vorbei. Mist. Wie kann sie jetzt nur über Veronika reden? Sie ist mir gerade egal. Ich habe ganz andere Pläne. Bevor es also ganz verschwindet, setze ich mich zu Alina und komme ihr so richtig nahe. Näher geht es nicht. Und jetzt geht es gleich los.

„Weißt du? Ich werde mit Veronika reden und mir ist das heute total egal, denn ich sitze hier jetzt mit dir und das noch im Regen.“

Dann lasse ich doch wieder von ihr los. Ich wollte sie gerade küssen. Meine Zunge um ihrer kreisen lassen und dann kommt nur das:

„Hehe, also ich. Sorry. Ich.“

„Holla. Was war das denn eben, Joshua?“

„Hm? Nichts.“

Sie kommt mir immer näher und ich spüre ihren heißen, erotischen Atem, der mich noch mehr explodieren lässt. Sie ist so sexy, so erotisch, so .... Hier und jetzt.

Wir küssen uns und ich bin kurz davor, ihre Brüste anzufassen und sie dann im Regen auszuziehen und. Woah. Also küssen gefällt mir.

Doch dann lasse ich von ihr ab und schäme mich etwas. Was zum Geier ist mit mir los? Ich möchte es. Ja, ich möchte es. Eins mit ihr sein.

„Du. Ich geh’ eben angeln.“

Nein, ich gebe nicht auf. Ich brauche nur noch etwas Zeit. Ich denke, das ist normal. Immerhin ist das ein Schritt, um ein richtiger Mann zu werden. Der muss gut überlegt sein.

Ich komme also zu ihr zurück. Sie liegt doch tatsächlich im Regen und schaut in den Himmel. Soll ich das jetzt nochmal versuchen? Mich einfach auf ihr drauflegen und dann küssen?

Es macht ihr aber nichts aus, dass ich mich noch etwas zurückhalte. Ich spüre doch, wie sie es auch will. Denn es bieten sich manchmal richtig schöne Anblicke.

Wir albern etwas rum. Auch das gehört zu einem Vorspiel. Man muss ja nicht immer gleich loslegen.

Schließlich breche ich mein Vorhaben aber dann doch ab, da uns beiden kalt wird. Wir sind total durchnässt und ich habe eh das Gefühl, dass sich eine Erkältung zusammenbraut. Doch bald werde ich ihr zeigen, wie sehr ich sie liebe und werde zum richtigen Mann.

„Ich hoffe, es war trotzdem sehr schön für dich, auch wenn das jetzt geregnet hat. Ich liebe diesen Ort. Selbst wenn es eisig ist oder eben regnet.“

„Ja, es war sehr schön hier. So ruhig. Das liebe ich.“

„Ich liebe dich. Das wollte ich dir mal sagen. Normal interessiere ich mich ja nicht so für Frauen, aber das heute hat mir gezeigt, dass Frauen doch einen wichtigen Teil in meinem Leben einnehmen werden. Also nicht „die Frauen“. Nicht falsch verstehen.“

„Hihi, ich weiß schon, was du meinst.“

So gehen wir durchnässt, aber händchenhaltend zu mir nach Hause. Der Abend ist noch lang und vielleicht möchte Alina ja über Nacht bleiben. Da geht das dann eh besser.

Auf dem Nachhauseweg reden wir nicht wirklich und genießen einfach nur die Anwesenheit des anderen. Klar, außer, dass ich weiter Pläne schmiede. Mache ich was falsch, werde ich es mir nie verzeihen.

Alina möchte wirklich über Nacht bleiben. Es ist bald dunkel und sie fühlt sich nicht wohl mit den nassen Klamotten. Eine heiße Dusche wäre ihr jetzt lieber. Mam stellt ihr ein Gästebett bei mir ins Zimmer und ihre Eltern willigen auch ein. Eine neue Chance für mich.

Doch erstmal gehe ich in die Wanne und wärme mich auf.

Hier sind sowieso gerade erotische Interaktionen nicht möglich, wenn der kleine Bruder im Hintergrund da so flennt. Das harte Großfamilienleben holt mich wieder ein.

Wir schauen gemeinsam fern und die anderen lernen Alina näher kennen. Sie ist jetzt ein Teil unserer Familie.

Als wir uns schlafen legen wollen, gebe ich ihr ein Hemd von mir. Ich schaue sie von oben bis unten an und ... woah, diese Schenkel. So stramm. So. Boah. Hier und jetzt.

Doch meine erotische Phase verschwindet schnell wieder, da Alina plötzlich wütend wird. Sie redet wieder nur von Veronika. Ne, das törnt ab.

„Tut mir leid. Joshi. Ich sollte Veronika wirklich nicht mehr erwähnen, sondern eher an uns denken. Tut mir leid. Immerhin war das heute ein schöner Tag mit dir. Du bist echt witzig und süß.“

Die Tatsache ist dann trotzdem, dass ich auch an diesem Tag nicht zum Mann werde. Schade. Aber morgen ist ja auch noch ein Tag.


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