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  • Kucki 232

Kapitel 124 - Wer bist du?


 

Heute gibt es mein erstes Crossover in eigener Sache. Zwei Spiele treffen aufeinander.


Sims 4 trifft auf Palia. Viel Spaß :)

 

John läuft vor und schaut nach einem geeigneten Weg zum Brückenübergang. Dieser soll seit Jahren gesperrt sein, da es großartig kein Gewicht mehr trägt. Aber ob Joel da wirklich ist?

Ich treffe derweil auf den alten Don.

Er scheint uns gesucht zu haben und winkt mir zu.

„Braucht ihr denn noch Hilfe bei der Suche? Ich bin gleich los. Isabelles Familie ist auch meine Familie.“

„Ähm, ja. Wir wollen eben auf der Brücke schauen, ob er dort ist.“

„Okay, dann schauen wir. Notfalls nehme ich den Jungen auf dem Pferd mit.“

„Ich wäre mir nämlich nicht so sicher, dass er dort Schutz gesucht hat. Die Brücke ist sehr morsch und er würde eher hinunterstürzen.“

Der alte Don ist ja sehr beruhigend.

Don wartet auf ein Zeichen von uns. So gehe ich zur Brücke, wo die anderen schon auf mich warten.

Die Nervosität steigt immer mehr an. Ich hoffe ja sehr, dass er nun dort sitzt und dem Schnee entkommen ist, aber jetzt habe ich auch Angst, dass es ihn wirklich nach unten gerissen haben könnte. Obendrein wird mir immer kälter. Es wundert mich, dass ich überhaupt noch vorwärtskomme. Ich gehe fast wie ein Roboter.

„Marc, hier ist er nicht“, sagt Kucki.

Okay. Entwarnung. Er ist schon mal nicht eingestürzt. Aber, verdammt nochmal. Er ist auch nicht hier. Das macht die Situation nicht gerade besser. Ich seufze laut. Langsam steigen Tränen in die Augen. Verzweiflung. Nein, nichts anmerken lassen. Jetzt nicht aufgeben.

Wir schauen nach und er ist tatsächlich nicht dort.

„Was machen wir denn jetzt?“

Wir schauen uns alle ratlos an. Ich sehe auch den anderen an, dass sie nicht mehr können. Alles friert langsam zu. Aber wie muss sich Joel fühlen? Und da ist er schon länger hier draußen.

„Marc. Wenn wir schlau sind, dann schauen wir morgen früh weiter. Es wird langsam zu kalt und der Wind wird nicht weniger. Das bringt nichts. Ich habe keine Ahnung, was in Joel vorgeht, aber er wird es schaffen.“

„Und dann können wir alle suchen. Dann bleibt die Ranch kurz liegen. Ich helfe mit. Das mit Joel ist wichtiger. Der Junge muss hier draußen sehr hilflos sein.“

Mein nächster Satz soll eigentlich mit einem „Ja, aber …“ beginnen, aber ich senke nur den Kopf. Es fällt mir schwer, das zu bestätigen, aber Isabelle hat recht. Das wird uns nicht weiterbringen, wenn wir selbst bald kaum noch was vor Augen sehen.

Aber dann gehe ich in aller Frühe los. Trommle alle zusammen. Und dann suchen wir, bis wir ihn gefunden haben.


Und so brechen wir ab. Lieber hätte ich ihn jetzt trotzdem gefunden. Das wird die schlimmste Nacht meines Lebens.

„Oh je. Du bist ja total durchgefroren. Hey, Marc. Wir finden ihn. Und wenn ich mitsuchen muss. Ich helfe, wo ich kann.“

„Nein. Brauchst du nicht.“

Ich drücke sie ganz fest. Niemals könnte ich jetzt damit leben, wenn auch ihr etwas zustoßen würde.


* * * * *


Zwei Stunden vorher.


Na, toll. Wo bin ich hier überhaupt? Verdammt. Ich habe auch gar keine Lust mehr zurück. Mache eh nur alles kaputt. Und da möchte ich doch nur Katharina in den Arm nehmen. Jetzt hasst sie mich.

Vielleicht bleibe ich erstmal hier. Suche eine Bushaltestelle, wenn der blöde Schnee aufhört und dann fahre ich nach Willow Creek. Ich halte das sonst nicht mehr aus. Es kann doch jetzt nicht einfach alles so kaputtgehen?

So kalt und den Schnee auf Dauer zu essen, ist auch keine Lösung. Trotzdem hat so eine glühende Hand Vorteile. Hey, ich kann total lang in der Wildnis überleben. Toll.

Plötzlich breche ich zusammen. Mir wird schwindelig. Verdammt. Was ist das denn jetzt schon wieder?

Ich sehe etwas Kaputtes. Ein Tor?

Wer ist das? Warum sehe ich das jetzt? Ist das nicht schon alles gruselig genug?

Nein. Ich muss weiter. Irgendwo muss es doch einen Bus nach Willow Creek geben. Hätte ich doch bloß dieses blöde Handy nicht verloren. Verdammter Mist. Ob ich dann doch lieber Paps angerufen hätte? Ich bin einfach so durcheinander. Weiß einfach nicht, was ich tun soll. Alles um mich herum zerstöre ich.

Reiß dich zusammen, Joel. Weiter geht's. Wenn Katharina meine Nummer schon nicht mehr hat, dann muss das eben so gehen.

Ich darf jetzt nicht irgendwo bleiben. So komme ich nie an.

Bis ich wieder zu Boden gerissen werde. Meine Beine werden immer schwerer.

Und dann Bilder, die absolut nicht in meine Welt passen. Was willst du mir zeigen?

Der ganze Müll ist schon crazy genug. Mir wird klar, dass ich nicht hier sein dürfte. Warum bin ich abgehauen? Katharina? Du fehlst mir so. Bitte melde dich. Ich liebe dich doch.

Sims haben plötzlich Angst vor mir und ......

Und dann diese Bilder. Nein. Ich muss weiter. Steh´ auf Joel und dann entscheide dich: Den Bus nach Willow Creek finden oder einfach wieder zurück nach Hause? Ich weiß es einfach nicht. Wo bin ich überhaupt?


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