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  • Kucki 232

Folge 93 - Es wird nie langweilig


 

Erste Sommerwoche: Samstag

Geburtstag: Aurelie

Event/Feiertag: Geburtstagsparty/Würstlparty

Erzähler/in: Aurelie

 

Es ist ganz ungewohnt, dass ich heute von meinem Tag berichte, aber das liegt vielleicht auch daran, weil bei mir einfach nichts passiert. Ich bin dann wohl die Ruhige in unserer Runde und schaue mir lieber alles nur an, als mitzumischen. Das bin eben ich.

Lieber lache ich mich dann bei Dingen kaputt, die so im Hintergrund passieren. Wie das hier, hihi:

Meine Schwester ist nur ein bisschen schusselig. Nur ein bisschen. Trotzdem habe ich sie megagern.

„Aua. Verdammt.“

„Ist noch alles dran bei dir? Hihi. Langsam müsstest du doch wissen, dass da noch eine Stufe kommt.“

Ich höre sie nachts oft weinen. Ob das an dem blöden Shadow liegt? Ich mag ihn nicht. Also nicht mehr. Na ja. Im Moment nicht. Genauso wenig wie Melody. Plötzlich sind sie hier und wollen alles auf den Kopf stellen. Alles muss sich nur um sie drehen. Das ist doof. Ich bin froh, dass sie weg sind.

Deswegen streiten sich nämlich Madleen und Joel. Sie haben noch nie gestritten.

„Warum habt ihr euch eigentlich nicht mehr lieb? Ich finde das doof so und immerhin habe ich heute Geburtstag. Es war schon an Joshuas Geburtstag so eine Stimmung bei euch. Hört auf!“

„Die blöden Zwillinge machen nur Ärger und ich mag sie einfach nicht. Sie sollen wegbleiben.“

„Aurelie?!“

„Nein. Ich habe doch recht. Warum streitet ihr? Selbst Shadow hat sich bislang noch nicht gemeldet. Meinst du, das wäre normal, wenn er nur mit Joel ein Problem hätte?“

„Äh. Sie hat recht, Madleen. Unsere kleine Schwester hat recht. Warum ignoriert Shadow dich denn, wenn du überhaupt keine Schuld hast? Sollte es ihm dann nicht egal sein?“

„Das sage ich doch.“

„Ich habe nur die Wahrheit gesagt und sie zieht ab, wie eine beleidigte Leberwurst. Shadow hätte doch hier bei dir bleiben können, oder nicht?“

„Deswegen. Sprecht euch doch mal aus. Ich habe heute Geburtstag und ich lasse euch jetzt mal allein. Klärt das, damit wir nachher feiern können.“

„Äh, aber.“

Ich finde es total cool, dass Joel jetzt einen Hund hat. Er ist total süß und mit ihm werde ich auch viel spielen. Lieber den Hund, als die blöden Zwillinge.

Etwas später komme ich ins Wohnzimmer und meine Geschwister haben wirklich miteinander geredet. Das freut mich sehr, denn ich weiß ja, dass ich recht habe.

„Hihi, na geht doch.“

„Danke, Süße. Du hast natürlich wirklich vollkommen recht. Nur, wir mögen die Zwillinge eigentlich sehr. Wir kennen sie schon so lange und plötzlich ist alles anders. Das tut eben weh.“

„Ja ja. Ist ja okay. Ihr seid halt verliebt, hihi. Komm mal her, du Doofi.“

„Selber Doofi.“

Mam hat nämlich schon alles vorbereitet und wartet auf uns in der Küche. Ich freue mich ja schon auf die Party und die vielen Geschenke. Habe mir viel gewünscht.

Ich möchte auch gar nicht lange warten und puste kräftig los. Eins, zwei und ...

Jetzt gehe auch ich bald auf die Oberschule.

Meine Frisur sieht nur total doof aus. Ih. So läuft doch niemand rum. Also gehe ich schnell ins Bad und mache mich etwas chicer. Dann kann die Party losgehen.

Können die Jungs ja kommen, hihi. Es gibt bestimmt richtig Süße da auf der Oberschule. Bin schon total gespannt.

Worüber ich mich aber am meisten freue ist, dass ich jetzt nicht mehr jeden Morgen mitbekomme, dass meine Schwester aus dem Bett fällt oder Melody plötzlich die Gardine aufreißt, um rauszuschauen. Madleen zieht in Joshis Zimmer und somit bin ich hier allein. Ein bisschen wird mir Madleen hier aber doch schon fehlen. Wir haben immer viel gequatscht, wenn wir nicht einschlafen konnten.

Wir haben es aber noch nicht ganz geschafft, hier alles umzuräumen, da ja heute auch noch Würstlparty ist. Da müssen wir noch viel vorbereiten. Aber das ist okay. So schlecht sieht das ganze Rosa und Glitzer ja auch nicht aus, hihi.

Es klingelt an der Tür, doch irgendwie macht niemand auf. Schaue ich mal nach.

Oh je. Es ist Melody. Was will sie denn jetzt hier? Sie soll Joel in Ruhe lassen. Wie sie mich anschaut. Also wäre sie die Unschuld vom Lande. Alle böse, nur sie nicht.

„Wir haben heute keine Zeit, weil ich Geburtstag habe und wir nachher feiern wollen. Und da es mein Geburtstag ist, möchte ich dich nicht hier haben. Es tut mir leid, aber du hast meinem Bruder wehgetan und das finde ich nicht schön.“

Ich lasse sie also einfach stehen, weil ich mich noch etwas auf die Schule vorbereiten möchte, bevor es Montag losgeht. Mir egal, was sie da jetzt denkt.

Doch sie kommt einfach hinterher und quatscht mich voll.

„Ich weiß, ich hätte nicht abhauen sollen und ich muss unbedingt mit Joel reden. Ich liebe ihn halt und das wollte ich ihm doch nur zeigen. Ist es denn falsch, verliebt zu sein?“

Bei den letzten beiden Sätzen wird sie so laut, dass ich mich erschrecken muss. Aber ich lasse sie reden. Mir egal.

„Joel hat mich halt SEHR VERLETZT und ich habe GEWEINT und bin immer noch TRAURIG.“

Kann sie jetzt endlich mal aufhören zu reden? Ich muss mich konzentrieren. Meine Güte.

„Was soll ich denn machen? Kannst du mir das sagen? Was mache ich denn falsch? Wieso ist er jetzt so zu mir?“

„Melody? Es interessiert mich nicht. Ich habe keine Ahnung und ich möchte auch keine haben, okay? Oder muss sich alles nur um dich drehen, hm?“

„Wie bitte? Das stimmt doch überhaupt gar nicht. Ich war immerhin die, die die ganze Zeit im Reich eingesperrt war und ihr wart alle hier und konntet diese wundervolle Welt sehen.“

„Echt jetzt?“

Schließlich geht sie dann auch rein. Ich bekomme leider nichts mit, aber was ist los mit ihr? Eigentlich mochte ich sie auch richtig dolle, aber seitdem sie da abgehauen ist und nun total hier am Rumschmollen ist, überlege ich es mir doch nochmal. Armer Joel.

Joel kommt zu mir nach draußen.

„Hey. Stört es dich, wenn ich kurz hierbleibe? Ich halte dieses Gesabbel keine Sekunde länger mehr aus. Man, ey. Sie macht alles immer schlimmer.“

Es ist ja nicht so, dass mich diese Sache schon mitnimmt, denn wer hat Joel Duvan schon mal mit Tränen in den Augen gesehen? Ich noch nicht und ich lebe mit ihm unter einem Dach. Nein, das andere Schlimme ist, dass es ordentlich anfängt zu gewittern und wohl aus der tollen Party nichts wird.


Mam macht unten alles schon fertig und ich komme zu ihr. Ich frage mich, was sie da in letzter Zeit für ein Tattoo hat? Sie hat nichts davon erzählt. Sieht aber schön aus. Aber na klar. Es ist ihr Ding.

„Mam? Wir können heute dann ja schlecht ein Feuer machen, wenn es so regnet. Das ist doch doof.“

Anscheinend stört es die Männer im Hause jetzt nicht so. Mich aber. Menno.

„Hey, Purzelchen. Nicht den Kopf hängen lassen. Das wird eine schöne Feier. Versprochen. Wir können es uns auch drinnen gemütlich machen, okay?“

Und da ist sie wieder. Das Grauen mit den roten Haaren. Ich wusste gar nicht, dass sie so giftig schauen kann. Oder irre ich mich nur? Ich kann sie absolut nicht einschätzen.

Und dann grinst sie wieder so. Sie schaut Joel nur kurz an und setzt ihr Grinsen wieder auf. Also, wenn die beiden das bald nicht klären, dann mache ich das.

Ich gehe nach oben und hole die Salate. An der Tür sehe ich jemanden. Hm. Sie sieht aus wie Mira. Sie habe ich letztens kennengelernt, als ich durch den Park ging. Irgendwann kamen wir dann ins Gespräch. Komme ja öfter durch den Park und jedes Mal habe ich sie dort sitzen sehen. Sie sagte mir, dass sie den Park „Problem-Park“ nennen. Hier sitzen alle, die irgendwas haben. Ist mir so nie bewusst gewesen. Aber stimmt. Jedes Mal, wenn ich da durch gehe, sehe ich dieselben Gesichter.

Ich habe das Gefühl, dass sie nicht so recht jemanden hat und so habe ich ihr einfach mal gesagt, dass sie vorbeikommen kann, wenn was ist. Tja und da ist sie.

„Es schüttet wie doof und ich weiß nicht, wo ich hin kann. Kann ich nicht kurz bei euch bleiben? Bitte. Ich bin total durch.“

Nur, sie ist immer so schnell sauer, hihi. So sauer, dass es die anderen mitbekommen. Mam kommt nämlich zu uns und muss Mira erstmal beschnuppern. Das macht sie immer so, wenn wer Fremdes ins Haus kommt. Es könnten ja Diebe sein und sowas. Sie ist in letzter Zeit wirklich sehr vorsichtig geworden. Alles wird vorher inspiziert.

„Ist denn alles in Ordnung? Bist du eine Freundin von Aurelie? Du bist ja total durchnässt. Möchtest du dich kurz setzen?“

„Woah, ich könnte ausflippen. Blödes Wetter.“

„Äh, hihi. Ganz ruhig.“

Nein, Mira ist wirklich eine Liebe. Ich sage ja: Sie hat schon viel mit mir gesprochen und nun ja. Sie ...

„Hey, wer bist du denn? Geht das auch etwas leiser? Also in letzter Zeit schreien die Mädels hier wirklich gern mal rum. Liegt das am Wetterumschwung?“

Paps bittet sie, sich zu setzen und Mam gibt ihr ein Handtuch. Doch so wirklich bessere Laune bekommt sie davon jetzt auch nicht.

„Möchtest du was trinken? Wie heißt du eigentlich?“

Jetzt fängt Paps mit der Fragerei an. Hihi, das kann er wieder gut, seitdem er als Detektiv unterwegs ist. Immer alle befragen.

Aber nachdem Mira immer noch so am Meckern ist, zieht sich Paps dann doch lieber zurück. Sie schaut, als ob sie ihn gleich erwürgen wolle. Okay, aber langsam bin ich auch etwas irritiert. Ja, sie ist gern etwas launisch, aber so? Puh. Mir reicht da schon Melody.

Selbst Emilio ist langsam etwas genervt.

„Alter. Ist das irgendwie normal, dass wir in letzter Zeit die schlechten Weiber hier so anziehen? Boah ey. Könnt nur meckern. Ziehst du immer so 'ne Fresse?“

„Kannst dich ja mit Melody anfreunden. Ihr wärt echt beste Freundinnen.“

Okay, nun reicht es. Jetzt muss ich es doch mal sagen, da Mira mir da etwas erzählt hat und ich es natürlich jetzt nicht einfach so raushauen möchte. Ich ziehe mir Emilio kurz raus.

„Hey, ähm. Kannst du bitte etwas netter sein? Ihre kleine Schwester ist vor kurzem gestorben, okay? Es wäre schön, auch wenn es dir gerade schwerfallen mag, okay?“

„Was? Echt? Oh. Jo, kriege ich hin. Aber so eine Fresse braucht sie trotzdem nicht zu ziehen. Aber tut mir leid, okay? Ich bin ruhig.“

Emilio ist dann schließlich einsichtig und wir gehen wieder zu den anderen. Ja, ich bin da halt etwas vorsichtiger. Wer weiß, was mit den Sims wirklich ist? Deswegen versuche ich Melody ja auch zu verstehen. Plötzlich ist sie so. Aber alles hat einen Ursprung. Nur aktuell mag ich sie eben nicht so, weil sie Joel so verletzt hat. Das gibt sich aber bestimmt wieder.

Paps schmeißt eh so langsam den Grill an und wir wollen das Beste aus dem Tag rausholen.

Die ersten Gäste trudeln ein. Nur etwas ungewöhnlich, hihi.

Und selbst unerwartete Gäste schlagen auf. Melania ist ebenfalls sehr traurig über die aktuelle Situation.

Trotzdem sieht das Essen sehr lecker aus und ich freue mich auf den Abend. Es hat auch endlich mal kurz aufgehört zu regnen.

Schließlich wird es immer voller hier.

Und so einige Überraschungen kommen an den Tag. Mam schaut nicht schlecht, als sie Alina sieht. Gut, ich glaube, da schaut gerade niemand schlecht, hihi.

„Hä? Wann wolltet ihr uns das sagen, hmm? Was? Ich. Wow. Warum habt ihr nichts gesagt?“

Selbst Paps kommt gerade nicht vom Glauben an.

„Ey kommt. Alina hat einfach nur zu viel gegessen. Ich werde ganz bestimmt nicht Opa.“

Tja, Paps. Da musst du wohl nun durch, hihi. Ich finde das auf jeden Fall schön, Tante zu werden. Nein, natürlich freut sich Paps bestimmt auch, aber wir hätten nicht gedacht, dass Joshi nun so ankommt, hihi. Immer für Überraschungen gut.

Auch wenn das Wetter immer noch nicht so richtig mitspielt, versammeln wir uns alle hier auf der Terrasse. Warm ist es ja trotzdem. Und genug Platz dann ja wohl auch.

Während hinter mir irgendwie total die nun ja ... ähm .... versauten?! Wörter fallen. Es wird nie langweilig bei uns.

Lustig ist es trotzdem, auch wenn es am anderen Ende wieder etwas anders aussieht. Irgendwie können sich die beiden gerade nicht so wirklich riechen.

Und Mam kommt einfach nicht von Alina weg.

„Oh, das ist so süß. Das ist richtig süß, hihi.“

Trotzdem muss ich Joshi nochmal ordentlich durchknuddeln. Er fehlt mir hier so. Aber er meint, dass es in Henford richtig schön ist und ich jederzeit vorbeikommen kann. Wenn das Baby da ist, dann bin ich sowieso immer da. Ich freue mich so.

„Alles Gute zum Geburtstag, kleine Schwester.“

Mira geht zurück nach Hause. Ich werde mal fragen, wo sie wohnt und dann komme ich sie mal besuchen. Vielleicht werden wir ja Freundinnen? Das wäre toll. Sie ist etwas komisch und ist nicht gerade gepflegt, aber ich rede gern mit ihr.

So, aber nun muss ich erstmal aufs Klo und iiiiiih, wer hat denn hier nicht gespült? Das mache ich erstmal sauber. Das ist ja ekelig.

Und schließlich regnet es auch wieder in Strömen. Langsam entscheiden wir uns dann doch dazu, reinzugehen. Selbst die Terrasse wird langsam nass.

„Wollen wir nicht rein?“

„Bin dafür.“

Wir schnappen uns unsere Teller und ab geht es nach drinnen. Findet ihr nicht auch, dass es total süß ist, dass Joshi Papa wird? Aber er hätte es auch schon eher sagen können. Zieht einfach so aus und dann kommen sie irgendwo zu dritt wieder, hihi. Doch er grinst nur.

Und so feiern wir drinnen weiter. Nicht nur die jungen Sims schwingen das Tanzbein.

Zwischendurch dann auch mal schauen, was draußen noch so los ist. Es ist einfach wunderbar, die Familie um sich zu haben. Und es kommen auch keine Zwischenfälle mehr. Melody wurde vorhin abgeholt und jetzt ist Felix bei den Zwillingen. Ich hoffe aber, es klärt sich bald alles auf und sie vertragen sich alle wieder. Die beiden sind trotzdem irgendwie witzig und ich habe ihnen auch gern alles gezeigt.

Und Tante Samira geht drinnen voll ab, hihi.

„Was denkst du von mir, Joshi? Natürlich kann ich noch tanzen. Mich altes Ding bekommt man so schnell nicht klein.“

Oh, man, hihi.

Und so bleibe ich aber schließlich dann drinnen und feiere mit den anderen. Es ist ein schöner Abend und wir feiern noch bis 0 Uhr.

Selbst Jingles hat sich zum Schluss noch zu uns getraut.

Und jetzt bin ich gespannt, was mich in der Zukunft erwarten wird.

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